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Sonntag, 4. Januar 2015

Sonntagsfreude: Wurzeln

Als wir im Herbst bei meinen Schwiegereltern zu Besuch waren, habe ich im Wald nach einer Wurzel für die Krippe gesucht. Am Wendepunkt unserer kleinen Wanderung wurde ich schließlich fündig und jetzt bin ich sehr zufrieden mit meiner Entdeckung.
Über die Weihnachtstage bin ich zu meinen Wurzeln zurück gekehrt und ich bin sehr dankbar, dass ich diesen Flecken Erde immer wieder besuchen kann und darf. Dort kann ich meine Wurzeln ohne Probleme wieder ein bisschen in die Erde stecken und Nährstoffe und anderes Lebenswichtige aufnehmen, so dass ich nun geerdet und gestärkt ins neue Jahr starten kann.
Wurzeln haben und Wurzeln finden - meine Sonntagsfreude!

Die schöne Tradition der Sonntagsfreude wird auch dieses Jahr auf dem Kreativberg weitergeführt!
 

Freitag, 12. Dezember 2014

Das Kripperl: Eine neue Frisur für Josef

Als ich letztes Jahr den Josef gemacht habe, war das eine haarige Angelegenheit. Der Haarturban hat mich doch sehr gestört. Also stand dieses Jahr gleich ein Frisörbesuch für Jesus Ziehvater an...
Der "Haarschnitt" war gar nicht so einfach, hatte ich den Turban doch recht gut befestigt...
Frisörwerkzeug: Häkelnadel, Schere und ein altes Zahnbürsterl zum Aufbürsten der Mohairhaare...
Der neue Haarschnitt
Vorher - Nachher
Mit der neuen Frisur bin ich sehr zufrieden, ab jetzt werden die Männerhaare nur noch gehäkelt. Allerdings ist das Häkeln mit Mohairgarn nur was für Leute mit guten Nerven (Lehrerinnen, z.B. ;-) ). Enstanden ist dieses Jahr auch eine Art Krippenlandschaft, genäht habe ich dafür die grau-braune "Tischdecke", mein Vater fertigte nach meinen Vorstellungen Baumständer an.
Eine Wachholderwurzel wartet schon als "Stall" auf Maria und Josef...
Vielleicht war es das auch schon mit den Krippenneuerungen für dieses Jahr, aber gut Ding braucht Weile...

Montag, 23. Dezember 2013

Das Kipperl: Jesuskinderl

Am Freitagabend nähte ich noch als Letztes, bevor ich meine Nähmaschine in den Weihnachtsurlaub schickte, das Kleid für das Jesuskind. Meinem Empfinden nach ist das das kleinst mögliche, was an Kleidung nähen mit der Nähmaschine möglich ist. Noch kleiner würde ich wohl mit der Hand nähen. Auch den Trikot für Hände und Kopf nähte ich noch ab und dann packte ich die Nähmaschine weg.
Am Samstagmorgen stand ich in aller Herrgottsfrühe auf und begann mit dem Kopf. Beim Jesuskind ging es wieder gut, sich an die Beschreibung zu halten. Allerdings war eben alles sehr klein und fiselig.
Der Körper wird ohne Draht gearbeitet. Stattdessen werden Trikostreifen gerollt und kreuzweise mit reißfestem Nähgarn abgebunden. Das Überziehen der Hände mit Trikot war eine echte Herausforderung! Die Füßchen, die unter dem Kleid hervorschauen würden habe ich mit weißem Trikot (kleine Quadrate) umhüllt und umwickelt.
Bevor ich den Kopf auf den Körper nähte, habe ich am Köper des Jesuskinds einen kleinen Zettel mit Segenswünschen angebracht, so wie sie auch teilweise in die alpenländischen Fatschenkinderl eingearbeitet werden. Es ist ja eben keine Puppe, sondern die Krippe soll uns ja auch als Andachtsbild dienen.
Schließlich wurde der Kopf angenäht und das Kinderl bekam eine Windel. Dann stand die größte Herausforderung bevor: Den weichen Körper in das Kleidchen bekommen. Das Ankleiden war auch bei den großen Figuren nicht so leicht, aber durch den Draht waren sie doch einfacher durch enge Ärmel usw. zu führen. Schließlich war es aber gelungen. Abschließend stickte ich das Gesicht auf und nähte noch ein paar Haare an. Auch hier hatte ich wieder das gleiche Problem wie mit dem Josef, also würde ich auch gerne hierfür nächstes Jahr eine kleine Perücke häkeln. Und von mir einfädig versponnene Schafwolle wartet noch darauf zu einer kleinen Decke verstrickt zu werden. Vielleicht wird das eine Gabe, die die Hirten nächstes Jahr mitbringen...

Sonntag, 22. Dezember 2013

Samstag, 21. Dezember 2013

Das Kripperl: Josef

Leider war das Fertigstellen der heiligen Familie eher vom Kampf gegen die Uhr als von Muße geprägt. Aber es war mir so wichtig, dass ich sie dieses Jahr noch fertig bekomme, wenn auch als 'halbfertige' Lösung mit Potential für nächstes Jahr. Und nun weiß ich auch, dass ich 6 bis 8 Stunden pro Figur rechnen muss.
Was das ganze auch nicht einfacher gemacht hat, ist die Tatsache, dass viele Figuren im Buch als sog. Standfiguren gearbeitet sind, d.h. ohne Beine und dafür einfach ein Kegel aus Draht. Sicher stehen diese Figuren besser (daher der Name?!), aber mir persönlich gefällt das einfach nicht so gut. Also war ich bei der Gestaltung des Josef ziemlich auf mich selber gestellt und habe ihn mit Gestaltungselementen der Hirten eingekleidet.
Da Josef Hosen tragen soll, die nicht (wie bei den Hirten) in Stiefeln stecken, brauchte er auch Socken. Ähnlich wie bei der Strumpfhose der Maria habe ich die Beine einfach umwickelt, diesmal mit Resten eines Tweedgarns. Die Hose ist aus braunem Baumwollstoff, den Saum habe ich schon im Voraus umgenäht, weil ja die Hose eben nicht in Stiefeln verschwindet. Die Schuhe sind auch ähnlich der Maria, nur ein bisschen größer.
Josefs Hemd habe ich aus braunkariertem Baumwollstoff genäht. Eine fieselige Angelegenheit ist immer das Annähen der Bekleidung am Körper, das soll mit kleinen Stichen und möglichst unsichtbar geschehen.
Ein anderes Problem war für mich das Kopfhaar. Laut Buch soll es mit kleinen Stichen am Kopf befestigt werden. Da ich ein Gesicht aufsticke, sieht am am Hinterkopf die Einstichstellen und ich muss viel Haar anbringen. Das führte dazu, dass Josef schließlich einen ganzen Haar-Turban auf dem Kopf hatte. Die Notlösung war ein Filzhut. Wahrscheinlich werde ich das nächstes Jahr nochmal entfernen und stattdessen kleine Perücken häkeln.
Den fertigen Josef gibt es morgen in der Sonntagsfreude. Denn nun muss ich mich wirklich beeilen und alles für unsere Weihnachtsreise packen. 
Habt ein schönes 4. Adventswochenende!

Montag, 9. Dezember 2013

Das Kripperl: Esel

Ich habe meine Prioritäten etwas geändert... Beruflich kann ich ja nicht viel ändern, aber zu Hause halte ich mich erfolgreich von der Küche und allem, was mit Hausarbeit zu tun hat, fern. Zum Glück habe ich einen emanzipierten Mann ;)
Nach der Maria wollte ich nicht gleich die nächste Figur anfangen, sondern habe mich zunächst an ein Tier gemacht: den Esel. Zwar entfielen hier fiselige Näharbeiten, aber es hat einiges an Geduld gebraucht, bis der fertige Esel schließlich vor mir stand. Das Drahtgestell wollte schon zunächst nicht so stehen wie gedacht und auch die Beine habe ich x-mal gewickelt, bis sie stabil, aber schlank genug, waren. Mit dem Haarkamm habe ich Wollfasern für die Mähne zusammengestellt. Alle Wolllagen wurden mit der Filznadel trocken angefilzt und nur so viel wie nötig, so dass es hält.

Samstag, 7. Dezember 2013

Das Kripperl: Maria

Immer wieder habe ich mir ein paar Minuten Zeit genommen und gestern Abend auch eine ganze Stunde. Die Schuhe habe ich noch Ende November angefertigt, das Gesicht in einem ruhigen, ausgeglichenen Moment aufgestickt. Die letzten Tage habe ich die Kleidung genäht. Zuerst die Unterwäsche, dann das Kleid. Der Mantel wird noch dazu kommen. Die Stoffauswahl fiel mir nicht ganz leicht, aber ich habe mich schließlich entschlossen, den doch sehr bestimmenden Anweisungen Buch nicht ganz zu folgen. Für das Kleid der Maria sollte man nämlich ausschließlich ungemusterte rote Baumwollstoffe verwenden. Mir ist zwar beim Kripperl schaun letztes Jahr schon auch aufgefallen, dass in vielen Krippen die Maria mit rotem Kleid und blauem Umhang bekleidet ist, aber in anderen trägt sie ein orientalisches Kleid oder eine regionale Tracht. Ich habe mich nun für einen Blaudruck entschieden, der Mantel wird ein kleines blaues Karo von meinem ersten Dirndl haben. Das Nähen von so kleinen Sachen ist ziemlich fiselig, aber es ist mir ganz gut gelungen. Inzwischen habe ich auch herausbekommen, dass ich die Säume, die von Hand an der Figur angenäht werden, nur mehr umbügele und nicht mehr steppe - so wird es weniger 'bampfat'. Leider stimmen auch die Schnittmuster nicht ganz, die Kleidung wird recht groß und sackartig, obwohl ich versuche, allen Größenangaben - auch für die Figuren - genau zu folgen. So habe ich selber Änderungen vorgenommen und die Kleidung 'figurbetonter' gemacht.
Für die Haare habe ich braune Schafwolle gewählt, einfach aufgelegt und später durch die Umhangkapuze fixiert.
Stich für Stich wird die Figur immer lebendiger, Stich für Stich eine Pause vom Alltag machen, Stich für Stich Weihnachten entgegen.