In wenigen Stunden geht das alte Jahr 2016 zu Ende und ein neues beginnt. Es war nicht das beste Jahr, aber auch nicht das schlimmste. Wichtige Vorhaben konnten umgesetzt oder zumindest angefangen werden und entscheidende Weichen wurden gestellt. Für das neue Jahr nehmen wir uns nichts Neues vor, sondern wir wollen das, was wir begonnen haben, fertig stellen, sowohl im materiellen als auch im ideellen Bereich.
Eine Portion Glück würde dabei nicht schaden...
Heute Abend werden wir den Jahreswechsel im Kreis von lieben Menschen feiern. Auch wenn ich wieder etwas angeschlagen bin (Erkältung Nr. 324), freue ich mich darauf. Da alle im neuen Jahr etwas Glück brauchen können, haben wir Glücksschweine gebacken.
Aus hellem Hefeteig für Kleingebäck und mit schwarzen Olivenstückchen für die Augen.
Dazu gesellen sich auf dem Tisch gefaltete Schweinchen in verschiedenen Rosatönen. Da kann ja dann gar nichts mehr schief gehen.
Ich danke Euch für dieses Blogjahr, für alle netten virtuellen Begegnungen und für Briefe und Päckchen, die mich auf dem traditionellen Weg erreicht haben.
Samstag, 31. Dezember 2016
Sonntag, 18. Dezember 2016
Sonntagsfreude 22/2016: Kaum zu glauben...
Am Sonntag
einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die
ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung
schlicht und einfach eine
Sonntagsfreude sind :)
| Bestätigung über die schwedische Staatsbügerschaft |
(und weiterhin deutsche natürlich...)
Ich fühle mich nach wie vor nicht sonderlich schwedisch, wohl eher als Europäerin, aber die Freude über die Erleichterung im Alltag bei allen Dingen, v.a. mit Banken und Behörden, ist enorm!
Freitag, 16. Dezember 2016
Schwedisches Wintergebäck (4): Weicher Pfefferkuchen mit Preiselbeeren
Obwohl ich diesen Advent dachte, dass er ewig dauern würde, verfliegt nun doch die Zeit ziemlich schnell und man kann die Tage bis zu den Weihnachtsferien schon an einer Hand abzählen. Wir befinden uns auch in den Wochen mit den kürzesten Tagen im Jahr und freuen uns, wenn abends noch Freunde oder Kollegen vorbei kommen, um das Haus anzusehen und/oder einfach zum Ratschen. Je dunkler die Abende, desto mehr zieht man sich nämlich zurück. So sehe ich zu, dass wir immer mit Gebäck versorgt sind, für uns selbst zum Tee oder für vorweihnachtliche Besucher.
Dieser weihnachtliche Rührkuchen ist kein Kunststück und einfach zu machen. Wegen der Preiselbeermarmelade und der Creme fraiche bleibt er zudem lange saftig. Für eine Kranzform (ca. 1 1/2 Liter Volumen) braucht man
Den Ofen auf 200°C vorheizen. Eier und Zucker schaumig verrühren. Butter, Creme fraiche und Preiselbeermarmelade sowie die Gewürze unterrühren. Das Mehl mit dem Bikarbonat mischen und im Teig unterheben. Den Teig in eine gefettete und mit Mehl ausgestäubte Form geben und ca. 45 Minuten backen.
Nach dem Backen erstmal 5 Minuten stehen lassen, bevor man den Kuchen aus der Form stürzt. Über Nacht unter einem Geschirrtuch auskühlen lassen.
Zum Servieren mit Puderzucker bestäuben und mit Preiselbeeren (gefroren) sowie Preiselbeergrün garnieren.
Dieser weihnachtliche Rührkuchen ist kein Kunststück und einfach zu machen. Wegen der Preiselbeermarmelade und der Creme fraiche bleibt er zudem lange saftig. Für eine Kranzform (ca. 1 1/2 Liter Volumen) braucht man
- 100 g Butter (geschmolzen)
- 2 Eier
- 250 g Zucker
- 150 g Creme fraiche
- 1 1/2 TL Ingwer
- 1 1/2 TL Kardamom
- 1 TL Nelken
- 2 TL Zimt
- 1 dl Preiselbeermarmelade
- 1 TL Bikarbonat
- 210 g Weizenmehl
Den Ofen auf 200°C vorheizen. Eier und Zucker schaumig verrühren. Butter, Creme fraiche und Preiselbeermarmelade sowie die Gewürze unterrühren. Das Mehl mit dem Bikarbonat mischen und im Teig unterheben. Den Teig in eine gefettete und mit Mehl ausgestäubte Form geben und ca. 45 Minuten backen.
Nach dem Backen erstmal 5 Minuten stehen lassen, bevor man den Kuchen aus der Form stürzt. Über Nacht unter einem Geschirrtuch auskühlen lassen.
Zum Servieren mit Puderzucker bestäuben und mit Preiselbeeren (gefroren) sowie Preiselbeergrün garnieren.
Mittwoch, 14. Dezember 2016
Yarn Along 12/2016: Magical
Reading: Harry Potter und der Feuerkelch (No. 4)
Joining Ginny for another inspiring Yarn Along
Ich habe soeben Harry Potter für mich entdeckt und ich genieße es, dass ich bedingt durch meinen angeschlagenen Zustand und die langen Abende manchmal für Stunden (!) in die Welt der Zauberer abtauchen kann. Als Harry Potter rauskam, wäre ich eigentlich im richtigen Alter gewesen, aber da das damals so hysterisch war, konnte und wollte ich die Bücher nicht lesen. Nun sind sie (fast) schon Klassiker und die Zauberwelt eine willkomme Abwechslung zum Alltag.
Was passt da besser als Hermines Alltagssocken zu stricken?! Die kostenlose Anleitung gibt es auf Ravelry übrigens auch auf Deutsch.
Dienstag, 13. Dezember 2016
TisdagsTutorial Spezial zum Luciatag
Schon lange habe ich dienstags (tisdags) keine Anleitung mehr gezeigt, aber zum Luciatag muss ich diese Kategorie einfach wiederbeleben. Neulich sah ich in einem Handwerksladen gestrickte Lussekatter als Baumschmuck oder Geschenkanhänger und mir hat die Idee so gut gefallen, dass ich mich daheim gleich hingesetzt habe und eine Lussebulle gestrickt habe.
Man braucht Garn-/Wollreste in Safransgelb und Braun, dicke Stricknadeln (hier Nr. 6) und eine dicke Häkelnadel.
Ich habe mir ein Knäuel Gelb abgewickelt und mit zwei Fäden gearbeitet: 50 Maschen anschlagen,
1 R links
1 R rechts
abketten.
Mit dem braunen Faden habe ich mit einigen Luftmaschen und ein paar Stäbchen einen kleinen Fleck gehäkelt. Insgesamt braucht man 2 "Rosinen".
Nun geht es auch schon ans Zusammenrollen und -nähen: Jeweils eine Rosine ans Ende des gelben Bandes legen und dieses dann gegengleich aufrollen. Mit ein paar Stichen kreuz und quer durch die Lussebulle fixieren. Einen Anhänger anbringen.
Die Lussebulle schaut nicht nur nett am Tannenbaum aus, sondern macht sich auch gut als Geschenkanhänger - vielleicht zusammen mit einem Päckchen Sonnentor-Safran und dem Rezept für schwedischen Safrangebäck?!
Man braucht Garn-/Wollreste in Safransgelb und Braun, dicke Stricknadeln (hier Nr. 6) und eine dicke Häkelnadel.
Ich habe mir ein Knäuel Gelb abgewickelt und mit zwei Fäden gearbeitet: 50 Maschen anschlagen,
1 R links
1 R rechts
abketten.
Mit dem braunen Faden habe ich mit einigen Luftmaschen und ein paar Stäbchen einen kleinen Fleck gehäkelt. Insgesamt braucht man 2 "Rosinen".
Nun geht es auch schon ans Zusammenrollen und -nähen: Jeweils eine Rosine ans Ende des gelben Bandes legen und dieses dann gegengleich aufrollen. Mit ein paar Stichen kreuz und quer durch die Lussebulle fixieren. Einen Anhänger anbringen.
Die Lussebulle schaut nicht nur nett am Tannenbaum aus, sondern macht sich auch gut als Geschenkanhänger - vielleicht zusammen mit einem Päckchen Sonnentor-Safran und dem Rezept für schwedischen Safrangebäck?!
Täuschend echt ;-)
Ich wünsche Euch einen schönen Luciatag und viel Licht in der dunklen Zeit!
Bitte beachtet, dass alle Anleitungen -
soweit nicht anders angegeben - mein geistiges Eigentum sind. Alle
Anleitungen sind ausschließlich für den privaten und nicht kommerziellen
Gebrauch bestimmt; auch Gegenstände, die nach den Anleitungen gefertigt
werden, dürfen nicht verkauft werden.
Montag, 12. Dezember 2016
Nachmittags
Wenn es nachtmittags um 3 schon so dunkel wird, dann lasse ich ganz bewusst das Licht noch eine Zeit lang ausgeschaltet. Ich setze mich an den Küchentisch und fülle meine Tasse mit dampfenden Tee. Vielleicht esse ich ein paar Pfefferkuchen. Ich zünde eine Kerze an. Und ich lasse die Dunkelheit den Garten umfangen, die frühe Winternacht senkt sich herab und im Häuschen wird es ganz still.
Sonntag, 11. Dezember 2016
Sonntagsfreude 21/2016: Die einfachen Dinge
Am Sonntag
einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die
ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung
schlicht und einfach eine
Sonntagsfreude sind :)
Wie ich schon gestern bei meinem einfachen Rezept geschrieben habe, muss es nicht immer kompliziert, aufwendig oder teuer sein, damit es mir und anderen Freude macht. Dieser Advent, der ein bisschen langsamer und einfacher sein muss, weil ich nicht mehr schaffe und schnell müde werde, lässt mich neu denken und umdenken. Eine einfache und doch so bekannte und alte Idee...
... und ich freue mich an jedem Tag der Woche, nicht nur am Sonntag, über diese einfache Nelkenorange, die Weihnachtsduft in unsere Küche zaubert.
Samstag, 10. Dezember 2016
Schwedisches Wintergebäck (3): Geschnittene Pfefferkuchen
Schmackhaftes Gebäck zum Tee muss nicht immer aufwendig sein. In einem meiner schwedischen Lieblingswinterbücher (Vinterns goda ting) habe ich ein Rezept für geschnittene Pfefferkuchen gefunden. Den Teig macht man am Vorabend, am nächsten Tag bäckt man die schnellen Kekse. Da sind sie am Wochenende sogar schon zum Vormittagskaffee fertig!
Für ein Rezept braucht man (ich habe nur ein halbes gemacht, das ergibt schon ca. 40 Kekse)
Den Teig zu Rollen formen und über Nacht in den Kühlschrank legen. Da ich keine Frischhaltefolie mehr benutze, habe ich die Rollen in Bee's wrap eingewickelt. Das kann ich hier im Bioladen kaufen. Inzwischen gibt es aber auch eine Alternative aus Österreich, auf die ich gerne hinweise.
Am nächsten Tag den Teig in ca. 4 mm dicke Scheiben aufschneiden und auf ein Blech legen. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. In der Mitte des Ofens 5-7 Minuten backen.
Nach dem Auskühlen in einer Blechdose aufbewahren.
Für ein Rezept braucht man (ich habe nur ein halbes gemacht, das ergibt schon ca. 40 Kekse)
- 100 g feingehackte Mandeln
- 8 dl Weizenmehl (1 dl Mehl entspricht ca. 60 Gramm)
- 1 dl Zuckerrübensirup
- 2 dl Zucker
- 100 g geschmolzene Butter
- 1 TL gemahlener Ingwer
- 2 TL Zimt
- 1 TL gemahlene Nelken
- 1 dl Sahne
- 1/2 EL Bikarbonat
Den Teig zu Rollen formen und über Nacht in den Kühlschrank legen. Da ich keine Frischhaltefolie mehr benutze, habe ich die Rollen in Bee's wrap eingewickelt. Das kann ich hier im Bioladen kaufen. Inzwischen gibt es aber auch eine Alternative aus Österreich, auf die ich gerne hinweise.
Am nächsten Tag den Teig in ca. 4 mm dicke Scheiben aufschneiden und auf ein Blech legen. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. In der Mitte des Ofens 5-7 Minuten backen.
Nach dem Auskühlen in einer Blechdose aufbewahren.
Sonntag, 4. Dezember 2016
Sonntagsfreude 20/2016: Endlich fertig!
Am Sonntag
einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die
ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung
schlicht und einfach eine
Sonntagsfreude sind :)
Fünf Jahre hat es gedauert - vom ersten Entwurf und dem ersten, rechten Handschuh bis zum zweiten, dem linken Handschuh.
Ich bin sehr froh und erleichtert, dass ich mich doch noch zu einem zweiten Handschuh aufraffen konnte. Allerdings muss jetzt meine Mama, für die ich diese Handschuhe gedacht habe, entscheiden, ob sie sie tragen kann und will. In den letzten fünf Jahren hat sich meine Fertigkeit mit zwei Farben zu stricken doch weiter entwickelt und so ist das Strickbild sehr ungleich und auch die Festigkeit ist recht unterschiedlich.
Das Muster ist mein eigener Entwurf und ich mag ihn immer noch gerne. Hat jemand Lust, dieses unfertige Muster Probe zu stricken, so dass es vielleicht bei Ravelry veröffentlicht werden kann? Gute Kenntnisse im zweifarbigen Stricken sowie Mut zur schonungslosen, konstruktiven Kritik wären toll. Meldet euch gerne per Mail!
Für mich ist jedenfalls die Fertigstellung eine echte Sonntagsfreude: Ein Projekt über Jahre nicht aus den Augen verlieren, die eigene Entwicklung der Fähigkeiten beobachten können und jemand anderem ein paar warme Hände bescheren.
Freitag, 2. Dezember 2016
Schwedisches Wintergebäck (2): Butterkaka mit Safran
Butterkaka ist ein skandinavisches Hefegebäck, bei dem süße Schnecken mit Butter und Marzipan gefüllt, aneinander gesetzt und als ein ganzer Kuchen gebacken werden. Hier kommt eine winterliche Variante mit Safran:
Aus
125 g Marzipanrohmasse reiben und mit ca. 15 g geschmolzener Butter verrühren.
Den Hefeteig zu einem Rechteck ausrollen und mit der Marzipanbuttermasse bestreichen. Aufrollen und in ca. 3 cm dicke Schnecken schneiden, die man in eine gefettete und gemehlte Form stellt.
Den Ofen auf 200°C vorheizen, den Kuchen nochmal gehen lassen.
Man kann den Kuchen mit einem Ei bestreichen und/oder nach dem Backen mit dünnem Zuckerguss.
25 Minuten backen.
Ein schönes zweites Adventswochenende wünsche ich Euch!
Aus
- 25 g Hefe
- 75 g Butter
- 250 ml Milch
- 75 g Zucker
- 0,5 g Safran
- einer Prise Salz und
- 450 g Mehl
125 g Marzipanrohmasse reiben und mit ca. 15 g geschmolzener Butter verrühren.
Den Hefeteig zu einem Rechteck ausrollen und mit der Marzipanbuttermasse bestreichen. Aufrollen und in ca. 3 cm dicke Schnecken schneiden, die man in eine gefettete und gemehlte Form stellt.
Den Ofen auf 200°C vorheizen, den Kuchen nochmal gehen lassen.
Man kann den Kuchen mit einem Ei bestreichen und/oder nach dem Backen mit dünnem Zuckerguss.
25 Minuten backen.
Ein schönes zweites Adventswochenende wünsche ich Euch!
Mittwoch, 30. November 2016
Yarn Along 11/2016: One stitch at a time
Knitting: Sockor "Kanelbulle" by Tant Ulltuss
Reading: Leben ist kurz by Jostein Gaarder
Joining Ginny for another inspiring Yarn Along
Ich habe zum Wochenende hin mit neuen Medikamenten begonnen, deren Nebenwirkungen mich ziemlich aus dem Konzept gebracht haben. Trotzdem kämpfe ich mich durch, denn ganz pragmatisch muss man vielleicht manchmal einsehen, dass es an der Zeit ist, doch auf die Schulmedizin zurück zu greifen. Heute ist der erste Tag, an dem ich einen leichten Aufwärtstrend bemerke. Ich fühle mich wieder in der Lage ein paar Maschen zu stricken und ein paar Seiten zu lesen.
Freitag, 25. November 2016
Schwedisches Wintergebäck (1): Safranschnitten
Es ist Freitag vorm ersten Advent. Der milde, stürmische Wind von der Nordsee her hat den Winterzauber schon wieder verschwinden lassen und auch so stellt sich das Adventsgefühl noch nicht richtig ein. Und doch werden wir morgen Abend einen Adventskranz binden, (die Zweige sind dieses Jahr schon eingetroffen, nicht so wie letztes Jahr...) zumindest die Küche putzen und aufräumen und einen Leuchtstern aufhängen, der dann abends Licht ins Dunkel bringen wird.
Vielleicht liegt es daran, dass ich immer noch nicht ganz gesund bin und die Genesungsphase länger dauern wird als sonst. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Wohnzimmer, der Flur, das Treppenhaus, das Gartenzimmer (oder auch Salon genannt ;-) ) und der obere Flur voll mit Tapeten, Tapeziertisch, Leitern, Türen, Beschlägen, Balken zum Treppengerüst bauen usw. sind. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir einen Zeitplan in den Kopf gesetzt habe, der nicht realistisch ist, nicht unter den jetzigen Umständen.
Ich atme tief durch und nehme mein Lieblingswinterbackbuch aus dem Regal und blättere darin. Ein einfaches Rezept, für das ich alles zu Hause habe und das ich auch mit begrenzten Kräften schaffe: Safranschnitten. Kurze Zeit später zieht schon der Duft nach Safrangebäck durchs Haus und der Mann staunt nicht schlecht, dass ich zum 3-Uhr-Kaffee (eine schwedische Seniorentradition...) gedeckt habe. Während die Schnitten magisch schnell verschwinden, merke ich, dass sich meine Gedankengänge ändern: Der Advent ist erst der Anfang, der Weg hin zu Weihnachten. Eine Zeit des Vorbereitens. Der Höhepunkt soll das Weihnachtsfest sein und nicht schon der Advent selbst. Ich bemühe mich um Gelassenheit und versuche meine Ansprüche und Ziele zu ändern.
Es ist gut genug, wenn wir bis Weihnachten mit dem Treppenhaus fertig werden. Es ist gut genug, wenn ich nach und nach die Zimmer putze und dekoriere. Es ist auch gut genug, wenn ich einfaches Gebäck backe und mir auch Gedanken über die Adventszeit als Fastenzeit mache. Es ist gut so wie es ist.
Rezept für ca 30-40 Safranschnitten:
1/2 Gramm Safran mit 1 EL Zucker und 1 EL Milch oder Sahne gut verrühren/auflösen.
60 g Zucker und 100 g Butter gut verrühren.
180 g Mehl und die Safranmilch unterkneten. Den Teil kühl ein paar Stunden ruhen lassen.
Den Ofen auf 200°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen.
Den Teig zu zwei dickeren Rollen in der Länge des Bleches (ca 30-35 cm) formen und plattdrücken. In der Mitte mit einem Kochlöffelstiel oder Essstäbchen eine Vertiefung gut eindrücken.
10-12 Minuten backen. Abkühlen lassen.
Ca. 100 g Schokolade (im Original ist Zartbitter vorgeschlagen, ich hatte noch Milchschokoladenreste) im Wasserbad schmelzen und in die Vertiefung gießen. Etwas festwerden lassen. Die platten Rollen dann in Schnitten schneiden, ca. 1,5 cm breit.
Die Schnitten lassen sich in einer Blechdose gut ein paar Wochen aufheben.
Vielleicht liegt es daran, dass ich immer noch nicht ganz gesund bin und die Genesungsphase länger dauern wird als sonst. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Wohnzimmer, der Flur, das Treppenhaus, das Gartenzimmer (oder auch Salon genannt ;-) ) und der obere Flur voll mit Tapeten, Tapeziertisch, Leitern, Türen, Beschlägen, Balken zum Treppengerüst bauen usw. sind. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir einen Zeitplan in den Kopf gesetzt habe, der nicht realistisch ist, nicht unter den jetzigen Umständen.
Ich atme tief durch und nehme mein Lieblingswinterbackbuch aus dem Regal und blättere darin. Ein einfaches Rezept, für das ich alles zu Hause habe und das ich auch mit begrenzten Kräften schaffe: Safranschnitten. Kurze Zeit später zieht schon der Duft nach Safrangebäck durchs Haus und der Mann staunt nicht schlecht, dass ich zum 3-Uhr-Kaffee (eine schwedische Seniorentradition...) gedeckt habe. Während die Schnitten magisch schnell verschwinden, merke ich, dass sich meine Gedankengänge ändern: Der Advent ist erst der Anfang, der Weg hin zu Weihnachten. Eine Zeit des Vorbereitens. Der Höhepunkt soll das Weihnachtsfest sein und nicht schon der Advent selbst. Ich bemühe mich um Gelassenheit und versuche meine Ansprüche und Ziele zu ändern.
Es ist gut genug, wenn wir bis Weihnachten mit dem Treppenhaus fertig werden. Es ist gut genug, wenn ich nach und nach die Zimmer putze und dekoriere. Es ist auch gut genug, wenn ich einfaches Gebäck backe und mir auch Gedanken über die Adventszeit als Fastenzeit mache. Es ist gut so wie es ist.
Rezept für ca 30-40 Safranschnitten:
1/2 Gramm Safran mit 1 EL Zucker und 1 EL Milch oder Sahne gut verrühren/auflösen.
60 g Zucker und 100 g Butter gut verrühren.
180 g Mehl und die Safranmilch unterkneten. Den Teil kühl ein paar Stunden ruhen lassen.
Den Ofen auf 200°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen.
Den Teig zu zwei dickeren Rollen in der Länge des Bleches (ca 30-35 cm) formen und plattdrücken. In der Mitte mit einem Kochlöffelstiel oder Essstäbchen eine Vertiefung gut eindrücken.
10-12 Minuten backen. Abkühlen lassen.
Ca. 100 g Schokolade (im Original ist Zartbitter vorgeschlagen, ich hatte noch Milchschokoladenreste) im Wasserbad schmelzen und in die Vertiefung gießen. Etwas festwerden lassen. Die platten Rollen dann in Schnitten schneiden, ca. 1,5 cm breit.
Die Schnitten lassen sich in einer Blechdose gut ein paar Wochen aufheben.
Ich wünsche Euch ein schönes erstes Adventswochenende!
Donnerstag, 24. November 2016
Mittwoch, 23. November 2016
Die Gewinnerin ist...
Als ich mir über die Bingo-Prämie anfing Gedanken zu machen, kam ich zufällig bei LoopLondon vorbei, die fantastische Projektbeutel anbieten. Dieses Häuschen ging mir nicht mehr aus dem Kopf - aber es müsste natürlich rot sein... Also habe ich angefangen, aus Radiergummis entsprechende Stempel zu schnitzen und selbst mein rotes Häuschen im Winterwald zu drucken.
Herausgekommen ist ein Projektbeutel, den man mit einer Kordel zusammenziehen und zubinden kann.
Und gefüllt ist der Beutel auch schon: Mit winterblauer Islandwolle, passenden Rundnadeln, einem Notizheft für wilde Ideen ;-), meinem Bio-Lieblingsschwarztee mit Brombeeren und Sanddorn (!), etwas Schoki und Safran für adventliches Backen im Schwedenstil (mehr Rezepte kommen bald...).
Eigentlich hätte ich gerne einer jeden von Euch so einen Beutel geschickt, aber die Portokosten und anderes erlauben nur eine Gewinnerin. Viele Lose sind in den Lostopf gewandert, dabei kamen 13 Lose allein von drei Personen!
Und - tatatataaaaa -
der Projektbeutel geht an KERSTIN! Herzlichen Glückwunsch!
Ich musste aber einfach noch zwei Trostpreise stiften: Je ein Postkartenset mit meinen Fotos von 60°Nord und ein bisschen Tee. Die gehen an Wane und Elke!
Liebe Kerstin, liebe Wane, liebe Elke! Bitte schreibt mir ganz bald eure Postadressen per email (nicht in den Kommentaren!), so dass ich euch die Preise zuschicken kann.
Und als kleiner Trost und weil von so vielen gewünscht kommt hier eine Vorlage für ein Winterhandarbeitsbingo :-)
Ich werde aber keine große Aktion daraus machen, dafür fehlt mir einfach die Zeit. Ich lasse es als offenes, gemeinsames Werkeln bis zum 2. Februar laufen und dann werde ich zu einer Zusammenschau einladen.
Ich danke Euch allen fürs Mitmachen, für diese tolle Gemeinschaftserfahrung im www, die Inspiration und eure netten Kommentare. Schön wars :-)
Herausgekommen ist ein Projektbeutel, den man mit einer Kordel zusammenziehen und zubinden kann.
Und gefüllt ist der Beutel auch schon: Mit winterblauer Islandwolle, passenden Rundnadeln, einem Notizheft für wilde Ideen ;-), meinem Bio-Lieblingsschwarztee mit Brombeeren und Sanddorn (!), etwas Schoki und Safran für adventliches Backen im Schwedenstil (mehr Rezepte kommen bald...).
Eigentlich hätte ich gerne einer jeden von Euch so einen Beutel geschickt, aber die Portokosten und anderes erlauben nur eine Gewinnerin. Viele Lose sind in den Lostopf gewandert, dabei kamen 13 Lose allein von drei Personen!
Und - tatatataaaaa -
der Projektbeutel geht an KERSTIN! Herzlichen Glückwunsch!
Ich musste aber einfach noch zwei Trostpreise stiften: Je ein Postkartenset mit meinen Fotos von 60°Nord und ein bisschen Tee. Die gehen an Wane und Elke!
Liebe Kerstin, liebe Wane, liebe Elke! Bitte schreibt mir ganz bald eure Postadressen per email (nicht in den Kommentaren!), so dass ich euch die Preise zuschicken kann.
Und als kleiner Trost und weil von so vielen gewünscht kommt hier eine Vorlage für ein Winterhandarbeitsbingo :-)
Ich werde aber keine große Aktion daraus machen, dafür fehlt mir einfach die Zeit. Ich lasse es als offenes, gemeinsames Werkeln bis zum 2. Februar laufen und dann werde ich zu einer Zusammenschau einladen.
Ich danke Euch allen fürs Mitmachen, für diese tolle Gemeinschaftserfahrung im www, die Inspiration und eure netten Kommentare. Schön wars :-)
Dienstag, 22. November 2016
Nachlese 2: Himmeli
Beim HerbstHandarbeitsbingo gab es zwei Felder für die ich Großes vorhatte: Einen Quilt nähen, ein Täschchen mit der Sashiko-Technik besticken, eine Jacke ganz rund stricken und dann aufschneiden und anderes...
"Eine neue Technik ausprobieren" und "Ungewöhnliches Material verwenden" setzte so wilde Gedanken in Gang, dass ich verblüfft war, als ich mich eines Tages Anfang November am Küchentisch wiederfand, einfach nur mit einem Buch, frisch übersetzt aus dem Finnischen, und Kunststofftrinkhalmen...
Himmeli nennt man die filigranen Gebilde in Finnland, oro (Unruhe) in Schweden, da sie sich in der aufsteigenden Luft immer etwas bewegen. So manche Skansenbesucherin hat sie vielleicht schon mal gesehen. Ursprünglich aus Roggenhalmen gemacht, mit Fäden nach einem bestimmten Schema zusammengehalten, werden die komplexesten geometrischen Skulpturen geschaffen, die auch eine gewisse Schutz- und Segenssymbolik haben.
Langes Roggenstroh ist heutzutage Mangelware und nur über Umwege und Fachversand zu erhalten und ich wollte es "einfach" nur mal ausprobieren. Bis jetzt sind ein Stern und drei der Platonschen Körper entstanden und alle werde ich mit in die Schule nehmen, zum Geometrie-Unterricht. Da Kunststofftrinkhalme auch nicht so teuer sind, habe ich überlegt, mit den Kindern einfache Oktaeder aus Glitzerstrohhalmen zu basteln, die wir auf dem Weihnachtsmarkt als Christbaumschmuck verkaufen könnten.
Ich bin jedenfalls völlig begeistert und auch infiziert: Die geometrischen Strukturen (das schlägt das Mathelehrerinnenherz höher!), die Einfachheit und auch die Ruhe, die vom Schaffensprozess sowie vom sich sanft bewegenden Himmeli ausgeht. Ich habe noch große Pläne für die Vorweihnachtszeit, ich habe mir Naturmaterial (aber immer noch kein Roggenstroh) beschafft und so manche liebe Menschen werden dieses Jahr himmelilisch beschenkt werden.
"Eine neue Technik ausprobieren" und "Ungewöhnliches Material verwenden" setzte so wilde Gedanken in Gang, dass ich verblüfft war, als ich mich eines Tages Anfang November am Küchentisch wiederfand, einfach nur mit einem Buch, frisch übersetzt aus dem Finnischen, und Kunststofftrinkhalmen...
Himmeli nennt man die filigranen Gebilde in Finnland, oro (Unruhe) in Schweden, da sie sich in der aufsteigenden Luft immer etwas bewegen. So manche Skansenbesucherin hat sie vielleicht schon mal gesehen. Ursprünglich aus Roggenhalmen gemacht, mit Fäden nach einem bestimmten Schema zusammengehalten, werden die komplexesten geometrischen Skulpturen geschaffen, die auch eine gewisse Schutz- und Segenssymbolik haben.
Langes Roggenstroh ist heutzutage Mangelware und nur über Umwege und Fachversand zu erhalten und ich wollte es "einfach" nur mal ausprobieren. Bis jetzt sind ein Stern und drei der Platonschen Körper entstanden und alle werde ich mit in die Schule nehmen, zum Geometrie-Unterricht. Da Kunststofftrinkhalme auch nicht so teuer sind, habe ich überlegt, mit den Kindern einfache Oktaeder aus Glitzerstrohhalmen zu basteln, die wir auf dem Weihnachtsmarkt als Christbaumschmuck verkaufen könnten.
Ich bin jedenfalls völlig begeistert und auch infiziert: Die geometrischen Strukturen (das schlägt das Mathelehrerinnenherz höher!), die Einfachheit und auch die Ruhe, die vom Schaffensprozess sowie vom sich sanft bewegenden Himmeli ausgeht. Ich habe noch große Pläne für die Vorweihnachtszeit, ich habe mir Naturmaterial (aber immer noch kein Roggenstroh) beschafft und so manche liebe Menschen werden dieses Jahr himmelilisch beschenkt werden.
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