Diese Woche hat es in sich, aber ich habe nicht vergessen, dass Kathrin und Walne beim Glückshoseneintrag zwei Fragen gestellt haben. Die will ich hier kurz beantworten!
Kathrin fragte: "Wie kommst du mit den dicken Nähten zurecht? Macht deine Maschine das ohne Probleme mit?"
Hm, also an superdicken Jeansstoff habe ich mich noch nicht gewagt, aber ich habe schon einige dicke Sachen durch meine Maschine gejagt (z.B. 8 Lagen kräftigen Möbelstoff). Meine Maschine* ist ein recht hochwertiges Modell, das wohl einige PS unter der Haube hat ;-) Allerdings - und das ist genauso wichtig: Immer eine passende, spitze Nadel haben und eine gut geölte Maschine. Die Nadel wechsle ich mitunter schon auch mal während eines längeren Nähprojekts, wenn ich beispielsweise schon gefühlte 50 Mal in die Stecknadeln reingenäht habe... Und bei vielen Lagen Stoff, wie z.B. bei der Hose bei den Gürtelschlaufen, da hefte ich mit reissfestem Faden und verzichte auf Stecknadeln, die noch alles dicker machen würden.
Walne fragte: "Noch eine Frage: An wievielen Projekten arbeitest du immer
gleichzeitig, denn diese Hose ist ja nicht an einem Abend fertig genäht."
Eigentlich habe ich immer viel zu viele Projekte am Start :-) Also, ich versuche es nicht ausufern zu lassen. So eine Hose nähe ich natürlich nicht an einem Abend, aber an einem Wochenende. Ich habe letzten Sommer die "Projektpäckchen"-Methode für mich entdeckt. Ich schneide manchmal (auch am Wochenende) einen ganzen Schwung Sachen zu. Die packe ich dann mit Anleitung und Zubehör in je einen Stoffbeutel. Größere Projekte kommen dann am Wochenende dran, wenn ich ein größeres Zeitfenster habe. Das macht dann auch mehr Freude und man kann gleich in die Vollen greifen, wenn die Vorarbeiten schon getan sind. Für unter der Woche und schlaflose Nächte habe ich immer Mini-Projekte, wie Mitbringsel oder kleine Geschenke. Einfache Strickarbeiten zählen auch dazu. Wirklich gleichzeitig sitze ich wohl an drei bis vier Sachen, angefangen und/oder abgepackt sind aber sicher 20. Letzteres sind dann aber wohl die bekannten UnFertigenObjekte.
Und noch eine Sache, die mir am Herzen liegt: Werbefreie Blogs!
Da man nicht immer das Rad neu erfinden muss, verweise ich hier einfach auf meine finnische "Nachbarin" Karen, die das hier und heute auf den Punkt gebracht hat. Sie spricht mir aus dem Herzen und vertritt voll und ganz meine Meinung!
Ergänzen möchte ich noch kurz etwas zum Thema Ama.zon: Ich habe nie sog. affiliate links (bei denen die Bloggerin eine Vermittlungsprovision erhält) bei mir gehabt und werde das auch nie haben!
Im Gegenteil - ich habe mich zum Jahreswechsel entschlossen, hier vom Blog aus gar nichts mehr zu denen zu verlinken. Entweder gibt es Verlags- oder Autorenlinks oder ihr müsst euch - wie früher - die Mühe machen und die Bücher selber suchen. Alte Ama.zon-Links entferne ich im Moment nicht (weil ich schlicht keine Zeit dafür habe), aber auch diese sind garantiert affiliate-frei :-)
*Das ist kein Werbelink, sondern die wunderschöne Geschichte, wie die Beziehung zu meiner Nähmaschine begann :-)
Liebe Barbara, ich hatte heute den Beitrag von Karen auch schon gelesen. Und ich muss Dir und Karen und all den anderen, die einen werbefreien Blog schreiben, doch mal sagen, wie schön es ist, auf solch einem Blog zu lesen. Solche Blogs strahlen so eine Ruhe aus! Nichts blinkt, wackelt, ist zu bunt oder so. Wie eine schöne Zeitschrift. Vielen Dank dafür!
AntwortenLöschenLiebe Grüße Jonna
Liebe Barbara, vielen Dank für deine Antwort auf meine Frage. Ich habe keine sehr hochwertige Nähmaschine und hatte schon öfter mal Probleme mit dicken Lagen Stoff. Schade, denn sonst bin ich ganz zufrieden.
AntwortenLöschenViel Erfolg bei deinen ganzen Projekten!
Liebe Grüße,
Kathrin
Danke für die ausführliche Antwort und WOW so viele Projekte auf einmal. Hab` mir doch gedacht, da muss mehr im Köcher sein, denn immer wieder wird etwas fertig. Die Idee mit den schon vorbereiteten Vorarbeiten der im Sinn führenden Fertigprodukte finde ich super. Muss ich auch nachmachen. Ich gratuliere dir zu deiner super Maschine. Ich habe so eine sehr günstige und die schon 38 Jahre, aber wie du sagst: pfleglich behandeln. Die dicken Nähte bei Jeans, Mäntel oder Jacken "schlage ich vor dem Nähen". Ich bekam einmal einen Tipp: Nähte stecken oder heften und dann auf ein Brett legen und auf der Innenseite mit einem Hammer ein paarmal draufschlagen. Seit dem gibt es bei meinem Nähutensilien ein Brett und einen Hammer und dadurch habe ich schon viele Nähnadeln gespart.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Walne