Donnerstag, 26. Februar 2015

Wohin?

Tja, wohin geht es? Ihr dürft mal ein bisschen raten... Unter den richtigen Antworten verlose ich nämlich ein Nadelhäuschen :-) Familie und Freunde sind leider ausgeschlossen...
Bitte nun nicht mehr kommentieren, die Verlosung ist abgeschlossen und morgen, 2.3., gibts die Gewinnerinnen!

Dienstag, 24. Februar 2015

Ein Häuschen für die Nadeln

Vor kurzem habe ich über meine neue Begeisterung für Nadeln aller Art geschrieben. Auch Fingerhut und Stecknadelkissen erfreuen mich nach wie vor. Allein die Nähnadeln wurden bisher stiefmütterlich behandelt. Nun war es an der Zeit Abhilfe zu schaffen, doch bevor ich mein eigenes (in rosa-grau) fertig stelle, haben drei Nadelhäuschen ihre Reise in den Süden angetreten. Ich hoffe, dass sie den Empfängerinnen gleichermaßen Freude und Nutzen bringen.

Sonntag, 22. Februar 2015

Samstag, 21. Februar 2015

Selbstgemachte Staubsauger

In meinem Fastenheft steht geschrieben: "Es ist nicht nur üblich, Sonntags das Fasten zu unterbrechen - es ist sogar eine gewisse Verpflichtung darin zu sehen, die Feier das Sonntags auch durch ein feierliches Essen zu bereichern. "Wenn Fasten, dann Fasten; wenn Rebuhn, dann Rebhuhn" soll Teresa von Avila gesagt habe. Und Sonntag als Tag der Auferstehung ist nunmal Rebhuhn-Zeit."
Für den Sonntagnachmittagskaffee darf es also gerne etwas Süßes sein - aber was hat das mit Staubsaugern zu tun?!
Nun, diese grünen schwedischen Zuckerbomben haben auch den Beinamen Dammsugare - Staubsauger, denn sie erinnern an ein frühes Staubsaugermodell. Hier zeige ich Euch, wie man die Punschrollen (so heißen sie eigentlich) ganz einfach selber machen kann.
 Zunächst braucht man altes Hefegebäck oder alten Sandkuchen o.ä., Marzipan, dunkle Schokolade, zimmerwarme Butter, Zucker, Lebensmittelfarbe, Arrak- oder Rumaroma, Kakaopulver.
Zunächst das trockene Gebäck zerbröseln, so dass man einen halben Liter Brösel hat.
Cirka 150 g Marzipan grün (oder anders knallig) einfärben und mit Hilfe von Puderzucker oder Kartoffelmehl zu zwei Bahnen ausrollen.
Für die Füllung 75 g zimmerwarme Butter, 10 g Kakao, etwas Zucker (je nach Süße des Bröselgebäcks) und einige Tropfen Aroma zu einem weichen Teig verkneten.
Die Füllung mittig auf einer Marzipanbahn platzieren, das Marzipan darüberschlagen und so "verrollen", dass die Nahtstelle unten zum Liegen kommt. In cirka 6 cm lange Stücke schneiden.
Nun die Schokolade im Wasserbad schmelzen und die beiden Enden zügig darin eintauchen. Eventuell die Rollen vorher eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen, damit die Buttermasse wieder fester wird.
Im Kühlschrank in einer Blechdose mit Butterbrotpapier verwahren. So halten sie auch ein paar Wochen, wenn sie nicht vorher aufgegessen werden.

Freitag, 20. Februar 2015

JahresZeit Fastenzeit

Seit Mittwoch ist es Zeit für die christliche Fastenzeit. In den letzten Jahren bekam ich das Gefühl, das Eigentliche aus dem Blickfeld zu verlieren. Fasten, Fastenzeit, Frühjahrskur, Detoxing, Minimalisieren und und und - die vorösterliche Zeit wird für vieles strapaziert. Ich wollte dieses Jahr mal wieder zurück zu den Wurzeln und mich damit beschäftigen: Was soll Fastenzeit eigentlich für mich als katholische Christin bedeuten?
Ich wurde im Internet bei der Karl-Leisner-Jugend fündig, die einen einfachen Leitfaden herausgegeben hat (als pdf): Fastenzeit für Anfänger. Nachdem ich mir dieses Geheft ausgedruckt und durchgelesen hatte, kam ich für mich zu dem Schluss, dass ich mich genau an diese Eckpunkte halten will. Nicht mehr und nicht weniger: Fastentage, Abstinenztage (fleischlos), Fastenopfer und die Hinwendung zu Glauben, Spiritualität und Gottesdienst. Und das alles soweit es mir möglich ist. Denn was uns die nächsten 40 38 Tage noch so alles erwartet, ich weiß es nicht.
Jedenfalls freue ich mich auf diese Zeit, die so einfach und schlicht sein kann - und in der Einfachheit und Leere ganz viel Platz für anderes bieten kann. Anderes, das sein darf, aber das vielleicht auch sein muss.

Nichts desto trotz greife ich gerne Kathrins Ball auf, den sie mir zugeworfen hat und werde in den kommenden Wochen ein paar meiner fleischlosen Lieblingsrezepte bloggen.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Für einen Februar-Fuchs

Ein dritter Geburtstag schreit nach drei Geschenken! Nichts leichter als das, wenn man die Familie des schlauen Fuchses gut kennt und weiß, was wertgeschätzt und gemocht wird. Das "Thema" war aber nicht gleich selbstverständlich, es ergab sich eher per Zufall: Eine Nähanleitung in einem schwedischen Buch (aus dem auch das Walnadelkissen kommt), Liebe auf dem ersten Blick (gefunden auf Elas Blogg) und ein ansprechendes Kinderbuch sowie ein Stoffrest von Mama. Nun haben diese Geschenke den Weg nach Bayern gefunden und, wie ich schon gehört habe, machen sie dem Dreijährigen große Freude.
Und mir hat es riesen Spaß gemacht, mir das Ganze auszudenken, zu nähen und zu stricken und dabei viele Gedanken an diese Freunde so weit weg zu denken :-)

Montag, 16. Februar 2015

In aller Munde: Pegida auch in Schweden

Letzten Montag gab es erstmal die erste Kundgebung des schwedischen Ablegers von Pegida. In Malmö versammelten sich die Anhänger dieser unsäglichen Gruppierung, ihnen gegenüber standen 4000 Gegendemonstranten, die Lärm machten. Das muss ganz schön frustrierend gewesen sein, denn ratet mal, wie viele schwedische Europäer kamen?!  Etwa 50 Leute!!!
Ich musste erleichtert lächeln, als ich mir die Situation vorstellte: Ein großes Polizeiaufgebot, engagierte Gegendemonstranten und dann diese kleine Gruppe, die sich kein Gehör verschaffen konnte und nach 45 Minuten wieder abzog. Die Realität hatte glücklicherweise wenig mit den von den Medien aufgemalten Szenarios zu tun.
Leider muss man solche Tendenzen ja trotzdem erstnehmen und beobachten, gerade auch nach den Ereignissen in Kopenhagen vom Wochenende hat man das Gefühl, dass die Entwicklungen in Zentraleuropa auch nach Skandinavien kommen.
Hier ist der Bericht des schwedischen Radios auf Deutsch.

Apropos Satire: Ich lese gerade wieder Erich Kästners Satire "Fabian" - an manchen Stellen mit erschreckender Aktualität und zugleich zeitlos. Aber es darf eben geschmunzelt werden. Eine Empfehlung!

Sonntag, 15. Februar 2015

Sonntagsfreude: Sonne

Meine größte Freude zur Zeit: Die zunehmende Tageslichtdauer, Sonne schon vor Unterrichtsbeginn oder am Wochenende von einem Sonnenstrahl wachgekitzelt werden. Noch wärmt sie nicht so viel, aber sie taucht morgens alles in kitschiges gelbes Licht - so auch den Turm der Deutschen Kirche, den ich vom Fenster der Dienstagsschule aus sehen kann!
Die schöne Tradition der Sonntagsfreude wird auch dieses Jahr auf dem Kreativberg weitergeführt!

Samstag, 14. Februar 2015

Diese Woche...

  • hatte es wirklich in sich!
  • habe ich erstmals nach dem neuen Stundenplan gearbeitet - eine große Erleichterung!
  • gab es leider ein paar Zusammenstöße mit Schülern, die mich sehr nachdenklich machten: Wohin sind wir als Gesellschaft unterwegs? Was ist noch der Wert von Schule und Ausbildung? Welche Rolle spielt die schwedische All-inclusive-wird-vom-Steuerzahler-bezahlt-Haltung gegenüber dem Schulwesen? Kann ich als Lehrerin eine "verlorene Generation" retten, von denen beispielsweise jeder fünfte Junge die 9. Klasse der Grundschule verlässt ohne funktional lesen zu lönnen? (Mehr Gedanken zum schwedischen Schulwesen habe ich mir schon mal hier, hier, hier und hier gemacht)
  • ... jedenfalls haben diese Auseinandersetzungen viel Kraft gekostet!
  • bekam ich von zwei jungen Verehrern Schülern Schokolade zum Valentinstag :-)
  • habe ich vor 50 Kollegen einen Vortrag zum Thema Hörverständnis im Muttersprachunterricht gehalten
  •  habe ich mir versüßt und mal wieder schnelle Chokladbollar gemacht
  • verschickte ich viel Post, die glücklicherweise auch schnell ankam
  • hatten wir 3 Tage lang strahlenden Sonnenschein, das Eis ist aufgebrochen, der Schnee schwindet! Wie viel leichter steht man da auf und geht aus dem Haus, das Gesicht in die Sonne haltend
  • hat die Sonne an der gegenüberliegenden Hauswand die ersten Frühblüher hervorgelockt

  •  hatte ich leider auch einige emotionale Tiefpunkte: Die bevorstehenden Veränderungen, Ungewissheit, Trauer
  • ist nun aber auch vorbei, ich blättere diese Doppelseite im Lehrerkalender um und genieße nun das Wochenende, denn nächste Woche wird noch mal anstrengend - Zielgerade auf dem Weg zu den Wintersportferien :-) :-)
Schönes Wochenende!

Dienstag, 10. Februar 2015

2 Fragen und 3 Antworten :-)

Diese Woche hat es in sich, aber ich habe nicht vergessen, dass Kathrin und Walne beim Glückshoseneintrag zwei Fragen gestellt haben. Die will ich hier kurz beantworten!

Kathrin fragte: "Wie kommst du mit den dicken Nähten zurecht? Macht deine Maschine das ohne Probleme mit?"
Hm, also an superdicken Jeansstoff habe ich mich noch nicht gewagt, aber ich habe schon einige dicke Sachen durch meine Maschine gejagt (z.B. 8 Lagen kräftigen Möbelstoff). Meine Maschine* ist ein recht hochwertiges Modell, das wohl einige PS unter der Haube hat ;-) Allerdings - und das ist genauso wichtig: Immer eine passende, spitze Nadel haben und eine gut geölte Maschine. Die Nadel wechsle ich mitunter schon auch mal während eines längeren Nähprojekts, wenn ich beispielsweise schon gefühlte 50 Mal in die Stecknadeln reingenäht habe... Und bei vielen Lagen Stoff, wie z.B. bei der Hose bei den Gürtelschlaufen, da hefte ich mit reissfestem Faden und verzichte auf Stecknadeln, die noch alles dicker machen würden.

Walne fragte: "Noch eine Frage: An wievielen Projekten arbeitest du immer gleichzeitig, denn diese Hose ist ja nicht an einem Abend fertig genäht."
Eigentlich habe ich immer viel zu viele Projekte am Start :-) Also, ich versuche es nicht ausufern zu lassen. So eine Hose nähe ich natürlich nicht an einem Abend, aber an einem Wochenende. Ich habe letzten Sommer die "Projektpäckchen"-Methode für mich entdeckt. Ich schneide manchmal (auch am Wochenende) einen ganzen Schwung Sachen zu. Die packe ich dann mit Anleitung und Zubehör in je einen Stoffbeutel. Größere Projekte kommen dann am Wochenende dran, wenn ich ein größeres Zeitfenster habe. Das macht dann auch mehr Freude und man kann gleich in die Vollen greifen, wenn die Vorarbeiten schon getan sind. Für unter der Woche und schlaflose Nächte habe ich immer Mini-Projekte, wie Mitbringsel oder kleine Geschenke. Einfache Strickarbeiten zählen auch dazu. Wirklich gleichzeitig sitze ich wohl an drei bis vier Sachen, angefangen und/oder abgepackt sind aber sicher 20. Letzteres sind dann aber wohl die bekannten UnFertigenObjekte.


Und noch eine Sache, die mir am Herzen liegt: Werbefreie Blogs!
Da man nicht immer das Rad neu erfinden muss, verweise ich hier einfach auf meine finnische "Nachbarin" Karen, die das hier und heute auf den Punkt gebracht hat. Sie spricht mir aus dem Herzen und vertritt voll und ganz meine Meinung!
Ergänzen möchte ich noch kurz etwas zum Thema Ama.zon: Ich habe nie sog. affiliate links (bei denen die Bloggerin eine Vermittlungsprovision erhält) bei mir gehabt und werde das auch nie haben!
Im Gegenteil - ich habe mich zum Jahreswechsel entschlossen, hier vom Blog aus gar nichts mehr zu denen zu verlinken. Entweder gibt es Verlags- oder Autorenlinks oder ihr müsst euch - wie früher - die Mühe machen und die Bücher selber suchen. Alte Ama.zon-Links entferne ich im Moment nicht (weil ich schlicht keine Zeit dafür habe), aber auch diese sind garantiert affiliate-frei :-)

*Das ist kein Werbelink, sondern die wunderschöne Geschichte, wie die Beziehung zu meiner Nähmaschine begann :-)

Samstag, 7. Februar 2015

Sonntagsfreude: Die große Veränderung!

Oh, es war sehr spannend, eure Vermutungen letzte Woche zu lesen - und es hat mich berührt, wie sehr ihr mitfiebert! <3 Aber leider lag niemand richtig.

Die große Veränderung ist eine Lebenszeitstelle für den Mann! Wie ich manchmal schon angedeutet habe, ist mein Mann in der Forschung tätig. Nach seiner Promotion vor 5 Jahren führte uns seine PostDoc-Stelle unter anderem für ein Jahr in die USA, dann wieder zurück nach Schweden. Jeder, der in diesem Bereich tätig ist, weiß wie lange die "Durststrecke" von der Doktorarbeit bis zu einer längerfristigen Anstellung sein kann, wie spärlich die Stellen gesäht sind und nicht wenige Weggefährten und Bekannte sind arbeitslos oder müssen eine gänzlich andere Richtung wählen. Dass das nun so schnell ging, erscheint uns ein bisschen unglaublich und wir zwicken uns selber immer wieder in den Arm. Finanzielle Sicherheit und eine Langzeitperspektive, dafür nehme ich gerne einen dritten Neuanfang innerhalb von fünf Jahren in Kauf.

Denn, wir werden dafür Stockholm verlassen!!!
Servus Stockholm!
Meine Sonntagsfreude ist eine Mischung aus Vorfreude, das Gefühl von Sicherheit, Neugierde und ein nervöses Kribbeln im Bauch! Wohin es geht verrate ich demnächst*...

Die schöne Tradition der Sonntagsfreude wird auch dieses Jahr auf dem Kreativberg weitergeführt!

*Liebe Freunde und Familie, die ihr hier mitlest - bitte noch nichts in den Kommentaren verraten!!! :-)

Freitag, 6. Februar 2015

Faszination Nadel

Vor kurzem las ich eine schwedische Kulturzeitschrift - zum Thema Nadeln. Zuerst hatte ich so meine Zweifel: Kann man ein hochwertiges Heft mit Artikeln zum Thema Nadeln füllen? Oh, ich wurde so eines besseren belehrt und jetzt bin ich total fasziniert...
Als Handarbeiterin halte ich fast täglich Nadeln in der Hand: Stricknadeln, Häkelnadeln, Nähnadeln, Sticknadeln mit und ohne Spitze, Sicherheitsnadeln, Nähmaschinennadeln...
In dieser Zeitschrift stellte man sich die Frage, warum man denn die Nadel nicht zu den wichtigsten Errungenschaften der Menschheit zählt? Zumindest in den offiziellen Listen findet man sie nicht. Dabei war sie vor allem gerade im Norden überlebensnotwendig. Erst mit Nadeln aus Knochen konnte man Fellstücke zusammennähen und wärmende Kleidung und/oder schützende Zelte schaffen.
Die Bedeutung von Nadeln erschließt sich beispielsweise auch aus Grabbeigaben, die man in vorhistorischen Gräbern fand. Oft waren die Nadeln in feingearbeiteten Behältnissen verwahrt, die die Frauen an Gürteln o.ä. trugen. In Schweden nennt man solche Nadelbehältnisse nålhus, Nadelhaus, Nadelhäuschen...
Interessantes gab es auch zur Nadelherstellung zu lesen: Wie mühsam das war, wie wertvoll die Nadeln waren, bevor die Nadelherstellung industrialisiert wurde. Die englischen Nadelschleifer, die die Spitzen in trockenem Zustand schleifen mussten um Rostbildung zu vermeiden, starben im 19. Jahrhundert in der Regel an Metall- und Steinstaublunge in recht jungen Jahren. Deshalb wurden die Nadelschleifer auch als besonders wilde Kerle bekannt, die ihr kurzes Leben intensiv lebten.
"Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr..." Die wichtige Bedeutung der Nadel in unserer Kulturgeschichte hat mich jedenfalls so in ihren Bann gezogen, dass ich sie - wenn auch nur auszugsweise - hier mit euch teilen möchte. Und nicht nur in unserem Kulturkreis hat die Nadel eine besondere Stellung: Ein hinduistisches Gleichnis erzählt von einem Schneider, der sein wertvollstes Werkzeug an den Turban gesteckt aufbewahrte.

Die Bedeutung von der richtigen Nadel für das Gelingen einer Näharbeit, möchte ich hier nur erwähnen.
Vielleicht betrachtet ihr eure Nadeln jetzt auch mit ein bisschen anderen Augen ;-)
Ich gebe mich jetzt jedenfalls wieder der Nadelarbeit hin. Habt ein feines Wochenende!

p.s.: Hier habe ich schon mal über meinen Fingerhut geschrieben...

Mittwoch, 4. Februar 2015

Alltagsfreude: Eine kleine Veränderung

Die kleine Veränderung, die ich am Sonntag angedeutet habe, betrifft gerade meine Arbeitssituation. Ich glaube, ich habe mehr als einmal hier geschrieben, wie sehr meine Arbeit an mir zehrt. Nicht die Arbeit mit den Kindern, sondern die ständige Fahrerei zwischen den Schulen, strukturelle Herausforderungen und der lange Freitag!
Nun wird, ganz unverhofft, dieser Freitag mein letzter langer Freitag sein. Es ergab sich nämlich die Anfrage einer Schule, an der ich ohnehin schon bin, ob ich nicht auch die Lernbegleitung für ein Mädchen übernehmen kann, die erst zum Jahreswechsel aus Deutschland kam und aber dem Unterricht für die 5. Klasse folgen muss. Als Lernbegleiterin gehe ich mit ihr den auf Schwedisch unterrichteten/erarbeiteten Stoff auf Deutsch durch, gebe Übersetzungshilfe, erläutere Begriffe, helfe bei den in Schwedisch zu erledigenden Hausaufgaben usw. Auch das ist eine unserer vielfältigen Aufgaben am Sprachzentrum...
Da ich dann viel zu viel Arbeitszeit hätte, erhöhe ich mein Pensum "nur" mit einer halben Stunde und darf eine Schule abgeben - die Freitagabendschule! Diese Veränderung bedeutet für mich: Mehr konzentrierte Arbeitszeit an einer Schule innerhalb meines Stundenplans und eine Schule weniger samt Arbeitsschluss am Freitag gegen 16 Uhr.
Ich bin so froh über diese kleine Veränderung, bedeutet sie doch ganz viel für so manch anderen Alltagsbereich!

Montag, 2. Februar 2015

JahresZeit Februar

Schon ist der erste Monat des Jahres rum und während ich diese Zeilen hier tippe, zeigt sich der Februar von seiner grauen Seite. Nasser Schnee fällt in schweren Flocken vom Himmel, die längeren Tage (nun 8 Stunden hier!) lassen sich nur erahnen. Nicht umsonst wird der Februar auch kleiner Bruder des Novembers genannt. Die Weihnachtssachen werden nun endgültig weggepackt und in Schweden beginnt die Jahreszeit, die man Frühlingswinter nennt.
Der Februar beginnt mit Lichtmess am heutigen 2. Februar. Neben dem kirchlichen Abschluss der Weihnachtszeit, bedeutet das für mich auch: Diesen Monat noch einmal bewusst Kerzen anzünden, die noch so dunklen Abende erleuchten, nachweihnachtliche Kerzenreste für vorweihnachtliches Kerzenziehen zusammenpacken und wegräumen.
Ich will auch die Sonne bewusst wahrnehmen (wenn sie denn mal scheint). Kurze Sonnenspaziergänge, das Gesicht in das immer wärmere Licht halten. Den Sonnenaufgang und -untergang markiere ich mir mit kleinen Klebestreifen am Fenster, ich messe die Zunahme des Tageslichts...
Nach dem Rot-Gold-Grün der Weihnachtstage bestimmen vor allem weiß und hellblau die Farben in unserer Wohnung. Es soll noch bewusst winterlich sein, um dem Frühling nicht vorzugreifen, aber ich hole mir die Farben (und den Frühling) schon mit kleinen Farbtupfern ins Haus: Blumen, farbenfrohe Handarbeiten, Luftschlangen, die den Fasching andeuten.
Der Februar lädt auch zu besonderen kulinarischen Genüssen ein, die es nur einmal im Jahr gibt. Ich finde gerade diese Einmaligkeit markiert eine besondere Zeit und die Vorfreude ist riesig.
Hier in Schweden ist es die Zeit der Semlor, in Bayern sind es die gefüllten Faschingskrapfen und anderes Schmalzgebäck (das ich sicher auch backen werde, wenn ich dann nicht mehr das ganze Treppenhaus mit Schmalzduft beglücke...).
Genießt diese erste Februarhälfte mit allen Sinnen: Schmecken, Sehen, Fühlen und Riechen - und hört ihr auch schon, wie die Vögel morgens schon wieder singen, egal ob es regnet oder schneit?!