Ihr erinnert Euch noch an diesen schönen Stapel mit Siebenblau-Stoffen? Inzwischen waren diese gut 'abgelagert' und zwischen den Reisen fanden sich dann doch ein paar Tage, an denen ich die Stoffe waschen, zuschneiden und vernähen konnte.
Wie man an der Überschrift schon ablesen kann, habe ich den Mann benäht. Dabei fühlte ich mich ein bisschen verlassen - Männer scheinen eine absolut unbenähte Gruppe zu sein. Und das aber zu unrecht, finde ich! Niemand schätzt meine Nähkünste so, wie mein Mann, wenn seine neuen Shirts trägt (und mein Papa hat auch schon eines in Auftrag gegeben)! Und nichts ist einfacher als gerade Herrenkleidung ohne Abnäher und Pipapo zu nähen. Unter tausenden von Baby-Schnitten und hunderten von Frauen-Schnittmustern fand ich folglich keines für den Mann. Also habe ich, wie schon beim Nachthemd, den Schnitt einfach selbst erstellt und mich dabei am Lieblingsshirt orientiert. Und es hat über meine Erwartungen gut funktioniert. Ab jetzt mache ich alle Schnitte für Jersey-Oberbekleidung selber :)
Dank dieses Tutorials sind auch die Halsausschnitte sauber und schön geworden. Die Schrägbänder habe ich selber aus dem Stoff mit einem Schrägbandformer gemacht.
Zwei Langarmshirts sprangen auch von der Maschine, aber nur eines kam aufs Foto.
Und ich muss ehrlich sagen, dass mich die Siebenblau-Stoffe schwer überzeugt haben. Da zipft und zieht nichts, eine ganz tolle Haptik und Optik. Wir haben beim Besuch in Deutschland Nachschub bestellt, damit der Schrank des Mannes (nach dem stückweisen Ausmustern der Studentenzeitenkleidung) endlich wieder besser gefüllt ist. Am Anfang habe ich mich für Siebenblau entschieden, weil mir das GOTS-Siegel bei Kleidung sehr wichtig ist. Beim Bummeln mit meiner Mama in der Stadt kaufte sie sich auch einen Jersey-Stoff im Laden, der ca 2 Euro pro Meter teuerer war als der Stoff, den ich bestellt hatte. Schön, dass verantwortungsvoll nicht immer teuerer sein muss :) Und da es ja mein Hobby ist (d.h. kein Lohn), kommt die neue Gaderobe für den Mann unterm Strich günstiger als gekauft. Ein gutes Gefühl!
Mehr Shirts werden folgen...
Mittwoch, 31. Juli 2013
Dienstag, 30. Juli 2013
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Wir sind heute nach wunderschönen, warmen, intensiven Sommerwochen in meiner geliebten Heimat wieder in Stockholm gelandet. Ehrlich gesagt, war es eine eher unsanfte Landung: Mehr als 20 Grad kühler, frühherbstlicher Wind und Regen...
Leider kam der Regen aber zu spät, denn auf dem Balkon erwartete mich eine Dürrekatastrophe, die ich schon leise ahnte, als ich viele vertocknete, gelbe Birken auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt sah. Ich hatte noch gehofft, dass ein Freund, der zur Halbzeit mal vorbeikam, mit seinem Gießen das Schlimmste hätte verhindern können, aber dem war nicht so. Und dass niemand der anderen Parteien sich mal mit einem Schöpfhaferl der armen Pflanzen erbarmt hat, das sagt ja wohl auch einiges über den Geist, der in diesem anonymen Großstadthaus herrscht. Schade! Das war es wohl mit dem Urbanen Gärtnern. Dieses Jahr keine neuen Käferbohnen (und auch kein neues Saatgut), keine Kapuzinerkresseblüten im Salat, keine Wildtomaten.
In der Wohnung haben es die Pflanzen auf der Südseite zumindest gut überstanden, die Nordseite hat gelitten (wie paradox!). Für die Kräuter war es auch zu spät, allein die Minze (feuchtigkeitsliebend?!) hatte es überlebt. Aber neue Kräuter lassen sich noch mal ansäen, dafür ist es nicht zu spät. Und die Geranien bekamen einen Radikalschnitt und ein Fußbad.
Ach, es blutet mir das Herz. Und nach dem Blumen-Pflanzen-Garten-Feuerwerk in Bayern schmerzt diese Dürre und das neuerliche Beton-Frühherbstgrau am Balkon besonders. Der grüne Balkon war wirklich das einzige, auf das ich mich bei meiner Rückkehr hier so was wie gefreut habe.
Zumindest haben wir alle "Importprodukte" hier heil ans Ziel gebracht. Schon erstaunlich was man in zweimal 23kg-Koffer alles einpacken kann: Meterweise Stoffe, preiswerte Nähseide, Anleitungsbücher und -hefte, Material für die Weiterbildung, Bücher, Wolle für ein neues Projekt, Lebensmittel aus dem Lieblingsbioladen, Stachelbeer- und Hansbirl-Saft sowie Marmelade von daheim, vier Knödel und Soße zum Abendessen, Likör usw. ;)
Nun gönne ich mir einen Schluck (bayerisches) Bier und werde noch fertig auspacken. Morgen steht Wäsche waschen, einkaufen, mehr aufräumen und den Balkon abräumen (!) auf dem Programm.
Und vielleicht gibts einen neunen Blogeintrag. Genügend zum Zeigen hätte ich schon. Mal schauen, wie ich wieder in den Alltag reinkomme.
Aber ich freue mich, dass ich hier im Blog zurück bin. Ich habe ihn ja ein bisschen 'aufpoliert' und endlich die Linkliste für alle Anleitungen vervollständigt.
Auf bald und herzliche Grüße, Barbara
Leider kam der Regen aber zu spät, denn auf dem Balkon erwartete mich eine Dürrekatastrophe, die ich schon leise ahnte, als ich viele vertocknete, gelbe Birken auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt sah. Ich hatte noch gehofft, dass ein Freund, der zur Halbzeit mal vorbeikam, mit seinem Gießen das Schlimmste hätte verhindern können, aber dem war nicht so. Und dass niemand der anderen Parteien sich mal mit einem Schöpfhaferl der armen Pflanzen erbarmt hat, das sagt ja wohl auch einiges über den Geist, der in diesem anonymen Großstadthaus herrscht. Schade! Das war es wohl mit dem Urbanen Gärtnern. Dieses Jahr keine neuen Käferbohnen (und auch kein neues Saatgut), keine Kapuzinerkresseblüten im Salat, keine Wildtomaten.
In der Wohnung haben es die Pflanzen auf der Südseite zumindest gut überstanden, die Nordseite hat gelitten (wie paradox!). Für die Kräuter war es auch zu spät, allein die Minze (feuchtigkeitsliebend?!) hatte es überlebt. Aber neue Kräuter lassen sich noch mal ansäen, dafür ist es nicht zu spät. Und die Geranien bekamen einen Radikalschnitt und ein Fußbad.
Ach, es blutet mir das Herz. Und nach dem Blumen-Pflanzen-Garten-Feuerwerk in Bayern schmerzt diese Dürre und das neuerliche Beton-Frühherbstgrau am Balkon besonders. Der grüne Balkon war wirklich das einzige, auf das ich mich bei meiner Rückkehr hier so was wie gefreut habe.
Zumindest haben wir alle "Importprodukte" hier heil ans Ziel gebracht. Schon erstaunlich was man in zweimal 23kg-Koffer alles einpacken kann: Meterweise Stoffe, preiswerte Nähseide, Anleitungsbücher und -hefte, Material für die Weiterbildung, Bücher, Wolle für ein neues Projekt, Lebensmittel aus dem Lieblingsbioladen, Stachelbeer- und Hansbirl-Saft sowie Marmelade von daheim, vier Knödel und Soße zum Abendessen, Likör usw. ;)
Nun gönne ich mir einen Schluck (bayerisches) Bier und werde noch fertig auspacken. Morgen steht Wäsche waschen, einkaufen, mehr aufräumen und den Balkon abräumen (!) auf dem Programm.
Und vielleicht gibts einen neunen Blogeintrag. Genügend zum Zeigen hätte ich schon. Mal schauen, wie ich wieder in den Alltag reinkomme.
Aber ich freue mich, dass ich hier im Blog zurück bin. Ich habe ihn ja ein bisschen 'aufpoliert' und endlich die Linkliste für alle Anleitungen vervollständigt.
Auf bald und herzliche Grüße, Barbara
| Gerettete Geranienblüten :) |
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