Da wir keine Badewanne haben (man muss schon froh sein, wenn man in unseren unbeheizten 2,5 m² nicht in der Dusche festfriert), ist die einzige Wärme-Entspannungsquelle eine Wärmflasche in den Nacken gelegt. Und ansonsten, ja, ansonsten versuche ich mich morgens mit ein paar Yogaübungen wieder einigermaßen in Form zu bringen. Allerdings, alles ohne rechten Erfolg. Ich habe irgendwie das Gefühl oder das Bedürfnis, dass ich noch mehr machen müsste.
Aber das ist hier in Schweden so schwierig, dass es mich manchmal so wütend macht, dass ich gleich die Schultern wieder nach oben ziehe. Eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen gibt es nämlich so gut wie gar nicht. Verspannungen usw. sind ein individuelles Problem, dazu bekommt man keine Überweisung zu einem Krankengymnasten o.ä. In dem viel gepriesenen schwedischen Gesundheitswesen hat man nämlich als Patient (im Vergleich zum Schulwesen!) kaum oder gar keine Wahlfreiheit. Während ich in Deutschland vielleicht eben mir noch eine zweite Meinung einholen würde oder könnte, gibt es diese Möglichkeit hier nicht. Wenn
Wenn mir meine Mama von ihrem Osteopaten vorschwärmt oder meine Schwester sich Unterstützung bei unserer Haus- und Hofheilpraktikerin holt, dann bekomme ich einen Klumpen im Hals (und die Schultern wandern noch höher nach oben). Ich stimme meinem Hausarzt natürlich voll und ganz zu, dass ich nicht krank bin und auch kein orthopädisches Probelm habe. Aber meinem Körper geht es ja nicht ganz gut, zumindest nicht so gut, dass ich meinen Alltag uneingeschränkt ausführen kann.
Unterstützung, Prophylaxe, Ganzheitlichkeit, das ist den (Hauptstadt-)Schweden suspekt. Hokuspokus und Geldmacherei eben.
Nun ja, dann werde ich mal versuchen, mit Hilfe von Restenergie meine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Und es vermeiden, über das schwedische Gesundheitswesen nachzudenken*. Vielleicht sollte ich dieses Wochenende auch einfach mal entspannen?!
*Meine Hypothese ist, dass man in zehn Jahren dort ist, wo man in Deutschland heute ist. Nämlich bei der Einsicht, dass Schul- und Alternativemedizin gut mit einander funktionieren können. Und dann kann ich ein bisschen herablassend tun und sagen, dass wir das schon immer wussten ;) (So wie die Schweden jetzt herablassend und ein bisschen verächtlich das deutsche Praxis betrachten)
Das klingt ja wirklich nicht entspannend... Ich hoffe, du hast ganz viel Zeit, dich mit deiner Wärmflasche einzukuscheln und deine Yoga-Übungen zu machen und dass vielleicht in Bälde die ein oder andere Last von deinen Schultern fällt.
AntwortenLöschenFühl' dich lieb gedrückt und pass' auf dich auf!
Steffi
Liebe Barbara, ich schick Dir entspannende Gedanken, eine virtuelle Massage und viel Wärme (hast Du eine Infrarot-Lampe?). Alles Liebe und lass es Dir, so gut es geht, gut gehen, Martina :-)
AntwortenLöschenOh je. Die leidigen Rückenschmerzen. Mir hilft Rotlicht oder - ganz perfekt, wenn man keine Wanne hat - auf die schmerzende Stelle frisch gemahlener Pfeffer und darüber ein nasses Mulltuch / Handtuch. Es wird ziemlich warm / heiß, aber es löst die Muskelkrämpfe (den Tipp habe ich mal von einem Arzt bekommen, nachdem ich mich nicht mehr rühren konnte vor Schmerzen). Dann natürlich die üblichen Tipps: Schwimmen gehen ;-) und kürzer treten... Ich hoffe, dir gehts bald wieder besser, fühl dich (kraft)gedrückt! :-)
AntwortenLöschenOh, das tut mir sehr leid.
AntwortenLöschenKönntest du dich vielleicht an die Stockholmer Osteopathieschule wenden und fragen, ob sie dort "Probepatienten" für ihre Schüler brauchen, oder ob sie dir sonst einen Tipp geben können?
Ich habe seit vielen Jahren einen rückenfreundlichen Schreibtischstuhl, bei dem ich immer wieder gefordert bin, gerade zu sitzen. Das hilft zumindest teilweise!
Liebe Grüße und gute Besserung,
Kathrin aus dem Südwesten