Mittwoch, 10. Oktober 2012

Einfach so - Alltagsschnipsel

Ein Teepaket, schon vor einiger Zeit hier angekommen, erfreut mich jeden Tag, wenn ich am Schreibtisch warmen Tee genieße. Die Schoki ist schon weg :)
An Teegebäck mangelt es nie. Im Moment backe ich mich durch den Klassiker 'sju sorters kakor'
Ich freue mich über die Produktnamen, die schwedische Einrichtungshäuser aller Art gerne vergeben. Heute im Angebot: Lampenschirm Berlin und Lampenfuß (?) Köln...
Außerdem läuft die weihnachtliche Großproduktion an...
... und wenn ich nicht backe, nähe oder Tee trinke, widme ich mich ausgiebig der Weiterbildung...

Dienstag, 9. Oktober 2012

TisdagsTutorial: Kastanienspinne

Die Kastanienspinne ist ein Klassiker aus meiner Kindheit! Ich weiß nicht, wie viele wir gebastelt haben. Ich erinnere mich, dass wir sogar einmal ein Terrarium aus alten Zaunlatten und Frischhaltefolie dafür gebaut haben... Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Man braucht: frische Kastanien (getrocknete sind zu hart...), Pfeifenputzer, eine Schraube oder Handbohrer (oder elektrisch...), Lackstift oder Permamentmarker, Schere, feste Unterlage.
Bei dem ersten Schritt brauchen kleine Bastler noch die Hilfe von großen Bastlern, denn hier müssen sechs acht Löcher in die Seiten der Kastanie gebohrt werden (drei vier auf jede Seite).
Von den Pfeifenputzern sechs acht Stücke abschneiden, die jeweils etwa 5 cm lang sind.
Nun die Beine in die Löcher stecken und entsprechend abwinkeln, so dass es Spinnenbeine werden.
Wer mag, kann noch ein Gesicht aufmalen.
Die gefährliche Variante: Ein Kreuzspinne, die sich von der Decke abseilt... Dazu auch in der Mitte ein Loch durchbohren und einen Faden durchziehen, der an der Unterseite verknotet wird; damit er nicht durchrutscht, kann ein kleines Stück von einem Streichholz mit verknotet werden. Viel Freude beim Nachmachen!
Bitte beachtet, dass alle Anleitungen - soweit nicht anders angegeben - mein geistiges Eigentum sind. Alle Anleitungen sind ausschließlich für den privaten und nicht kommerziellen Gebrauch bestimmt; auch Gegenstände, die nach den Anleitungen gefertigt werden, dürfen nicht verkauft werden.

Montag, 8. Oktober 2012

Am Wochenende...

... sind wir sage und schreibe 70 km mit dem Fahrrad gefahren!
Deshalb war ich gestern froh, dass ich es dann abends immerhin noch geschafft habe, die Sonntagsfreude hochzuladen, bevor ich dermaßen erschöpft ins Bett gefallen bin. Aber das schöne Wetter musste einfach ausgenutzt werden.
Zum Aufwärmen fuhren wir am Samstag eine 20 km lange Tour an der Ostsee entlang, bei herrlichstem Sonnenschein, kaltem Wind und klarer Luft. Und ein Berg an einem steilen Küstenabschnitt mit 17% Steigung...
Am Sonntag radelten wir dann am Vormittag in die Altstadt zur deutschen Kirche und zurück (10 km). Nach dem Mittagessen packte uns meinen Mann der Ehrgeiz, dass wir in ein nahe (20 km entfernt, einfach) gelegenes Naturreservat zu radeln. Und weil ich eine gute Ehefrau bin (und mir Training auch nicht schadet - gerade wenn man mit einem sehr sportlichen Mann verheiratet ist), haben wir Thermoskanne, Kekse und Äpfel eingepackt und sind losgefahren. Was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt!!! Seht selbst...
Und als Überraschung und Belohnung befand sich gleich (etwa 2 km) hinter dem Naturreservat eine Filiale des schwedischen Möbelriesen. Was lag da näher (in Stockholm sind viele Geschäfte sonntags geöffnet) als ein bisschen Stoff für Winter-/Weihnachtsprojekte und Süßigkeiten einzukaufen?!
Die Stoffe habe ich heute erst fotografiert, denn gestern war es dann schon dunkel, als wir endlich wieder nach Hause kamen. Wobei das mit dem Einbruch der Dunkelheit inzwischen schon gar nicht mehr so viel aussagt... Aber, obwohl mir heute alles vieles weh tut, war es so ein schönes Wochenende! Ich habe es genossen, gar nichts bzw. nicht viel zu denken. Es war erfrischend gegen den Wind zu radeln und aus eigener Kraft ein großes Wegstück zu schaffen. Macht nicht nur wohlig erschöpft, sondern gibt Kraft für die Woche, die heute anfängt. p.s. Die Stoffe wurden heute schon versäubert und der großen Wäsche beigefügt, damit sie bald einsatzbereit sind... :)

Sonntag, 7. Oktober 2012

Freitag, 5. Oktober 2012

Stadtspaziergang

Endlich mal kein dunkeldauergrau. Sonnenschein am Morgen. Doch wohin? Daheim - auf dem Land - wusste ich immer was ich mit solcher Zeit anzufangen hatte, gerade im Herbst. Da gab es so viel zu tun, vor allem im Garten, meinem Lieblingsplatz. Danach war man 'durchgelüftet' und hatte etwas Sinnvolles getan. Jetzt bin ich hier in der Großstadt, wo ich doch niemals in einer Stadt leben wollte. Und wenn man rausgeht, dann muss man immer etwas Sinnvolles 'erfinden', damit man nicht nur spazieren ist. Also war heute mein Ziel der Stadtteil, in dem ich als Studentin 2007 gewohnt habe.
Über den Dächern von STHLM
Mein eigentliches Ziel bzw. der 'Sinn' meines Ausflugs war aber dieses Gebäude:
Mission erfolgreich. Nun habe ich wieder eine Bibliothekskarte und damit Zugang zu viele kostenlosen Büchern. Was mich besonders freut, ist die deutsche Abteilung. Einfach Lesevergnügen.

Dienstag, 2. Oktober 2012

TisdagsTutorial: Sattelschutz

Gesehen habe ich so einen Sattelschutz aus Wachstuch schön öfter, zuletzt in einem Wühlkorb hier (und hier gibt es ein Bild). Allerdings bin ich nicht bereit für so etwas mehr als 20 Euro (175 SEK) hinzulegen, wenn ich es doch selber besser - schöner - und, ja, günstiger machen kann :) Ich habe also experimentiert und hier kommt nun meine Anleitung für Euch.

Zunächst braucht man einen Rest Wachstuch oder Plastiktischdecke 30 x 70 cm, 50 cm Gummiband (ca 1 cm breit), Nähseide in der passenden Farbe, eine Menge Büroklammern, Malerkrepp, Butterbrotpapier für den Schnitt, Maßband, Stoff- und Papierschere, Bleistift.
Damit ihr mir auch glaubt, dass dieser coole Stoff wirklich Wachstuch ist, habe ich den 'Regentest' gemacht...
Dann geht es an das Vermessen des Sattels: Dazu habe ich mir ein Stück Butterbrotpapier mit etwas Malerkrepp festgeklebt und dann den Umriss mit Bleistift nachgezeichnet; zur Sicherheit habe ich auch noch nachgemessen, wo die Nähte laufen sollen. Den Sattelumfang nicht vergessen!
Der Schnitt der dabei rauskam war etwas schief und wackelig, also habe ich ihn mit Hilfe der Maße "begradigt", in der Mitte gefaltet und dann ausgeschnitten.
Anschließend habe ich den Schnitt mit Malerkrepp auf der linken Seite des Wachstuchs befestigt und den Umriss deutlich mit Bleistift nachgezeichnet, denn auf dieser Linie wird man später nähen. Die Mitte am breiten und schmalen Ende markieren.
Außerdem schneidet man noch zwei Seitenstreifen mit gut 5 cm mehr als den gemessenen Umfang zu. Ich habe sie hier 9 x 45 cm groß gemacht.
Zuerst legt man die Seitenstreifen rechts auf rechts zusammen und fixiert sie mit Büroklammern (Stecknadeln würden unnötige Löcher in das Wachstuch machen, das doch wasserabweisend sein sollte...). Absteppen. Mit dem Daumen die Naht auseinanderstreichen.
Diese Naht mittig rechts auf rechts auf das schmale Ende legen und von dort aus den Seitenstreifen an das Oberteil klammern.
Sollten die Seitenstreifen zu lang sein, schneidet man sie zu und steppt die rückwärtige Mitte gleich ab. Dann die Seitenstreifen nach innen legen und entlang der Bleistiftlinie das Oberteil und die Seitenstreifen zusammennähen.
Nun das Gummiband auf etwa 60% des Umfangs einkürzen. Die Mitte markieren, an der schmalen Seite befestigen und von dort aus gedehnt bis zur breiten Mitte annähen; von der schmalen Mitte aus mit der anderen Hälfe genau so verfahren.
Wem das noch zu locker ist, der kann ein paar Falten legen und ein zweites Mal darüber nähen. Den Gummi wieder gedehnt halten, damit die Öffnung elastisch bleibt.
Nun kann es weiterregnen, mein Sattel bleibt trocken :)
Bitte beachtet, dass alle Anleitungen (nicht das Design/die Idee in diesem Fall!) - soweit nicht anders angegeben - mein geistiges Eigentum sind. Alle Anleitungen sind ausschließlich für den privaten und nicht kommerziellen Gebrauch bestimmt; auch Gegenstände, die nach den Anleitungen gefertigt werden, dürfen nicht verkauft werden.

Montag, 1. Oktober 2012

Elch in der Küche

Im Oktober ist Elchjagd und entsprechend findet Wild im Herbst seinen Weg auch in meine Küche. Wenn mein Mann und ich alleine sind, koche ich in der Regel 'normal' - zentraleuropäische Alltagskost, würde ich sagen.
Wenn allerdings Besuch aus Deutschland kommt, dann muss etwas Landestypisches = Schwedisches auf den Teller.
Elch modern interpretiert: Als "Elchburger" gestapelt mit selbst gemachtem Apfel-Kraut-Salat und Preiselbeermarmelade im selbst gebackenen Hamburger-Brötchen (a Semmel halt...)
Etwas klassischer: Elch-Pflanzerl mit Pilz-Rahm-Soße, Kartoffel-Fenchel-Auflauf und ebenfalls Preiselbeeren. Man sagt auch, dass Preiselbeermarmelade das Ketchup des Nordens ist ;)

Am Donnerstag kommt mein Schwager (schwedisch) und ratet was/wie ich kochen werde? Na klar, bayrisch! :) Die Nachspeise habe ich mir schon überlegt - Topfenstrudel mit Birnen-Holler-Koch - mmh!