Fettisdagen: Der fette Dienstag ist der Dienstag vor dem Aschermittwoch und an ihm verzehrt man traditionell die -> semlor.
Gummistövlar: dt. Gummistiefel. Unbedingt notwendig, sowohl bei -> höstrusk als auch bei -> ubåtsjakt.
Höst: dt. Herbst; macht sich mit rasant kürzer werdenden Tagen bemerkbar, aber auch mit bunten Blättern, guter Frischluft, vermehrtem Teekonsum und einer (noch mehr) strickenden Barbara.
Höstrusk: Extrem schlechtes Herbstwetter (Herbst - höst) mit hohen Niederschlagsmengen, stürmischen Mengen und der Abwesenheit von Tageslicht.
kanelbullens dag: dt. Tag der Zimtschnecke, wird am 4. Oktober in allen Bäckereien und Lehrerzimmern gefeiert. Geht mit übermäßigem Kaffeekonsum einher.
Kölapp: dt. Nummernzettel; der Schwede steht quasi sein ganzes Leben lang in der Schlange und es gibt nichts mehr verwerfliches, als sich vorzudrängen oder das Nummernsystem zu ignorieren (häufige Falle für dt. Touristen!); ob auf der Post, beim Metzger, am Bahnhof oder auf dem Skatteverket - immer erst einen Kölapp ziehen!
Lördagsgodis: Süßigkeiten, die vorwiegend am Samstag verzehrt werden. Dazu kauft man -> Lösviktsgodis.
Lösviktsgodis: Bezeichnung für Süßigkeiten, die vom Kunden selbst aus Dosen zum Kilopreis gemischt in Papiertüten abgefüllt werden. In Schweden konsumiert man am meisten Lösviktsgodis auf der ganzen Welt (im Durchschnitt 18kg pro Kopf pro Jahr)
Melodifestivalen: Der nationale schwedische Wettbewerb, bei dem der Teilnehmer für den Eurovision Songcontest gekürt wird. Geht über sechs Wochen und hat verschiedene Teilwettbewerbe im ganzen Land. Erzielt oft sensationelle Einschaltquoten und polarisiert das ganze Land. Es nehmen Neulinge und alte Hasen teil. Spätestens seit Abbas Sieg in London 1974 ist der Eurovision Songcontest in Schweden Staatsangelegenheit.
Migrationsverket: dt. Einwanderbehörde; zuständig für alle Nicht-Schweden, die nach Schweden kommen wollen. Ob Erasmus-Studentin oder Asylbewerber, alle müssen dahin; Hat keinen guten Ruf und meine eigene Erfahrung von vor fünf Jahren ist auch nicht nur positiv;
Mustasch: dt. Schnauzbart; momentane Trenderscheinung bei jungen Männern und Frauen (diese tragen sie aber auf Taschen, Pullover usw.)
Personnummer: dt. Personennummer, ist eine zehnstellige Personenkennziffer, bei der die ersten sechs Stellen aus JJMMTT des Geburtsdatums bestehen, die letzten vier gaben über Geburtsort und Geschlecht Auskunft, werden aber in letzter Zeit mehr zufällig gewählt, damit daraus keine Benachteiligung entstehen kann. Eine Personennummer erhält jeder Schwede/jede Schwedin bei der Geburt, Ausländer nur, wenn sie nachweislich mehr als ein Jahr in Schweden leben werden. Die Personennummer braucht man um ein Bankkonto zu eröffnen, Versicherungen abzuschließen, in Register eingetragen zu werden, sich an der Uni einzuschreiben usw. Ohne Personnummer ist man hier quasi nicht existent...
Sambo: dt. 'Zusammenlebende'; setzt sich zusammen aus den Wörtern tillsammans (zusammen) und att bo (wohnen). Ist der Ausdruck des gleichberechtigten, säkularisierten, modernen schwedischen Lebensstils; Paare, die sich beim -> Skatteverket als Sambos eintragen lassen, haben im Prinzip die gleichen Rechte und Pflichten wie Ehepaare; Ausnahme: bein einem nicht-schwedischen Partner...
Semla, plural: semlor. Hefeteiggebäck, das mit Mandelmasse und Sahnegefüllt wird. Wird traditionell am -> Fettisdagen gegessen. Sehr kalorienhaltig, mehr als eine semla schafft man in der Regel nicht.
Skatteverket: dt. Finanzamt; ist in Schweden eine eierlegende Wollmilchsau, die sich nicht nur um Finanzen und Steuern kümmert, sondern auch als Einwohnermeldeamt und Standesamt fungiert (im Sinne von Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden ausstellen); Hat keinen so schlechten Ruf, von mir persönlich aber noch mehr gefürchtet als das -> Migrationsverket.
Skorpor: dt. Zwieback; schwedisches Tee- bzw. Brotzeitgebäck, das zweimal gebacken wird. Gibt es in süßen und saueren Varianten.
Smulor: dt. Brösel; fällt beim Essen von Kanelbullar und -> skorpor an. Lassen sich durch Ausschütteln des Tischtuches im Herbstwind (-> höstrusk) leicht entfernen.
Ubåtsjakt: dt. U-Boot-Jagd. Häufiges Ereignis zum Ende des Kalten Krieges, allerdings immer ohne Erfolg. Trotzdem befinden sich immer wieder (ziemlich sicher)
UT-kort: Aufenthaltserlaubniskarte. Wird vom -> Migrationsverket ausgestellt und bescheinigt die Aufenthaltserlaubnis. Biometrische Daten sowie Fingerabtrücke sind auf dieser Karte gespeichert. Sie gilt aber nicht als Identitätskarte; diese muss extra beim -> Skatteverket beantragt werden.
Vårvinter: dt. Frühlingswinter. Bezeichnet den Übergang zwischen Winter und Frühling, der sich durch meist noch gute Wintersportbedingungen, aber auch schon viel Sonne und längere Tage auszeichnet.
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