Mittwoch, 31. August 2016

Yarn Along 8/2016: Rythm

Knitting: Leaf by leaf 
Reading: Bilder der Seele by Anselm Grün, a book about the healing power of the wheel of the year


Ich habe dieses Jahr mir selbst ein Wollkaufverbot auferlegt, an das ich mich allen Versuchungen zum Trotz bis jetzt recht eisern gehalten habe. Ich bin sogar motiviert, es um ein Jahr zu verlängern... Allerdings kann ich nichts dafür, wenn ich liebe Schulanfangs-Überraschungspäckchen von meiner lieben Blog-Freundin Rita bekomme und diese Wolle enthalten... ;-)
Die liebe Rita hat mich mit zwei Strängen Lace-Garn von Zitron überrascht und ich musste einen einfach anstricken. Weiches Garn und freundschaftliche Verbundenheit über 2000 km und das Internet hinweg gegen den Schulanfangsblues. Nun stricke ich Blatt für Blatt, in den Herbst hinein und lese abschnittsweise in Anselm Grüns neuem Jahreskreis-Buch, von dem ich mir erhoffe, dass es mich zusammen mit anderen Büchern inspiriert und begleitet, wieder einen Rhytmus zu finden.
 

Sonntag, 28. August 2016

Sonntagsfreude 13/2016: Gelb

Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine 
Sonntagsfreude sind :)
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Maria, die bei Rita weitergeführt wird

Alle klaren Farben machen mir Freude, aber so richtig gute Laune bekomme ich doch vor allem durch ein strahlendes Gelb in allen Nuancen: Gelbe Gelbe Rüben aus dem eigenen Garten (und lila Schale), gelbe Kapuzinerkresse, die mich über keine eigenen Sonnenblumen hinwegtröstet, die hellgelben Klaräpfel, die sich nun zu Ende neigen und die gelben Tomaten vom Balkon. Diese gelben Freuden zusammen mit einer strahlenden, gelben Spätsommersonne sind meine heutige Sonntagsfreude.

Samstag, 27. August 2016

gestrickt: Handschuhe für die Schwiegermutter

Im März war ich mit meiner Schwiegermutter auf dem Wollfest, wo sie sich ein Strickpaket für Handschuhe gekauft hatte. Da sie aber keine so geübte Strickerin ist, stellte sie schon beim Lesen der Anleitung fest, dass das wohl nichts werden kann. Glücklicherweise hatte ich sofort eine Idee parat! ;-)
Ich würde die Handschuhe für sie stricken und sie könnte mir endlich im "Tausch" dazu das 20mm-Objektiv geben, das sie nicht mehr benutzt. Wir haben nämlich das gleiche Kamera-System, aber seit meine Schwiegermutter mit iPhone und iPad ausgerüstet ist, benutzt sie die Kamera nicht mehr. Das 20mm-Objektiv hat mir aber noch gefehlt, v.a. um auch in der dunkleren Jahreszeit bessere Fotos machen zu können. Sie ließ sich auf den Tausch ein und so habe ich im Juli im Urlaub die Handschuhe für sie gestrickt. Voilá - hier sind sie, fotografiert mit dem 20mm-Objektiv ;-)

Freitag, 26. August 2016

Unser tägliches Brot: Zitronen-Thymian-Baguette

Dieses Baguette wurde diesen Sommer mehrmals bei uns gebacken, perfekt zum Grillen oder auch einfach zur Brotzeit mit Käse und frischen Gemüse. Ich hatte mir mal in Stockholm ein Baguette-Blech gekauft, weil ich dachte, dass ich das unbedingt brauche. Kam aber dort nie zum Einsatz, wohl auch, weil das Backen in dem alten Gasofen oftmals eher frustrierend war. Streng genommen hätte ich es wohl zum Umzug aussortieren sollen, aber es kam mit und lag noch fast ein Jahr und harrte der Dinge im Backschrankfach. Doch nun ist es aus dem Haushalt nicht mehr wegzudenken! ;-)
Perfekt für unsere zwei-Personen-Küche mit zwei Rillen und die meisten Rezepte, die ich fand, sind auch für zwei Baguettes ausgelegt.
25g Hefe
250 ml Wasser
25g Olivenöl
350g Weizenmehl
10g Salz
die abgeriebene Schale einer großen Bio-Zitrone
1 Bund frisch gehackter Thymian
Den frischen Thymian musste ich mit getrocknetem ergänzen, denn Thymian hatte es schwer in meinem Garten. Ich habe keine Pflanze durchgebracht, weder im Topf noch im Beet...
Die Zutaten zu einem Hefeteig verkneten und zwei Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen (oder über Nacht im Kühlschrank). Danach den Teig nicht mehr stark kneten, sondern auf einem gut gemehlten Backbrett in Form ziehen und in die Form legen. Noch mal eine Stunde gehen lassen. Den Ofen auf 250°C vorheizen.
Im Ofen dann rasch bei dieser hohen Temperatur 15-20 Minuten backen, bis die Baguettes eine schöne Farbe bekommen haben. Auskühlen lassen.

Donnerstag, 25. August 2016

Für das Brautpaar

Im August war ich auf meiner ersten schwedischen Hochzeit, allerdings alleine, der Mann weilte mal wieder in Tibet. Ich habe ihn bei seinen Freunden würdig vertreten, bekam nette Tischgesellschaft und empfand den Tag überhaupt als inspirierend und bereichernd (soo viele kreative Leute!). Bin ich froh, dass ich mich hingetraut habe :-)
Das Geschenk, bzw. die 'Verpackung' machte mir aber einiges Kopfzerbrechen, denn das Paar hatte sich Spenden für einen guten Zweck erbeten. Die Spendenquittung sollte in eine Karte eingeklebt/-legt werden. Dass ich die Karte selbst gestalten würde, keine Frage, aber wie... Eine Idee fand ich in meinem Lieblingsbuch von Karin Holmberg, das ich hier schon mal vorgestellt habe.
Die Karte besticken, natürlich, warum denn auch nicht?! :-D
Auf einem Geschirrtuch habe ich die Löcher durchs Papier vorgestochen, mit einer sehr dünnen (Perlen-)Nadel und zweifädigem Stickgarn (mit Farbübergängen) habe ich das Muster gestickt.
Mit einem weiteren Kartenkarton habe ich die Stickerei überklebt und dort auch die Quittung eingeklebt. Auf der rechten Seite schrieb ich die Glückwünsche und fertig war die selbstgemachte, edle Hochzeitskarte!

Dienstag, 23. August 2016

genäht: Neuer Geldbeutel - für neues Geld

In Schweden gibt es seit dem 30. Juni dieses Jahres neue 20er, 50er und 1000er-Scheine. Statt Selma Lagerlöf und Nils gibt es jetzt Astrid Lindgren und Pippi.
Bei der Gelegenheit wünschte sich mein Mann einen neuen Geldbeutel, da die neuen Scheine breiter sind und der alte, von seiner Cousine gefertigte Stoffgeldbeutel schon recht verschlissen war. Die Vorgaben waren sehr präzise und ich tat mein bestes, um die Wünsche zu erfüllen.
Kräftiger Jeansstoff aus Bio-Baumwolle wurde mit einem Geier und Wolken (nach einem Foto von der ersten Forschungsreise nach Tibet, 2006) bestickt.
Das Fach für die Scheine habe ich mit orangem Baumwollstoff gefüttert.
Zwei Kartenfächer und ein Münzfach waren gewünscht, in das eine Fach habe ich einen Stoffstreifen mit Angaben für den Notfall geschmuggelt genäht.
Ich dachte, dass die Verarbeitung schwieriger wäre, aber es ging sehr gut und ich habe Lust bekommen, auch für mich einen kleinen Geldbeutel zu nähen.

Montag, 22. August 2016

Tomatendschungel auf Balkonien

Auf unseren quadratischen Balkon ohne Vordach fällt manchmal Glitzerregen, ziemlich oft aber auch grauer Schnürlregen. Deshalb waren mir freilandtaugliche Tomaten sehr wichtig, mein Saatgut habe ich bei Dreschflegel bestellt. Auf 9 m² stehen mehr als 20 Eimer mit verschiedenen Tomaten und zeigen unterschiedliche Qualitäten, um mit dem Göteborger SommerWetter zurecht zu kommen. Für nächstes Jahr habe ich beim Finanzausschuss einen Folientunnel* beantragt ;-)
Obwohl ich zwischendurch immer viel schimpfe, machen mir die Tomaten viel Freude und ich hoffe, sie halten noch ein bisschen aus, so dass noch viele Früchte reifen können.

*Gewächshaus ist im Moment noch nicht drin und auch nach dem 2. Sommer hier, habe ich den Garten noch nicht ganz durchschaut. Eine fexible, preisgünstige Lösung ist mir also lieber...

Sonntag, 21. August 2016

Sonntagsfreude 12/2016: Paradiesfrüchte

Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine 
Sonntagsfreude sind :)
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Maria, die bei Rita weitergeführt wird

Trotz schlechter Voraussetzungen können wir seit ein paar Wochen laufend eigene Tomaten vom Balkon ernten. Farbenfrohe Bio-Kugeln, täglich auf dem Teller und besonders zum Sonntagsessen eine Sonntagsfreude.

Samstag, 20. August 2016

Mindfulness mit Kaninchen/Hase

Gestern Abend saß ich erschöpft auf der Treppe ins Obergeschoss.

Eine an sich schöne Holztreppe, bis vor kurzem aber wegen ihrer vermeintlichen Schmuddeligkeit aber kein Lieblingsplatz. Bis ich am Ende der Sommerferien die Muse hatte, sie noch mal ausführlich mit Bürste und Schmierseife zu behandeln. Wie sich heraus stellte, handelt es sich, wie so vieles im Haus, nur um hartnäckigen Schmutz der letzten 20 Jahre. Abschleifen ist völlig unnötig, noch zwei, drei Behandlungen mit der Bürste und die Treppe ist wie neu ;-) Und so sitze ich nun eben öfter abends auf der Treppe und genieße die Abendsonne oder schaue einfach gedankenverloren in den Garten.

Als ich nun eben gestern auf der Treppe saß, dem Hasen* beim Apfelessen zuschaute, gingen mir viele Gedanken durch den Kopf. Der anstrengende Schulbeginn, der mich mit ungewohnter Heftigkeit überrascht hatte (jaja, auch wenn viele sagen, dass Lehrer viel zu lange frei haben, fühle ich mich nach dem letzten Schuljahr noch nicht wirklich wieder bereit...), hatte sich bereits festgesetzt und verlangte viele Gedankenrunden. Die lange To-Do-Liste fürs Wochenende, um mit Haus und Garten wieder hinterher zu kommen, ratterte gleich hinterher. Die Frustration, über zu wenig Kraft, Energie und Atemlöcher, legte sich wie ein schwerer Mantel über alles. Meine müden Augen blinzelten, schauten hinaus in den Garten, beobachteten die Bewegungen des Tieres, das Kauen, wie es erst von dem einen, dann von dem anderen Apfel probierte und schließlich in den Abend davon hoppelte.
Als ich von der Treppe aufstand, merkte ich, dass die Gedanken zu Ende waren, der Kopf hatte fertig gedacht und ich war ganz ruhig und fiel erschöpft-entspannt ins Bett. Erste Schulwoche geschafft, mit viel Potential für neue Routinen, Möglichkeiten und Chancen.

*In meiner Kindheit hießen alle hasenartige Tiere 'Hasen', deshalb behalte ich das bei, auch wenn es sich hierbei wohl um ein Kaninchen handelt. Experten dürfen sich gerne in den Kommentaren dazu äußern ;-)

Mittwoch, 10. August 2016

Yarn along 7/2016: Summer

Knitting: Martina Behm's Trillian
Reading: Cristina Caboni - Die Honigtöchter (german)


Auf meinen Nadeln befindet sich das Tuch Trillian von Martina Behm. Die Wolle hat eine besondere Blog-Freundin selbst gefärbt und das Tuch ist auf unzähligen Autofahrten während des Sommers schon schön gewachsen. Ein paar längere Reise stehen noch an, bevor wir im Herbst ganz 'häuslich' werden, und ich hoffe, dass das Tuch bald fertig wird. Ende August will ich ein Zwischenresümee zum Strickkalender ziehen.

Dienstag, 9. August 2016

In der Küche: Tabouleh

Der warmfeuchte Juli ließ die Petersilie wachsen und was lag da näher, als leckere Tabouleh zum Mittagessen zu machen?
Rezepte gibt es im Internet (und natürlich in Kochbüchern!) mehr als genug, ich machte es mit dem was da war: Bulgur vom Vortag, vielen überreife Tomaten, noch mehr Petersilie, ein paar Minzblättchen und ein Dressing mit viel Zitronensaft.

Montag, 8. August 2016

Neustart

Irgendwie war dieses Frühjahr die Luft raus, der Blog wurde mehr zur lästigen Pflicht als zum bereichernden Forum, in dem ich gerne einen Ausschnitt meines Lebens mitteilte. Die Sommerpause war dringend nötig und ergab sich von selbst. Ich genoss es, einfach nur "passiv" im Internet zu sein, beziehungsweise an vielen Tagen nicht mal online zu gehen. Wenn ich aber im www unterwegs war, habe ich mich ein bisschen umgeschaut, was es so an neuen Entwicklungen, v.a. im ästhetischen Sinne gibt, zu welchen Themen ich immer wieder zurück komme, was ich an qualitativen Inhalten schätze.
Entsprechend werde ich auch gleitend hier ein paar Änderungen machen, Anpassungen vornehmen, wo es mir sinnvoll und nötig erscheint. Ich glaube, die Blogunlust ergab sich auch aus einem gewissen Wiederholungseffekt, das Gefühl, alles vieles schon mal geschrieben zu haben. In den kommenden Monaten wird es also weniger Schweden, dafür mehr Garten, Küche und Handarbeiten geben. Dann werden wir sehen.
Ich freue mich, diesen Platz hier neu zu beleben, neu zu gestalten und auf eure Kommentare und Rückmeldungen.