... steigt die Sonne nicht mal mehr über die Wipfel des Wäldchens...
Aber bald, bald ist Wintersonnenwende und der Bogen der Sonne wird wieder weiter, höher und stärker werden.
Mittwoch, 16. Dezember 2015
Dienstag, 15. Dezember 2015
Alltagsfreuden: Sternstunden
Das schwedische Wort stund bedeutet nicht Stunde, sondern Augenblick oder Moment. Stunden waren es keine, in den letzten Wochen, aber Sternenaugenblicke. Neben der beruflichen Belastung, von der ich am Sonntag schon gejammert habe, ist im Moment die Trauer wieder sehr zentral und auch die schmerzliche Einsicht, dass wieder ein Weihnachtsfest, ein Familienfest, ohne gute Hoffnung für uns ansteht. Wenn das Kind in der Krippe im Mittelpunkt steht, wird mir unsere unfreiwillige Kinderlosigkeit umso schmerzhafter bewusst.
Das Nordseeschmuddelwetter tat sein übriges, etwas Schnee, glaube ich, hätte meine Stimmung definitiv anheben können. Trotzig begann ich aber vor ein paar Wochen in gestohlenen Minuten, gegen das Stimmungs- und Wettertief anzubasteln. Mit farbenfrohe Transparentsternen. Die Bastelminuten wurden meine Sternstunden und haben mich vor manchem Sturz ins Bodenlose bewahrt.
Gemeinsam geben sie dem Werkstattfenster ein fröhliches Aussehen und es macht mich wirklich froh, dass es mir gelungen ist, letztendlich das ganze Fenster zu schmücken.
Auch ein paar weiße Sterne habe ich gefaltet und mit der Überzeugung einer Oppositionellen habe ich während dessen Schneeflöckchen, Weißröckchen durchs Haus geschmettert.
Ja, auch in diesem grauen, traurigen, regnerischen, erdrückenden Dezember gab es sie und gibt es sie: Sternstündchen und Sternaugenblicke! Und weil ich meine Transparentsterne unter der Woche kaum leuchten sehe, weil es immer dunkel ist, freue ich mich auch über gekaufte Sterne, die schon in den Fenstern leuchten, wenn ich nach einem langen Tag nach Hause komme.
Unsere Sterne, das sind für mich dieses Jahr ganz wichtige Symbole und Zeichen. Wegweiser auf Weihnachten hin - trotz allem und sichtbar. Wenn ich die Sterne sehe, muss ich lächeln und mich etwas freuen. Sternstunden!
Das Nordseeschmuddelwetter tat sein übriges, etwas Schnee, glaube ich, hätte meine Stimmung definitiv anheben können. Trotzig begann ich aber vor ein paar Wochen in gestohlenen Minuten, gegen das Stimmungs- und Wettertief anzubasteln. Mit farbenfrohe Transparentsternen. Die Bastelminuten wurden meine Sternstunden und haben mich vor manchem Sturz ins Bodenlose bewahrt.
Gemeinsam geben sie dem Werkstattfenster ein fröhliches Aussehen und es macht mich wirklich froh, dass es mir gelungen ist, letztendlich das ganze Fenster zu schmücken.
Auch ein paar weiße Sterne habe ich gefaltet und mit der Überzeugung einer Oppositionellen habe ich während dessen Schneeflöckchen, Weißröckchen durchs Haus geschmettert.
Ja, auch in diesem grauen, traurigen, regnerischen, erdrückenden Dezember gab es sie und gibt es sie: Sternstündchen und Sternaugenblicke! Und weil ich meine Transparentsterne unter der Woche kaum leuchten sehe, weil es immer dunkel ist, freue ich mich auch über gekaufte Sterne, die schon in den Fenstern leuchten, wenn ich nach einem langen Tag nach Hause komme.
Unsere Sterne, das sind für mich dieses Jahr ganz wichtige Symbole und Zeichen. Wegweiser auf Weihnachten hin - trotz allem und sichtbar. Wenn ich die Sterne sehe, muss ich lächeln und mich etwas freuen. Sternstunden!
Sonntag, 13. Dezember 2015
Sonntagsfreude: Ein Zeitfensterchen
Am Sonntag
einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die
ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung
schlicht und einfach eine
Sonntagsfreude sind :)
Kaum dachte ich, Anfang Dezember, dass nun alles ruhiger würde, flogen mir Ereignisse, Aufgaben, Pflichten und Emotionen nur so um die Ohren, dass ich keinen ruhigen Augenblick mehr fand. Kraftraubende Elterngespräche noch und nöcher, eine intensive Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin, um das rauhe Klima in der Klasse in den Griff zu bekommen, die Begleitung eines Schülers zur Polizei, wo er wegen Gewalt zu Hause befragt werden sollte, die Anzeige einer anderen Familie beim Jugendamt - und zwischendrin Lucia-Fest, Weihnachtsbasteln, Mathefortbildung, eine Leseinitiative und im bisschen Privatleben Besuch von den Schwiegereltern. Zudem macht das Schulamt wieder Probleme wegen der Anerkennung meiner Examen, was mir richtig den Boden unter den Füßen weg zog. Ich dachte, das wäre geregelt, aber im Moment traue ich mich kaum, mich Lehrerin zu nennen, obwohl ich im Prinzip gerade jetzt jede wache Minute dafür verbringe - Lehrerin und Pädagogin zu sein.
Seit Mittwoch habe ich das Gefühl, dass ich den Gipfelanstieg bis zu den Weihnachtsferien nicht mehr meistern kann. Der Berg wird immer steiler und übermächtiger und mir geht es echt nicht gut. Die Tatsache, dass ich im Moment auch so viele private Sachen hinten an stelle, macht mich noch trauriger und wütender und der einzige Ausweg im Moment ist das Mantra: Am Donnerstag ist der letzte Schultag, am Donnerstag ist der letzte Schultag, am Donnerstag ist der letzte Schultag...
Und die kleinsten Zeitfensterchen helfen auch - so wie gestern Abend: Einen schnellen Honigkuchenteig, unkomplizierte Formen ausstechen, in den Ofen, den Duft sich im ganzen Haus ausbreiten lassen, eine übersichtliche Portion backen. Zum ersten Mal seit fünf Jahren backe ich wieder eine Plätzchensorte, das ist wahrlich eine Sonntagsfreude. Und nächstes Jahr vielleicht zwei ;-)
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