Dienstag, 29. März 2016
Wegen Baustelle vorübergehend geschlossen!
Es ging alles viel schneller als gedacht, die Firma hatte einen freien Bagger und seit Anfang der Karwoche bin ich mir angesichts der Erd- und Dreckmassen nicht sicher, ob ich lachen oder weinen soll. Ich konnte alle Pflanzen retten, in einer nächtlichen Aktion haben wir noch hunderte Pflastersteine weggeräumt und Bäume und Wurzelstöcke sind schon entfernt. Ich entscheide mich für lachen, denn der Frühling steckt gerade in den Startlöchern und bis Mittsommer ist hoffentlich der meiste Dreck beseitigt. Aber der Blog muss ein bisschen hinten an stehen, je nach Wetterlage, denn wenn es nicht regnet, bin ich im Garten, oder was davon übrig blieb ;-)
Montag, 21. März 2016
Alltagsfreude: Gartenpremiere
Wir haben auch in der Karwoche noch Schule und ich zähle wirklich die Tage bis zum Gründonnerstag. Allerdings sind die Tage jetzt schon so lange, dass ich auch nach der Arbeit noch raus kann: In den Garten <3
Im Moment gilt mein Augenmerk den alten Pflanzen, die schon zum Haus gehörten, und die aber zu nahe an der Hauswand wachsen, so dass sie von den Grabarbeiten betroffen wären. Ich grabe aus, pflanze um, schlage sie provisorisch in Erde ein.
Dabei freue ich mich über die Gartentasse, die mir meine Schwester mal geschenkt hat. Perfekt! :-)
Im Moment komme ich ohne starken Schwarztee nicht durch den Nachmittag...
Im Keller habe ich mir eine Anzuchtecke eingerichtet, mit allem, was ich zum Ansäen und Vorziehen brauche. Tomaten und Paprika sind in die Erde gewandert, zu richtigen Mondphase, hoffe ich ;-)
Trotz der Müdigkeit und der Überwindung, die es mich jeden Nachmittag kostet, tut es so gut, wieder im Garten zu sein und Stück für Stück etwas schaffen, verändern, zum Gedeihen zu bringen.
Im Moment gilt mein Augenmerk den alten Pflanzen, die schon zum Haus gehörten, und die aber zu nahe an der Hauswand wachsen, so dass sie von den Grabarbeiten betroffen wären. Ich grabe aus, pflanze um, schlage sie provisorisch in Erde ein.
Dabei freue ich mich über die Gartentasse, die mir meine Schwester mal geschenkt hat. Perfekt! :-)
Im Moment komme ich ohne starken Schwarztee nicht durch den Nachmittag...
Im Keller habe ich mir eine Anzuchtecke eingerichtet, mit allem, was ich zum Ansäen und Vorziehen brauche. Tomaten und Paprika sind in die Erde gewandert, zu richtigen Mondphase, hoffe ich ;-)
Trotz der Müdigkeit und der Überwindung, die es mich jeden Nachmittag kostet, tut es so gut, wieder im Garten zu sein und Stück für Stück etwas schaffen, verändern, zum Gedeihen zu bringen.
Sonntag, 20. März 2016
Sonntagsfreude 7/2016: Auf geht's!
Am Sonntag
einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die
ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung
schlicht und einfach eine
Sonntagsfreude sind :)
Große Projekte werfen ihre Schatten voraus, so wie die bevorstehenden Arbeiten für eine Sickerung rund ums Haus. Und wir haben endlich mit unseren Vorarbeiten dazu begonnen. Die alte (und morsche) Terasse wird abgerissen, aber einige Elemente wollten wir doch aufheben.
Es tut gut, endlich angefangen zu haben. Und es macht Freude, Sonntagsfreude, an einem trockenen, relativ mildem Sonntagnachmittag eine Stunde mit dem Mann zu werkeln. Einen Anfang machen und Fortschritte sehen können.
Samstag, 19. März 2016
Unterwegs: Auf dem Schaffest
Am ersten Märzwochenende waren wir bei den Schwiegereltern in den värmländischen Wäldern. Da hatte ich gerade von der Anzeige bei der Schulinspektion erfahren und hatte das Bedürfnis, ganz dringend aus der Stadt weg zu müssen. Meine Schwiegermutter kann recht exzentrisch sein, aber sie hat sich sehr um uns bemüht. Und am Samstag machten wir einen Ausflug nach Kil (sprich: Schiiil) und besuchten das Schaffest.
Das Schaffest ist inzwischen eine Institution in der schwedischen Woll-/Schaf-/Strickszene und ich hatte schon viel darüber gelesen. Da war es natürlich spannend, es auch mal zu besuchen.
Die farbenfrohe Dekoration konnte man im trüben Wetter gar nicht übersehen und es waren viele Besucher da. Zudem waren die Ausstellungen riesig, mehrere Hallen, wie eine Messe und nach vier Stunden waren wir echt erschöpft. Aber es hat sich so gelohnt!
Es war ein richtiger Inspirationssturm, der mich berührt und getroffen hat. So viele kreative HandwerkerInnen, Klein(st)unternehmer und Künstler! Aus allen Teilen des Landes, mit allen erdenklichen Produkten, von farbenfrohen Filzmänteln über Schafwurst bis hin zu Wolle und Webstücken.
Leider hatte ich ja Wollkaufverbot und ich habe mich auch streng daran gehalten.
Allerdings sind ein Schnittmuster und sowie Knöpfe mitgekommen.Und ich habe jede Menge Ideen gesammelt.
Schließlich habe ich auch einige berühmte Strickbloggerinnen aus Schweden gesehen (zum Ansprechen war ich zu feige), wie Linnea oder Tant Kofta. Bei Linnea habe ich mir dann den langersehnten Wunsch erfüllt und mir einen ihrer 'Ewigkeitsschals' gekauft.
Es mangelte auch nicht an Kuriositäten. Hier hätte man beispielsweise Originalgarn von 1953 kaufen können, dass für die Sitzbezüge der SAS-Flugzeuge gesponnen, gefärbt (und verwebt) wurde...
Ein bunter, voller, wolliger Inspirationstag. Mal wieder ganz was anderes, das tat so gut!
Das Schaffest ist inzwischen eine Institution in der schwedischen Woll-/Schaf-/Strickszene und ich hatte schon viel darüber gelesen. Da war es natürlich spannend, es auch mal zu besuchen.
Die farbenfrohe Dekoration konnte man im trüben Wetter gar nicht übersehen und es waren viele Besucher da. Zudem waren die Ausstellungen riesig, mehrere Hallen, wie eine Messe und nach vier Stunden waren wir echt erschöpft. Aber es hat sich so gelohnt!
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| Entschuldigt bitte die Handyfotos... |
Leider hatte ich ja Wollkaufverbot und ich habe mich auch streng daran gehalten.
Allerdings sind ein Schnittmuster und sowie Knöpfe mitgekommen.Und ich habe jede Menge Ideen gesammelt.
Schließlich habe ich auch einige berühmte Strickbloggerinnen aus Schweden gesehen (zum Ansprechen war ich zu feige), wie Linnea oder Tant Kofta. Bei Linnea habe ich mir dann den langersehnten Wunsch erfüllt und mir einen ihrer 'Ewigkeitsschals' gekauft.
Es mangelte auch nicht an Kuriositäten. Hier hätte man beispielsweise Originalgarn von 1953 kaufen können, dass für die Sitzbezüge der SAS-Flugzeuge gesponnen, gefärbt (und verwebt) wurde...
Ein bunter, voller, wolliger Inspirationstag. Mal wieder ganz was anderes, das tat so gut!
Freitag, 18. März 2016
Gestrickt: Joker-Projekt
Als ich meinen Strickkalender zusammenstellte, habe ich sicherheitshalber zwei Joker-Projekte eingetütet, für den Fall, dass ich mit einem Projekt nicht weiter komme oder die Lust an etwas verliere. Nun ist es Mitte März und ich habe die Februar-Feministen-Handschuhe quasi aufgegeben, obwohl sie mich immer noch vorwurfsvoll aus dem Strickkorb anschauen. Vielleicht braucht es mal ein Regenwochenende und einen Ruck... Im März wollte ich endlich den Pullover für den Mann fertig stricken, aber das erscheint mir in anbetracht meiner (Gemüts-)Verfassung nicht als das richtige Projekt - im Moment. Also griff ich zu Joker-Projekt 1 und in relativer kurzer Zeit entstand ein Paar Socken in Größe 35 für (m)eine Lieblingsnichte. Da aber noch 50g Wolle übrig war, habe ich noch kurzerhand einen kleinen Hitchhiker-Schal für sie gestrickt. Ich hoffe, sie freut sich auch am Ende des Winters noch darüber.
Donnerstag, 17. März 2016
Ich träume vom Sommer
Ich schaue aus dem Küchenfenster und träume vom Sommer.
Von wilden Himbeeren, die unterm Apfelbaum wachsen.
Von rubinroten Preiselbeeren, die zwischen Moospolstern leuchten.
Von sonnenwarmen Brombeeren, die unvergleichlich saftig sind.
Ich gebe die gefrorenen Sommerträume für zwanzig Minuten mit Haferflockenbröseln in den Ofen und nehme das Aroma und die Farben mit allen Sinnen war.
Verfeinert mit Vanillesoße und fertig ist der Sommertraum im Matschmärz :-)
Von wilden Himbeeren, die unterm Apfelbaum wachsen.
Von rubinroten Preiselbeeren, die zwischen Moospolstern leuchten.
Von sonnenwarmen Brombeeren, die unvergleichlich saftig sind.
Ich gebe die gefrorenen Sommerträume für zwanzig Minuten mit Haferflockenbröseln in den Ofen und nehme das Aroma und die Farben mit allen Sinnen war.
Verfeinert mit Vanillesoße und fertig ist der Sommertraum im Matschmärz :-)
Mittwoch, 16. März 2016
Yarn along 4/2016: Beginnings
There are some beginnings definitely worth to be documented and shared at Ginny's Yarn Along!
a. This week I slightly have the feeling that there might be a way to finally find a work-life-balance.
b. I started with the April's project from my knitting calendar. A shawl knitted in bourette silk.
c. I began reading To kill a mockingbird in swedish. I think I like it and I definitely like the cover.
Small beginnings, a few minutes every day, but they feel good!
More knitting and reading from this week you'll find here.
Es gibt einige zarte Anfänge, die es wert sind, beim Strickkränzchen von Ginny gezeigt zu werden!
a. Langsam traue ich mich vorsichtig zu hoffen, dass der Anfang einer neuen Work-Life-Balance zu erkennen ist.
b. Ich habe das April-Projekt des Strickkalenders angefangen. Ein Schal aus Bouretteseide, die ich vor langem mal hier gekauft habe.
c. Ich mit dem Buch Wer die Nachtigall stört (To kill a mockingbird) auf schwedisch angefangen. Ich glaube, es gefällt mir und mir gefällt auf jeden Fall die Umschlaggestaltung sehr gut.
Mehr StrickerInnen und LeserInnen der Woche findet man hier.
a. This week I slightly have the feeling that there might be a way to finally find a work-life-balance.
b. I started with the April's project from my knitting calendar. A shawl knitted in bourette silk.
c. I began reading To kill a mockingbird in swedish. I think I like it and I definitely like the cover.
Small beginnings, a few minutes every day, but they feel good!
More knitting and reading from this week you'll find here.
Es gibt einige zarte Anfänge, die es wert sind, beim Strickkränzchen von Ginny gezeigt zu werden!
a. Langsam traue ich mich vorsichtig zu hoffen, dass der Anfang einer neuen Work-Life-Balance zu erkennen ist.
b. Ich habe das April-Projekt des Strickkalenders angefangen. Ein Schal aus Bouretteseide, die ich vor langem mal hier gekauft habe.
c. Ich mit dem Buch Wer die Nachtigall stört (To kill a mockingbird) auf schwedisch angefangen. Ich glaube, es gefällt mir und mir gefällt auf jeden Fall die Umschlaggestaltung sehr gut.
Mehr StrickerInnen und LeserInnen der Woche findet man hier.
Donnerstag, 10. März 2016
Für die Seele
Ich packe meinen Rucksack zusammen, schließe das Klassenzimmer ab und klopfe ein Stockwerk tiefer zaghaft an den Konferenzraum. "Ich kann heute einfach nicht mehr" raune ich der Konrektorin zu. Ich schildere ihr noch kurz den Vorfall mit A und A, erwähne die aufgeheizte Stimmung zwischen I und E und berichte, dass S heute wieder die ganze Mathestunde mit dem Kaninchen im Flur gespielt hat. Die Konrektorin umarmt mich kurz und entlässt mich in den Nachmittag. Ich fahre mit der Straßenbahn nach Hause, gehe den Berg hoch und stelle mit dem Rucksack den Schulballast im Flur ab. Ich angle den Autoschlüssel aus der Schale, schließe die Haustüre wieder, setze mich ins Auto und fahre los.
Im Gartencenter ist es wunderbar ruhig! In den Gewächshäusern ist es angenehm war, kein Radio dudelt und außer mir streifen noch vier oder fünf weitere Kunden durch die großzügige Anlage. Ich lasse die Farben auf mich wirken und gehe langsam umher und atme auf.
Ein Ausflug für die Seele :-) Und langsam will auch ich glauben, dass es irgendwann Frühling werden wird...
Im Gartencenter ist es wunderbar ruhig! In den Gewächshäusern ist es angenehm war, kein Radio dudelt und außer mir streifen noch vier oder fünf weitere Kunden durch die großzügige Anlage. Ich lasse die Farben auf mich wirken und gehe langsam umher und atme auf.
Ein Ausflug für die Seele :-) Und langsam will auch ich glauben, dass es irgendwann Frühling werden wird...
Lagebericht
Im Moment läuft alles unrund. Mir fehlen die Zeit und die Muße, um hier zu schreiben.
Eine Mutter hat mich bei der Schulinspektion angezeigt, nachdem die Schule die Familie wegen großer Sorge um den Sohn beim Jugendamt gemeldet hat. Jetzt muss ich das Verfahren aushalten, durchstehen, und bei jedem Vorfall mit dem Schüler in der Klasse zieht es mir den Magen zusammen. Dabei habe ich ja nicht nur ihn. Der gewalttätige Schüler verbreitet weiterhin seinen Schrecken, das ADHS-Mädchen mischt die Klasse auf, ein Junge mit Konzentrationsschwierigkeiten strengt sich sehr an, aber bei dem täglichen Theater verliert auch er immer wieder die Fassung. Dabei bräuchte das Mädchen mit dem Stoffkaninchen (und großem Förderbedarf!) meine ganze Aufmerksamkeit und im Speisesaal sollte ich mich vierteilen, damit der Junge mit Asperger nicht noch mehr Teller mit Fischklößchen und roter Soße durch die Luft fliegen lässt (einer landete auf der Jacke der Sekretärin). Die Assistentin und die Pädagogin, die meiner Klasse zugeteilt sind, sind schon seit Wochen krank geschrieben und wir schlagen uns tapfer mit Vertretungen durch die Tage.
Nächste Wochen beginnen die nationalen Proben, Jahrgangsstufentests für die 3. Klasse und ich weiß schon jetzt, dass einige meiner Schüler diesen Tests nicht gewachsen sein werden. Da werden wir jede Woche drei bis vier Tests bearbeiten, Wutausbrüche und Heulkrämpfe behandeln und dabei versuchen, die Lust am Lernen nicht zu verlieren. Immerhin beginnt in zwei Wochen der Ukulele-Unterricht an der Kulturschule und ich kann jeweils eine halbe Stunde mit einer halben Klasse arbeiten. Und dann sind eine Woche Osterferien.
Eine Mutter hat mich bei der Schulinspektion angezeigt, nachdem die Schule die Familie wegen großer Sorge um den Sohn beim Jugendamt gemeldet hat. Jetzt muss ich das Verfahren aushalten, durchstehen, und bei jedem Vorfall mit dem Schüler in der Klasse zieht es mir den Magen zusammen. Dabei habe ich ja nicht nur ihn. Der gewalttätige Schüler verbreitet weiterhin seinen Schrecken, das ADHS-Mädchen mischt die Klasse auf, ein Junge mit Konzentrationsschwierigkeiten strengt sich sehr an, aber bei dem täglichen Theater verliert auch er immer wieder die Fassung. Dabei bräuchte das Mädchen mit dem Stoffkaninchen (und großem Förderbedarf!) meine ganze Aufmerksamkeit und im Speisesaal sollte ich mich vierteilen, damit der Junge mit Asperger nicht noch mehr Teller mit Fischklößchen und roter Soße durch die Luft fliegen lässt (einer landete auf der Jacke der Sekretärin). Die Assistentin und die Pädagogin, die meiner Klasse zugeteilt sind, sind schon seit Wochen krank geschrieben und wir schlagen uns tapfer mit Vertretungen durch die Tage.
Nächste Wochen beginnen die nationalen Proben, Jahrgangsstufentests für die 3. Klasse und ich weiß schon jetzt, dass einige meiner Schüler diesen Tests nicht gewachsen sein werden. Da werden wir jede Woche drei bis vier Tests bearbeiten, Wutausbrüche und Heulkrämpfe behandeln und dabei versuchen, die Lust am Lernen nicht zu verlieren. Immerhin beginnt in zwei Wochen der Ukulele-Unterricht an der Kulturschule und ich kann jeweils eine halbe Stunde mit einer halben Klasse arbeiten. Und dann sind eine Woche Osterferien.
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