Seit dem Sonntag nach Mittsommer beherrscht eine anhaltende Nordostströmung das Wettergeschehen, eine Nacht sogar mit Bodenfrost. Die Tageshöchstemperatur ist da eher herbstlich. Manchmal sorgt aber die liebe Sonne für milde Temperaturen und da kann man es an der Hauswand durchaus aushalten und so tun, als wäre Sommer :-)
Freitag, 27. Juni 2014
Freitag, 20. Juni 2014
Montag, 16. Juni 2014
Samstag, 14. Juni 2014
Sommeridee: Selbstgemachte Stempel!
Bei der lieben Steffi habe ich sie schon öfter gesehen, jetzt wollte ich es auch selber ausprobieren: Stempel aus Radiergummi geschnitzt. In Schweden werden ja die Arbeitsmaterialien von der Schule gestellt und am Ende des Schuljahres entsorgt. So habe ich mir einige Radiergummis mit nach Hause genommen und habe losgelegt. Ich bin total begeistert, wie einfach und effektiv das ist. Als Farbe benutze ich einfach Wasserfarben und trage sie mit dünnen Pinseln auf. Die Flaggen und Zitronen sind inzwischen auch dazu gekommen und wer weiß, was diesen Sommer noch alles für Stempel entstehen ...
Mittwoch, 11. Juni 2014
Ferienzeit = computerfreie Zeit
Ein paar Einträge habe ich aber noch vorbereitet und ich vielleicht schicke ich auch ab und zu virtuelle Postkarten. Ganz zurück in Stadt und Arbeit bin ich wieder ab Anfang August. Habt einen feinen Sommer!
Sonntag, 8. Juni 2014
Sonntagsfreude: Abgeschlossen
Hurra, hurra, hurra! Die Weiterbildung ist vorbei! 2 ganze Jahre, so schnell und doch so langsam...
Ich habe meine allerletzte Hausarbeit eingereicht, zwei Präsentationen gehalten - und kann es immer noch nicht glauben. Diese Weiterbildung war ein Projekt, das uns ganz schön auf Trab gehalten hat. Sicher hat auch mein Mann einiges in Sachen Pädagogik gelernt, musste er doch immer alles Korrektur lesen ;) Jetzt fühlt es sich ein bisschen komisch und leer an, aber wenn nächsten Donnerstag auch an der Schule die Sommerferien beginnen, dann werde ich das sicher besser realisieren können und die ersten "echten" Ferien umso mehr genießen.Und wenn ich die letzten Noten bekommen haben werde, dann kann ich mich um meine ganzen Dokumente bemühen...
Ich bleibe übrigens am Sprachzentrum und arbeite noch mindestens ein weiteres Jahr als Muttersprachlehrerin. Das hat sich nun so ergeben und ist für den Augenblick ganz in Ordnung.
Mehr Sonntagsfreudensammler gibt es auch in diesem Jahr wieder auf dem Kreativberg.
Samstag, 7. Juni 2014
In der Küche: Zitronengetränk
Ehrlich gesagt habe ich im Moment ein bisschen den Überblick verloren, was ich hier am Blog schon mal geschrieben habe. Zum Beispiel fiel mir gestern - nachdem ich meinen Eintrag geschrieben hatte - auf, dass ich letztes Jahr schon etwas Ähnliches geschrieben hatte. Ich hätte also auch ganz einfach bei mir selber nachlesen können und hätte nicht noch mal Zeitungen und Wikipedia bemühen müssen. Seufz! Ich hoffe, ich kann es mir fürs nächste Jahr merken ;)
Genau so unsicher bin ich mir, ob ich folgendes Rezept nicht auch schon mal hier veröffentlicht habe - oder es nur veröffentlichen wollte!-, aber ich konnte es jetzt auf die Schnelle nicht finden, also gehe ich davon aus, dass es 'neu' ist. Es stammt aus der Zeitschrift Allt om mat und ist ein Grundrezept für einen Art Zitronensirup, den man dann entweder mit stillem Wasser oder mit Mineralwasser ( -> schmeckt dann wie Zitronen-Kracherl/Limo) aufgießen kann. Da ich im (Internet-)Radio gehört habe, dass es zumindest in Bayern am Pfingstwochenende rekordwarm werden soll, kann so eine Erfrischung sicher nicht schaden. Übrigens, ich habe heute auch so einen Sirup angesetzt, allerdings nur die halbe Menge, das wird nämlich ganz schön viel...
Hinweis: Ich verwahre die angebrochenen Flaschen dann im Kühlschrank auf. Und - zersteut wie ich momentan bin - habe ich zuerst alle drei Zitronen geschält, dann aber die Schale von mind. 2 wieder entfernt, da der Sirup sonst bitter wird. Auch habe ich improvisiert und statt zwei alle drei Zitronen, die weg mussten, verwendet. Wird halt fruchtiger werden...
Genau so unsicher bin ich mir, ob ich folgendes Rezept nicht auch schon mal hier veröffentlicht habe - oder es nur veröffentlichen wollte!-, aber ich konnte es jetzt auf die Schnelle nicht finden, also gehe ich davon aus, dass es 'neu' ist. Es stammt aus der Zeitschrift Allt om mat und ist ein Grundrezept für einen Art Zitronensirup, den man dann entweder mit stillem Wasser oder mit Mineralwasser ( -> schmeckt dann wie Zitronen-Kracherl/Limo) aufgießen kann. Da ich im (Internet-)Radio gehört habe, dass es zumindest in Bayern am Pfingstwochenende rekordwarm werden soll, kann so eine Erfrischung sicher nicht schaden. Übrigens, ich habe heute auch so einen Sirup angesetzt, allerdings nur die halbe Menge, das wird nämlich ganz schön viel...
Hinweis: Ich verwahre die angebrochenen Flaschen dann im Kühlschrank auf. Und - zersteut wie ich momentan bin - habe ich zuerst alle drei Zitronen geschält, dann aber die Schale von mind. 2 wieder entfernt, da der Sirup sonst bitter wird. Auch habe ich improvisiert und statt zwei alle drei Zitronen, die weg mussten, verwendet. Wird halt fruchtiger werden...
Freitag, 6. Juni 2014
6. Juni
Heute ist Schwedens Nationaltag, aber weder ich noch die meisten Schweden sind sich wohl so richtig sicher, was man dabei eigentlich feiert. Die Fahne? Die königliche Familie? Die Nation? Neue Mitbürger? 200 Jahre Frieden?
Ich habe versucht, mich mal schlau zu machen, denn es interessiert mich ja schon, warum man diesen Feiertag, der immerhin erst seit 2005 ein gesetzlicher ist, hier begeht. Die Fahne ist an diesem Tag allgegenwärtig, aber das ist nichts einmaliges, denn egal ob am Weihnachtsbaum oder bei derAbiturfeier, die Fahne und die Nationalfarben sind immer dabei. Trotzdem war der 6. Juni erstmal der Tag der schwedischen Fahne (bis 1983). Die königliche Familie wiederum hat an diesem Tag zwar viele Aufträge/Auftritte und bei der abendlichen Feier im Skansen wird zwar ein vierfaches Hurra auf sie ausgebracht, aber so richtig ihr Tag ist es nicht. Im Nachbarland Norwegen feiert man ja beispielsweise am 17. Mai die Unabhängigkeit und das eigene Grundgesetz, aber Schweden brauchte sich in der jüngsten Geschichte von niemanden befreien oder unabhängig erklären. Von daher kann in diesem Jahr auch wirklich 200 Jahre Frieden gefeiert werden, aber schon nächstes Jahr ist dieses Junibläum überholt. Komisch ist das alles also schon, zumal der 6. Juni auch eben erst seit 1983 der Nationaltag ist.
Immerhin werden leckere Erdbeertortenrezepte in den Tageszeitungen publiziert, denn ein Feiertag verlangt auch nach einer Torte - aber bitte mit Fähnchen drauf!
Außerdem weisen die Tageszeitungen auf mögliche Veranstaltungen hin, so wie das Kinderschminken im Skansen oder ein Trabrennen auf einer Wiese in der Innenstadt. Wenn man diese Veranstaltungshinweise durchliest, stößt man also immer wieder auf das legendäre Freilichtmuseum Skansen - und hier kommt man langsam zum Ursprung des 6. Juni: Laut der Pressesprecherin des Skansens wollte dessen Gründer Artur Hazelius ein Frühlingsfest feiern und wählte dafür den Tag, an dem Gustav Vasa zum ersten schwedischen König gekrönt wurde - den 6. Juni. Später kam noch eine Regierungserklärung zur Regierungsform am 6. Juni 1809 hinzu und so stand dieser Tag fest.
Gefeiert wird dieser Tag also mit verschiedenen kulturellen Veranstaltungen, feierlichen Einbürgerungszeremonien für neue Mitbürger, einer Fahrt der Königsfamilie in offenen Wagen durch die Stadt - ja, und mit Erdbeertorte.
Dabei feiern diesen Tag aber nicht wirklich viele Schweden, die meisten nutzen in einfach als extra freien Tag - sofern dies ein 'echter' freier Tag ist. Als 2005 der Nationaltag ein gesetzlicher Feiertag wurde, hat man dafür nämlich den Pfingstmontag als solchen gestrichen - sehr zum Ärgernis vieler. Denn der Pfingstmontag ist immer ein freier Montag, der 6. Juni hingegen kann ja auch auf einen Samstag oder Sonntag fallen und dann hat man leidlich wenig davon...
Mein Beitrag heute war, dass ich ein paar Fähnchen gestempelt und Grüße aus Schweden verschickt habe ;)
Ich habe versucht, mich mal schlau zu machen, denn es interessiert mich ja schon, warum man diesen Feiertag, der immerhin erst seit 2005 ein gesetzlicher ist, hier begeht. Die Fahne ist an diesem Tag allgegenwärtig, aber das ist nichts einmaliges, denn egal ob am Weihnachtsbaum oder bei derAbiturfeier, die Fahne und die Nationalfarben sind immer dabei. Trotzdem war der 6. Juni erstmal der Tag der schwedischen Fahne (bis 1983). Die königliche Familie wiederum hat an diesem Tag zwar viele Aufträge/Auftritte und bei der abendlichen Feier im Skansen wird zwar ein vierfaches Hurra auf sie ausgebracht, aber so richtig ihr Tag ist es nicht. Im Nachbarland Norwegen feiert man ja beispielsweise am 17. Mai die Unabhängigkeit und das eigene Grundgesetz, aber Schweden brauchte sich in der jüngsten Geschichte von niemanden befreien oder unabhängig erklären. Von daher kann in diesem Jahr auch wirklich 200 Jahre Frieden gefeiert werden, aber schon nächstes Jahr ist dieses Junibläum überholt. Komisch ist das alles also schon, zumal der 6. Juni auch eben erst seit 1983 der Nationaltag ist.
Immerhin werden leckere Erdbeertortenrezepte in den Tageszeitungen publiziert, denn ein Feiertag verlangt auch nach einer Torte - aber bitte mit Fähnchen drauf!
Außerdem weisen die Tageszeitungen auf mögliche Veranstaltungen hin, so wie das Kinderschminken im Skansen oder ein Trabrennen auf einer Wiese in der Innenstadt. Wenn man diese Veranstaltungshinweise durchliest, stößt man also immer wieder auf das legendäre Freilichtmuseum Skansen - und hier kommt man langsam zum Ursprung des 6. Juni: Laut der Pressesprecherin des Skansens wollte dessen Gründer Artur Hazelius ein Frühlingsfest feiern und wählte dafür den Tag, an dem Gustav Vasa zum ersten schwedischen König gekrönt wurde - den 6. Juni. Später kam noch eine Regierungserklärung zur Regierungsform am 6. Juni 1809 hinzu und so stand dieser Tag fest.
Gefeiert wird dieser Tag also mit verschiedenen kulturellen Veranstaltungen, feierlichen Einbürgerungszeremonien für neue Mitbürger, einer Fahrt der Königsfamilie in offenen Wagen durch die Stadt - ja, und mit Erdbeertorte.
Dabei feiern diesen Tag aber nicht wirklich viele Schweden, die meisten nutzen in einfach als extra freien Tag - sofern dies ein 'echter' freier Tag ist. Als 2005 der Nationaltag ein gesetzlicher Feiertag wurde, hat man dafür nämlich den Pfingstmontag als solchen gestrichen - sehr zum Ärgernis vieler. Denn der Pfingstmontag ist immer ein freier Montag, der 6. Juni hingegen kann ja auch auf einen Samstag oder Sonntag fallen und dann hat man leidlich wenig davon...
Mein Beitrag heute war, dass ich ein paar Fähnchen gestempelt und Grüße aus Schweden verschickt habe ;)
Donnerstag, 5. Juni 2014
Sommerliches Strickprojekt
Endlich habe ich wieder "etwas Vernüftiges" auf den Nadeln: Einen Schal für schwedische Sommerabende und Sommerregentage, aus diesem edlen Seidengarn, das ich mir 2011 eben bei Mylys in Hamburg gekauft habe (das war vielleicht der wichtigste Programmpunkt dieses Ausflugs...). Ich stricke nach diesem Muster, allerdings mit drei statt zwei Mustersätzen. Ideal für Sonnenstunden auf der Haustreppe...
Mittwoch, 4. Juni 2014
Loppis heißt Flohmarkt
Einige kleine Kännchen und Becher sind bei mir eingezogen, um mit vielen sommerlichen Sträußen gefüllt zu werden.
Dienstag, 3. Juni 2014
Tante werden
... ist nicht schwer, Tante sein dagegen sehr - im Moment eine ziemliche Herausforderung...
In der Nacht von Samstag auf Sonntag bin ich Tante eines kleinen Mädchens geworden und seitdem schwanke ich zwischen Faszination und Freude auf der einen Seite, und Trauer, Wut und Neid auf der anderen. Es beschäftigt mich, meine Gedanken kreisen - trotz ausreichender anderer Beschäftigung - immer wieder darum, v.a. um das Warum.
Ich wusste, dass das Kind innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens auf die Welt kommen würde und trotzdem hat es mich wieder kalt erwischt. Ich bin noch nicht so weit, es reicht so wenig um mich aus der Bahn zu bringen, die Wunden platzen viel zu leicht wieder auf. Da ist dann wieder die alte Wut auf meinen Körper, grundlose Endlos-Diskussionen mit dem Mann und übermäßiges Selbstmitleid. Durchgeweinte Nächte, innere Einsamkeit und das Ausfahren meiner Stacheln. Ich kann tatsächlich eine Stadtbusfahrt damit verbringen, die zahlreichen (!) Schwangeren und Mütter mit Babys an den Haltestellen und im Bus zu zählen und gleichzeitig mich selber damit martern, dass ich ja nie dazu gehören werde. (Objektiv betrachtet, total absurd, aber so ist es...) Gleichzeitig halte ich diesen Zustand immer weniger aus und wünsche mir, ich könnte mich doch einfach nur freuen, froh und zufrieden sein.
Geduld ist nicht meine starke Seite, aber ich brauche sie wohl. Mit mir und mit anderen. Es warten diesen Sommer noch mehr 'Herausforderungen' auf mich und ich hoffe, dass ich immer besser darauf vorbereitet sein werde. Ich hoffe aber auch, dass ich nachsichtig mit mir sein kann und mir den indiviuellen Zeitrahmen zugestehe, den ich wohl brauche, damit meine Gefühle heilen und sich normalisieren können.
Seit ich offener damit umgehe, geht es mir einerseits besser: Ich brauche keine Energie mehr darauf verwenden um mich zu verstecken, verstellen, Normalität zu heucheln. Andererseits, ist das nur ein kleiner Aspekt, der Gipfel eines Eisbergs, den ich in mir und um mich herum noch zum Schmelzen bringen will und muss.
Ich habe mich entschieden, dass ich es mir erlaube, hier - wenn mir danach ist - über meine Gedanken und Gefühle zu schreiben, weil es mir hilft, diese Gedanken dann auch ziehen zu lassen und sie nicht noch weiter zu verfolgen. Stattdessen schicke ich sie hinaus in die Unendlichkeiten des www...
In der Nacht von Samstag auf Sonntag bin ich Tante eines kleinen Mädchens geworden und seitdem schwanke ich zwischen Faszination und Freude auf der einen Seite, und Trauer, Wut und Neid auf der anderen. Es beschäftigt mich, meine Gedanken kreisen - trotz ausreichender anderer Beschäftigung - immer wieder darum, v.a. um das Warum.
Ich wusste, dass das Kind innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens auf die Welt kommen würde und trotzdem hat es mich wieder kalt erwischt. Ich bin noch nicht so weit, es reicht so wenig um mich aus der Bahn zu bringen, die Wunden platzen viel zu leicht wieder auf. Da ist dann wieder die alte Wut auf meinen Körper, grundlose Endlos-Diskussionen mit dem Mann und übermäßiges Selbstmitleid. Durchgeweinte Nächte, innere Einsamkeit und das Ausfahren meiner Stacheln. Ich kann tatsächlich eine Stadtbusfahrt damit verbringen, die zahlreichen (!) Schwangeren und Mütter mit Babys an den Haltestellen und im Bus zu zählen und gleichzeitig mich selber damit martern, dass ich ja nie dazu gehören werde. (Objektiv betrachtet, total absurd, aber so ist es...) Gleichzeitig halte ich diesen Zustand immer weniger aus und wünsche mir, ich könnte mich doch einfach nur freuen, froh und zufrieden sein.
Geduld ist nicht meine starke Seite, aber ich brauche sie wohl. Mit mir und mit anderen. Es warten diesen Sommer noch mehr 'Herausforderungen' auf mich und ich hoffe, dass ich immer besser darauf vorbereitet sein werde. Ich hoffe aber auch, dass ich nachsichtig mit mir sein kann und mir den indiviuellen Zeitrahmen zugestehe, den ich wohl brauche, damit meine Gefühle heilen und sich normalisieren können.
Seit ich offener damit umgehe, geht es mir einerseits besser: Ich brauche keine Energie mehr darauf verwenden um mich zu verstecken, verstellen, Normalität zu heucheln. Andererseits, ist das nur ein kleiner Aspekt, der Gipfel eines Eisbergs, den ich in mir und um mich herum noch zum Schmelzen bringen will und muss.
Ich habe mich entschieden, dass ich es mir erlaube, hier - wenn mir danach ist - über meine Gedanken und Gefühle zu schreiben, weil es mir hilft, diese Gedanken dann auch ziehen zu lassen und sie nicht noch weiter zu verfolgen. Stattdessen schicke ich sie hinaus in die Unendlichkeiten des www...
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