Vor ein paar Wochen haben wir das Schlösschen Sofiero (sprich: Sofi-e-ruh, also Sofienruhe) bei Helsingborg besucht. Der Schlosspark war mit verschiedenen Lichtinstallationen ausgeleuchtet und es war ganz zauberhaft, dort herum zu spazieren. Allerdings war es auch recht speziell, einen Ort im Dunkeln zu besuchen, den man noch nie bei Tageslicht gesehen hat. Aber das werden wir nachholen, denn die kleine Schlossgärtnerei muss ich unbedingt mal wieder besuchen...
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Montag, 4. Dezember 2017
Sonntag, 22. Januar 2017
Sonntagsfreude 1/2017: Frühlingsahnung
Am Sonntag
einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die
ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung
schlicht und einfach eine
Sonntagsfreude sind :)
Und aus der Erde schauet nur
Alleine noch Schneeglöckchen;
So kalt ist noch die Flur,
Es friert im weißen Röckchen.
Theodor Storm
Montag, 12. Dezember 2016
Nachmittags
Wenn es nachtmittags um 3 schon so dunkel wird, dann lasse ich ganz bewusst das Licht noch eine Zeit lang ausgeschaltet. Ich setze mich an den Küchentisch und fülle meine Tasse mit dampfenden Tee. Vielleicht esse ich ein paar Pfefferkuchen. Ich zünde eine Kerze an. Und ich lasse die Dunkelheit den Garten umfangen, die frühe Winternacht senkt sich herab und im Häuschen wird es ganz still.
Freitag, 25. November 2016
Schwedisches Wintergebäck (1): Safranschnitten
Es ist Freitag vorm ersten Advent. Der milde, stürmische Wind von der Nordsee her hat den Winterzauber schon wieder verschwinden lassen und auch so stellt sich das Adventsgefühl noch nicht richtig ein. Und doch werden wir morgen Abend einen Adventskranz binden, (die Zweige sind dieses Jahr schon eingetroffen, nicht so wie letztes Jahr...) zumindest die Küche putzen und aufräumen und einen Leuchtstern aufhängen, der dann abends Licht ins Dunkel bringen wird.
Vielleicht liegt es daran, dass ich immer noch nicht ganz gesund bin und die Genesungsphase länger dauern wird als sonst. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Wohnzimmer, der Flur, das Treppenhaus, das Gartenzimmer (oder auch Salon genannt ;-) ) und der obere Flur voll mit Tapeten, Tapeziertisch, Leitern, Türen, Beschlägen, Balken zum Treppengerüst bauen usw. sind. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir einen Zeitplan in den Kopf gesetzt habe, der nicht realistisch ist, nicht unter den jetzigen Umständen.
Ich atme tief durch und nehme mein Lieblingswinterbackbuch aus dem Regal und blättere darin. Ein einfaches Rezept, für das ich alles zu Hause habe und das ich auch mit begrenzten Kräften schaffe: Safranschnitten. Kurze Zeit später zieht schon der Duft nach Safrangebäck durchs Haus und der Mann staunt nicht schlecht, dass ich zum 3-Uhr-Kaffee (eine schwedische Seniorentradition...) gedeckt habe. Während die Schnitten magisch schnell verschwinden, merke ich, dass sich meine Gedankengänge ändern: Der Advent ist erst der Anfang, der Weg hin zu Weihnachten. Eine Zeit des Vorbereitens. Der Höhepunkt soll das Weihnachtsfest sein und nicht schon der Advent selbst. Ich bemühe mich um Gelassenheit und versuche meine Ansprüche und Ziele zu ändern.
Es ist gut genug, wenn wir bis Weihnachten mit dem Treppenhaus fertig werden. Es ist gut genug, wenn ich nach und nach die Zimmer putze und dekoriere. Es ist auch gut genug, wenn ich einfaches Gebäck backe und mir auch Gedanken über die Adventszeit als Fastenzeit mache. Es ist gut so wie es ist.
Rezept für ca 30-40 Safranschnitten:
1/2 Gramm Safran mit 1 EL Zucker und 1 EL Milch oder Sahne gut verrühren/auflösen.
60 g Zucker und 100 g Butter gut verrühren.
180 g Mehl und die Safranmilch unterkneten. Den Teil kühl ein paar Stunden ruhen lassen.
Den Ofen auf 200°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen.
Den Teig zu zwei dickeren Rollen in der Länge des Bleches (ca 30-35 cm) formen und plattdrücken. In der Mitte mit einem Kochlöffelstiel oder Essstäbchen eine Vertiefung gut eindrücken.
10-12 Minuten backen. Abkühlen lassen.
Ca. 100 g Schokolade (im Original ist Zartbitter vorgeschlagen, ich hatte noch Milchschokoladenreste) im Wasserbad schmelzen und in die Vertiefung gießen. Etwas festwerden lassen. Die platten Rollen dann in Schnitten schneiden, ca. 1,5 cm breit.
Die Schnitten lassen sich in einer Blechdose gut ein paar Wochen aufheben.
Vielleicht liegt es daran, dass ich immer noch nicht ganz gesund bin und die Genesungsphase länger dauern wird als sonst. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Wohnzimmer, der Flur, das Treppenhaus, das Gartenzimmer (oder auch Salon genannt ;-) ) und der obere Flur voll mit Tapeten, Tapeziertisch, Leitern, Türen, Beschlägen, Balken zum Treppengerüst bauen usw. sind. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir einen Zeitplan in den Kopf gesetzt habe, der nicht realistisch ist, nicht unter den jetzigen Umständen.
Ich atme tief durch und nehme mein Lieblingswinterbackbuch aus dem Regal und blättere darin. Ein einfaches Rezept, für das ich alles zu Hause habe und das ich auch mit begrenzten Kräften schaffe: Safranschnitten. Kurze Zeit später zieht schon der Duft nach Safrangebäck durchs Haus und der Mann staunt nicht schlecht, dass ich zum 3-Uhr-Kaffee (eine schwedische Seniorentradition...) gedeckt habe. Während die Schnitten magisch schnell verschwinden, merke ich, dass sich meine Gedankengänge ändern: Der Advent ist erst der Anfang, der Weg hin zu Weihnachten. Eine Zeit des Vorbereitens. Der Höhepunkt soll das Weihnachtsfest sein und nicht schon der Advent selbst. Ich bemühe mich um Gelassenheit und versuche meine Ansprüche und Ziele zu ändern.
Es ist gut genug, wenn wir bis Weihnachten mit dem Treppenhaus fertig werden. Es ist gut genug, wenn ich nach und nach die Zimmer putze und dekoriere. Es ist auch gut genug, wenn ich einfaches Gebäck backe und mir auch Gedanken über die Adventszeit als Fastenzeit mache. Es ist gut so wie es ist.
Rezept für ca 30-40 Safranschnitten:
1/2 Gramm Safran mit 1 EL Zucker und 1 EL Milch oder Sahne gut verrühren/auflösen.
60 g Zucker und 100 g Butter gut verrühren.
180 g Mehl und die Safranmilch unterkneten. Den Teil kühl ein paar Stunden ruhen lassen.
Den Ofen auf 200°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen.
Den Teig zu zwei dickeren Rollen in der Länge des Bleches (ca 30-35 cm) formen und plattdrücken. In der Mitte mit einem Kochlöffelstiel oder Essstäbchen eine Vertiefung gut eindrücken.
10-12 Minuten backen. Abkühlen lassen.
Ca. 100 g Schokolade (im Original ist Zartbitter vorgeschlagen, ich hatte noch Milchschokoladenreste) im Wasserbad schmelzen und in die Vertiefung gießen. Etwas festwerden lassen. Die platten Rollen dann in Schnitten schneiden, ca. 1,5 cm breit.
Die Schnitten lassen sich in einer Blechdose gut ein paar Wochen aufheben.
Ich wünsche Euch ein schönes erstes Adventswochenende!
Mittwoch, 26. Oktober 2016
Es ist Herbst an der schwedischen Westküste...
... wenn man vom Garagendach aus die Äpfel der Nachbarn pflücken kann (und darf...)
... wenn die Lieferung mit Herbstbüchern gekommen ist (einen Buchtipp habe ich bei Maria gefunden)
... wenn die Schwiegermutter großzügig kuriose, antike Reiseteekannen verschenkt und diese unter Hagebutten und Sanddorn auf der Komode stehen (eigentlich steht, es ist ja nur eine, die wir bekamen...)
... wenn ein neues Schaffell auf dem Kanapee Platz findet (und überhaupt, wenn der Bioladen Schaffelle im Angebot hat, ist da ja wohl das sicherste Herbstzeichen...)
... wenn man die Nachbarn vor lauter Regen nicht mehr sieht
... wenn sich die Tische in allen Räumen im Erdgeschoss biegen - Fülle und Dankbarkeit
Herbst, auch wenn es mir manchmal nicht so gut geht, wenn du so dunkel, ein bisschen bedrohlich und forsch daher kommst, so mag ich dich doch und ich will dich noch ein paar Wochen genießen!
... wenn die Lieferung mit Herbstbüchern gekommen ist (einen Buchtipp habe ich bei Maria gefunden)
... wenn die Schwiegermutter großzügig kuriose, antike Reiseteekannen verschenkt und diese unter Hagebutten und Sanddorn auf der Komode stehen (eigentlich steht, es ist ja nur eine, die wir bekamen...)
... wenn ein neues Schaffell auf dem Kanapee Platz findet (und überhaupt, wenn der Bioladen Schaffelle im Angebot hat, ist da ja wohl das sicherste Herbstzeichen...)
... wenn man die Nachbarn vor lauter Regen nicht mehr sieht
... wenn sich die Tische in allen Räumen im Erdgeschoss biegen - Fülle und Dankbarkeit
Herbst, auch wenn es mir manchmal nicht so gut geht, wenn du so dunkel, ein bisschen bedrohlich und forsch daher kommst, so mag ich dich doch und ich will dich noch ein paar Wochen genießen!
Donnerstag, 17. März 2016
Ich träume vom Sommer
Ich schaue aus dem Küchenfenster und träume vom Sommer.
Von wilden Himbeeren, die unterm Apfelbaum wachsen.
Von rubinroten Preiselbeeren, die zwischen Moospolstern leuchten.
Von sonnenwarmen Brombeeren, die unvergleichlich saftig sind.
Ich gebe die gefrorenen Sommerträume für zwanzig Minuten mit Haferflockenbröseln in den Ofen und nehme das Aroma und die Farben mit allen Sinnen war.
Verfeinert mit Vanillesoße und fertig ist der Sommertraum im Matschmärz :-)
Von wilden Himbeeren, die unterm Apfelbaum wachsen.
Von rubinroten Preiselbeeren, die zwischen Moospolstern leuchten.
Von sonnenwarmen Brombeeren, die unvergleichlich saftig sind.
Ich gebe die gefrorenen Sommerträume für zwanzig Minuten mit Haferflockenbröseln in den Ofen und nehme das Aroma und die Farben mit allen Sinnen war.
Verfeinert mit Vanillesoße und fertig ist der Sommertraum im Matschmärz :-)
Sonntag, 28. Februar 2016
Sonntagsfreude 6/2016: Frühblüher
Am Sonntag
einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die
ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung
schlicht und einfach eine
Sonntagsfreude sind :)
Heimlich, still und leise, gut versteckt hinter den im Herbst gepflanzten Beerensträuchern, haben sich die ersten Frühblüher durch die Erde geschoben und wippen mit ihren weißen Hütchen im eisigen Wind.
Willkommen, liebe Schneeglöckchen! Ich freue mich so, dass ihr mir den Frühling einläutet! Eure feinen, weißen Blüten geben mir Hoffnung und Zuversicht, dass der Frühling und die Sonne auf dem Weg sind, und irgendwann wird auch die Wärme wieder kommen. Eine Sonntagsfreude!
Dienstag, 19. Januar 2016
Freitag, 8. Januar 2016
Diese kalten Tage
Als wir nach Hause kamen, empfanden wir die Kühle im Haus zunächst nicht als extrem, immerhin war es eisig kalt draußen. Nach nur 5 Minuten wurde uns aber klar: Wir waren in letzter Sekunde heimgekommen! Die Pelletsheizung war (mal wieder) ausgefallen und im Haus hatte es nur noch 3,5°C. Mein Mann widmete sich der Heizung, ich machte Feuer im Kamin und stellte überall Kerzen auf. In der Küche erreichten wir gegen Mitternacht 14 Grad und so schlugen wir unser Nachtlager dort auf. Inzwischen können wir darüber lachen, aber die letzten beiden Tage waren nicht so komisch. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fiel das Außenthermometer auf minus 14 Grad und wir hatten das Gefühl, dass das Haus nie mehr warm wird. Nun ist die Außentemperatur auf einstellige Minusgrade gestiegen und das Haus ist wieder gemütlich und angenehm.
Der Härtetest kam heute - lässt es sich im Allrum aushalten, wo ich meinen Nähtisch habe? Immerhin ist der Raum wie eine große Diele im Obergeschoss. So entschied ich mich für ein kleines Projekt, das so gut zu diesen kalten Tagen passt.
Ein altes Unterhemd für unten drunter...
... farbenfroher Jersey von Lillestoff für obendrüber ...
... und fertig ist die Wärmflaschenhülle. Genäht während der blauen Stunde und die kalten Finger wurden an der warmen Teetasse wieder aufgewärmt :)
Wärmflaschen scheinen in Schweden sehr selten zu sein, diese blaue bekam ich in der Apotheke - und sie ist made in germany ;-)
Der Härtetest kam heute - lässt es sich im Allrum aushalten, wo ich meinen Nähtisch habe? Immerhin ist der Raum wie eine große Diele im Obergeschoss. So entschied ich mich für ein kleines Projekt, das so gut zu diesen kalten Tagen passt.
Ein altes Unterhemd für unten drunter...
... farbenfroher Jersey von Lillestoff für obendrüber ...
... und fertig ist die Wärmflaschenhülle. Genäht während der blauen Stunde und die kalten Finger wurden an der warmen Teetasse wieder aufgewärmt :)
Wärmflaschen scheinen in Schweden sehr selten zu sein, diese blaue bekam ich in der Apotheke - und sie ist made in germany ;-)
Samstag, 2. Januar 2016
Diese dunklen Tage
Wie sehr habe ich diesen Dezember mit der Dunkelheit in mir, aber auch mit der Dunkelheit um mich herum gekämpft. Vielleicht hat mich erstmals eine echte skandinavische Winterdepression erwischt, vielleicht zu einem Zeitpunkt, an dem mir das Dunkle dunkler erschien als in anderen Jahren. In Göteborg legte sich das Dauergrau wie eine muffige, alte, schwere Decke um mich und Tageslicht erschien mir unvorstellbar weit entfernt. Ich fühlte mich wie von Nebelwatte eingepackt, alles um mich war gedämpft, meine Gefühle, meine Empfindungen und auch meine Antennen für andere waren gestört.
Im Moment ist es immer noch sehr dunkel, in Göteborg geht die Sonne theoretisch erst um 8:55 auf. Nun sind wir bei den Schwiegereltern, noch weiter nördlich, in den Wäldern. Noch immer komme ich morgens kaum aus dem Bett. Aber ich mache einfach Winterschlaf und schlafe so viel, wie mein Körper will.
Manchmal gehe ich hinaus und stapfe durch den knirschenden Schnee, während der Eiswind mich durchpustet. Und der eisige Wind pustet den Nebel weg, der Schnee erhellt die Dunkelheit und ich kann mich selbst wieder sehen.
Ich nehme mir Zeit zum Lesen und Stricken. Ich nehme mir Zeit zum Nichtstun. Ich nehme mir Zeit um Vorhaben gedanklich durchzuspielen. Pläne für das Haus. Pläne für den Garten (viel zu viele...)! Pläne für mehr Lebensqualität und eine bewusste Freizeitgestaltung. Pläne für den Blog.
Was das Häuschen betrifft, so wird das wichtigste sein, die geplante Sickerung zu graben, so dass der Keller trockenen Fußes durch die nächste Herbst-/Wintersturmsaison kommt. Vielleicht noch ein, zwei Zimmer renovieren, aber auf jeden Fall schöne Vorhänge für das Wohnzimmer nähen!
Für den Garten habe ich viele Pläne, bin aber planlos. Wo soll ich nur anfangen?! Es soll ein pflegeleichtes Provisorium sein, in den Ecken, die von den Sickerungsarbeiten nicht betroffen sein werden. Gleichzeitig habe ich so lange auf einen eigenen Garten gewartet, dass ich alles zugleich möchte. Habt ihr Tipps und Ideen?
2016 möchte ich mehr stricken. Meinem Gefühl nach habe ich letztes Jahr zu wenig gestrickt. Ich habe eine Idee entwickelt, ein bisschen inspiriert von Rita hier, aber ich möchte zwölf Projekte aus meinem Wollvorrat verwirklichen. Außerdem möchte damit mindestens zweimal im Monat bei Ginnys Yarn Along mitmachen, von dem ich mir mehrere positive Effekte erhoffe: Zweisprachig zu schreiben, Antrieb zum Stricken und wieder mehr Geschriebenes auf dem Blog, auch über Gelesenes.
Jetzt lasse ich mich vom Schneesturm und der Dunkelheit wieder umfangen, ich werde den PC ausschalten, mich in die Küche an den Ofen setzen, den Gesprächen der Schwiegerfamilie lauschen und stricken oder lesen. Und morgen finde ich hoffentlich den Antrieb und die Energie, bei den Sonntagsfreuden mitzumachen, denn ich hätte schon was Schönes zu zeigen ;-)
Ich wünsche Euch ein gesegnetes Jahr 2016 und freue mich, wenn ihr mich weiterhin hier begleiten mögt.
Barbara
Im Moment ist es immer noch sehr dunkel, in Göteborg geht die Sonne theoretisch erst um 8:55 auf. Nun sind wir bei den Schwiegereltern, noch weiter nördlich, in den Wäldern. Noch immer komme ich morgens kaum aus dem Bett. Aber ich mache einfach Winterschlaf und schlafe so viel, wie mein Körper will.
Manchmal gehe ich hinaus und stapfe durch den knirschenden Schnee, während der Eiswind mich durchpustet. Und der eisige Wind pustet den Nebel weg, der Schnee erhellt die Dunkelheit und ich kann mich selbst wieder sehen.
Ich nehme mir Zeit zum Lesen und Stricken. Ich nehme mir Zeit zum Nichtstun. Ich nehme mir Zeit um Vorhaben gedanklich durchzuspielen. Pläne für das Haus. Pläne für den Garten (viel zu viele...)! Pläne für mehr Lebensqualität und eine bewusste Freizeitgestaltung. Pläne für den Blog.
Was das Häuschen betrifft, so wird das wichtigste sein, die geplante Sickerung zu graben, so dass der Keller trockenen Fußes durch die nächste Herbst-/Wintersturmsaison kommt. Vielleicht noch ein, zwei Zimmer renovieren, aber auf jeden Fall schöne Vorhänge für das Wohnzimmer nähen!
Für den Garten habe ich viele Pläne, bin aber planlos. Wo soll ich nur anfangen?! Es soll ein pflegeleichtes Provisorium sein, in den Ecken, die von den Sickerungsarbeiten nicht betroffen sein werden. Gleichzeitig habe ich so lange auf einen eigenen Garten gewartet, dass ich alles zugleich möchte. Habt ihr Tipps und Ideen?
2016 möchte ich mehr stricken. Meinem Gefühl nach habe ich letztes Jahr zu wenig gestrickt. Ich habe eine Idee entwickelt, ein bisschen inspiriert von Rita hier, aber ich möchte zwölf Projekte aus meinem Wollvorrat verwirklichen. Außerdem möchte damit mindestens zweimal im Monat bei Ginnys Yarn Along mitmachen, von dem ich mir mehrere positive Effekte erhoffe: Zweisprachig zu schreiben, Antrieb zum Stricken und wieder mehr Geschriebenes auf dem Blog, auch über Gelesenes.
Jetzt lasse ich mich vom Schneesturm und der Dunkelheit wieder umfangen, ich werde den PC ausschalten, mich in die Küche an den Ofen setzen, den Gesprächen der Schwiegerfamilie lauschen und stricken oder lesen. Und morgen finde ich hoffentlich den Antrieb und die Energie, bei den Sonntagsfreuden mitzumachen, denn ich hätte schon was Schönes zu zeigen ;-)
Ich wünsche Euch ein gesegnetes Jahr 2016 und freue mich, wenn ihr mich weiterhin hier begleiten mögt.
Barbara
Montag, 25. Mai 2015
Lila Grüße
Unsere Wohnung haben wir erfolgreich in einem rekordschnellen Bietverfahren verkauft, die Nächte werden immer heller und endlich beginnt auch hier der Flieder zu blühen. Höchste Zeit, mal wieder ein paar Bloggrüße hier zu lassen, liebe lila Grüße!
Mehr als einen Monat nach meinem Geburtstag musste ich feststellen, dass ich auch mein super lila Geschenk von meinen Eltern noch nicht gezeigt habe: Diese lila Dame verweilt im Moment noch in Süddeutschland (zwecks der besseren Luft natürlich ;-) ...), wird mir aber ab Juli hoffentlich Gesellschaft bei vielen kreativen Stunden leisten.
Habt eine schöne (Ferien-)Woche!
Mehr als einen Monat nach meinem Geburtstag musste ich feststellen, dass ich auch mein super lila Geschenk von meinen Eltern noch nicht gezeigt habe: Diese lila Dame verweilt im Moment noch in Süddeutschland (zwecks der besseren Luft natürlich ;-) ...), wird mir aber ab Juli hoffentlich Gesellschaft bei vielen kreativen Stunden leisten.
Habt eine schöne (Ferien-)Woche!
Freitag, 20. März 2015
JahresZeit März
Seit gestern haben wir wieder zwölf Stunden Tageslicht, heute ist Frühlingsanfang, der März geht schon in den Endspurt. Für mich ist der März schon ein kleiner Wonnemonat: Die ersten Blumen, Vogelgezwitscher, die ersten warmen Sonnennachmittage nach einem langen, grauen Winter.
Während sich draußen in der Natur vieles tut - manchmal zunächst auch noch unsichtbar - hole ich mir nun Farbe und Grün in meine vier Wände: In der Küche wachsen Kresse und Sprossen um die Wette, die Geranien schieben nach einem Radikalschnitt saftig-grüne Blättchen aus den verholzten Trieben und Tulpen, Trauenhyazinthen oder kleine Osterglocken schmücken den Tisch. Im Februar hielt ich es bewusst noch ein bisschen blasser, jetzt darf auch die Tischwäsche bunt werden.
Ich mag das, wenn so jeder Monat auch ein bisschen seine Farben hat. Das Umblättern des Kalenderblatts zum 1., das bewusste Um-/Weg-/Hervorräumen im Monatstakt, das ist etwas, was mir gut tut.
Gleichzeitig wird der März auch vom Weg auf Ostern hin geprägt. Ich überlege nun schon ein bisschen, wie ich die Karwoche für mich gestalten möchte. Hier in Stockholm haben wir noch Schule, werden aber an den Feiertagen zu den Schwiegereltern fahren. Nachdem ich schon ein Weihnachtsfest dort verbracht habe, will ich mich diesmal schon im Voraus damit auseinander setzen, wie ich Ostern dieses Jahrtrotzdem stimmig verbringen kann. Darüber schreibe ich dann in Kürze noch mehr. Dieses Hinschauen und Vorausschauen auf das Osterfest, auch das lässt für mich den März schneller vorbei gehen.
Meine März-Momente:
Während sich draußen in der Natur vieles tut - manchmal zunächst auch noch unsichtbar - hole ich mir nun Farbe und Grün in meine vier Wände: In der Küche wachsen Kresse und Sprossen um die Wette, die Geranien schieben nach einem Radikalschnitt saftig-grüne Blättchen aus den verholzten Trieben und Tulpen, Trauenhyazinthen oder kleine Osterglocken schmücken den Tisch. Im Februar hielt ich es bewusst noch ein bisschen blasser, jetzt darf auch die Tischwäsche bunt werden.
| Kürzlich genähte gelbe Tischwäsche |
Gleichzeitig wird der März auch vom Weg auf Ostern hin geprägt. Ich überlege nun schon ein bisschen, wie ich die Karwoche für mich gestalten möchte. Hier in Stockholm haben wir noch Schule, werden aber an den Feiertagen zu den Schwiegereltern fahren. Nachdem ich schon ein Weihnachtsfest dort verbracht habe, will ich mich diesmal schon im Voraus damit auseinander setzen, wie ich Ostern dieses Jahr
Meine März-Momente:
- quellen, säen und wachsen lassen: Das alljährliche Aufwachen der Natur konkret auf dem Küchenfensterbrett erleben
- helle, freundliche Farben - vor allem Gelbtöne
- noch kräftiges, wärmendes Essen mit den ersten frischen, knackigen Bissen kombinieren
- allen Josefs und Seppn zum Namenstag (19.3.) gratulieren und schauen wie das Wetter an diesem Tag ist: Ein schöner Josefitag bringt ein gutes (Ernte-)Jahr
- die längere Tageszeit bewusst wahrnehmen. Bald will ich unsere Abendspaziergänge wieder aufnehmen, nach der Zeitumstellung machen wir ja einen Zeit-Licht-Sprung ;-)
Sonntag, 15. Februar 2015
Sonntagsfreude: Sonne
Meine größte Freude zur Zeit: Die zunehmende Tageslichtdauer, Sonne schon vor Unterrichtsbeginn oder am Wochenende von einem Sonnenstrahl wachgekitzelt werden. Noch wärmt sie nicht so viel, aber sie taucht morgens alles in kitschiges gelbes Licht - so auch den Turm der Deutschen Kirche, den ich vom Fenster der Dienstagsschule aus sehen kann!
Die schöne Tradition der Sonntagsfreude wird auch dieses Jahr auf dem Kreativberg weitergeführt!
Samstag, 14. Februar 2015
Diese Woche...
- hatte es wirklich in sich!
- habe ich erstmals nach dem neuen Stundenplan gearbeitet - eine große Erleichterung!
- gab es leider ein paar Zusammenstöße mit Schülern, die mich sehr nachdenklich machten: Wohin sind wir als Gesellschaft unterwegs? Was ist noch der Wert von Schule und Ausbildung? Welche Rolle spielt die schwedische All-inclusive-wird-vom-Steuerzahler-bezahlt-Haltung gegenüber dem Schulwesen? Kann ich als Lehrerin eine "verlorene Generation" retten, von denen beispielsweise jeder fünfte Junge die 9. Klasse der Grundschule verlässt ohne funktional lesen zu lönnen? (Mehr Gedanken zum schwedischen Schulwesen habe ich mir schon mal hier, hier, hier und hier gemacht)
- ... jedenfalls haben diese Auseinandersetzungen viel Kraft gekostet!
- bekam ich von zwei
jungen VerehrernSchülern Schokolade zum Valentinstag :-) - habe ich vor 50 Kollegen einen Vortrag zum Thema Hörverständnis im Muttersprachunterricht gehalten
- habe ich mir versüßt und mal wieder schnelle Chokladbollar gemacht
- verschickte ich viel Post, die glücklicherweise auch schnell ankam
- hatten wir 3 Tage lang strahlenden Sonnenschein, das Eis ist aufgebrochen, der Schnee schwindet! Wie viel leichter steht man da auf und geht aus dem Haus, das Gesicht in die Sonne haltend
- hat die Sonne an der gegenüberliegenden Hauswand die ersten Frühblüher hervorgelockt
- hatte ich leider auch einige emotionale Tiefpunkte: Die bevorstehenden Veränderungen, Ungewissheit, Trauer
- ist nun aber auch vorbei, ich blättere diese Doppelseite im Lehrerkalender um und genieße nun das Wochenende, denn nächste Woche wird noch mal anstrengend - Zielgerade auf dem Weg zu den Wintersportferien :-) :-)
Montag, 2. Februar 2015
JahresZeit Februar
Schon ist der erste Monat des Jahres rum und während ich diese Zeilen hier tippe, zeigt sich der Februar von seiner grauen Seite. Nasser Schnee fällt in schweren Flocken vom Himmel, die längeren Tage (nun 8 Stunden hier!) lassen sich nur erahnen. Nicht umsonst wird der Februar auch kleiner Bruder des Novembers genannt. Die Weihnachtssachen werden nun endgültig weggepackt und in Schweden beginnt die Jahreszeit, die man Frühlingswinter nennt.
Der Februar beginnt mit Lichtmess am heutigen 2. Februar. Neben dem kirchlichen Abschluss der Weihnachtszeit, bedeutet das für mich auch: Diesen Monat noch einmal bewusst Kerzen anzünden, die noch so dunklen Abende erleuchten, nachweihnachtliche Kerzenreste für vorweihnachtliches Kerzenziehen zusammenpacken und wegräumen.
Ich will auch die Sonne bewusst wahrnehmen (wenn sie denn mal scheint). Kurze Sonnenspaziergänge, das Gesicht in das immer wärmere Licht halten. Den Sonnenaufgang und -untergang markiere ich mir mit kleinen Klebestreifen am Fenster, ich messe die Zunahme des Tageslichts...
Nach dem Rot-Gold-Grün der Weihnachtstage bestimmen vor allem weiß und hellblau die Farben in unserer Wohnung. Es soll noch bewusst winterlich sein, um dem Frühling nicht vorzugreifen, aber ich hole mir die Farben (und den Frühling) schon mit kleinen Farbtupfern ins Haus: Blumen, farbenfrohe Handarbeiten, Luftschlangen, die den Fasching andeuten.
Der Februar lädt auch zu besonderen kulinarischen Genüssen ein, die es nur einmal im Jahr gibt. Ich finde gerade diese Einmaligkeit markiert eine besondere Zeit und die Vorfreude ist riesig.
Hier in Schweden ist es die Zeit der Semlor, in Bayern sind es die gefüllten Faschingskrapfen und anderes Schmalzgebäck (das ich sicher auch backen werde, wenn ich dann nicht mehr das ganze Treppenhaus mit Schmalzduft beglücke...).
Genießt diese erste Februarhälfte mit allen Sinnen: Schmecken, Sehen, Fühlen und Riechen - und hört ihr auch schon, wie die Vögel morgens schon wieder singen, egal ob es regnet oder schneit?!
Der Februar beginnt mit Lichtmess am heutigen 2. Februar. Neben dem kirchlichen Abschluss der Weihnachtszeit, bedeutet das für mich auch: Diesen Monat noch einmal bewusst Kerzen anzünden, die noch so dunklen Abende erleuchten, nachweihnachtliche Kerzenreste für vorweihnachtliches Kerzenziehen zusammenpacken und wegräumen.
Ich will auch die Sonne bewusst wahrnehmen (wenn sie denn mal scheint). Kurze Sonnenspaziergänge, das Gesicht in das immer wärmere Licht halten. Den Sonnenaufgang und -untergang markiere ich mir mit kleinen Klebestreifen am Fenster, ich messe die Zunahme des Tageslichts...
Nach dem Rot-Gold-Grün der Weihnachtstage bestimmen vor allem weiß und hellblau die Farben in unserer Wohnung. Es soll noch bewusst winterlich sein, um dem Frühling nicht vorzugreifen, aber ich hole mir die Farben (und den Frühling) schon mit kleinen Farbtupfern ins Haus: Blumen, farbenfrohe Handarbeiten, Luftschlangen, die den Fasching andeuten.
Der Februar lädt auch zu besonderen kulinarischen Genüssen ein, die es nur einmal im Jahr gibt. Ich finde gerade diese Einmaligkeit markiert eine besondere Zeit und die Vorfreude ist riesig.
Hier in Schweden ist es die Zeit der Semlor, in Bayern sind es die gefüllten Faschingskrapfen und anderes Schmalzgebäck (das ich sicher auch backen werde, wenn ich dann nicht mehr das ganze Treppenhaus mit Schmalzduft beglücke...).
Genießt diese erste Februarhälfte mit allen Sinnen: Schmecken, Sehen, Fühlen und Riechen - und hört ihr auch schon, wie die Vögel morgens schon wieder singen, egal ob es regnet oder schneit?!
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