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Freitag, 20. Dezember 2019

Ein Kuchen für die Weihnachtsmaus

Gerade als ich die Päckchen mit den Gewinnen zur Post gebracht hatte und ich mir in der Küche einen warmen Tee machen wollte, entdeckte ich eine Menge angenagter Äpfel! Das kann doch nicht wahr sein, dachte ich mir. Eine Weihnachtsmaus in unserem Haus?!
Keine Frage, das Fraßbild war eindeutig: 4 kleine Zähnchen hatten die Äpfel angekabbert. Was blieb mir da anderes übrig, als die angenagten Exemplare zu verwerten?
Ich entschied mich für einen winterlichen Apfel-Rana-Kuchen (Rana - Rote Beete - Randen) für den man folgende Zutaten braucht:
Wie immer sind die Zutaten in schwedischen Rezepten in Volumenmaßen angegeben:

  • 4 dl Mehl
  • 3 dl Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Natron
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 EL Zimt
  • 1 1/2 dl Sonnenblumenöl oder Rapsöl
  • 3 Eier
  • 3 dl geriebene Rana
  • 3 dl geriebene Äpfel
  • 2 dl gehackte Walnüsse


Für den Überzug braucht es 200 g Frischkäse und ca. 2 dl Puderzucker.
Eine Küchenhilfe ist natürlich unverzichtbar! Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Zuerst die trockenen Zutaten vermischen, dann Öl und Eier unterrühren und zuletzt das Geriebene und die Nüsse.
Den Kuchen 45 bis 50 Minuten backen. Auf den ausgekühlten Kuchen die Creme aus Frischkäse und Puderzucker verstreichen.
Und so lange es Kuchen gab, war kein einziger Apfel angenagt! Bis zu dem Tag, an dem nur noch Krümel auf dem Teller zu finden waren...
Und nun sind die Äpfel wieder angenagt!

Aber diese Weihnachtsmaus geht wohl in keine Falle...

Ich wünsche Euch schöne Feiertage! Danke, dass ihr dem Blog die Treue haltet! Eure Barbara

Dienstag, 25. September 2018

Apfelliebe: Zum Tag des Apfels

Der 25. September ist in Schweden der Tag des Apfels. Dazu gibt es in vielen Regionen tolle Ausstellungen, Verkostungen und Beratungsstellen öffnen ihre Türen. Eine kurze Recherche im Internet ergab, dass der Tag des Apfels überall zu anderen Terminen "gefeiert" wird, beispielsweise in der Schweiz  auch im September, in Österreich im November und der Tag des deutschen Apfels wird im Januar (!) begangen. Naja...
Ich wollte jedenfalls unser reiches Apfeljahr etwas würdigen und habe spontan diese Äpfelchen gehäkelt, die ich auf dem Blog des schwedischen Garnherstellers Jä*rbo entdeckte. Einfach einen Kreis gehäkelt, einen Stiel dran und zwei Kerne eingestickt.
Dann habe ich die Äpfelchen auf Etiketten aufgeklebt und werde diese für exklusive Apfelgeschenke verwenden.

Sonntag, 2. September 2018

Apfelliebe: Brombeer-Apfelkuchen mit Zimtstreuseln

Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Rezept für Brombeerkuchen, denn wir haben dieses Jahr wirklich eine feine Ernte. Dann kam aber bei den Suchergebnissen im Internet ein Brombeer-Apfelkuchen mit Zimtstreuseln daher (einfach in die Suchmaschine eingeben, dann findet ihr das Rezept 😉), der so lecker klang, dass er ausprobiert werden musste.
Meine Anpassungen: 130g Rohrzucker statt 140g weissem Zucker und selbstgemahlenes Dinkelmehl
Ich habe nur die halbe Menge der Streusel gemacht, das hat gut gereicht.

***
Herzlichen Dank für alle enthusiastischen Kommentare beim Handarbeitsbingo. Ich freue mich 😊

Samstag, 25. August 2018

Apfelliebe: Sommerschnitt

Jetzt ist es an der Zeit, die großen, alten Apfelbäume zu beschneiden, die uns überreich mit Früchten beschenkt haben. "Jetzt?!" werden sich viele fragen. "Soll man Apfelbäume nicht während des Spätwinters beschneiden?!"
Im Allgemeinen ist es so, dass der Spätwinter wohl die ohnehin ruhigere Zeit im ländlichen Jahreslauf ist und da hat man Zeit, sich der Beschneidungsarbeit zu widmen. Im Spätwinter kann man auch Bäume beschneiden, wenn man mehr Wachstum erzielen will (was aber auch in vielen Wassertrieben ausarten kann). Die ambitionierte Apfelbaumbesitzerin will aber luftige Kronen und viel Fruchtholz und setzt deshalb auf den Sommerschnitt, der während der Monate Juli-September (kurz: JAS) durchgeführt werden kann.
Während der mittleren beiden Augustwochen war nun der Sommerschnitt Thema im Gartenkurs. Ich wählte mir für meine Aufgabe zwei Bäume aus, die beide Sommeräpfel trugen und somit abgeerntet waren/wurden. Mit den späteren Apfelsorten warte ich noch etwas, denn man kann ja noch bis Ende September beschneiden und da können Ernte und Schnitt Hand in Hand gehen.
Einer der Apfelbäume steht bei den Nachbarn im Garten und die waren so nett, mich blutige Anfängerin an den Baum ranzulassen. Andererseits, der Baum ist so verwachsen, da kann ich auch nicht mehr viel kaputtmachen ;-)
Oben seht ihr einen Ausschnitt der Krone. Ins Auge fallen sofort das Gestrüpp an dichten Wassertrieben, die sich über mehrere Generationen entwickelt haben. Außerdem wachsen Triebe aus dem Stamm.
Die Äste und Zweige wachsen in- und umeinander, was zu Abreibungen und Krankheitsherden führen kann. Je luftiger eine Krone, desto weniger können sich Schädlinge und Pilze halten. Allerdings darf man dem Baum auch nicht zu viele Äste auf einmal entfernen, denn dann treibt er wieder Wassertriebe, die viel Blattmasse für die Photosynthese produzieren sollen.
Ich begann also als erstes mit dem Entfernen der Zweige am Stamm. Dabei ist es wichtig, nicht zu nah am Stamm zu schneiden, sondern dem Baum ein paar mm zu lassen, so dass die Schnittstellen vernarben und verwachsen können.
Als nächstes entfernte ich abgestorbenes Material, was immer ein Eingang für Pilze sein kann und was man ja vermeiden möchte. Hier sieht man, dass ich außerhalb des "Kragens" schneide, der ein bisschen wie ein Schildkrötenhals aussieht und die Säge erst da ansetze, wo die Rinde glatt ist. Ich verwende viel eine Baumsäge "japanischer Art", also eine Japansäge, die aufgrund ihrer Zahnung ohne viel Kraftaufwand schneidet und saubere Schnitte macht. Saubere Schnitte sind das A und O, dann hat der Baum die besten Voraussetzungen die Schnitte selber zu heilen. Wundverschluss oder ähnliche Pasten sollte man meiden, die Natur braucht keine solchen Hilfmittel.
Meine Säge kann ich außerdem zusammenklappen und gut in der Arbeitshose verstauen, was aus Arbeitssicherheitsgründen ein Vorteil ist. Außerdem verwende ich noch eine Baumschere, aber nur bei den dünnsten Zweigen, denn man sollte nicht zu viel quetschen.
Man sollte außerdem versuchen, Sägen oder Scheren an Stangen/Teleskopstangen zu vermeiden, da man da nie genau sieht, wo und wie man den Schnitt ansetzt. Besser ist es in eine gute Leiter zu investieren. Bei alten Hochstamm geht das natürlich nicht immer, aber man sollte einfach versuchen, so viel wie möglich in "Augenhöhe" zu beschneiden.
Vorher
Hier ist so eine verzwackte Stelle, wo man mehrere Schnitte setzen muss und in etwas komischen Winkeln um ein gutes Ergebnis zu erziehlen.
Nachher
Mir haben die beiden Wochen extrem viel Spaß gemacht und ich habe vieles über Bäume im Allgemeinen, unsere Apfelbäume im Besonderen und auch über mich selbst gelernt. Das, was mein Papa und Opa machen/gemacht haben, ist keine Zauberei, sondern erfordert einfach etwas Übung und einen guten Blick. Deshalb bin ich auch immer wieder vom Baum ein Stück weg gegangen und habe einen Blick aus der Entfernung drauf geworfen und mir vorgestellt, wie der Baum in ein paar Jahren aussehen soll, wo die Leitäste liegen, wie das Grundgerüst der Krone aufgebaut werden soll. Dabei war es sogar hilfreich im belaubten Zustand zu beschneiden, denn man sieht den Baum mehr als Ganzes und nicht nur das Gerüst.
Hier zusammengefasst meine Tipps bzw. was ich im Kurs und durch meine Praxisversuche gelernt habe:

  • Man muss sich einfach nur trauen. Bäume beschneiden ist mit dem richtigen Werkzeug körperlich nicht schwer und keine Geheimwissenschaft, die nur von älteren Herren beherrscht wird
  • Ist der Baum arg verwachsen, ist es am Besten einen 3- oder 5-Jahresplan zu erstellen. Ich habe beispielsweise diese Saison nur die unteren Wassertriebe und Verwachsungen entfernt, aber weder die Höhe eingekürzt noch die oberen Wassertriebe entfernt. Das mache ich in den kommenden Sommern.
  • Maximal 30% der Blattmasse/Zweige/Baumkrone entfernen. Ich habe versucht mich eher Richtung 20% zu orientieren, da die Bäume durch den trockenen, heißen Sommer ohnehin leicht gestresst sind.
  • Alle Triebe am Stamm entfernen
  • Alles Abgestorbene entfernen
  • Alles, was sich überkreuzt, aneinander reibt oder ineinander wächst, entfernen
  • Dann kann man noch zu dicht stehende Äste/Zweige/Wassertriebe entfernen
  • Bevor man den nächsten Baum in Angriff nimmt, Säge und Baumschere desinfizieren, so dass man keine Krankheiten zwischen den Bäumen verbreitet (z.B. Krebs)

Montag, 13. August 2018

Apfelliebe: Apfelkuchen zum Abschied

Unsere Lieblingsnachbarn gehen für 3 Jahre in die Vereinigten Arabischen Emirate, wo der Mann eine Projektanstellung bekommen hat. Das tut uns etwas leid, denn es war wirklich eine sehr angenehme Nachbarschaft und v.a. hatte der Nachbar vier Bienenstöcke, von denen mein Garten und unsere Obstbäume wirklich profitiert haben. Die Bienen sind schon zu seinen Eltern umgesiedelt worden und nächste Woche es geht auch für die Nachbarsfamilie los. Es wird auch spannend, wer dann da einziehen wird (sie vermieten das Haus...).
Vor Kurzem waren wir bei ihnen zum Abschiedsessen und ich habe einen Apfelkuchen mitgebracht. Weil das Ganze sehr spontan war, musste ein schnelles Rezept her, für das ich alles zu Hause hatte. Ich machte schließlich einen Kuchen, wieder aus einem Saltå Kvarn-Kochbuch, und weil der sooo gut war, möchte ich das Rezept hier mit euch teilen.

Für eine Springform 18-20 cm Durchmesser:

  • 125 g Butter
  • 1 1/2 dl Rohrzucker
  • 2 Eier
  • 2 TL gemahlener/zerstoßener Kardamom
  • 2 1/2 dl Mehl (ich habe Dinkelmehl verwendet)
  • 1 TL Backpulver
  • 2 EL Naturjoghurt
Den Ofen auf 200°C vorheizen, eine Springform vorbereiten und aus den obigen Zutaten einen Rührteig herstellen (erst Butter mit Zucker, dann Eier, dann die trockenen Zutaten und schließlich das Jogurt).
Den Rührteig in die Form geben und dann den Kuchen mit Apfelschnitzen von

  • 3 säuerlichen Äpfeln belegen und mit
  • 2-3 EL Rohrzucker sowie
  • 1 EL Zimt
  • und 2 EL Pinienkerne bestreuen.
Für 35 - 40 Minuten ins Backrohr geben und vor dem Servieren eventuell noch mit etwas Puderzucker bestäuben.

***
{Hinweis: Im Folgenden verlinke ich auf eine Seite, die kommerzieller Art ist. Ich habe aber keinerlei Absprachen o.ä. mit den Betreibern der Seite, sondern möchte Euch darauf nur deshalb hinweisen, weil mir der Inhalt der Seite als hilfreich und interessant erscheint.}

Auf der Seite von Saltå Kvarn gibt es auch ganz viele Rezepte, die man sich vielleicht mit rudimentären Schwedisch-Kenntnissen oder einem Übersetzungsprogramm mal durchschauen kann.

Freitag, 27. Juli 2018

Apfelliebe: Im großen Stil

2017 war bestimmt kein Apfeljahr. Wir kamen gerade mal bis Mitte Februar mit unseren eigenen Lageräpfeln. Allerdings hatte der Klarapfelbaum gut getragen und ich habe zahlreiche Marmeladen, Chutneys und Ketchup ausprobiert. Auch Apfelmus und Saft haben wir gemacht, aber mal ehrlich, wie viel Apfelmus wird in einem 2 Personen-Haushalt gegessen?! Saft machten wir mit dem Dampfentsafter oder einem Haushaltsentsafter.
Dabei stellten wir fest, dass Saft das einzige Apfelprodukt ist, das wir - neben roh essen - im großen Stil konsumieren, gerne täglich. Nur kommt man da mit einem kleinen Entsafter nicht weit...
Also haben wir uns dieses Jahr - nachdem wir schon lange darüber gelesen und recherchiert haben - in Deutschland für eine Hydropresse entschieden (bei Intresse einfach Hydropresse googeln). Während ich aus Deutschland viele Anlaufstellen kenne, wo man seine Äpfel hinbringen kann (Gartenbauverein, Bund Naturschutz u.ä.), gibt es hier in Schweden kein solches Netzwerk. In Göteborg gibt es nur eine einzige "Saftmanufaktur" und die haben wir vom Grund- und Literpreis her als recht teuer empfunden. Also haben wir selbst investiert und wir finden jetzt schon (nach 3 Mal pressen) dass es sich lohnt bzw. lohnen wird.
Zum Glück besitzen wir mittlerweile eine Dachbox fürs Auto, denn in den Kofferraum hätte neben selbiger Presse, Kernobstmühle und Saftfass nicht mehr viel reingepasst...
Wegen des Rekordsommers und trotz der Trockenheit lagen bei unserer Rückkehr schon zahlreiche Klaräpfel auf der Wiese, tolles Fallobst und ideal zum Entsaften. Wir haben uns aber den "Luxus" gegönnt, die Äpfel einzeln zu verlesen und auszuschneiden, schließlich lagen einige sicher schon länger rum und manche Würmer hatten sich schon länger gütlich getan. Das war etwas zeitaufwändig, aber das ist für uns auch der Unterschied - und Zeit hatten wir schließlich auch im Urlaub.
Mindestens so wichtig wie die Presse an sich ist die Kernobstmühle, die im Prinzip wie ein Häcksler funktioniert, aber aus Edelstahl und lebensmittelechtem Kunststoff besteht (und super leicht mit dem Gartenschlauch zu reinigen ist). Die Äpfel werden auf die ideale Größe zerkleinert, bevor man die Maische in die Presse einfüllt.
Die Mühle ist aber so hoch, dass ich einen Hocker bräuchte, bzw. muss mein Mann sie befüllen ;-)
Hier sieht man das Innere der Hydropresse vor dem Befüllen. Der Naturkautschuk-"ballon" wird mit Wasserdruck aufgefüllt (einfach normalen Gartenschlauch anschließen) und drückt damit die Maische gleichmäßig und sorgsam nach außen. Man braucht also keinen Strom für die Saftpresse.
Davon sieht man aber nichts, denn man muss den Deckel fest aufschrauben, der dem Druck stand hält.
Schon während dem Einfüllen der Maische muss man einen Eimer unterstellen, denn allein vom Zerkleinern und dem Eigengewicht beginnt der Saft zu fließen.
Ist der Wasserdruck aber erstmal aufgebaut, strömt der Apfelsaft nur so heraus. Paradiesisch! :-)
Nachdem der Pressvorgang fertig ist (nur ca. 15 Minuaten), lässt man das Wasser ab und füllt die leere Blase/den Ballon wieder mit etwas Luft. Dann kann man die Presse öffnen und den sehr trockenen Trester einfachst herausnehmen. Hier haben wir ihn fürs Foto stehen gelassen, aber normal ziehen wir ihn mit Netz und Korb - eins, zwei, drei - einfach ab und drücken ihn direkt in die Kompostkiste heraus.
Die Presse reinigt man wieder einfachst nur mit dem Gartenschlauch.
Da ja der Wasserverbrauch in diesen trockenen Tagen ein empfindliches Thema ist, haben wir überall Eimer und Gießkannen stehen und benutzen das Pressen- und Waschwasser zum Gießen. Eine winwin-Situation. Erst freuen wir uns über Apfelsaft, dann freuen sich die Tomaten ;-)
Zum Schuss pasteurisieren wir den Apfelsaft: Größere Mengen im Saftfass mit dem Tauchsieder, bis 10 Liter geht's auf dem Herd schneller. Bis jetzt füllen wir noch alles in die vorhandenen Flaschen ab, da wir diese "Portionsgröße" für uns ganz praktisch finden, aber das kann sich ja noch ändern.
Ich hoffe, Ihr glaubt mir, dass ich weder gesponsort bin noch versteckt Werbung machen möchte: Wir sind einfach begeistert und auch erleichtert, dass sich diese Investition nicht als Flop, sondern als noch besser als erhofft rausgestellt hat. Vor allem das einfache Saubermachen macht das Saftpressen leicht. Heute haben wir in 3 1/2 Stunden (inkl. Saubermachen) 17 Kilo Äpfel zu 10 Liter Saft verarbeitet. Das kann man dann auch wirklich mal an einem Vormittag oder nach der Arbeit machen.
Mir wäre es hingegen ein Anliegen, wenn ich euch mit meiner Begeisterung anstecken könnte. In den Gärten liegt oft so viel Obst, dass dann zusammengerecht und zur Kompostieranlage gebracht wird, während die Supermärkte voll von roten und grünen Exemplaren aus Übersee sind. In Schweden wird nur 1 von 20 Äpfeln, die in den Gärten reifen, gegessen/verarbeitet, alles andere geht in den Kompost. Nicht dieses Jahr, aber in einem anderen Jahr biete ich vielleicht den Nachbarn an, dass ich ihre Äpfel abhole. Oder lade zum Schaupressen ein ;-) Unsere "Lieblingsnachbarn" waren schon hier und haben zugeschaut. Die Kinder (1 und 4 Jahre) haben den Saft genossen und er war überhaupt nicht "zu trüb" oder "zu sauer" oder "zu braun". Sie haben wirklich genossen ❤ und das war das beste Kompliment für uns.
Im großen Stil muss ich jetzt auch Etiketten schreiben. Dieses Jahr mit Sortennamen, denn wir werden sowohl single als auch blended machen und wir sind gespannt auf die verschiedenen Geschmäcker. Alles wird aber natürlich extra virgine* gepresst. 2018 ist wieder ein Apfeljahr und mit etwas Glück und Regen wird das ein fantastischer Apfelherbst.

Achja, hier noch ein Link zu einer recht informativen Seite: Apfelsaft selber machen

*Die Begriffe habe ich mir in einem Apfelbuch angelesen, denn es gibt natürlich auch hier keine Grenzen, wie weit man sich vertiefen kann... ;-D

Freitag, 15. September 2017

Jedes Jahr ist ein Apfeljahr!

Zumindest bei uns... Gerade der Klarapfel Transparente Blanche hat uns wieder überreich mit Früchten versorgt. Jetzt sind die Herbstäpfel dran. Natürlich braucht frau da passende Kleidung ;-)
So habe ich erstmals Jersey-Shirts für mich genäht. Beide Schnitte sind aus alten Ottobres und gerade das Raglan-Shirt mit 3/4-Arm hat mich sehr überzeugt. Da entstehen wohl noch mehr. Der geringelte Stoff ist von Siebenblau, den Apfelstoff gab es mal beim schwedischen Bio-Stoff-Label Tyglycka.
Erkennt jemand spontan diese Apfelsorte? Bis jetzt wurde auf Gravensteiner, Alkmene oder Aroma getippt, aber nicht passt wirklich ganz...

Mittwoch, 13. September 2017

Es sind die Hände...

Es sind die Hände, die das Glück bereiten
und den Kummer vertreiben.
russisches Sprichwort


Dieses schöne Sprichwort habe ich mal bei Rita gefunden und ich musste in den letzten Tagen immer wieder daran denken. Die Trauer und die Traurigkeit verschwinden nicht von selbst, aber Verzweiflung, Wut und Bitterkeit lassen sich sehr gut auf Abstand halten, wenn die Hände beschäftigt sind.
Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.

deutsches Sprichwort

Das ist ein anderes Sprichwort, das mir die letzten Tage untergekommen ist. Ich habe Brot und Apfelschnecken gebacken, herzhafte Soßen und deftige Suppen gekocht, kleinere Gartenarbeiten verrichtet und gestrickt.
Rezept für Barbaras Seelentröster-Apfelschnecken

Für den Hefeteig braucht man
  • 300 g Weizenmehl
  • 200 g Kamut, fein gemahlen
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 50 g Butter, geschmolzen
  • ca. 200 ml Milch, handwarm
  • 50 g Kokosblütenzucker
  • 1 Ei
Den Teig etwa eine Stunde gehen lassen. Währenddessen für die Füllung 5 Äpfel in kleine Stücke schneiden und 100 g Honigmarzipan fein hacken. Zimtzucker bereit stellen.
Den Teig zu einem großen Rechteck ausrollen, Marzipan und Äpfel darauf verteilen. Mit Zimtzucker bestreuen. Zu einer Rolle aufrollen und mit einem scharfen Messer in ca. 4 cm breite Stücke schneiden. Mit der Schnittfläche nach oben in eine Form legen (mit Backpapier, manche Äpfelsorten saften sehr) und mit Sahne bepinseln. Bei 180°C etwa 45 Minuten backen.