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Sonntag, 31. Oktober 2021

Weben - nichts leichter als das! :-)

 Auf manchen Blogs war in den Kommentaren zum Handarbeitsbingo zu lesen, dass das Feld "etwas weben" vielen Kopfzerbrechen bereitete. Die meisten denken beim Wort "weben" zuerst an große, komplizierte Webstühle oder an Schulwebrahmen mit Eigenleben und Sanduhrfigur. Dabei ist Weben die grundlegendste, älteste und eigentlich einfachste textile Technik, die wir haben. Im Wesentlichen könnte man eine Nadel mit Faden einfach nur immer durch andere Fäden auf- und abbewegen und dann hätte man schon "gewebt".


In meiner Weiterbildung haben wir uns zunächst mit dem Weben von Bändern beschäftigt und genau das möchte ich Euch auch hier in den kommenden Tagen nahe bringen. Und dabei braucht ihr weder einen Rahmen, Webstuhl oder sonst etwas. 

Für morgen braucht ihr lediglich

- einen ausgespülten Tetrapack

- Schere, Bleistift und Lineal

- eine Lochzange oder dickere Nadel

- zwei Gefrierklemmen/klammern

- einen Gürtel 

- einen Platz mit Türgriff und Stuhl

- Baumwoll- oder Leinengarnreste


Bevor wir aber loslegen, möchte ich euch noch kurz ein bisschen von meinem Kurs erzählen:

Der Ausgangspunkt war die Tatsache, dass das Bandweben in Schweden, ja in ganz Skandinavien, eine wichtige kulturhistorische Rolle spielt, auf die ich bei der jeweiligen Technik näher eingehen werde. Das Weben von Bändern geht relativ schnell und einfach und man braucht kaum Hilfsmittel, also ideal für den Schulbetrieb. 

Wir sind von zwei Techniken ausgegangen: Das Weben mit einem Webkamm/Gatterkamm und das Weben mit Brettchen. Zudem haben wir mit den drei Naturfastern Baumwolle, Leinen und Wolle gewebt. Die für mich schönste Aufgabe war mit dem Schuss zu experimentieren, ich habe mich für Roggenstrohhalme entschieden.


Ihr werdet jetzt rufen: Was, die hat ja doch ein Gerät benutzt!

Ja, habe ich :-) Ich war zu dem Zeitpunkt schon hochschwanger mit dem kleinen Q und es ging anatomisch und ergonomisch einfach nicht mehr mit Gürtel usw. Da habe ich mir einen kleinen Bandwebstuhl/rahmen zugelegt (und bereue es schon, nicht die größere Variante gewählt zu haben; naja, später mal...).

Hier seht ihr oben den Rahmen, in der Mitte einen breiten Gürtel, den ich mir genäht habe (ich werde dazu eine Anleitung schreiben), und unten zwei Formen der Befestigung im Gürtel: Einmal eine gekaufte Webhalterung und zum anderen einen Stock, den ich mir selbst gesägt und geschnitzt habe.


Brettchenweben mit Wollgarn

Weben mit einem Gatterkamm und Baumwollgarn



Ich hoffe, ich habe euch etwas neugierig gemacht und ich freue mich schon auf morgen!

2 Kommentare:

  1. Oh, da freue ich mich sehr auf morgen! Hoffentlich postest Du schon gleich am Morgen:)
    Liebe Grüße
    Ruth

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  2. Oh, da bin ich mal gespannt. Wolle und Wollreste hab ich genug.
    Brettchenweben hab ich mal auf einem Mittelaltermarkt probiert, aber irgendwie wurde das nix. Vielleicht klappt es ja diesmal.
    LG von TAC

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