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Samstag, 23. Februar 2013

Zwei schwedische Klassiker...

... erwarten mich heute Abend. Nämlich eine Tüte Lördagsgodis und das Melodifestivalen...
Bevor ihr aber weiterlest, setzt Euch erstmal die Kopfhörer auf/stellt die Lautsprecher an, ich habe Euch ein lustiges Medley der schwedischen Pop(ulär)musik zusammengestellt :)
 Ja, mit Melodifestivalen bezeichnet man nicht den Eurovision Songcontest, sondern den ganzen Vorentscheidungszirkus, der Schweden ganze 6 Wochen in Atem hält. Zuerst gibt es vier Vorrunden, die traditionell in Karlskrona, Göteborg, Skellefteå und Malmö stattfinden. Dabei gehen jeweils 8 Teilnehmer an den Start, von denen je zwei direkt ins Finale gehen und zwei zur sog. 'zweiten Chance' (andra chans). Die 'zweite Chance' findet dann in Karlstad statt und das Finale in Stockholm. Heute ist die vierte Vorrunde, dann nächste Woche die zweite Chance und schließlich dann noch das Finale in zwei Wochen. So groß ist das ganze spätestens seit Abba und dieses Jahr ist Schweden dank des letztjährigen Siegs das Gastgeberland und entsprechend wird auch das hier zelebriert. Normalerweise ist so Kommerz-Pop-Klamauk nicht meine Sache, aber dieses Jahr habe ich mich irgendwie daran 'festgesehen'... (Als Entschuldigung dafür könnte auch gelten, dass mein Mann ja nicht hier ist und es effektive Strickzeit ist...)
Man lernt so unglaublich viel über die schwedische Gesellschaft finde ich, wenn man so eine Show verfolgt, die von fast der Hälfte der Einwohner (3-4 Millionen, man denke sich eine solche Einschaltquote von 40-50% in Deutschland...) gesehen wird. Mein Eindruck ist, dass dieses Jahr relativ viele Klassiker dabei sind (die Lieder sind nicht die Melodifestivalbeiträge, die sind noch nicht freigeschaltet), so wie Rikard Wolff, Caroline av Ugglas, und die skandalträchtigen Army of Lovers, deren Frontfrau angeblich die Geliebte des Königs war. Es sind aber auch die Helden der Kindergarten- bzw. Schulkinder wie Sean Banan oder Yohio (der übrigens ein Junge ist) sowie die Gewinner diverser Casting Shows dabei. Für die junge Damenwelt gibt es auch dies und das zu sehen. Und schließlich nimmt dieses Jahr auch eine Künstlerin teil, die ich eigentlich immer sehr geschätzt und gemocht habe, und von der ich immer hoffte, sie würde nicht am Melodifestivalen teilnehmen... Naja, hier ist ein Lied von Anna Järvinnen, das mir gefällt.
Und dazu esse ich meine Lördagsgodis, was so viel wie Samstagssüßigkeiten bedeutet. Ich weiß nicht, ob es schon eine Tradition ist, aber viele Eltern erlauben z.B. ihren Kindern am Samstag Süßigkeiten zu essen oder auch für das gemütliche Zusammensein mit Freunden kauft man eben am Samstag/für den Samstag Süßigkeiten. Aber nicht so wie in Deutschland in 100g/200g Tüten, sondern man schaufelt offen angebotene Süßigkeiten (swe: lösviktsgodis) in eine Tüte. Und das nicht zu knapp! Laut des entsprechenden (schwedischen) Wikipedia-Eintrags dazu, sind die Schweden nämlich Weltmeister und essen mehr als 18kg pro Kopf und Jahr der bunten Zuckerbomben! Es werden mehr als 100 Millionen solcher Tüten mit einem durchschnittlichen Gewicht von 350 Gramm verkauft. Höhepunkt des Verkaufs ist der Gründonnerstag, wenn die Ostersüßigkeiten gekauft werden, die dann in solche Papiereier gefüllt werden. Einen Link wert ist auch ein Bild der Süßigkeitenwände, die man in allen Lebensmittelgeschäften findet. Meine Godis werden aber eher schnell zu Ende gehen...
Habt ein schönes Wochenende!

5 Kommentare:

  1. Zahnarzt scheint ja in Schweden ein lukrativer Job zu sein ;-)
    Kennen die kleinen denn auch Karius und Baktus?
    Mein Sohn würde sich bei Euch ziwschen den Regalen übrigens auch sehr wohl fühlen.
    Lg
    Melanie

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    1. Ja, Karius und Baktus kennt man hier sehr gut, die kommen nämlich ursprünglich aus dem Nachbarland Norwegen... Ich sehe das Problem weniger bzw. nicht nur bei der Zahngesundheit, sondern auch dass es immer mehr stark übergewichtige Kinder gibt...
      Aber für Kinder, die zu Besuch kommen, sind die Regale auch immer wie ein Wunder-/Schlaraffenland :) Liebe Grüße, Barbara

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  2. Hihi, danke für diesen Ausflug in die schwedische Musiklandschaft, beim Bubi an der Gitarre musste ich ja schmunzeln ;-)
    So ein Papierei bekomm ich auch immer zu Ostern, seit ich ein Kind bin. Und wenn es leer ist, wird es wieder zurückgegeben fürs nächste Jahr.
    Ich hoffe, Du hattest einen gemütlichen Fernseh-Strick-Naschabend (klingt gemütlich und zum Dazusetzen), Martina :-)

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  3. Bei meinen Skandinavienbesuchen zieht es mich immer mit großer Begeisterung in diese Süßigkeitenläden. Die Samstagssüßigkeiten habe ich das erste Mal bei meinen Freunden in Norwegen kennen gelernt. Dort war die Menge der Nascherei jedoch recht moderat und sie musste auch für die ganze Woche reichen.
    Ich hoffe, du hattest schöne Strick- und Naschabende!
    Liebe Grüße, Kathrin

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  4. Ein schöner Blog, tolle Fotos. Dann ein schönes Wochenende mit vielen Leckereien:-) Grüße, Inge

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