Kurz bevor ich durch die Sicherheitskontrolle ging, rief ich unseren alten Hausarzt an (in einem Dorf ist das möglich), der mich beruhigte. Also ging ich durch die Sicherheitskontrolle und zwei Stunden später saßen wir im Flugzeug. Einerseits freute ich mich sehr, als ich die Wälder, Äcker und Seen wieder sah, andererseits kam auch das schlechte Gewissen wieder; nun war ich wirklich abgereist.
Als wir endlich ankamen, waren wir auch zunächst positiv von der Wohnung überrascht. Also, nicht optisch (wir wollen auf jeden Fall neu streichen und ein bisschen renovieren), aber sie erschien uns nicht ganz so schmutzig, wie befürchtet. Allerdings hatten wir noch nicht genauer hingeschaut: Ein verkohlter Schneebesen, monatealte Käsereste im Reibeisen und ein paar Gelbe Rüben in der Schublade...
Und ich könnte die Liste an Ekligem noch fortführen (Badezimmer!), aber es ist natürlich auch wieder schön hier. Ich konnte schon mit meinem Papa sprechen, dass sich alles stabilisiert hat und sie gut ohne mich zurecht kommen. Wir haben leckere Sachen eingekauft und hoffentlich auch die Küche bald wieder so in Schuss, dass wir es auch genießen können. Und ein Blümchen auf dem Tisch sowie ein bisschen Sonne machen alles gleich schöner...
Nun werde ich das Schlafzimmer beziehen und morgen steht der erste Behördengang an.
p.s. Habt so vielen herzlichen Dank für alle Euren lieben Kommentare - sie bedeuten mir so viel und lassen mich optimistisch bleiben! Da unser Zwischenmieter glücklicherweise auch vergessen hat, das Internet zu kündigen, kann ich Euch auf dem Laufenden halten. Und sobald wieder etwas Alltag ist (hoffentlich in zwei, drei Wochen) finde ich hoffentlich auch wieder Zeit für emails und meine Blogrunde...
Alles Liebe und eine Gute Nacht wünsche ich Euch von da, wo die Sonne schon um 3:30 Uhr wieder aufgehen wird :)
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