Letzten Sonntag feierte
man in Deutschland, nächsten Sonntag wird in Schweden der Muttertag gefeiert. Es
ist wohl das Natürlichste der Welt, dass Frauen zu Müttern werden, Paare zu
Eltern. Zur Hochzeit bekommt man bei lustigen Spielen bereits eine
Erstausstattung verpasst und nach ein paar Ehemonaten bleiben Fragen nach der
Familienplanung nicht aus.
Es ist aber auch das
Natürlichste der Welt, dass Frauen nicht Mütter werden, dass Paare nicht Eltern
werden. Manche entscheiden sich für so einen Lebensentwurf, andere sind unfreiwillig
kinderlos. Schon die Bibel erzählt von Joachim und Anna, die lange auf ein Kind
warten mussten oder auch die eindrückliche Geschichte von Elisabet und
Zacharias. In Ländern wie Deutschland oder Schweden geht man davon aus, dass
etwa jedes 7. Paar unfreiwillig kinderlos ist.
Wir sind eines davon.
Heute traue ich mich endlich, dass ich euch von einer der natürlichsten Sachen der Welt erzähle, nämlich von meiner unfreiwilligen Kinderlosigkeit. Ich gehe diesen Schritt nun bewusst aus zwei Gründen. Zum einen, weil ich keine Lust mehr habe mich zu verstecken und weil ich endlich den Mut gefunden habe, dieses Tabu-Thema in Worte zu fassen. Zum anderen, weil ich auch für die schreiben möchte, die nicht darüber sprechen wollen oder können.
Sicher ist denen von
euch, die schon länger hier lesen, immer wieder meine große Trauer zwischen den
Zeilen aufgefallen. Ein so großer Weltschmerz begründet sich nicht (nur) auf
Heimweh oder einer unzufrieden stellenden Arbeitssituation, ein solcher
Weltschmerz kommt auf, wenn ein ganzer Lebensentwurf und damit der Lebenssinn
ins Wanken geraten.
Die letzten Jahre waren
mit die schlimmsten meines Lebens. Und das waren sie nicht nur wegen all den
Enttäuschungen oder all den medizinischen Prozeduren, sondern sie waren auch so
schlimm wegen den (unwissenden) Leuten um uns herum.
Ich schreibe hier nun
über das Natürlichste der Welt, weil ich zum Nachdenken anregen möchte,
Sensibilität wecken. Es ist ja an sich schon anstrengend, wenn man von
Nachbarn, Freunden oder Unbekannten angesprochen wird, ob man nicht bald eine
Familie gründet (oder auch, ob nicht bald ein Geschwisterchen oder Nr. 3, 4
oder 5 kommen). In einer unerfüllten Kinderwunschzeit sind diese Konversationen
aber der Horror. Das können Schülereltern sind, die wissen wollen, ob man
eigene Kinder hat, das kann eine andere Immigrantin sein, die einem den ‚Tipp‘
gibt, dass man sich doch wegen Vorteil A
und B bald ein Kind zulegen sollte, es kann aber auch der Schwiegervater meines
Bruders sein, der mich beim Hochzeitsessen vor allen Leuten im Gasthaus fragt,
ob ich denn in meinem Alter nicht langsam an Familienplanung denke.
Fast noch schlimmer sind
aber die, die nicht nur kurz fragen, sondern die einem auch noch „gute
Ratschläge“ mit auf den Weg geben. Die schlimmste Kategorie dabei ist
„Vielleicht will das Kind noch nicht zu euch kommen, weil eure Lebensumstände
grad noch nicht passen!“ – im Idealfall haben die Ratgeber mind. ein Haus und
grad selber ein Kind bekommen. Hierzu möchte ich einmal öffentlich sagen, dass
es das Beschissenste (!) ist, was man zu hören bekommen kann. Es kann nämlich
auch andersrum sein: Dass wir mit einem Hauskauf lange gezögert haben, weil wir
Angst haben, die nächsten Jahre weiterhin allein zu zweit in einem großen,
leeren Haus zu sitzen. Dass ich gerne die Doppelbelastung Beruf – Studium
gewählt habe, weil ich so wenig Zeit wie möglich zum Denken haben möchte. Usw.
Ich bin die letzten Jahre
durch die Hölle gegangen und unser Weg ist noch nicht zu Ende. Auf diesem Weg
sind Freundschaften und Bekanntschaften zerbrochen, ich habe mich
zurückgezogen. Anfangs nur Schmerz, dann mehr und mehr Trauer und schließlich
auch Bitterkeit wurden zu meinen täglichen Begleitern. Bis ich es nicht mehr
ausgehalten habe und ich an einem Scheideweg stand. Ich habe mich für einen Weg
zurück ins Leben entschieden, den ich seit Ostern probeweise gehe. Zu diesem
Weg gehört aber auch dazu, dass ich jetzt offen damit umgehen möchte. Damit die
Wunden nämlich langsam heilen können und damit die Bitterkeit verschwindet,
muss ich darüber reden können und auf Verständnis hoffen. Ich möchte keine
neugierigen Fragen mehr bekommen und schon gar keine gut gemeinten Ratschläge
mehr. Und ich hoffe auch, dass dieser Text zum Nachdenken anregt, so dass auch andere
Frauen in Zukunft sowohl von Fragen oder Ratschlägen verschont bleiben.
Ich werde diesen Blog
hier jetzt nicht zu einem kinderlos-Blog umgestalten, vielleicht bleibt dies
auch mein einziger Beitrag zu diesem Thema. Aber ich wollte heute einfach mal
über die natürlichste Sache der Welt schreiben, nämlich dass man auch
unfreiwillig kinderlos sein kann und dass es aber leider in unserer
Gesellschaft immer noch schwierig ist, darüber zu reden.
p.s.: Ich habe lange überlegt, ob und wie ich
darüber schreiben soll. Ich habe hin und her formuliert. Besser kann ich es auf
die Kürze nicht ausdrücken, obwohl ich noch so viel mehr zu sagen hätte. Ich
stelle hier auf meinem Blog meine Sichtweise dar. Wer sich dadurch brüskiert
fühlt, dem ist es frei, nicht mehr an dieser Stelle weiter zu lesen. Außerdem
behalte ich mir vor, Kommentare zu diesem Thema, die ich für unpassend halte,
zu entfernen.
Liebe Barbara,
AntwortenLöschendeinen Mut diesen Text in deinem Blog zu veröffentlichen bewundere ich sehr! Obwohl ich selber Kinder habe, leide ich mit dir - weil ich die große Traurigkeit zwischen all deinen Zeilen lesen konnte. Vielleicht wird nur jemand in der gleichen Situation wie du dich wirklich richtig verstehen können. Vielleicht werdet ihr eines Tages doch noch Kinder haben - ich wünsch es dir so sehr! -, viele Paare mussten Jahre auf ein eigenes Baby warten. (Wenn das auch nicht viel Trost ist wahrscheinlich momentan.)
Ganz wunderbar finde ich wie du dein Leben gestaltest! Du bist so kreativ, lebst das auch aus, legst Wert auf Gesundheit, Ernährung und Bildung, hast so tolle Ideen und setzt diese auch um. Allein aus deinem Blog purzeln die Inspirationen für alle Leser nur so hervor! Und trotz der Schwierigkeiten (Bürokratie, Klima, usw.) in einem fremden Land hast du dir ein Leben aufgebaut, und baust weiter daran....
Ich wünsche dir dass alle deine Wünsche in Erfüllung gehen, du ein selbstbestimmtes erfüllendes Leben leben wirst! Alles Liebe, fühl dich ganz fest umarmt, Karin
Ich möchte dir für deine Worte danken und dir meinen Respekt ausdrücken.
AntwortenLöschenlg
Anja
Zwischen Deinen Zeilen habe ich es schon länger, immer wieder gelesen. Immer habe ich für Dich gehofft, dass Du eines Tages den Mut findest, darüber zu schreiben, zu reden. Dadurch beginnt die Wunde zu heilen und ich habe eine grosse Hochachtung vor Deinem Mut! Ich wünsche Dir soviel Kraft und Zuversicht, wie nur irgend möglich und verständnisvolle, unaufdringliche Menschen um Dich herum.
AntwortenLöschenViele, liebe Grüsse
Melanie
Mutige Worte. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und viele kleine und grosse Wunder auf deinem Lebensweg.
AntwortenLöschenlieber Gruss
Bettina
Liebe Barbara,
AntwortenLöschenich wünsche Dir von Herzen, dass Dich dein eingeschlagener Weg an ein für Dich gutes Ziel führt.
Wünsche Dir und deinem Mann, die Kraft dafür und habe Hochachtung vor deiner Ehrlichkeit hier am Blog.
Herzliche Grüsse
SANDRA
Liebe Barbara,
AntwortenLöschenDanke für das Vertrauen! Ich kann mir vorstellen, dass Dir dieser Text nicht leichtgefallen ist. Für Euren weiteren Weg wünsche ich Euch alles Gute und noch das ein oder andere kleine Wunder.
Leider kann man dem Gegenüber nur VOR den Kopf schauen. Und so sagt man vielleicht etwas, was den anderen berührt oder verletzt - nur aus Unwissenheit, nicht aus Bosheit ( wer hat nicht schon mal gesagt " ich hab mich zu Tode erschrocken", ohne zu wissen, oder zu ahnen, ob sein Gegenüber gerade das Thema "Tod" nahe geht, oder ähnliches). Ein offenes Wort kann da sehr helfen...
AntwortenLöschenVerbitterung ist ein weiteres Problem: Als ich schwanger wurde, habe ich das ja nicht getan, um meine kinderlose Freundin zu ärgern...Dass von ihrer Seite keine Freude aufkam, als ihr als erste erzählte, dass ich schwanger bin, sondern der erleichternd geseufzte Kommentar "Achte Woche? Ach, da kann ja noch soooo viel passieren", habe ich nicht verstanden und es hat unserer Freundschaft einen großen Riss gegeben. Ich wollte ihr nichts böses mit meiner Schwangerschaft und nicht dafür gehasst werden, dass es bei mir nach einiger Zeit geklappt hat - und bei ihr nicht.
Ich wünsche Dir Kraft und Zufriedenheit auf Deinem Lebensweg, wie er auch sein mag!
Ganz viele gute Gedanken aus OÖ! (Du bist sehr mutig!)
AntwortenLöschenLiebe Grüße Diana
Respekt!!!!
AntwortenLöschenEin mutiger und kluger Schritt! Ein weiterer Schritt zurück ins Leben.
Ich habe Kinder, schon erwachsen und habe sicher auch schon unbewusst Frauen Kummer bereitet , in dem ich solche Fragen gestellt habe. Aber mittlerweile habe ich in meinem Bekanntenkreis einige Frauen die freiwillig und unfreiwillig auf Kinder verzichten mussten, verzichtet haben.
Ich bin da viel sensibler geworden.
Ich wünsche dir einfach, dass du deinen Weg findest, falsch, ihr euren Weg findet. Wie auch immer er sein wird . Alles Liebe für dich Tellerränder ( der du mal Tipps zur Wohnungssuche in Stockholm gegeben hast)
Liebe Barbara, Lieber Barbaramann, auch in unserem Freundeskreis gibt es Paare, die viele Jahre kinderlos geblieben sind oder sogar noch vergeblich auf den richtigen Partner im Leben wartend. Ein bisschen kann ich daher euren Schmerz erahnen. Kluge Ratschläge können da nur verletzen. Der Schritt diesen Lebensschmerz öffentlich zu machen, hat mich sehr berührt. Ich wünsche euch beiden Alles Gute und immer die Möglichkeit vom Partner aufgefangen zu werden. Seid für euch da!
AntwortenLöschenLiebe Barbara
AntwortenLöschenich finde es sehr gut, dass du das offen thematisierst. Ich habe eine ähnliche Situation mit einer Freundin erlebt, von deren ungewollter Kinderlosigkeit ich nicht wusste. Als der Kontakt dann fast abbrach und ich (im Nachhinein erst) davon erfuhr, habe ich mir erhebliche Vorwürfe gemacht, dass ich in der einen oder anderen Situation mit Sicherheit auch unsensibel oder verletzend war.
Ich wünsche dir, dass dein Umfeld für dich entsprechend reagiert und drücke dir die Daumen, dass du möglichst wenigen unsensiblen Menschen mehr begegnest...
Liebe Grüße von der dodo
Liebe Barbara, ich weiß nicht genau, ob ich hier schon jemals kommentiert habe. Dafür schaue ich aber jeden Tag auf deinem Blog vorbei, ob es etwas Neues zu lesen gibt. Mir gefällt alles sehr, was ich hier lese. Du bist eine starke und bewundernswerte Frau!
AntwortenLöschenHeute möchte ich mich zu Wort melden, da auch ich eine unfreiwillig kinderlose Leidensgenossin bin. Noch dazu habe ich bis vor 3 Jahren auf den Mann fürs Leben warten müssen und auch dafür schon unzählige "nette" Kommentare und Tipps einkassieren dürfen, bis ich mit 36 Jahren mich endlich verlobte und 9 Monate danach geheiratet habe. Ich weiß also in beiden Fällen, was man erleben kann. Und selbst, wenn es wirklich nicht böse gemeint ist, wovon ich natürlich grundsätzlich ausgehen möchte, tut es sehr weh und verletzt ungemein...
Da die Kinderlosigkeit bei mir aufgrund einer Gebärmutterentfernung entstanden ist, hat das in meinen Augen den einen Vorteil, dass ich mir nicht von Monat zu Monat neue Hoffnung machen kann/muss und dieser Fakt nimmt auch den "Druck" aus der ganzen Sache. Aber darum ist es trotzdem genauso schwer, kein eigenes Kind bekommen zu können.
Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und wünsche dir aus dem Frankenland alles Liebe - Christina
Hmmmm... jetzt fühle ich mich schon ziemlich angesprochen. Und es tut mir leid, wenn meine Worte als "gute Ratschläge" bei dir ankamen. Das war so nicht gedacht - sondern eher als tiefstes Mitgefühl und als Mutmachen. Wenn es nicht so ankam, dann tut es mir wirklich sehr leid. Leider ist es wohl so, dass die einen in dieser bestimmten Situation vielleicht nicht die richtigen Worte finden (denn die gibt es nicht) und die anderen, die von der Situation betroffen sind, die Worte, die gesagt werden in den falschen Hals bekommen.
AntwortenLöschenIch finde es auch wichtig, offen darüber zu reden. Warum sollte man es verschweigen? Damit tut man sich und seinen Mitmenschen nichts Gutes...
Es tut mir leid, wenn ich dich durch meine Worte verletzt habe - genauso schwer, muss ich ehrlich sagen, ist es, wenn man selbst das Glück hat, ein Kind zu bekommen, aber weiß, dass anderen dieses Glück gerade nicht vergönnt ist. Weil ich von deiner unfreiwilligen Kinderlosigkeit weiß, habe ich persönlich Hemmungen offen über mein Kinderglück zu schreiben - ganz einfach, weil ich niemanden vor den Kopf stoßen will und deswegen sind meine Beiträge - im Gegensatz zu anderen Blogs - eher gering...
Das wollte ich nur sagen... weil ich mich gerade sehr angesprochen gefühlt habe (war wie eine Ohrfeige, ehrlich gesagt).
Sorry.
Liebe Grüße aus dem kleinen Haus am See
Liebe R.,
Löschendanke für deinen Kommentar und es tut mir wiederum sehr leid, wenn du meinen Eintrag als persönliche, verbale Ohrfeige aufgefasst hast. Ich weiß nicht, ob es dir hilft, aber ich möchte dir versichern, dass ich damit wirklich nicht spezifisch an dich gedacht habe, sondern dass mir das wirklich schon mehrmals, ja fast regelmäßig von verschiedensten Seiten gesagt wurde. So wie ich dich kenne, war mir die wohlmeinende Absicht durchaus bewusst und es tut mir auch leid, dass ich das so einfach nicht aufnehmen konnte.
Zum anderen möchte ich NICHT, dass du dich - oder irgendeine andere Bloggerin - in der Blogtätigkeit eingeschränkt fühlt. Ich schreibe ja hier auf meinem Blog auch das, was mich bewegt, weil es mein Blog ist. Ebenso sollst du auf deinem Blog schreiben können, was dich bewegt. Ganz ehrlich, wenn ich keine Lust/keinen Nerv für einen Schwangerschaftseintrag habe, dann lese ich ihn einfach nicht. Ich lese aber furchtbar gern über deinen Garten und Küchenexperimente, und manchmal auch das andere.
Wir können auch gerne noch mal mails schreiben, oder auch mal telefonieren, und dann hoffentlich alle Missverständnisse aus dem Weg räumen!
Herzliche Grüße, Barbara
Ich danke euch allen von Herzen für eure aufmunternden, verständnisvollen, wohlmeinenden und zum Nachdenken anregenden Kommentare. Alles Liebe aus dem Norden, Barbara
AntwortenLöschenIch habe große Achtung davor, dass du dich geöffnet hast und hier ein so sensibles Thema beschrieben hast; wie es dir geht usw.
AntwortenLöschenDas hätte ich damals nicht gekonnt. Ich hatte einen tränenreichen Weg hinter mir, als ich-entgegen aller med. Prognosen-dann doch endlich mit 35 schwanger wurde. Leider verlor ich dieses kleine Wesen in mir und das Loch war größer als je zuvor.
Inzwischen bin ich Mutter, aber diese schreckliche Zeit des Hoffens, bangens, trauerns, gleichzeitig neidisch sein auf andere, wütend auf den eigenen Körper usw. werde ich nie vergessen. Dein Post heute hat mich daher sehr berührt.
Zu gerne würde ich dich-auch wenn wir uns nicht kennen-aufmuntern...was mir aus der Ferne bleibt ist für dich/euch zu beten.
Alles erdenklich Gute auf deinem Weg und alles Liebe,
Maike
Liebe Barbara,wie gut kann ich Dich verstehen.Ging es mir vor 35 Jahren ähnlich.Zuerst wurde ich gleich nach der Heirat schwanger und habe dann das Kind gleich verloren.Aber dann wurde es schwierig,das ganze Procedere ,man wird müde und bitter wenn dann alle anderen schwanger sind.
AntwortenLöschenWir haben uns dann für eine Adoption entschieden. Was dann die anderen auch nicht verstanden haben,es war kein Kind aus der 3.Welt.Wir freuen uns heute über unseren erwachsenen Sohn.
Aber traurigkeit überfällt mich immer noch wenn ich Schwangere sehe oder meine Freundinnen Oma werden,denn es ist ja doch nicht unser eigenes Kind ,das ist doch bei manchen sehr wichtig ,die Familie soll weiter bestehen.
Ich wünsche Euch für diesen Weg viel Kraft und Gottes Beistand
Ingrid
Liebe Barbara, nun sehe ich gerade, dass mein Kommentar wohl nicht angekommen ist...
AntwortenLöschenAlles Liebe samt fester Umarmung, und Gottes schützende Hand soll immer bei Dir bleiben, Martina :-)
PS: ich finde Deine Rosenbilder wun-der-schön!!!
Ich bin bewegt von deinen Zeilen und es berührt mich sehr, wie und was du schreibst.
AntwortenLöschenVielleicht klingt das jetzt blöd, aber ich glaube, dieser Schritt ist unglaublich wichtig. Dieses "sich nicht mehr verstecken müssen". Ich glaube, das tut gut. Auch Bloglesern. Denn ich bin sicher, dass es viele gibt, die die Schmerzen fühlen, von denen du schreibst, denen es gleich/ähnlich geht. Und ich glaube, es kann tröstend sein, sich irgendwie verstanden zu fühlen "da draußen" - obwohl es doch eigentlich eine so virtuelle Welt ist...
Fühl dich mal ganz lieb umarmt aus der Ferne. Alles, alles Liebe. maria
Liebe Barbara, ich hätte schon eher geantwortet, aber mein PC meinte eine Auszeit nehmen zu müssen.
AntwortenLöschenIch bin Oma und Ur-Oma, aber nur von meinem Sohn, meine Tochter.... ich muß nicht weiter schreiben. Ich kenne die Thematik und habe oft genug ihre Tränen oder Wutausbrüche erlebt, eben weil es so ist und manche Mitmenschen es einfach nicht lassen können zu nerven.
Ich könnte mir widerum vorstellen, das Ihr, wenn DU jetzt deinen Weg gefunden hast, ihn ohne Druck (der von innen ist manchmal größer, als der von außen) gehst, irgendwann doch vielleicht..... Ich würde es euch von Herzen gönnen und wenn nicht, was hindert Euch daran, einem anderen kleinen Menschenbündel all die Liebe zu geben, die ihr habt. Es gibt viele Möglichkeiten ein Haus mit Leben zu füllen.
Ich hoffe, du verstehst dies nicht falsch, falls doch, mecker mich aus.
Anne
Anne
Liebe Barbara
AntwortenLöschenDein Post habe ich schon länger gelesen und immer wieder daran gedacht. Ich kenne die Situation nur zu gut und weiss was es heisst, fast 3 Jahre zu warten.
Ich entschied mich ebenfalls für einen natürlichen "Heil"-Weg. Ich brauchte Zeit und als ich mich entschied, eine Auszeit aus meinem Beruf zu machen (ich war viele Jahre engagierte Gemeindeschwester) und mich freudig auf die Ausbildung in der Bäuerinnenschule anmeldete, meldete sich jemand anders an.....;)
Ich schicke Dir ganz viele gute Gedanken und falls Du möchtest, würde ich Dir von Birgit Zart ein wunderschönes Buch schicken, das ich nicht mehr brauche.....
Lass Dich ganz lieb umarmen. Ich wünsch Dir was ganz Besonderes.
Herzlich, Rita
Liebe Barbara,
AntwortenLöschenich hätte Dir gerne eine Mail geschickt, um nicht hier öffentlich schreiben zu müssen. Leider sehe ich keine Adresse auf deinem Blog, der direkt zu Dir führt. Ich lese seit sicher zwei Jahren hier immer wieder mal mit, und hab so manches, was Du beschreibst auch selbst erlebt und durchgestanden. Wir sind auch Ausgewanderte, und ich kann Dir so oft gut nachfühlen, wie es Dir geht, und was das ganze immer wieder mit uns anrichtet.
Ich muss mich meiner Vorschreiberin anschließen, und zumindest den Namen Birgit Zart erwähnen! Ich hoffe, Du wirfst uns jetzt nicht in die Tonne und fühlst Wut, das Dir schon wieder jemand etwas empfiehlt. Ihre Homepage ist ein unendlicher Schatz und ich wollte so viel mehr Frauen, ob mit oder ohne Kinderwunsch, wüssten von ihr und ihrer Arbeit mit Frauen (und deren Männern selbstverständlich).
Ich wünschte, ich hätte die Gelegenheit gehabt, eines dieser Wochenenden zu geniessen. Leider war unser finanzieller Rahmen damals sehr begrenzt. Aber allein die Worte und ihr Buch haben viel ausgelöst. Irgendwann um die Zeit, traf ich auf einen Frauenarzt, der vor seinem Medizinstudium Biologie studiert hatte. Er meinte, "die Medizin sieht nur die Krankheit, und wie man sie bestenfalls heilen kann. Die Biologie ist viel weiser und weiter: Alles in der Natur, ja die Natur selbst, strebt zur Wiederherstellung und Heilung, also einem Weiter-leben-können hin. Warum sollte ein Zustand, der zu einem Zeitpunkt nicht optimal ist, nicht schon bald oder irgendwann nicht wieder im Lot sein?"
Mir haben diese Worte so geholfen, ich sprach mit einem Biologen, der auch Mediziner ist, und allein dass hat mir geholfen, nicht den Mut zu verlieren!
Geh auf frauenworte.de , ich bin mir sicher, es gibt viel zu erleben.
Ich wünsche Dir alles Gute!
Liebe Klara,
Löschendanke für deine lieben Zeilen. Unter meinem Headerfoto gibt es die Kategorie "Kontakt" und dort steht meine e-mail-adresse 60gradnord (ät) googlemail (punkt) com :)
Einen schönen Sommer wünscht dir Barbara
Liebe Barbara,
AntwortenLöschendurch Zufall lese ich Deinen Eintrag erst jetzt.
Ich kann lange und viel schwafeln - vielleicht weisst Du, dass ich mittlerweile 3 Kinder habe...
Auf das erste haben wir 3 Jahre gewartet - und endlos viel probiert, getüftelt, geflucht, geweint, und alles nochmal von vorne. Die Hölle, ganz klar.
Irgendwann war ich "ganz unten".
Ich habe aufgehört zu glauben, aufgehört zu hoffen, aufgehört zu beschuldigen, aufgehört zu weinen.
Ich habe akzeptiert und mir ein anderes Leben zugelegt - double income, no kids, Karrierefrau und Karrieremann, Lesen, Reisen, Shoppen - super.
Ein halbes Jahr später war ich schwanger.
Erst als ich *wirklich* geschafft habe, loszulassen, hat es geklappt.
Man sagt sich ja immer wärend dieser ganzen Zeit, man hätte losgelassen, man sei ruhig und gelassen und es komme wann es wolle. Aber man schafft es doch nie ganz...
Erst als ich wirklich nicht mehr dachte, dass irgendwann ein Baby zu uns kommen wird. Mich mit diesem alternativen Leben arrangiert habe. Aufgehört habe in mir zu grollen und an mir zu zweifeln.
Da war ich scheinbar frei genug...
Das ist ganz sicher keine Arbeitsanweisung. Geht ja auch nicht, wie gesagt.
Nur meine Facette der Geschichte.
Sei ganz lieb gegrüßt und fest gedrückt!
Daria vom Lüthjenhof
Liebe Barbara,
AntwortenLöschendurch die Sonntagsfreude bin ich auf deinen Blog gestoßen und das Label "Kinderwunsch" hat mich natürlich gleich angezogen. Ich kann dir gar nicht sagen, wie tief mich deine Worte berühren und auch, wie sehr ich deinen Mut bewundere. Denn auch das Verstecken, das Drumrumreden, das Ausflüchte suchen, das zermürbt auch und macht einen traurig und mut- und hoffnungslos. Dumme oder schlaue Bemerkungen hab ich/wir selten erlebt, und diese Menschen mag ich auch heute, viele Jahre später, noch nicht. Schlimm fand oder finde ich das Schweigen, dass sich keiner fragen traut, dass ich genau weiß, dass die anderen sich Gedanken machen, aber keiner sagt was. Wir nicht und die anderen nicht. Und dabei möcht man sich das Ganze oft von der Seele reden, man möchte darüber sprechen, man möchte auch seine Trauer und Wut und Verzweiflung mal anderen mitteilen und verständlich machen. Ich konnte es nie und hab gleichzeitig darunter gelitten. Deshalb finde ich es wunderbar, dass du den Schritt nach vorne machst, dass du davon sprichst, dass du dich nicht nur im stillen Kämmerlein sondern auch ganz offen damit auseinandersetzt. Die Hoffnung bleibt immer, von Monat zu Monat, mal klitzeklein und mal ganz groß.
Du weißt, was ich dir jetzt von ganzem tiefem Herzen wünsche und ich sage aus dem gleichen Herzen ein großes Dankeschön,
Suzi