... sah noch am Montagabend so aus...
Definitiv kreatives Chaos, aber so kann man wohl kein HerbstHandarbeitsbingo bestreiten. Schon länger hatten mich der Tisch und die Anordnung frustriert, aber es dauerte eine Zeit, bis ich eine Alternative im Kopf hatte.
Bisher waren auch meine Handarbeitsbücher auf dem Fensterbrett gestanden, was schon zu unschönen Ausbleichungen geführt hatte, und den Gesamteindruck nicht besser machte. Nun hatte ich aber 7 Amaryllis umgetopft, die einen Platz brauchten, und so wurde ein schmales Regal vom Möbelschweden die einfache Lösung, die aber große Erleichterung brachte.
So habe ich jeden Abend ein bisschen weiter gemacht. Seit Donnerstag sieht die Nähecke nun so aus und ich bin erleichtert und zufrieden. Der kleine Tisch war schon im Haus und ist nur ein Zimmer umgezogen. Den großen Tisch habe ich um 90° gedreht und die Ansteckplatte entfernt, so dass er zwar groß ist, aber nicht zu weit in das (Durchgangs-)Zimmer hineinragt. Damit gäbe es auch eine bessere Aufteilung von Nähtisch und Zuschneidefläche.
Ein herbstliches Seidenmalbild, das ich vor ca. 20 Jahren gemacht habe, habe ich auch gefunden und es bekam einen Ehrenplatz. Seidenmalerei war ja Mitte der Neunziger sehr im Trend, macht das heute noch jemand von Euch? Das wäre vielleicht was fürs Handarbeitsbingo 2019 ;-)
Unterm Zuschneidetisch stehen zwei (kleinere) Kisten/Schachteln mit angefangenen Projekten und in der großen Box befinden sich Stoffe für zeitnahe Vorhaben. In der großen blauen Tasche sind jetzt alle Stoffe, die ich noch vorwaschen muss, bevor sie verarbeitet werden können.
Alle wichtigen Utensilien liegen nun griffbereit. Die Gewichte (mit Reis gefüllt) habe ich mir während der Sommerferien genäht. Sie haben sich sehr bewährt und ich werde hoffentlich bald noch mal ausführlicher darüber schreiben.
Der Korb mit Flickwäsche schaut nun plötzlich ganz dekorativ aus ;-) Der Lampenschirm fürs Klassenzimmer muss aufgepeppt werden, aber bis jetzt fehlte mir die Inspiration.
Und mit dem Bücherregal bin ich höchst zufrieden. Jetzt kann ich wirklich loslegen! Ich wünsche Euch (und mir) viele verregnete Herbsttage, vor allem so ab Mitte Oktober*, an denen man lange Nähstunden mit guten Hörbüchern, Musik oder Podcasts verbringen kann. ;-)
*Vorher hätte ich noch einige Vorhaben im Garten...
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Freitag, 22. September 2017
Donnerstag, 27. Oktober 2016
genäht: Ein dunkelroter Vorhang
Als wir das Häuschen gekauft haben, war uns noch nicht so ganz bewusst, welche speziellen Lösungen uns in manchen Räumen erwarten würden. Es war wegen der Möblierung der Vorbesitzer und schlampigen Grundrisszeichnungen des Maklers einfach nicht ersichtlich. So haben wir im Wohnzimmer eine "Tür" ohne echten Türrahmen, d.h. man kann keine Tür einhängen, die zwischen zwei Regalen versteckt war und die sich im Grundriss nicht wiederfindet. An sich keine große Sache, aber im Westküstenwinter heizt man da ganz schön viel Flur und andere Fläche mit, während es im Wohnzimmer einfach eher "durchgangskühl" bleibt. Letztes Jahr habe ich an eine Vorhangstange einfach eine Stoffbahn mit Sicherheitsnadeln angebracht, aber nun sollte es ordentlich gemacht werden.
Bei Stoff und Stil habe ich flauschigen, dunkelroten Wollstoff gekauft und den Besuch meiner Eltern genutzt, um dieses Türprojekt gemeinsam mit meiner Mama kreativ zu lösen. Sie war auch diejenige, die mit Geduld das Faltband an den Vorhang geheftet hat, und ich habe dann den Vorhang an der Maschine fertig genäht.
Auch wenn langfristig eine Tür her muss/soll, bin ich im Moment mit dieser Lösung superzufrieden. Und ich konnte zwei Kreuzchen auf dem Bingofeld machen: Etwasdunkelrotes handarbeiten und gemeinsam kreativ sein. Vermutlich ist ein Türvorhang jetzt nicht das kreativste Projekt, aber wir haben es gemeinsam gemacht und die Lösung und Umsetzung war ein schöner Prozess.
Bei Stoff und Stil habe ich flauschigen, dunkelroten Wollstoff gekauft und den Besuch meiner Eltern genutzt, um dieses Türprojekt gemeinsam mit meiner Mama kreativ zu lösen. Sie war auch diejenige, die mit Geduld das Faltband an den Vorhang geheftet hat, und ich habe dann den Vorhang an der Maschine fertig genäht.
Auch wenn langfristig eine Tür her muss/soll, bin ich im Moment mit dieser Lösung superzufrieden. Und ich konnte zwei Kreuzchen auf dem Bingofeld machen: Etwas
Montag, 24. Oktober 2016
Was bisher geschah...
Nachdem mich meine Familie schon am dritten Tag nach meiner Erkältung wieder für arbeitsfähig hielt, haben wir gemeinsam in den letzten Wochen folgendes geschafft:
- den Aufgang zur Haustüre gepflastert (inklusive Fundament von Hand ausgegraben, mit Steinen, Schotter und Kies aufgefüllt...)
- zwei Drittel der Hecke zur Schulstraße hin entfernt und die Biomasse eigenhändig mit einem Häcksler in Mulchmaterial verwandelt
- anstelle der dicken, die nun schlanke Hecke mit einem schönen Zaun eingefriedet
- eine weitere, bis jetzt heckenfreie Grundstücksseite mit einem Zaun versehen
- eingesehen, dass es vernünftiger ist, die letzten Seiten erst im Frühjahr einzuzäunen
- ein Fundament zur Keller einfahrt gegossen, so dass wir
- sechs Paletten a 800 kg Pellets problemlos hineinrollen konnten,
- nachdem ich die Kellergarage alleine an einem Vormittag tipptopp aufgeräumt habe
- die Rosen eingewintert
- den Hauseingang herbstlich bepflanzt und dekoriert
- zentnerweise Äpfel gepflückt
- eine Menge Äpfel eingeweckt und getrocknet
- gekocht, gebacken, gegessen, gelacht, geweint und diskutiert
- und einige Frühlingsblumenzwiebeln sind in die Erde gewandert
Dienstag, 29. März 2016
Wegen Baustelle vorübergehend geschlossen!
Es ging alles viel schneller als gedacht, die Firma hatte einen freien Bagger und seit Anfang der Karwoche bin ich mir angesichts der Erd- und Dreckmassen nicht sicher, ob ich lachen oder weinen soll. Ich konnte alle Pflanzen retten, in einer nächtlichen Aktion haben wir noch hunderte Pflastersteine weggeräumt und Bäume und Wurzelstöcke sind schon entfernt. Ich entscheide mich für lachen, denn der Frühling steckt gerade in den Startlöchern und bis Mittsommer ist hoffentlich der meiste Dreck beseitigt. Aber der Blog muss ein bisschen hinten an stehen, je nach Wetterlage, denn wenn es nicht regnet, bin ich im Garten, oder was davon übrig blieb ;-)
Sonntag, 20. März 2016
Sonntagsfreude 7/2016: Auf geht's!
Am Sonntag
einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die
ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung
schlicht und einfach eine
Sonntagsfreude sind :)
Große Projekte werfen ihre Schatten voraus, so wie die bevorstehenden Arbeiten für eine Sickerung rund ums Haus. Und wir haben endlich mit unseren Vorarbeiten dazu begonnen. Die alte (und morsche) Terasse wird abgerissen, aber einige Elemente wollten wir doch aufheben.
Es tut gut, endlich angefangen zu haben. Und es macht Freude, Sonntagsfreude, an einem trockenen, relativ mildem Sonntagnachmittag eine Stunde mit dem Mann zu werkeln. Einen Anfang machen und Fortschritte sehen können.
Freitag, 8. Januar 2016
Diese kalten Tage
Als wir nach Hause kamen, empfanden wir die Kühle im Haus zunächst nicht als extrem, immerhin war es eisig kalt draußen. Nach nur 5 Minuten wurde uns aber klar: Wir waren in letzter Sekunde heimgekommen! Die Pelletsheizung war (mal wieder) ausgefallen und im Haus hatte es nur noch 3,5°C. Mein Mann widmete sich der Heizung, ich machte Feuer im Kamin und stellte überall Kerzen auf. In der Küche erreichten wir gegen Mitternacht 14 Grad und so schlugen wir unser Nachtlager dort auf. Inzwischen können wir darüber lachen, aber die letzten beiden Tage waren nicht so komisch. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fiel das Außenthermometer auf minus 14 Grad und wir hatten das Gefühl, dass das Haus nie mehr warm wird. Nun ist die Außentemperatur auf einstellige Minusgrade gestiegen und das Haus ist wieder gemütlich und angenehm.
Der Härtetest kam heute - lässt es sich im Allrum aushalten, wo ich meinen Nähtisch habe? Immerhin ist der Raum wie eine große Diele im Obergeschoss. So entschied ich mich für ein kleines Projekt, das so gut zu diesen kalten Tagen passt.
Ein altes Unterhemd für unten drunter...
... farbenfroher Jersey von Lillestoff für obendrüber ...
... und fertig ist die Wärmflaschenhülle. Genäht während der blauen Stunde und die kalten Finger wurden an der warmen Teetasse wieder aufgewärmt :)
Wärmflaschen scheinen in Schweden sehr selten zu sein, diese blaue bekam ich in der Apotheke - und sie ist made in germany ;-)
Der Härtetest kam heute - lässt es sich im Allrum aushalten, wo ich meinen Nähtisch habe? Immerhin ist der Raum wie eine große Diele im Obergeschoss. So entschied ich mich für ein kleines Projekt, das so gut zu diesen kalten Tagen passt.
Ein altes Unterhemd für unten drunter...
... farbenfroher Jersey von Lillestoff für obendrüber ...
... und fertig ist die Wärmflaschenhülle. Genäht während der blauen Stunde und die kalten Finger wurden an der warmen Teetasse wieder aufgewärmt :)
Wärmflaschen scheinen in Schweden sehr selten zu sein, diese blaue bekam ich in der Apotheke - und sie ist made in germany ;-)
Freitag, 18. September 2015
Dies und das
Ich sitze gerade am Schreibtisch und habe vorm Fenster das Reh als Gesellschaft, das Brombeerblätter von abgeschnittenen Ranken zupft. Der Mann ist in die Arbeit geradelt und ich erledige dies und das am Schreibtisch. Vor allem für den Kurs müsste ich dringend was machen, aber diese Woche war einfach ein bisschen komisch bis jetzt und so werde ich mich hier am Blog erstmal ein bisschen warmschreiben.
Wenn es so einfach ginge mit dem Warmschreiben, das wäre prima. In unserem Haus ist es nämlich ziemlich kühl und Warmwasser ist auch Luxus. Die Geschichte mit dem Pelletsofen ist nämlich eine größere und in Schweden sind die Wartezeiten für die Handwerker immer, ähm, landestypisch (so wie bei der Einwanderungsbehörde oder dem Schulwerk auch). Es begann nämlich alles damit, dass am Sonntag der Vorbesitzer des Hauses kam, um uns zu zeigen, wie man den Pelletsofen kehrt. Im Winterhalbjahr muss man das jede 100. Brennstunde machen und es ist eigentlich keine große Sache. Aber, vielleicht war es sehr naiv von uns - so wie im Nachhinein betrachtet viele Angelegenheiten mit den Vorbesitzern - dass wir ihn dazu holten. Es hatte ja seine Gründe, dass sie das Haus verkauften, sie waren die letzten Jahre einfach rundum überfordert damit. Naja, nun kam der gute Mann und zeigte uns das Kehren, wie gesagt, keine große Sache. Aber dann fing er an seinen Spezialthermostaten, Temperaturfühlern etc rumzudrücken, drückte eine Fehlermeldung weg, ohne sie gelesen zu haben, überlud den Ofen mit Pellets (daher die Rauchentwicklung) und und und.
Seit diesem Tag hat sich der Pelletsofen kein einziges Mal mehr eingeschalten und Warmwasser ist bei uns nun 25°C... Gestern war der Pelletsofen-Kundendienst da und konnte zumindest sagen, dass der Ofen keinen Schaden genommen hat. Nun warten wir auf einen Elektriker, der sich dieses Kästchen-Wirrwarr anschaut, hoffentlich entfernt, was nicht nötig ist und die Anlage wieder zum Laufen bringt. Bis dahin können wir einmal am Tag manuell den Ofen starten und löschen und so ein bisschen Warmwasser zumindest zum Duschen wärmen.
Angesichts der Flüchtlingsströme quer durch Europa ist das natürlich ein lächerliches Problem. Auch uns beschäftigt das sehr und wir verfolgen das Geschehen in den schwedischen und deutschen Medien. Als politisch eher links eingestellte Menschen und als Christin (ich) haben wir diskutiert, wie wir uns einbringen können, aber da wir uns selber grade noch nicht so stabil und gefestigt sehen, haben wir uns zu einer Spende ans Rote Kreuz entschlossen. Ich glaube, damit ist allen im Moment am Besten gedient. Ich folge aber auch den deutschen Bloggerinnen für Flüchtlinge und anderen Aktionen und habe großen Respekt vor den Menschen, die sich auch tatkräftig einbringen. Und ich bin ein bisschen stolz auf mein Heimatland, in Schweden ist man voll Bewunderung für das, was dort geschieht.
Morgen beginnt unsere nächste Besucher-Strecke: Neffe und Nichte (9 bzw 11 Jahre) kommen selbst mit dem Zug nach Göteborg und bleiben bis Montag, am nächsten Wochenende ist Buchmesse in Göteborg, da wohnt dann meine Freundin, die Bibliothekarin mit Anhang bei uns, meine Eltern kommen zu einem herbstlichen Arbeitseinsatz, und schließlich gibt es ein kleines Schwiegerfamilientreffen bei uns (ein Wochenende mit 10 Personen im Haus), wenn wir nun schon im Westen wohnen. Es wäre sehr angenehm, wenn bis dahin nicht nur die Heizung wieder funktionieren würde, sondern auch das obere Klo, das auch ein Sorgenkind ist und dem hoffentlich heute geholfen werden kann.
In der Küche habe ich beschädigte Äpfel verarbeitet und zweimal Apfelsaft mit dem Dampfentsafter gekocht. Das ging besser, als ich erwartet hatte, ein echter Erfolg und weitere Vorräte für den Winter.
Wenn es mir im Haus zu kühl wird, gehe ich raus und arbeite im Moment an der Verschönerung unserer Vorderseite. Das wird zwar nächstes Jahr alles aufgegraben, aber ich muss das auch noch ein halbes Jahr anschauen, von daher tut das ganz gut. Wenn ich mich innerlich unordentlich fühle, hilft es mir, mit den Händen irgendwo Ordnung zu machen.
Liebe Sigrid, ich glaube das Kämmen funktioniert am Besten bei Preiselbeeren, weil die eher fester sind und traubig wachsen. Ich kann mir vorstellen, dass man da bei den Heidelbeeren eine Menge 'Nebenprodukte' mitnimmt, aber nicht so viele Beeren. In Deutschland ist das Kämmen/Rechen aber, glaube ich, nicht erlaubt, oder? Weißt du da mehr dazu?
Nun läutete gerade wieder das Telefon, der Tagesablauf ändert sich schon wieder. Naja, ich mach das Beste draus und morgen gibt es das erste Herbstsuppenrezept!
Wenn es so einfach ginge mit dem Warmschreiben, das wäre prima. In unserem Haus ist es nämlich ziemlich kühl und Warmwasser ist auch Luxus. Die Geschichte mit dem Pelletsofen ist nämlich eine größere und in Schweden sind die Wartezeiten für die Handwerker immer, ähm, landestypisch (so wie bei der Einwanderungsbehörde oder dem Schulwerk auch). Es begann nämlich alles damit, dass am Sonntag der Vorbesitzer des Hauses kam, um uns zu zeigen, wie man den Pelletsofen kehrt. Im Winterhalbjahr muss man das jede 100. Brennstunde machen und es ist eigentlich keine große Sache. Aber, vielleicht war es sehr naiv von uns - so wie im Nachhinein betrachtet viele Angelegenheiten mit den Vorbesitzern - dass wir ihn dazu holten. Es hatte ja seine Gründe, dass sie das Haus verkauften, sie waren die letzten Jahre einfach rundum überfordert damit. Naja, nun kam der gute Mann und zeigte uns das Kehren, wie gesagt, keine große Sache. Aber dann fing er an seinen Spezialthermostaten, Temperaturfühlern etc rumzudrücken, drückte eine Fehlermeldung weg, ohne sie gelesen zu haben, überlud den Ofen mit Pellets (daher die Rauchentwicklung) und und und.
Seit diesem Tag hat sich der Pelletsofen kein einziges Mal mehr eingeschalten und Warmwasser ist bei uns nun 25°C... Gestern war der Pelletsofen-Kundendienst da und konnte zumindest sagen, dass der Ofen keinen Schaden genommen hat. Nun warten wir auf einen Elektriker, der sich dieses Kästchen-Wirrwarr anschaut, hoffentlich entfernt, was nicht nötig ist und die Anlage wieder zum Laufen bringt. Bis dahin können wir einmal am Tag manuell den Ofen starten und löschen und so ein bisschen Warmwasser zumindest zum Duschen wärmen.
Angesichts der Flüchtlingsströme quer durch Europa ist das natürlich ein lächerliches Problem. Auch uns beschäftigt das sehr und wir verfolgen das Geschehen in den schwedischen und deutschen Medien. Als politisch eher links eingestellte Menschen und als Christin (ich) haben wir diskutiert, wie wir uns einbringen können, aber da wir uns selber grade noch nicht so stabil und gefestigt sehen, haben wir uns zu einer Spende ans Rote Kreuz entschlossen. Ich glaube, damit ist allen im Moment am Besten gedient. Ich folge aber auch den deutschen Bloggerinnen für Flüchtlinge und anderen Aktionen und habe großen Respekt vor den Menschen, die sich auch tatkräftig einbringen. Und ich bin ein bisschen stolz auf mein Heimatland, in Schweden ist man voll Bewunderung für das, was dort geschieht.
Morgen beginnt unsere nächste Besucher-Strecke: Neffe und Nichte (9 bzw 11 Jahre) kommen selbst mit dem Zug nach Göteborg und bleiben bis Montag, am nächsten Wochenende ist Buchmesse in Göteborg, da wohnt dann meine Freundin, die Bibliothekarin mit Anhang bei uns, meine Eltern kommen zu einem herbstlichen Arbeitseinsatz, und schließlich gibt es ein kleines Schwiegerfamilientreffen bei uns (ein Wochenende mit 10 Personen im Haus), wenn wir nun schon im Westen wohnen. Es wäre sehr angenehm, wenn bis dahin nicht nur die Heizung wieder funktionieren würde, sondern auch das obere Klo, das auch ein Sorgenkind ist und dem hoffentlich heute geholfen werden kann.
In der Küche habe ich beschädigte Äpfel verarbeitet und zweimal Apfelsaft mit dem Dampfentsafter gekocht. Das ging besser, als ich erwartet hatte, ein echter Erfolg und weitere Vorräte für den Winter.
Wenn es mir im Haus zu kühl wird, gehe ich raus und arbeite im Moment an der Verschönerung unserer Vorderseite. Das wird zwar nächstes Jahr alles aufgegraben, aber ich muss das auch noch ein halbes Jahr anschauen, von daher tut das ganz gut. Wenn ich mich innerlich unordentlich fühle, hilft es mir, mit den Händen irgendwo Ordnung zu machen.
Liebe Sigrid, ich glaube das Kämmen funktioniert am Besten bei Preiselbeeren, weil die eher fester sind und traubig wachsen. Ich kann mir vorstellen, dass man da bei den Heidelbeeren eine Menge 'Nebenprodukte' mitnimmt, aber nicht so viele Beeren. In Deutschland ist das Kämmen/Rechen aber, glaube ich, nicht erlaubt, oder? Weißt du da mehr dazu?
Nun läutete gerade wieder das Telefon, der Tagesablauf ändert sich schon wieder. Naja, ich mach das Beste draus und morgen gibt es das erste Herbstsuppenrezept!
Dienstag, 8. September 2015
Mit einem Mal...
Ich hole den dampfenden, duftenden, warmen Apfelstudel aus dem Ofen. Was für eine Freude, nun einen E-Herd zu haben, bei dem das Gas nicht ausgehen kann und nichts von unten her anbrennt. Ich stelle ihn zum Abkühlen auf den Tisch. Dabei fällt mir auf, wie dunkel die Wolken sich am Himmel zusammenziehen. Es dauert nicht lange und die ersten schweren Tropfen klatschen ans Fenster.
Ich koche mir eine Tasse Tee und freue mich an meiner Souveniertasse, die aus den Untiefen der Kartons aus Bayern wieder aufgetaucht ist. Eine Tasse, die mich an Schweden als Urlaubsland erinnert. Es tut gut, manchmal an die Wahlheimat aus einem anderen Blickwinkel zu denken.
Während der Tee zieht, gehe ich schon mal nach oben, in die Werkstatt und schalte die Lampe ein, die mir mein Mann vor seiner Abreise in die schwedische Arktis noch aufgehängt hat.
Entschlossen hebe ich auch endlich den Nähmaschinentisch von seiner Müllsackunterlage und schiebe einen Teppich drunter. Das schaut doch gleich anders aus, sage ich zu mir selbst und muss lachen, weil ich nun schon mit mir selbst rede, nach nur einer Woche allein im Haus ;-)
Mein Blick fällt auf die leere Pinnwand und ich hole Postkarten, Lieblingsstoffstreifen und eine Anleitung, die ich bald umsetzen will, und hänge alles auf. Es schaut gleich bunter und bewohnter aus.
Inzwischen ist der Tee fertig, ich hole ihn nach oben. Dabei fällt mir ein, dass ich ja auch noch einen Stuhl brauche. Die Wahl fällt mir nicht leicht, ich versuche es mal mit einem Holzstuhl und Kissen. Ich setze mich zur Probe hin, es ist weich und genau die richtige Höhe.
Schon will ich loslegen, alle Vorbereitungen sind getroffen, da fällt mir ein - Musik, Radio, Podcasts! Nähen im stillen Kämmerlein, das geht mal eine Stunde für mich. Nähen allein im großen Haus, nur mit guter Unterhaltung. Die alten Lautsprecher des Mannes aus Studienzeiten, mein alter Discman (die späten 90er grüßen!) und ein Kabel fürs Handy, jetzt kann es wirklich losgehen...
Ich lege eine CD in den Discman. Es ist Musik, die ich in dem Sommer hörte, der mein letzter als Austauschstudentin in Schweden war. Ich war soo verliebt in diesen jungen Forscher, ein Schwede, der mir Herzklopfen verursachte, wie kein anderer, ich hatte so viel Herzschmerz, reiste doch ich auf Exkursion in die schwedische Arktis und danach würde ich ihn nie wieder sehen.
Sieben Jahre später wohne ich jetzt mit diesem Schweden in einem blauen Holzhäuschen, ich bin immer noch soo verliebt und ich bekomme Herzklopfen, wenn ich daran denke, dass er endlich, endlich am Ende der Woche nach langen 14 Tagen wieder nach Hause kommt. Ich habe Herzschmerz, weil ich denke, dass wir während unserer Beziehung zwischen Ländern und Kontinenten viel zu viel Zeit getrennt waren und es manchmal noch sind. Jetzt haben wir aber nun unser Haus, wo wir beiden nun gemeinsam wohnen. Hätte ich das damals gewusste, hätte ich nicht frierend in einer Holzbaracke mit dem Discman und Kopfhörern im Ohr in Endlosschleife Lied Nummer 7 hören müssen ;-)
Sorgsam breite ich den weichen Cordstoff auf dem großen Tisch aus, streiche ihn glatt. Langsam und sorgfältig stecke ich die Jeanshosenteile auf und schneide zu. Bei Lied Nummer 7 setze ich mich an die Nähmaschine. Ich spule den Faden auf die Unterspule und muss tatsächlich im Handbuch nachlesen, wie man die Zwillingsnadel einfädelt. So lange habe ich schon nicht mehr genäht!
Und mit einem Mal sitze ich nun in meiner Werkstatt, ruhig und entspannt. Draußen trommelt der Regen ans Fenster, die Musik macht mir gute Laune und ich beginne zu nähen. Ich nähe eine weitere Hose für den Mann. Mit einem Mal fühlt sich stimmig an, hier in der Werkstatt zu sitzen. Stimmig auch, als erstes Stück eine Hose für den schwedischen Forscher mit den eisblauen Augen zu nähen, der meine Handarbeit so schätzt. Bis er dann nach Hause kommt, wird die Hose wohl fertig sein.
Ich koche mir eine Tasse Tee und freue mich an meiner Souveniertasse, die aus den Untiefen der Kartons aus Bayern wieder aufgetaucht ist. Eine Tasse, die mich an Schweden als Urlaubsland erinnert. Es tut gut, manchmal an die Wahlheimat aus einem anderen Blickwinkel zu denken.
Während der Tee zieht, gehe ich schon mal nach oben, in die Werkstatt und schalte die Lampe ein, die mir mein Mann vor seiner Abreise in die schwedische Arktis noch aufgehängt hat.
Entschlossen hebe ich auch endlich den Nähmaschinentisch von seiner Müllsackunterlage und schiebe einen Teppich drunter. Das schaut doch gleich anders aus, sage ich zu mir selbst und muss lachen, weil ich nun schon mit mir selbst rede, nach nur einer Woche allein im Haus ;-)
Mein Blick fällt auf die leere Pinnwand und ich hole Postkarten, Lieblingsstoffstreifen und eine Anleitung, die ich bald umsetzen will, und hänge alles auf. Es schaut gleich bunter und bewohnter aus.
Inzwischen ist der Tee fertig, ich hole ihn nach oben. Dabei fällt mir ein, dass ich ja auch noch einen Stuhl brauche. Die Wahl fällt mir nicht leicht, ich versuche es mal mit einem Holzstuhl und Kissen. Ich setze mich zur Probe hin, es ist weich und genau die richtige Höhe.
Schon will ich loslegen, alle Vorbereitungen sind getroffen, da fällt mir ein - Musik, Radio, Podcasts! Nähen im stillen Kämmerlein, das geht mal eine Stunde für mich. Nähen allein im großen Haus, nur mit guter Unterhaltung. Die alten Lautsprecher des Mannes aus Studienzeiten, mein alter Discman (die späten 90er grüßen!) und ein Kabel fürs Handy, jetzt kann es wirklich losgehen...
Ich lege eine CD in den Discman. Es ist Musik, die ich in dem Sommer hörte, der mein letzter als Austauschstudentin in Schweden war. Ich war soo verliebt in diesen jungen Forscher, ein Schwede, der mir Herzklopfen verursachte, wie kein anderer, ich hatte so viel Herzschmerz, reiste doch ich auf Exkursion in die schwedische Arktis und danach würde ich ihn nie wieder sehen.
Sieben Jahre später wohne ich jetzt mit diesem Schweden in einem blauen Holzhäuschen, ich bin immer noch soo verliebt und ich bekomme Herzklopfen, wenn ich daran denke, dass er endlich, endlich am Ende der Woche nach langen 14 Tagen wieder nach Hause kommt. Ich habe Herzschmerz, weil ich denke, dass wir während unserer Beziehung zwischen Ländern und Kontinenten viel zu viel Zeit getrennt waren und es manchmal noch sind. Jetzt haben wir aber nun unser Haus, wo wir beiden nun gemeinsam wohnen. Hätte ich das damals gewusste, hätte ich nicht frierend in einer Holzbaracke mit dem Discman und Kopfhörern im Ohr in Endlosschleife Lied Nummer 7 hören müssen ;-)
Sorgsam breite ich den weichen Cordstoff auf dem großen Tisch aus, streiche ihn glatt. Langsam und sorgfältig stecke ich die Jeanshosenteile auf und schneide zu. Bei Lied Nummer 7 setze ich mich an die Nähmaschine. Ich spule den Faden auf die Unterspule und muss tatsächlich im Handbuch nachlesen, wie man die Zwillingsnadel einfädelt. So lange habe ich schon nicht mehr genäht!
Und mit einem Mal sitze ich nun in meiner Werkstatt, ruhig und entspannt. Draußen trommelt der Regen ans Fenster, die Musik macht mir gute Laune und ich beginne zu nähen. Ich nähe eine weitere Hose für den Mann. Mit einem Mal fühlt sich stimmig an, hier in der Werkstatt zu sitzen. Stimmig auch, als erstes Stück eine Hose für den schwedischen Forscher mit den eisblauen Augen zu nähen, der meine Handarbeit so schätzt. Bis er dann nach Hause kommt, wird die Hose wohl fertig sein.
Samstag, 5. September 2015
Montag, 31. August 2015
Hier so
Im Moment fühle ich mich ziemlich sprachlos. Sprachlos angesichts dessen, was da Europa gerade passiert.
Sprachlos auch, weil ich mich selber gerade aus dem Rahmen gefallen fühle.
Seit zwei Wochen versuchen wir hier einen neuen Alltag zu finden. Mir fällt das ziemlich schwer. Ich habe ausreichend zu tun, von morgens bis abends bin ich auf den Beinen, räume immer noch auf, organisiere mit Handwerkern, versuche mich um meine eigene berufliche Zukunft zu kümmern, versuche hier anzukommen.
Der "Umzugsflow" ist aber vorbei, das tägliche maßlose Werkeln, Funktionieren, Koordinieren ist plötzlich zu Ende - und so fühle ich mich eben plötzlich aus dem Rahmen gefallen.
Den Rahmen Sprachlehrerin-Stockholm-Nach-Haus-und-Garten-Streben, gibt es nicht mehr. Einen neuen habe ich noch nicht gefunden. Dabei bin ich umgeben von Menschen, die ihren Rahmen, ihren Platz, ihre Lebensaufgabe schon gefunden haben. Das das macht es mir noch mehr deutlich, wie rahmenlos ich im Moment bin.
Gleichzeitig habe ich auch Angst vor Erwartungen und Reaktionen in meinem Umfeld. Denn jetzt müsste ich einfach super glücklich und zufrieden sein: Haus, Garten, näher an Deutschland - jetzt hast du doch alles, was du wolltest... Ja, das habe ich auch, ich bin zufrieden und vor allem bin ich ganz bewusst dankbar, wie gut wir es haben. Ich bin dankbar für unser gemütliches Haus, das uns ein Dach über dem Kopf bietet (auch wenn wir schon das erste Mal Wasser im Keller hatten... Sickerung - nächstes Jahr!) und Heimat werden kann. Aber, meinen Wurzeln fällt das Anwachsen in der neuen Erde schwer. Vielleicht weil sie ein bisschen steinig ist, weil sie mit Lehmbrocken durchsetzt ist, es ist keine leichte Erde.
Es beklemmen mich auch die neuen Erwartungen, selbst von guten Freunden und Bekannten, die es sich nicht verkneifen können, ihr "Aber vielleicht klappt es ja jetzt mit dem Nachwuchs!" oder "Jetzt wäre es doch aber ideal für Nachwuchs" uns entgegen zu schmettern.
Manchmal, wenn ich alleine durchs Haus gehe, einen Wäschekorb voll frischer Wäsche, an der Sonne getrocknet, in der eigenen Waschmaschine gewaschen, dann überkommen mich so Gedanken ... ob wir immer alleine, nur zu zweit, hier wohnen werden?
Geduld, Geduld!
Geduld ist nicht meine Stärke, der Garten lehrt es mich jetzt, auch das alte Haus erteilt mir seine Lektionen. Wir sind gerade mal zwei Monate hier, so vieles ist schon geschafft, das andere wird sich zeigen. Schritt für Schritt weiter gehen, alles muss nicht von heute auf morgen sein.
Dabei brauche ich jede Minute für mich, im richtigen Leben. Tagsüber, um mein Tagespensum zu bewältigen, was gemacht werden muss, gemacht werden soll, gemacht werden will. Abends, um zur Ruhe zu kommen, das Haus zu spüren, mich einzuwohnen.
Es ist ruhiger hier am Blog, ich bitte Euch um eure Geduld. Ich fotografiere viel, auch so manches nur für den Blog. Irgendwann werden auch die Wörter wieder fließen wollen, dann kommt eine Eintragsflut, vielleicht.
Vielleicht kommen auch einige Einträge nur mit Bildern, die euch von mir hier erzählen.
Ich weiß es noch nicht.
Geduld, Geduld!
Sprachlos auch, weil ich mich selber gerade aus dem Rahmen gefallen fühle.
Seit zwei Wochen versuchen wir hier einen neuen Alltag zu finden. Mir fällt das ziemlich schwer. Ich habe ausreichend zu tun, von morgens bis abends bin ich auf den Beinen, räume immer noch auf, organisiere mit Handwerkern, versuche mich um meine eigene berufliche Zukunft zu kümmern, versuche hier anzukommen.
Der "Umzugsflow" ist aber vorbei, das tägliche maßlose Werkeln, Funktionieren, Koordinieren ist plötzlich zu Ende - und so fühle ich mich eben plötzlich aus dem Rahmen gefallen.
Den Rahmen Sprachlehrerin-Stockholm-Nach-Haus-und-Garten-Streben, gibt es nicht mehr. Einen neuen habe ich noch nicht gefunden. Dabei bin ich umgeben von Menschen, die ihren Rahmen, ihren Platz, ihre Lebensaufgabe schon gefunden haben. Das das macht es mir noch mehr deutlich, wie rahmenlos ich im Moment bin.
Gleichzeitig habe ich auch Angst vor Erwartungen und Reaktionen in meinem Umfeld. Denn jetzt müsste ich einfach super glücklich und zufrieden sein: Haus, Garten, näher an Deutschland - jetzt hast du doch alles, was du wolltest... Ja, das habe ich auch, ich bin zufrieden und vor allem bin ich ganz bewusst dankbar, wie gut wir es haben. Ich bin dankbar für unser gemütliches Haus, das uns ein Dach über dem Kopf bietet (auch wenn wir schon das erste Mal Wasser im Keller hatten... Sickerung - nächstes Jahr!) und Heimat werden kann. Aber, meinen Wurzeln fällt das Anwachsen in der neuen Erde schwer. Vielleicht weil sie ein bisschen steinig ist, weil sie mit Lehmbrocken durchsetzt ist, es ist keine leichte Erde.
Es beklemmen mich auch die neuen Erwartungen, selbst von guten Freunden und Bekannten, die es sich nicht verkneifen können, ihr "Aber vielleicht klappt es ja jetzt mit dem Nachwuchs!" oder "Jetzt wäre es doch aber ideal für Nachwuchs" uns entgegen zu schmettern.
Manchmal, wenn ich alleine durchs Haus gehe, einen Wäschekorb voll frischer Wäsche, an der Sonne getrocknet, in der eigenen Waschmaschine gewaschen, dann überkommen mich so Gedanken ... ob wir immer alleine, nur zu zweit, hier wohnen werden?
| Der erste Regenbogen am neuen Ort |
Geduld ist nicht meine Stärke, der Garten lehrt es mich jetzt, auch das alte Haus erteilt mir seine Lektionen. Wir sind gerade mal zwei Monate hier, so vieles ist schon geschafft, das andere wird sich zeigen. Schritt für Schritt weiter gehen, alles muss nicht von heute auf morgen sein.
Dabei brauche ich jede Minute für mich, im richtigen Leben. Tagsüber, um mein Tagespensum zu bewältigen, was gemacht werden muss, gemacht werden soll, gemacht werden will. Abends, um zur Ruhe zu kommen, das Haus zu spüren, mich einzuwohnen.
Es ist ruhiger hier am Blog, ich bitte Euch um eure Geduld. Ich fotografiere viel, auch so manches nur für den Blog. Irgendwann werden auch die Wörter wieder fließen wollen, dann kommt eine Eintragsflut, vielleicht.
Vielleicht kommen auch einige Einträge nur mit Bildern, die euch von mir hier erzählen.
Ich weiß es noch nicht.
Geduld, Geduld!
Dienstag, 18. August 2015
Vier Wände: Meine Werkstatt
Noch steht sie da, sauber und aufgeräumt, provisorisch und doch wohl für ein kommendes Jahr: Meine Näh- und Kreativwerkstatt!
Es ist kein richtiges Zimmer, sondern der weitläufige Flur im Obergeschoss. Auf Schwedisch nennt man solche Zimmer allrum, ein Raum für alle und alles, vielleicht... Im Moment steht da noch dieser Einbauschrank, groß, mächtig und platzverschwenderisch. In Zukunft soll er kleineren Schränke und luftigeren Regalen weichen, im Moment darf er die Schätze beherbergen.
Auf einem alten Nähmaschinentisch steht jetzt meine Nähmaschine, jederzeit einsatzbereit und doch nicht im Weg. Der große Tisch, der früher im Wohnzimmer stand, soll nämlich frei sein: Damit Ideen entstehen können, Zuschnitte leichter getätigt werden können, Projekte dort auch mal liegen bleiben dürfen. Madame steht nun auch schon bereit und wartet auf ihren Einsatz.
Allerdings wird sie noch ein bisschen warten müssen, die Madame... Ich fühle mich noch sehr rast- und ruhelos, es gibt noch zu viele andere Sachen, die Vorrang haben und zuerst erledigt werden müssen.
Aber manchmal gehe ich vorbei und streiche über die Tischplatte, blättere kurz in einer Zeitschrift, die ich nun wieder gefunden habe, und schaue meine Stoffe, Papiere und Wolle durch. Ich freue mich auf den Herbst und den Winter!
Wenn ich aus einem Fenster schaue, sehe ich die Stadt. Wenn ich aus dem anderen Fenster schaue, sehe ich die Natur.
Noch fehlt eine gute Beleuchtung, Vorhänge wären auch irgendwann noch schön und ich freue mich schon auf die Renovierung dieses Raumes. Aber wer weiß, was ich bis dahin noch für Ideen habe?! Mir fällt sicher noch einiges ein, damit das eine wunderschöne Kreativwerkstatt wird ;-)
Es ist kein richtiges Zimmer, sondern der weitläufige Flur im Obergeschoss. Auf Schwedisch nennt man solche Zimmer allrum, ein Raum für alle und alles, vielleicht... Im Moment steht da noch dieser Einbauschrank, groß, mächtig und platzverschwenderisch. In Zukunft soll er kleineren Schränke und luftigeren Regalen weichen, im Moment darf er die Schätze beherbergen.
Auf einem alten Nähmaschinentisch steht jetzt meine Nähmaschine, jederzeit einsatzbereit und doch nicht im Weg. Der große Tisch, der früher im Wohnzimmer stand, soll nämlich frei sein: Damit Ideen entstehen können, Zuschnitte leichter getätigt werden können, Projekte dort auch mal liegen bleiben dürfen. Madame steht nun auch schon bereit und wartet auf ihren Einsatz.
Allerdings wird sie noch ein bisschen warten müssen, die Madame... Ich fühle mich noch sehr rast- und ruhelos, es gibt noch zu viele andere Sachen, die Vorrang haben und zuerst erledigt werden müssen.
Aber manchmal gehe ich vorbei und streiche über die Tischplatte, blättere kurz in einer Zeitschrift, die ich nun wieder gefunden habe, und schaue meine Stoffe, Papiere und Wolle durch. Ich freue mich auf den Herbst und den Winter!
Wenn ich aus einem Fenster schaue, sehe ich die Stadt. Wenn ich aus dem anderen Fenster schaue, sehe ich die Natur.
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