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Donnerstag, 18. September 2014

genäht: Schwesternliebe

Meine Schwester und mich trennt fast ein Jahrzehnt und wir sind so unterschiedlich, dass man kaum glauben kann, dass wir Schwestern sind - das denken wir jedenfalls. Sagen uns Leute, verwandt, bekannt oder fremd, wie ähnlich wir uns sind, widersprechen wir heftig! Nein, wir sind uns doch nicht ähnlich - und ähnlich schauen, schon gleich gar nicht! ;)
Meine Schwester ist sehr zierlich - und modebewusst! Und so kommt es, dass ich ein, zwei Mal im Jahr etwas für meine Schwester nähe, was ich nie anziehen könnte oder mich trauen würde. Ich experimentiere dann mit Materialien und Schnitten und es macht mir große Freude. Schon lange hatte ich vor, es hier zu zeigen, aber dann kam wieder was dazwischen... Hier kommt nun also die Schwesternkollektion:

Sommer 2014 - eine Hotpants nach einem Ottobre-Schnitt und ein Jeansminirock nach Augenmaß


Herbst 2013 - eine Webpelzweste und ein Ausgeh-Glitzershirt Beide Schnitte habe ich von anderen passenden Kleidungsstücken abgenommen; so eine Webpelzweste werde allerdings so schnell nicht wieder nähen - die Flusen waren noch wochenlang in unserer Wohnung an allen möglichen und unmöglichen Orten zu finden
Auch diesen Herbst wird wieder etwas entstehen, aber wohl nicht so zeitaufwendig wie die letzten Kollektionen, aber nicht mit weniger Liebe.

Und, 'kleine Schwester', wenn du das hier liest: Ich bin sehr stolz auf dich, wie du deinen Weg gehst!

Mittwoch, 3. Oktober 2018

HerbstHandarbeitsbingo: Noch mehr für meine Schwester

Ich muss ja zugeben, dass ich noch mehr auf der ToDo-Liste für meine Schwester hatte. Ich bin gerne großzügig und verschenke Gutscheine für Selbstgenähtes an meine Lieben und dann hapert es aber mit der Umsetzung (Zeit!)...
Manchmal gebe ich mir aber einen Ruck, finde ein Zeitfenster und nähe dann so, dass die Nähmaschine glüht. Besonders gut funktioniert das, wenn ich mir so "Projektpäckchen" herrichte, d.h. ich schneide alles zu, lege schon den passenden Faden und Zubehör sowie eventuell Anleitung bereit und muss mich dann nur mal an den Nähtisch setzen und das Paket/Kit nähen. Ich mache mir quasi meine eigenen Bastel-/Nähpackungen (gerne in Ziplockbeuteln, wegen Staub und so).
So entstanden zwei T-Shirts, für die ich den Schnitt von einem fertigen, gut passenden abgenommen habe.
Für die trendbewusste Erzieherin brauchte es auch noch etwas für die Herbstgarderobe und da suchte ich einen Waschbärstoff aus. Ich sage es euch jetzt schon, mein untrügliches Gespür für Tiertrends sagt mir, dass der Waschbär das neue Lama bzw. der neue Flamingo sein wird! (Und denkt bitte dann daran, wo ihr es zuerst gelesen habt! 😂)
Der Schnitt stammt aus einem alten Ottobre-Heft.

Und so kann ich wieder ein Kreuz beim Handarbeitsbindo machen: Ein Kleidungsstück für einen Erwachsenen nähen.
Damit habe ich alle Gutscheine für meine Schwester abgearbeitet. Jetzt habe ich nur noch 6 Kinderoberteile und 3 Schürzen sowie eine Winterausstattung für den Mann (sollte er schon im Herbst 2017 erhalten) in der Warteschleife. Zu Weihnachten werde ich dieses Jahr nur Bücher verschenken!!!

p.s.: Vergesst nicht - morgen (4. Oktober) ist der Tag der Zimtschnecke! Dazu habe ich hier und hier geschrieben - mit Rezepten!

Dienstag, 9. Oktober 2018

Genäht: Im Doppelpack

Wie ich schon erwähnt habe, habe ich ja noch einige Gutscheine abzuarbeiten, bevor sich das Jahr zu Ende neigt. So schnitt ich neulich gleich einen Stapel Kindershirts zu und konnte diese nun effektiv nähen. Da ich ziemlich sicher weiß, dass die zu beschenkenden 4-jährigen meinen Blog nicht lesen, kann ich die Shirts heute schon zeigen, bevor sie morgen zur Post gebracht werden.
Sämtliche Stoffe sind in Bio-Qualität und ich habe sie hier in Schweden gekauft. Da das mit Werbung auf Blogs ja inzwischen so kompliziert ist, bitte ich Euch, bei konkreten Fragen zu Bezugsquellen u.ä., mir einfach eine e-mail zu schreiben!
Doppelpack Variante 1: Für zwei Schwestern
Doppelpack Variante 2: Für die beiden Vierjährigen, die Großcousinen sind, und wovon die eine die große Schwester einer kleinen Schwester ist (siehe oben).
Doppelpack Variante 3: Für die eine Vierjährige, die auch mein Patenkind ist und in der Schweiz wohnt.

Und habt ihr den linken Stoff wiedererkannt?
Richtig! Doppelpack Variante 4: Für meine Nichte (Patenkind) habe ich den gleichen Stoff verwendet wie für das Shirt für meine Schwester. Dann können Tante A und die Nichte im Partnerlook gehen.

Und, könnt ihr jetzt die verwandschaftlichen Beziehungen aller Benähten rekonstruieren?! 😂

Alle Schnitte (außer für das Erwachsenenshirt) sind aus alten Kinder-Ottobre-Heften.

Sonntag, 30. September 2018

HerbstHandarbeitsbingo: Ungewöhnliches Material

Der Begriff "ungewöhnliches Material" ist ja individuell interpretierbar. Für mich ist es ein Material, das ich sonst eher vermeide, ja ein Stoff, der mit regelrecht Unwohlsein beschert. Seit ich damals für meine Schwester eine Pelzweste genäht habe, habe ich mir geschworen, nie wieder etwas mit Pelzmaterial zu machen.
Ihr ahnt es schon, es war eben wieder meine Schwester, die mir im Juli voll Begeisterung von einer Lama-Handpuppe erzählte, die sie in einem Prager Kindergarten gesehen hatte und die sie doch unbedingt eigentlich auch fürs Berufspraktikum bräuchte. Lama-Handpuppen werden aber nicht serienmäßig hergestellt, wie wir herausfanden. Dann ließen wir das Thema ruhen, ich machte heimlich eine Schaffellimitatbestellung und der August kam ins Land und ging wieder.
Meine Schwester begann ihre Arbeit im Kindergarten und ich dachte, wenn ich ihr diese Handpuppe nicht bald nähe, dann kann ich sie ihr kaum noch zum Arbeitsstart schenken... Und dann war da dieses Bingofeld...
Letztes Wochenende, als das Wetter nicht so toll war, holte ich mir den Staubsauger an den Nähplatz und griff beherzt zur Schere. Bei einem großen deutschen Bastel-/Hobbyversand gibt es ein Lamaschnittmuster zum Herunterladen, allerdings nur für ein "normales" Plüschtier.
Der Staubsauger lief heiß... und auch mein Gehirn rauchte, bis ich die Lösung für das Handpuppen-Problem ausgetüftelt hatte. Ich nähte eine Art Strumpf in passendem Jersey.
Ich füllte den Lama-Körper nach und nach mit Füllwatte und testete immer wieder lose, ob und wie eine Hand noch Platz bekäme. Den Strumpf habe ich dann an der eigentlichen Wendeöffnung = Eingriff festgenäht.
Dann fehlten nur noch die Beine, ein Schwänzchen und die Schnauze/das Gesicht.
Schließlich nähte ich noch einen Sattel und einen Beutel, in dem die Handpuppe verstaut und transportiert werden kann. Das alles war dann aber kein Problem mehr, denn zu dem Zeitpunkt hatte ich schon alles (!) auf- und abgesaugt und die Stoffreste in einem Zipplock-Beutel verstaut.

Voilá - das Drama-Lama: DIE Handpuppe für den multipädagogischen Einsatz in Kindergruppen. Die hochwertige Handpuppe wird mit Sattel und Beutel gelieftert. Preis: unbezahlbar






Donnerstag, 6. September 2012

frz. moustache = schwed. mustasch

Diese Bartmode ist im Moment ja besonders besonders bei jungen Damen angesagt. Solch eine trendbewusste junge Dame, nämlich meine kleine große Schwester, war nun die letzte Zeit hier mit einer Freundin zu Besuch und hat auch ihren 19. Geburtstag hier in Stockholm gefeiert. So ein Geburtstag Richtung 20 muss natürlich richtig gefeiert werden. Deshalb musst ein Thema her und was lag da näher als den Tag dieser angesagten Bartpracht zu widmen?!
So haben die Freundin meiner Schwester und ich am Vorabend noch eine Bastelsession eingelegt und Serviettenringe, Sektgläser usw. mit den Bärten bestückt. Auch eine Happy Birthday-Girlande mit viel Schnauzer wurde angefertigt.
Die Freude beim Frühstück war sehr groß!
Da genau DIE Moustache-Tasche nicht auf die schnelle besorgt werden konnte (der Wunsch wurde zu spät geäußert), hat man Glück wenn die Schwester alle Zutaten für eine Unikat-Moustache-Tasche zu Hause hat. Aus weißem Ikea-Stoff einen Rohling genäht, aus Moosgummi verschiedene Bärte ausgeschnitten und mit schwarzer Stofffarbe aufgedruckt. Einen Schnauzbart mit der Pflegeanleitung dranhängen - und fertig ist das Geschenk, das garantiert gut ankommt :)
(Leider war das Licht zur späten Stunde schon recht schlecht...)

Donnerstag, 3. Mai 2012

Alles neu...

... macht der Mai. So auch im Garten. Vieles ist wieder auf Neustart. Für mich gibt es nicht schöneres als die Beete umzugraben, mit Kompost anzureichern, hacken, rechen - und dann, eine fruchtbare, ebenmäßige, dunkle Beetfläche, in der man dann einfach drauflos pflanzen kann. Und das Wetter macht auch mit!
Vor zwei Wochen, bei meinem Osterbesuch, habe ich die Erbsen gesät. Nun sehen sie schon so aus:
Auch die Blumen, die ich damals gesät hatte, waren nun schon bereit fürs Pikieren. Dieses Mal habe ich mich zum ersten Mal getraut, einen sog. Wurzelschnitt zu machen, d.h. die lange Pfahlwurzel mit der Schere abzuschneiden, so dass sich die anderen Wurzeln kräftiger entwickeln. Es scheint den Pflänzchen jedenfalls nicht geschadet zu haben, denn sie schauen heute sehr frisch aus.
Dieses Jahr wenden wir natürlich alle Kunstgriffe an, wollen wir doch die schwedischen Hochzeitsgäste mit unserem Bauerngarten beeindrucken. Und in den gehören nun mal Gemüse und Blumen. Mutigerweise will ich auch nur eigene Blumen für den Blumenschmuck zur Hochzeit verwenden, denn ich mag es gerne einfacher und natürlich. Nun heißt es Daumendrücken, dass die Eisheiligen dieses Jahr milde gestimmt sind.
Stilechte Teepausen im Garten gibt es nun dank diesem tollen Geschenk von meiner Schwester :)
Und was mich besonders freut, meine Lieblingsgeranie hat schon die erste Blüte. Ich liebe diese Farbe!
Von dieser Geranie nehme ich auch zwei Stöcke mit nach Schweden. Die Schweden sind große Geranienliebhaber [perlagon-älskare], noch öfter als die dunklen Sorten findet man allerdings helle Sorten auf vielen Fensterbänken. Da die Sommersaison oft kurz ist, dürfen die Geranien das ganze Jahr über dort stehen. Im Frühling werden sie dann umgetopft und aufgepeppt, wie auch bei der Wunderbaren Clara. Eine sehr beliebte helle Sorte ist die Geranie Mårbacka, die nach dem Wohnsitz von Selma Lagerlöf benannt wurde.
Nun aber noch ein Stündchen in den Garten, das gute Wetter nutzen...

Donnerstag, 13. September 2012

Wandertagebuch: Der Weg ist das Ziel

Ich habe lange überlegt, wie ich diese Form von Berichten nennen soll. Dabei stellt sich die Frage, ob ich denn nun auswandere oder einwandere. Wenn ich ehrlich sein soll, dann finde ich beides nicht so passend. Deshalb nur 'wandern' als Metapher für mein Unterwegssein, das irgendwann zu einem Ankommen in der neuen Heimat führen soll.
Wenn ich an Auswandern denke, dann kommen mir so Menschen aus diversen Fernsehdokus in den Sinn, die glauben, dass sie woanders eine bessere Arbeit, ein aufregenderes Leben oder 12 Monate Sonnenschein finden. Mir ging es aber gut in Deutschland, ich hätte nicht unbedingt auswandern müssen. Es ist mehr ein Kompromiss. Wenn zwei Menschen sich lieben, aber zwei Nationalitäten haben, dann muss man sich irgendwo treffen, wenn man nicht ewig eine Fernbeziehung führen will. Und dieser Kompromiss war eben bei uns das Heimatland meines Mannes, aus verschiedenen Gründen. Vielleicht fällt es mir auch deshalb schwerer, mich mit Widerständen, Problemen usw. zu arrangieren, weil es eben ein Kompromiss ist und ich mir hier mit dem 'Auswandern' nicht einen langgehegten Lebenstraum erfülle.
Ja, es ist die Liebe zu diesem Mann, die mich hierher gebracht hat. Es ist schon komisch eigentlich, denke ich oft. Dass man bereit ist, für einen einzigen Menschen seine ganzen anderen sozialen Netzwerke zurückzulassen. Man hat ja diese Menschen auch auf eine bestimmte Art und Weise 'geliebt'. Dabei denke ich natürlich oft egoistisch, dass ich jetzt nämlich allein bin, dass meine Familie und meine Freunde so weit weg sind. Dabei war/ist es für sie sicher auch nicht einfach, dass die Freundin, die Tochter, die Schwester nun einfach so wegen eines einzigen Schweden 2000 km weit wegzieht. Die Liebe, das ist schon was seltsames manchmal...

Nun bin ich gute 10 Wochen hier und die Zeit kam mir bis jetzt endlos vor. Das viele Warten und Nichts-tun können machen mich mürbe. Allerdings - ihr habt die Sonntagsfreude richtig interpretiert - durfte ich doch mit der Lehrerweiterbildung anfangen. Das ist gut, denn es geht in die richtige Richtung. Es hat aber viel Kraft gekostet, mich nicht abschütteln zu lassen, immer wieder Grauzonen zu finden, durch die ich schlüpfen kann. Ich weiß nicht, ob das nachvollziehbar ist, aber mich nervt dieses Bitten, Betteln und Anbiedern so. Ich komme hierher und möchte so gerne arbeiten, meine pädagogische Kompetenz und Idealismus dem Bildungsbereich zur Verfügung stellen - und entsprechende Zahlen deuten darauf hin dass der Lehrermangel hier noch ganz extrem werden wird in den nächsten Jahren - und ich muss jetzt aber dankbar und demütig sein, dass ich großzügigerweise noch teilnehmen darf. Obwohl die Plätze ohnehin nicht alle besetzt werden konnten. Ich will mich jetzt hier nicht als die Superpädagogin hinstellen, auf die alle Welt schon gewartet hat, das mit Sicherheit nicht. Aber wer mich kennt, weiß, dass mir die pädagogische Arbeit am Herzen liegt und das ein Thema ist, wofür ich wirklich 'brenne' (gerade die multikulturelle Erziehung). Wegen geringer Löhne und eines unattraktiven Images schlagen viel zu wenige junge Schweden die Lehrer-Laufbahn ein. Und deshalb würde man auch keinem schwedischen Studenten mit Sachen konfrontieren, die man aber in der Weiterbildung der ausländischen Lehrer sehr wohl fordert. Warum geht man davon aus, dass Ausländer immer demütiger, dankbarer und fleißiger sein müssen als die Einheimischen?!

Entsprechend dünnhäutig bin ich inzwischen auch schon, wenn es um sog. gute Ratschläge geht (oft von Seiten schwedischer Familienmitglieder oder aber entfernte deutsche Bekannte). Natürlich könnte ich unter der Aufwendung von 5000 SEK im Monat die private Versicherung XY abschließen, oder meine Geldgeschäfte über mein deutsches Konto abwickeln. Ja, aber ich bin hier nicht im Urlaub oder im Austauschjahr! Kein Mensch würde von einem Deutschen in Deutschland, einer Schwedin in Schweden oder einem Österreicher in Österreich verlangen, dass er oder sie so provisorisch wie im Urlaub bzw. wie auf Schüleraustausch lebt. Da hat doch auch jeder Verständnis, dass man eine ordentliche Versicherung hat, ein Bankkonto zu guten Konditionen usw.

Aber ich versuche natürlich trotz allem, irgendwie das Positive zu sehen. Das mit der Weiterbildung hat ja geklappt. Und ich durfte bei der Einwanderungsbehörde schon meine Fingerabdrücke und eine biometrisches Foto hinterlassen (ich hatte einen Termin um 14:29 Uhr!!!), ein Zeichen, dass es vielleicht mit der Aufenthaltserlaubnis-Karte nicht mehr allzu lange dauert. Und vom Skatteverket haben wir ein Entschuldigungschreiben bekommen, dass bei dem ersten Antrag wohl wirklich ihnen ein Fehler unterlaufen ist. Der zweite Antrag ist nun eingegangen und wird gehalten, bis die Aufenthaltserlaubniskarte da ist.

Manchmal denke ich mir, dass das vielleicht kein so 'bequemer' Blog ist, aber dass ich es wohl nicht lassen kann, Euch weiterhin mit solchen Aspekten des Ein-/Auswanderns zu konfrontieren. Es würde nicht zu meinem Wesen passen, wenn ich hier nur skandinavische Einrichtungs- und Handarbeitstrends präsentieren würde oder nur idyllische Naturaufnahmen zeigen. (Naja, bis jetzt wurdet Ihr eh nicht damit verwöhnt ;) )
Ich habe einfach das Bedürfnis, meinen Weg so autentisch* wie möglich darzustellen. Ich freue mich natürlich über die Extrazeit zum Handarbeiten und Bloggen usw., da ich im Moment keine Arbeitserlaubnis habe und 'nur' die Weiterbildung machen kann. Aber es ist einfach noch nicht stimmig hier, zu vieles fehlt noch oder ist ein Provisorium. Natürlich sind 3 Monate noch keine lange Zeit, aber wer 3 Monate lang jeden Tag auf DEN Brief wartet, der weiß wie lange 3 Monate sein können.
Zudem habe schon auch das Gefühl, dass ehrliches Interesse da ist, wie es denn nun weitergeht, mit den Behörden, mit dem Ankommen. Das tut gut! Danke! Aber dafür müsst Ihr auch weiterhin lesen, wie es weitergeht ;)

*mit autentisch meine ich nicht so wie in den besagten Fernsehdokus, dass da eine junge Frau ohne Sprachkenntnisse irgendwo auf einem Amt steht und dann sagt 'Oh, da habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht' - SONDERN, dass man auch trotz guter Sprachkenntnisse und Vorbereitung nicht vor den Irrungen und Wirrungen der Bürokratie geschützt ist. 'Wandern' ist einfach kein Sonntagsspaziergang...

Mir würden noch 100 Sachen einfallen, die mir immer wieder durch den Kopf gehen. Aber das spare ich für nächste Woche, vielleicht gewürzt mit einer neuen kleinen Erfolgsmeldung...

p.s. Und vergesst nicht an der Teebeutelauslosung teilzunehmen, denn wenn hier wirklich was gut ist, dann ist es der Blaubeertee :)

Montag, 30. April 2012

Sonntagsfreude (am Montag)

Mein Sonntag gestern war voller Vorfreude: endlich landen, endlich heim kommen...
Und was soll ich sagen, es war so herrlich vom Flugzeug aus den Sonnenaufgang über Europa zu sehen. Ich habe mich gefreut, barfuß über die Wiese zu laufen. Fürstliches Mittagessen unterm Kirschbaum - gezaubert von meiner Schwester:
Mit Spargel und Spinat gefüllte Putenroulade, Reis und Gelbe Rüben - und als Nachspeise
Topfenknödel gefüllt mit Erdbeeren auf zweierlei Soßen... Mmmh
Und ich freu(t)e mich über blühende Obstbäume!
Heute morgen freute ich mich so sehr über eine Tasse Tee, für die man das Wasser nicht filtern muss und keinen Beigeschmack von Chlor hat; Ich freute mich, mein 'Hehna-Haferl' wieder benutzen zu können (was nützt die schönste getöpferte Keramik, wenn sie verpackt mehrere tausend Kilometer entfernt lagert?!);
Und - ich freute mich so, die Qual der Wahl zu haben. :)
Was für eine Fülle und Freude!
Nun will ich aber erst mal zur Ruhe kommen, wieder einen Rhytmus finden, der für die nächsten Wochen passt und mit wachen Sinnen alles aufnehmen.
Meine Sonntagsfreude = Daheim :)