Ich traue mich ja fast nicht es zu schreiben, aber ja, wir hatten hier sowohl gestern (mehr) als auch heute (etwas) Sonne, kombiniert mit Schnee und knackigen Minustemperaturen. Da freue ich mich dann so, dass ich - zumindest an manchen Tagen - das Privileg habe, die kürzeren Reisewege mit dem Fahrrad zurücklegen zu können, z.B. Uni-Schule-heim. Allerdings wäre das nicht möglich, wenn ich nicht relativ flott radeln könnte. Damit ich das kann, habe ich diesen Herbst in 'Winterreifen' mit kräftigem Profil und Spikes investiert. Und ich bin so froh darüber! Wenn ich an den letzten Winter denke, als ich schon beim kleinsten Schneefleck Angst hatte wegzurutschen, da muss ich jetzt eher aufpassen, dass ich nicht übermütig werde ;) Die Reifen haben einen guten Halt, die Bremswege sind fast so kurz wie im Sommer und die psychologische Komponente sollte wohl auch nicht unterschätzt werden.

In der Regel hetze ich aber im Moment nur von einer Schule zur anderen, sprinte von der U-Bahn-Station zur Uni und alles wieder zurück - in düsterem Alltagsgrau. Wie sehr habe ich da gestern den
Lichtblick genossen, dass ich eine Extrarunde im Sonnenschein drehen konnte. Ohne den extremen Zeitdruck, auf einem Rad, auf dem ich mich sicher fühle, mit klarer, kalter Luft und Sonnenschein. Ja, so ließe sich der Januar aushalten!
Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass das Besondere gestern war, dass sich das Zeitfenster während der Mittagszeit ergeben hat. Ansonsten ist hier mit 'Nachmittagssonne' geschweige denn 'Abendsonne' noch nicht viel los. Kaum zu glauben, dass wir in nur zwei Monaten wieder 12 Stunden Tageslicht haben
sollen werden.
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