Unser tägliches Brot ist nicht nur tägliche Nahrung, es ist auch Heimat und Wohlbefinden. Es ist ja kein Geheimnis, dass die Skandinavier nicht gerade die Bäckermeister schlechthin sind. Im Gegenteil: Wer schon mal im Urlaub vier Wochen lang labbriges, süßliches Brot essen musste, sehnt die erste Bäckerei hinter der dänischen Grenze herbei. Inzwischen gibt es zwar (wieder) kleinere Handwerksbäckereien, die sich aber viel an der französischen Backkunst orientieren, d.h. viel helles Weizensauerteigbrot. Auch "deutsche" Bäckereien gibt es, die kräftiger gewürztes Brot anbieten, aber doch nicht das gleiche wie ein "Würzlaiberl" vom Bäcker in Niederbayern.
An guter Literatur ist hier inzwischen einiges zusammengekommen und ich könnte zudem noch etliche Kochbücher aufführen, die auch Brotrezepte enthalten z.B. die von Saltå Kvarn. Das englische Vollkornbackbuch habe ich mir in einer Museumsmühle in Minneapolis gekauft, die drei schwedischen in der oberen Reihe habe ich alle geschenkt bekommen. Wirklich viele tolle Rezepte sind im Buch Drunter&Drüber, das Brot für Genießer enthält vor allem viele pfiffige Ideen. Das Buch Gutes Brot von Roswitha Huber ist ja inzwischen ein Standardwerk und bei mir schon gut durchgeblättert, manche Rezepte kann ich schon auswendig. Die beiden Bücher von Lutz Geissler habe ich zu Weihnachten bekommen und ich bin in der Erprobungsphase. Mit dem Heft Brot backen hat mich heute eine liebe Freudin überrascht: So passend und was für ein schöner Wochenendstart mit lieber Post 😊. Brot&Brötchen habe ich auch schon lange, aber es ist nicht so viel in Gebrauch. Die Lust auf Genuss zum Thema Brot backen hat mir meine Mama im Herbst mitgebracht.
Im Wohnzimmer steht meine Mehltruhe. Das Zirbenholz hat mir mein Bruder, der in Davos wohnt, geschenkt und mein Papa hat die Truhe gebaut. 💛 Es ist nicht einfach ganzes Getreide in guter (!) Qualität zu bekommen. Oft nehmen wir im Sommer einige Kilo aus Bayern mit, im Moment decke ich meinen umfangreichen Bedarf mit 700g-Packungen, ebenfalls von Saltå Kvarn, was aber wirklich nicht günstig ist. Zudem gibt es im Moment keinen ganzen Roggen (laut Firmen-Homepage auch hier ein Qualitätsproblem...), so dass ich Roggenschrot gekauft habe, den ich weiter vermahle. In Schweden gibt es auch keine Mehltypen und an Vollkornmehl gibt es einzig Grahamsmehl. Andere komische Mehlsorten sind z.B. Rågsikt (im Bild oben rechts). Da steht zwar Roggen drauf, das Roggenmehl ist aber mit bis zu 60% Weizenmehl vermischt.
Eine Kuriosität in der Mehltruhe ist das Kastanienmehl, das ich demnächst ausprobieren werde.
Vollkornmehl ist für uns das A und O. Seit zwei, ja bald drei Jahren habe ich die Mühle nun und an den Werten, die meinen Mann aufgrund einer chronischer Krankheit* regelmäßig testen lassen muss, können wir die Verbesserung schwarz auf weiß ablesen. Dass ich gutes Brot selber backe, tut uns also gut, seelisch und auch körperlich.
Die Mühle habe ich auf einem Geschirrtuch stehen, was es mir möglich macht, die schwere Mühle auf der Arbeitsfläche leicht nach hinten und vorne zu bewegen. Unter meiner Steinarbeitsplatte ist noch ein Holzbrett zum Ausziehen. Perfekt für die Rührschüssel darunter. 😊
Auf der einen Arbeitsfläche in der Küche stehen nicht immer nur das Mehlsieb und die Mühle bereit, sondern auch der Brotkasten, in dem ich unser Brot problemlos aufbewahre. Im Vordergrund seht ihr noch den Backstein, den ich viel benutze, auch für Pizza u.ä. Und er hat gar nichts gekostet, weil er beschädigt war (die Delle an der Vorderkante)... Ein breiter Pinsel zum Mehl ab-/wegkehren, ein Kruskavel für Knäckebrot sowie zwei Gärkörbchen machen meine Ausrüstung komplett. Achja, die "Schaufel" für die Teiglinge hat mir auch mein Papa gemacht, so dass sich die Laibe leichter auf den Backstein überführen lassen. Ansonsten benutze/zweckentfremde ich andere Gegenstände in der Küche wie Kastenformen oder einen gusseisernen Topf.
Ich bin zuversichtlich, dass das mit der Brotselbstversorgung gut klappt, zudem ich auch immer Überschuss einfrieren kann. Freude bereitet es mir auf jeden Fall!
Die Brotgewürze bekommen natürlich ein eigenes Beet im erweiterten Garten!
*Die überhaupt nichts mit unserer Kinderlosigkeit zu tun hat.
Posts mit dem Label Brot werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Brot werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 12. Januar 2018
Sonntag, 7. Januar 2018
Meine Kalenderwoche 1
Ein neues Jahr - ein neuer Versuch
Eure lieben Kommentare waren sehr deutlich: Es wird gewünscht, dass es hier am Blog weitergeht. Ich habe die Tage zwischen den Jahren genutzt und überlegt, was möglich, realistisch und gut für mich sein könnte. Mir macht ja das Schreiben und Fotografieren nach wie vor sehr viel Spass, nur stelle ich mir manchmal mit meinen hohen Ansprüchen selbst ein Bein und das Ergebnis ist gar kein Eintrag anstelle von ein paar kürzeren und anspruchsloseren...
Nun glaube ich eine Lösung gefunden zu haben. Mein Plan ist, euch jeden Sonntag einen Einblick in meine kreative Woche zu geben, mit Bildern und kurzen (!) Notizen. Außerdem habe ich vor, einmal pro Monat einen Thema-Beitrag zu beispielseweise Brot, Garten, Handarbeit oder Schweden zu schreiben. Wir werden sehen...
Woche 1
Gehandarbeitet: Ein neuer Versuch, einen Pullover für meinen Mann zu stricken. Immer noch Finkhofwolle, Merino dick.
Gelesen: "Unterleuten" von Juli Zeh. Ich habe den Roman verschlungen, sehr empfehlenswert!
Geerntet: Den letzten Grünkohl. Mein Mann hat Grünkohlpfannenkuchen gemacht, die sehr lecker waren.
Gesät: Ruccola, Kresse, gelbe Erbsen für Erbsengrünlinge in den Salat, Sprossen angesetzt.
Gebacken: 2018 wollen wir kein Brot kaufen, aber es gibt einen Joker pro Monat. Seit wir zurück im Häuschen sind habe ich Sonnenblumensemmeln und ein Körnerbrot im Topf nach Lutz Geissler gebacken. Außerdem werden heute noch zwei Sauerteig-Roggenbrote in den Ofen wandern.
Gesehen: Die Zaubernuss, die ich letztes Jahr gesetzt habe, blüht schon! 💛
Gemalt: Eine Christrose, die ich aus meiner Haustürenbepflanzung gepflückt habe.
Ich wünsche Euch von Herzen einen schönen Sonntag und einen guten Start in die 2. Woche des Jahres!
Eure lieben Kommentare waren sehr deutlich: Es wird gewünscht, dass es hier am Blog weitergeht. Ich habe die Tage zwischen den Jahren genutzt und überlegt, was möglich, realistisch und gut für mich sein könnte. Mir macht ja das Schreiben und Fotografieren nach wie vor sehr viel Spass, nur stelle ich mir manchmal mit meinen hohen Ansprüchen selbst ein Bein und das Ergebnis ist gar kein Eintrag anstelle von ein paar kürzeren und anspruchsloseren...
Nun glaube ich eine Lösung gefunden zu haben. Mein Plan ist, euch jeden Sonntag einen Einblick in meine kreative Woche zu geben, mit Bildern und kurzen (!) Notizen. Außerdem habe ich vor, einmal pro Monat einen Thema-Beitrag zu beispielseweise Brot, Garten, Handarbeit oder Schweden zu schreiben. Wir werden sehen...
Woche 1
Gehandarbeitet: Ein neuer Versuch, einen Pullover für meinen Mann zu stricken. Immer noch Finkhofwolle, Merino dick.
Gelesen: "Unterleuten" von Juli Zeh. Ich habe den Roman verschlungen, sehr empfehlenswert!
Gesät: Ruccola, Kresse, gelbe Erbsen für Erbsengrünlinge in den Salat, Sprossen angesetzt.
Gebacken: 2018 wollen wir kein Brot kaufen, aber es gibt einen Joker pro Monat. Seit wir zurück im Häuschen sind habe ich Sonnenblumensemmeln und ein Körnerbrot im Topf nach Lutz Geissler gebacken. Außerdem werden heute noch zwei Sauerteig-Roggenbrote in den Ofen wandern.
Gesehen: Die Zaubernuss, die ich letztes Jahr gesetzt habe, blüht schon! 💛
Gemalt: Eine Christrose, die ich aus meiner Haustürenbepflanzung gepflückt habe.
Ich wünsche Euch von Herzen einen schönen Sonntag und einen guten Start in die 2. Woche des Jahres!
Sonntag, 14. Mai 2017
Frühlingsfrische Brotzeit
Die Brotfrage ist bei uns ständig ein Thema. Als meine Eltern hier waren, war der Brotverbrauch recht hoch und wir konnten guten Gewissens einen Laib im Brotkasten haben, ohne dass der speziell alt wurde. Wenn man zu zweit ist und nur einer aus einer Brotkultur kommt, ist es schon schwieriger. Oft schneiden wir einen Laib auf und frieren Viertel ein, aber die sind immer zu viel, oder zu wenig, oder wir vergessen, das Brot rechtzeitig aufzutauen. Für unsere Zweisamzeit ist da Kleingebäck, sprich Semmeln, die bessere Wahl. So habe ich in letzter Zeit sehr oft die Brennnesselsemmeln gebacken, aber auch Krusties sind bei uns sehr beliebt.
Das Rezept kommt aus der Landlust März/April 2013 und man beginnt damit, 200 g Dinkelkörner mit kaltem Wasser aufzukochen, ausquellen und abkühlen zu lassen. Eventuell überschüssiges Wasser abgießen.
Für den Hefeteig brauch man
Aus dem Teig 16 Semmeln formen und nochmal kurz gehen lassen. Den Ofen auf 225 Grad vorheizen. Bevor man die Semmeln in den Ofen schiebt, werden sie kreuzförmig eingeschnitten und mit Wasser bestrichen. Man könnte sie auch noch mit Dinkelflocken bestreuen, aber das mache ich nicht (mehr), weil die oft nur runterfallen und/oder verbrennen.
Nach 10 Minuten bei 225°C senkt man die Hitze auf 200°C und lässt die Semmeln für weitere 15 Minuten im Ofen.
Während die Küche warm und wohlig wird, hört draußen auch der Regen auf. Ich stelle die Semmeln fürs Abendessen kurz im Korb zum Abkühlen auf die Terasse, ziehe die Gummistiefeln an und gehe in den Garten. Die Luft riecht so gut nach Frühling!
Unterm Küchenfenster habe ich einen Frühbeetkasten, den ich jetzt täglich beernten muss, denn das Grünzeug wächst schneller, als wir es essen können... Ich wähle Radieschen aus, die ohnehin zu nahe wachsen.
Ich gehe noch zu meinem anderen Frühbeet im "Gartl", wo ich andere Radieschen angesät habe. Ich möchte gerne die Farben vergleichen. Ich öffne die Terassentür einen Spalt und rufe meinem Mann zu: 'Könntest du bitte etwas Wasser zum Kochen bringen?' 'Für die Schnecken, oder?' frägt er zurück. Nun weiß er schon, was das bedeutet, wenn ich um kochendes Wasser bitte :-)
Schnecken (und Schlangen) sind das Schlimmste für mich. Ich kann mich so vor einer dicken Nacktschnecke ekeln, dass ich unkontrolliert einen spitzen Schrei ausstoße und wie Rumpelstilzchen hüpfe. Danach sehe ich mich um und hoffe, dass mich niemand gesehen hat, denn es war ja nur eine Schnecke, aber ich bringe es nicht fertig, mich nicht zu ekeln...
Also gibt es für mich nur drei Alternativen: Enten (im Moment aber hier nicht machbar, funktionieren aber sehr gut bei meinen Eltern), Bierfallen und kochendes Wasser. Im Moment sind noch nur kleinere Exemplare unterwegs, aber ich will ihnen von Anfang an keine Chance geben. Nach der Schneckenrunde hole ich noch das wohlverdiente rosa Radieschen und gehe mit meiner frühlingsfrischen Ernte ins Haus, das so gut nach frischem Brot riecht und mollig warm ist.
Frische knusprige Semmeln, Radieschen aus dem eigenen Garten, Bio-Nordsee-Käse und eine Radler aus Bayern, ein warmes, trockenes Häuschen und saftiges Grün vorm Fenster - einfache Dinge, die uns sehr reich machen!
Das Rezept kommt aus der Landlust März/April 2013 und man beginnt damit, 200 g Dinkelkörner mit kaltem Wasser aufzukochen, ausquellen und abkühlen zu lassen. Eventuell überschüssiges Wasser abgießen.
Für den Hefeteig brauch man
- 200 g Weizenmehl
- 200 g Weizenvollkornmehl
- 100 g Hartweizengrieß
- 100 g Körner (ich mische Leinsamen, Sesam und Sonnenblumenkerne zu gleichen Teilen)
- 2 TL Salz
- 2 EL Sonnenblumenöl
- 2 EL Honig
- 1/3 Würfel Hefe
- knapp 300 ml lauwarmes Wasser
Aus dem Teig 16 Semmeln formen und nochmal kurz gehen lassen. Den Ofen auf 225 Grad vorheizen. Bevor man die Semmeln in den Ofen schiebt, werden sie kreuzförmig eingeschnitten und mit Wasser bestrichen. Man könnte sie auch noch mit Dinkelflocken bestreuen, aber das mache ich nicht (mehr), weil die oft nur runterfallen und/oder verbrennen.
Nach 10 Minuten bei 225°C senkt man die Hitze auf 200°C und lässt die Semmeln für weitere 15 Minuten im Ofen.
Während die Küche warm und wohlig wird, hört draußen auch der Regen auf. Ich stelle die Semmeln fürs Abendessen kurz im Korb zum Abkühlen auf die Terasse, ziehe die Gummistiefeln an und gehe in den Garten. Die Luft riecht so gut nach Frühling!
Unterm Küchenfenster habe ich einen Frühbeetkasten, den ich jetzt täglich beernten muss, denn das Grünzeug wächst schneller, als wir es essen können... Ich wähle Radieschen aus, die ohnehin zu nahe wachsen.
Ich gehe noch zu meinem anderen Frühbeet im "Gartl", wo ich andere Radieschen angesät habe. Ich möchte gerne die Farben vergleichen. Ich öffne die Terassentür einen Spalt und rufe meinem Mann zu: 'Könntest du bitte etwas Wasser zum Kochen bringen?' 'Für die Schnecken, oder?' frägt er zurück. Nun weiß er schon, was das bedeutet, wenn ich um kochendes Wasser bitte :-)
Schnecken (und Schlangen) sind das Schlimmste für mich. Ich kann mich so vor einer dicken Nacktschnecke ekeln, dass ich unkontrolliert einen spitzen Schrei ausstoße und wie Rumpelstilzchen hüpfe. Danach sehe ich mich um und hoffe, dass mich niemand gesehen hat, denn es war ja nur eine Schnecke, aber ich bringe es nicht fertig, mich nicht zu ekeln...
Also gibt es für mich nur drei Alternativen: Enten (im Moment aber hier nicht machbar, funktionieren aber sehr gut bei meinen Eltern), Bierfallen und kochendes Wasser. Im Moment sind noch nur kleinere Exemplare unterwegs, aber ich will ihnen von Anfang an keine Chance geben. Nach der Schneckenrunde hole ich noch das wohlverdiente rosa Radieschen und gehe mit meiner frühlingsfrischen Ernte ins Haus, das so gut nach frischem Brot riecht und mollig warm ist.
Frische knusprige Semmeln, Radieschen aus dem eigenen Garten, Bio-Nordsee-Käse und eine Radler aus Bayern, ein warmes, trockenes Häuschen und saftiges Grün vorm Fenster - einfache Dinge, die uns sehr reich machen!
Donnerstag, 13. April 2017
Unser tägliches Brot: Frühlingsfrisch
Man braucht für ca. 20 Semmeln:
- 750 g Dinkelmehl (ich habe 150 g mit Vollkorndinkelmehl ersetzt)
- 50 g Rapsöl
- 20 g Honig
- 20 g Salz
- 21 g Hefe (ein halber Würfel)
- 1 dl getrocknete Brennnessel (ich habe losen Tee verwendet)
- 1/2 Liter handwarmes Wasser
Den Teig mit einem Tuch abdecken und 2 Stunden gehen lassen.
Den Teig auf ein gut bemehltes Backbrett geben, wieder mit Mehl bestäuben und mit den Händen nur leicht auseinander drücken. Auf keinen Fall mehr kneten!
Den Teig in ca. 20 Quadrate oder Rechtecke schneiden/stechen und auf ein Blech geben. Noch mal 30 Minuten unterm Tuch gehen lassen. Den Ofen auf 250°C vorheizen.
Die Semmeln ca. 12 Minuten backen.
Dazu gab es heute - frühlingsfrisch aus dem Garten - eine Kartoffel-Spinatsuppe mit Bärlauch und frischen Schnittlauch aufs Brot.
Freitag, 24. Februar 2017
Apfelliebe: Langsames Apfelbrot
Nachdem ich neulich schon mal das schnelle Apfelbrot gebacken hatte, nutzte ich die Ferien letzte Woche, um auch mal langsames Apfelbrot zu backen. Das Rezept kommt mal wieder von der wunderbaren Roswitha Huber, deren Buch "Gutes Brot" ich nur immer wieder wärmstens empfehlen kann.
Die Zutaten für das Tiroler Apfelbrot erinnern ein bisschen an das weihnachtliche Früchtebrot, was mir perfekt erschien, um endlich Trockenfrüchte-Reste verarbeiten zu können.
Zu 250 g Feigen und 250 g Rosinen kommen 200 g Rohrzucker und 500 g Dinkelvollkornmehl.
Ganze 750 g Boskop-Äpfel verlangt das Rezept, gut, dass wir noch so viel haben ;-) Diese werden grob mit der Schale gerieben und dann zusammen mit...
... 150 g ganzen Haselnüssen, 1 EL Kakao, 1 EL Zimt und 1 TL Nelkenpulver sowie 1 TL Salz und 1 Päckchen Backpulver in die Teigschüssel geben. Das Seltsame an diesem Rezept ist, dass man außer 50 ml Rum keinerlei andere Flüssigkeit zugibt.
Den Teig gut durchrühren (eine ausreichend große Schüssel verwenden! Ich benutzte meine 5 Liter-Schüssel), so dass alles gut vermischt wird. Man hat dann eine bröselige Mischung, die man über Nacht stehen lässt. Ich habe sie in den Vorratskeller, also kühl, gestellt.
Voila, am nächsten Tag ist der Teig toll durchgeweicht, die Äpfel haben ihre Feuchtigkeit abgegeben. Im Rezept steht nur, dass man zwei Wecken formen soll. Das erschien mir etwas schwierig, so dass ich den Teig fest in eine alte Eisdose gedrückt und dann gestürzt habe.
Die Wecken mit Rahm bestreichen und mit einer Gabel einstechen. Dann für 90 Minuten bei 180 Grad backen.
Ein eher schweres und kompaktes Brot, das aber himmlisch schmeckt. Ich esse es sowohl mit Käse als auch mit Marmelade, oder einfach nur mit Butter. Und es schmeckt gar nicht nur weihnachtlich, sondern es schmeckt nach mehr... Perfekt für kühle Spätwintertage :-)
Die Zutaten für das Tiroler Apfelbrot erinnern ein bisschen an das weihnachtliche Früchtebrot, was mir perfekt erschien, um endlich Trockenfrüchte-Reste verarbeiten zu können.
Zu 250 g Feigen und 250 g Rosinen kommen 200 g Rohrzucker und 500 g Dinkelvollkornmehl.
Ganze 750 g Boskop-Äpfel verlangt das Rezept, gut, dass wir noch so viel haben ;-) Diese werden grob mit der Schale gerieben und dann zusammen mit...
... 150 g ganzen Haselnüssen, 1 EL Kakao, 1 EL Zimt und 1 TL Nelkenpulver sowie 1 TL Salz und 1 Päckchen Backpulver in die Teigschüssel geben. Das Seltsame an diesem Rezept ist, dass man außer 50 ml Rum keinerlei andere Flüssigkeit zugibt.
Den Teig gut durchrühren (eine ausreichend große Schüssel verwenden! Ich benutzte meine 5 Liter-Schüssel), so dass alles gut vermischt wird. Man hat dann eine bröselige Mischung, die man über Nacht stehen lässt. Ich habe sie in den Vorratskeller, also kühl, gestellt.
Voila, am nächsten Tag ist der Teig toll durchgeweicht, die Äpfel haben ihre Feuchtigkeit abgegeben. Im Rezept steht nur, dass man zwei Wecken formen soll. Das erschien mir etwas schwierig, so dass ich den Teig fest in eine alte Eisdose gedrückt und dann gestürzt habe.
Die Wecken mit Rahm bestreichen und mit einer Gabel einstechen. Dann für 90 Minuten bei 180 Grad backen.
Ein eher schweres und kompaktes Brot, das aber himmlisch schmeckt. Ich esse es sowohl mit Käse als auch mit Marmelade, oder einfach nur mit Butter. Und es schmeckt gar nicht nur weihnachtlich, sondern es schmeckt nach mehr... Perfekt für kühle Spätwintertage :-)
Dienstag, 14. Februar 2017
Unser tägliches Brot: Herziges Polarbrot
Heute erreichte mich ein Brief aus den USA von meiner langjährigen Freundin R. Darin beschrieb sie, dass das Leben für sie und ihren Mann nun deutlich schwieriger ist, seit der neue President im Amt ist. Trotzdem lese ich viel Mut, Entschlossenheit und Liebe zwischen den Zeilen heraus. Das hat mich inspiriert, das Brot heute in Herzform zu backen. Die Welt braucht nämlich ganz viel Liebe und Mitmenschlichkeit - nicht nur am Valentinstag <3
Die Schwedenreisenden werden das Polarbrot (polarbröd) schon kennen, weiche, leicht süße Brotfladen, die sehr lange haltbar sind. Bei mir in der Schule ist es unter den Kindern das Pausenbrot Nr. 1. Da ich heute Zeit hatte und ohnehin ein Brot backen wollte, googlte ich rein aus Neugierde, ob es denn auch ein Rezept dazu gäbe. Polarbröd ist nämlich auch eine geschütze Marke, die jede Menge Rezeptvorschläge mit ihrem Brot im Internet veröffentlicht. Auf Lindas bakskola (tidningen hembakat) wurde ich allerdings fündig und ich legte gleich los:
Aus
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche relativ dick (7 mm) ausrollen und anschließend noch einmal mit dem Kruskavel drüber gehen. Sollte man keinen Kruskavel besitzen, kann man auch einfach mit der Gabel Löcher einstechen.
Runde Kreise (ca. 12 - 15 cm Durchmesser) oder Herzen ausstechen...
... und nochmal 30 Minuten gehen lassen. Während dessen den Ofen auf 250 (!) °C vorheizen.
Die Fladen ungefähr sieben Minuten backen und unter einem Tuch auskühlen lassen.
Bei uns gibt es heute dazu einen herzhaften Eintopf :-) Alles Liebe <3
Die Schwedenreisenden werden das Polarbrot (polarbröd) schon kennen, weiche, leicht süße Brotfladen, die sehr lange haltbar sind. Bei mir in der Schule ist es unter den Kindern das Pausenbrot Nr. 1. Da ich heute Zeit hatte und ohnehin ein Brot backen wollte, googlte ich rein aus Neugierde, ob es denn auch ein Rezept dazu gäbe. Polarbröd ist nämlich auch eine geschütze Marke, die jede Menge Rezeptvorschläge mit ihrem Brot im Internet veröffentlicht. Auf Lindas bakskola (tidningen hembakat) wurde ich allerdings fündig und ich legte gleich los:
Aus
- einem Würfel Hefe
- 1/2 Liter Milch
- 75 g zimmerwarme Butter
- 3/4 dl Sirup (Zuckerrübensirup; ich habe heute Ahornsirup benutzt)
- 1 1/2 TL Salz
- 4 dl (ca. 240 g) Roggenmehl
- 6 - 8 dl Weizenmehl
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche relativ dick (7 mm) ausrollen und anschließend noch einmal mit dem Kruskavel drüber gehen. Sollte man keinen Kruskavel besitzen, kann man auch einfach mit der Gabel Löcher einstechen.
Runde Kreise (ca. 12 - 15 cm Durchmesser) oder Herzen ausstechen...
... und nochmal 30 Minuten gehen lassen. Während dessen den Ofen auf 250 (!) °C vorheizen.
Die Fladen ungefähr sieben Minuten backen und unter einem Tuch auskühlen lassen.
Bei uns gibt es heute dazu einen herzhaften Eintopf :-) Alles Liebe <3
Freitag, 3. Februar 2017
Apfelliebe: Schnelles Apfelbrot
Jetzt ist aber glücklicherweise der fernsehfreie Februar ;-) und ich verrate euch endlich das Rezept für das schnelle Apfelbrot:
Zwei Kastenformen fetten und mit Semmelbröseln ausstreuen.
Den Ofen auf 175°C vorheizen.
In einer Schüssel alle trockenen Zutaten mischen:
- 4 dl Haferflocken
- 300 g feines Dinkelmehl
- 300 g Vollkorn-Dinkelmehl
- 1 dl Leinsamen
- 1 dl Sonnenblumenkerne
- 1 1/2 TL Salz
- 4 TL Bikarbonat (Backnatron)
- 2 geriebene Äpfel,
- 2 EL Honig und
- 9 dl (900 ml) flüssigen Magerjoghurt
Ich will auch noch die Gelegenheit nutzen und kurz Gesas Fragen von der Sonntagsfreude beantworten:
Nein, leider backe ich viel zu selten unser eigenes Brot. Ich hoffe, dass es aber wieder mehr wird. Seit November haben wir jetzt einen großen Gefrierschrank und mein Ziel ist es, eine Schublade nach und nach mit selbstgebackenem Brot zu füllen, so dass immer was da ist. Wenn ich in Deutschland bin, kaufe ich dort Brot ein und gefriere es teilweise ein. Ebenso gibt es in unserem Bioladen sehr gutes Brot.
Sauerteigbrot habe ich schon seit fast einem Jahr nicht mehr gemacht. Schade eigentlich...
Ich habe mehrere Alltagsbrote, die alle mit Hefe oder Backpulver bzw. Bikarbonat gebacken werden (z.B. Jakobs Dinkelbrot) und so recht flott gehen. Andererseits bin ich recht experimentierfreudig und teste auch gerne neue Rezepte.
Sonntag, 29. Januar 2017
Sonntagsfreude 2/2017: Unser tägliches Brot
Am Sonntag
einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die
ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung
schlicht und einfach eine
Sonntagsfreude sind :)
Auf Weihnachten haben wir diesen wunderschönen Zirbenholz-Brotkasten vom bayerischen Christkindl bekommen. Damit ist für mich ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Nun habe ich ihn auch endlich "eingeweiht", gut vier Wochen später, mit selbstgebackenem Brot.
Es ist eine Freude, diesen Kasten zu besitzen und damit die Möglichkeit haben, das selbst gebackene Brot gut aufbewahren zu können, ohne Plastik... Eine Form der Wertschätzung auch, für das eigene Handwerk, das eigene Essen.
Freude bereitet mir auch dieses schöne, von Hand bestickte Tuch, das meine Mama noch in die Brotdose hineingelegt hat. Unser tägliches Brot gib uns heute... Eine Erinnerung und eine Mahnung und auch ein Ausdruck der Dankbarkeit, was mir in diesen Tagen immer wieder bewusst wird - es ist in diesen Tagen nicht selbstverständlich, dass wir in Frieden und Freiheit leben können und dass wir immer täglich Brot und anderes in Fülle auf dem Tisch haben.
Abonnieren
Posts (Atom)