Donnerstag, 31. Januar 2013
Mittwoch, 30. Januar 2013
Nicht gesucht, aber gefunden...
... habe ich heute ein paar Schätzchen im Second-Hand-Laden der Heilsarmée. Ich bin immer wieder überrascht, was die Leute 'einfach so' hergeben, damit die Sachen für einen guten Zweck wieder verkauft werden können. Und ich freue mich natürlich auch sehr über meine Fundstücke :)
Dienstag, 29. Januar 2013
TisdagsTutorial: Energiebällchen II
Nachdem ich Euch schon vor 2 Wochen hier diese ungemein gesunde Variante vorgestellt habe, kommt heute die Genießer-Version ;) Genau richtig für trübe, graue Tage, an denen man eine Extraportion Glückshormone in Form von Süßem zu sich nehmen sollte - die Schokokugeln. In Schweden nennt man sie Chokladbollar und sie sind ein echter Klassiker!
Mein Rezept stammt aus diesem Backbuch, das man genauso wie die Chokladbollar auch einen Klassiker nennen darf.
Man braucht an Zutaten: 100g zimmerwarme Butter, 90g Zucker, 1 EL Vanillezucker, 35g Kakao, 115g Haferflocken und 2-4 EL starken, kalten Kaffee. Außerdem braucht man Hagelzucker um die Kugeln dann darin zu wälzen.
Zuerst zerhackt und vermischt man die trockenen Zutaten gründlich.
Anschließend verknetet man zügig die Trockenzutaten mit der Butter und so viel Kaffee, wie notwendig, damit sich einen schöne Konsitenz ergibt. Die Kugeln (in Tischtennisball-Größe) sollen schon etwas klebrig sein, aber so fest, dass es Kugeln sind und keine 'Fladen'.
Schließlich wälzt man die Kugeln in Hagelzucker.
Die fertigen Kugeln noch etwa 1-2 Stunden kühl stellen, so dass sie noch etwas erhärten. In einer Blechdose lassen sie sich im Kühlschrank auch gut 1-2 Wochen aufheben (in der Praxis verschwinden sie aber immer schon vorher...).
Viel Freude beim Nachmachen und Genießen!
Mein Rezept stammt aus diesem Backbuch, das man genauso wie die Chokladbollar auch einen Klassiker nennen darf.
Man braucht an Zutaten: 100g zimmerwarme Butter, 90g Zucker, 1 EL Vanillezucker, 35g Kakao, 115g Haferflocken und 2-4 EL starken, kalten Kaffee. Außerdem braucht man Hagelzucker um die Kugeln dann darin zu wälzen.
Zuerst zerhackt und vermischt man die trockenen Zutaten gründlich.
Anschließend verknetet man zügig die Trockenzutaten mit der Butter und so viel Kaffee, wie notwendig, damit sich einen schöne Konsitenz ergibt. Die Kugeln (in Tischtennisball-Größe) sollen schon etwas klebrig sein, aber so fest, dass es Kugeln sind und keine 'Fladen'.
Schließlich wälzt man die Kugeln in Hagelzucker.
Die fertigen Kugeln noch etwa 1-2 Stunden kühl stellen, so dass sie noch etwas erhärten. In einer Blechdose lassen sie sich im Kühlschrank auch gut 1-2 Wochen aufheben (in der Praxis verschwinden sie aber immer schon vorher...).
Viel Freude beim Nachmachen und Genießen!
Montag, 28. Januar 2013
Wandertagebuch: Eindrücke von unterwegs
Im Moment bin ich nicht gerade schnell unterwegs. Eher langsam. Schläfrig und mit niedrigem Blutdruck. Ich versuche, mit viel frischem Grünzeug, Fruchtsäften, selbst gebrauten gemixten Energiegetränken (Haferflocken, Bananen, TK-Heidelbeeren und Milch) in Schwung zu kommen. Ich lese und stricke, einmal am Tag gehe ich nach draußen. Ich besuche die Kurse, die eigentlich sehr inspirierend sind, aber der Funke springt nicht über. Die Welt zieht an mir vorbei.
Die Stadt um mich herum ist grau und schmutzig. Und ich bin ihrer so überdrüssig. Neulich bin ich mit der U-Bahn ins Zentrum gefahren. Es fing schon damit an, dass mich eine ekelhafte 'Bießgurkn' von U-Bahn-Chauffeurin beinahe in die Tür eingeklemmt hätte, weil man ja den Fahrplan auf die Sekunde einhalten muss. Einer anderen Frau, die 2 Sekunden nach mir kam, hat sie die Türen vor der Nase zu gemacht. Großstadtdschungel, das Recht des Schnelleren, Stärkeren, Reicheren regiert.
Ich steige am Östermalstorg aus, dem 'Nobelviertel' von Stockholm. Hier gibt es Gucchi, Prada usw. Am U-Bahn-Ausgang ein Bündel von Schlafsäcken und Decken. Eine Hand mit Handschuh ragt heraus. Schläft da noch jemand? Ist die Person schon erfroren (bei -20°C in der Nacht...) und alle hasten nur vorbei? Ich traue mich auch nicht nachzuschauen. Auf der Straße sitzen alle 50 Meter Bettler. Ich frage mich, ob ich ihnen etwas geben soll (es ist ja wirklich schrecklich kalt und grau und überhaupt trist). Wenn ja, welchem von ihnen? Warum sollte ich dann den anderen nichts geben? Für was werden sie das Geld hernehmen? Schließlich gebe ich nichts her und beruhige mein Gewissen damit, dass ich ja bei den Second-Hand-Läden der Heilsarmée und der Stadsmission einkaufe, und so indirekt Geld für die Herbergen im Winter spende. Ich erledige meine Besorgungen und haste wieder zur U-Bahn. Aber ich bleibe nachdenklich. Was ist das für eine Gesellschaft, in der ich mich hier befinde? Was wäre meine Rolle und Aufgabe? Und was ist mit diesen Menschen passiert, wie konnte es soweit kommen, dass sie so ganz draußen sind (wörtlich und bildlich)? Dass es für sie nicht mal die Option gibt, bei diesen kalten Temperaturen eine der vielen Herbergen für Obdachlose aufzusuchen? So viele Fragezeichen...
Diese Gedanken kommen wieder in mir hoch, als ich in der Uni sitze. Mein erster Kurs in Religionsdidaktik. Wir behandeln Etik, Moral, Rechte und Pflichten. Der Dozent ist ein sehr interessanter Mann. Er ist schon alt und hat interessante Ansätze. In manchem fühle ich mich provoziert, ich versuche es 'positiv' als Anregung zum Denken zu deuten. Wir sind 22 Studenten und wir sind nur zu dritt aus der Weiterbildung. 90% der anderen sind gerade in ihrem 3. Semester und 'richtige schwedische' Studenten. Ihre Gespräche handeln von Partys, ungerechten Noten und zu vielen Aufsätzen. Mit uns spricht niemand. Wenn wir sie ansprechen, antworten sie artig und freundlich, aber mehr nicht. Es ist nicht nur der Altersunterschied. Es ist auch diese schwedische Geschlossenheit und scheinbare Arroganz, die mich wahnsinnig macht und die ich so oft schon erlebt habe. In Schweden sagt man, man lernt seine Freunde in der Schule kennen und behält sie dann ein Leben lang. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Ich habe mich nun mit einer Rumänin zusammen getan. Wir halten zusammen und werden nun auch den Rest des Semesters gemeinsam bestehen. Sie erzählte mir, dass sie ihrem schwedischen Partner erzählt hat, dass sie eine neue Freundin habe. Der hat ganz ungläubig gefragt: Eine Schwedin? Nein, nein, hat sie ihn beruhigt, sie kommt aus Deutschland. Ach so...
Eine Freundin aus Österreich schreibt mir, dass nun bald Lichtmess ist. Mir wird bewusst, dass ich das glatt vergessen hätte. Ich erschrecke mich über die Tatsache, dass ich hier in einem grauen, unstrukturierten Raum umhergleite und jegliche Ordnung und Struktur irgendwie verschwimmt. In Schweden gibt es kein Lichtmess (und man diskutiert nun auch, dass man auch noch die letzten religiös angehauchten Feiertage wegen der Religionsfreiheit [= die Freiheit von der Religion] aufheben soll, z.B. den Karfreitag und den Ostermontag; der Pfingsmontag ist schon Arbeitstag geworden), keinen Fasching, keine Fastenzeit usw. Alles fließt immer gleich dahin. Und ich verliere mich. Es ist anstrengend da selbst einen Rythmus gegen den Takt der Zeit zu finden.
Ich stehe auf meinem Weg. Schaue nach rechts und links. Fühle mich berührt und denke gleichzeitig, das geht mich doch alles gar nichts an. Es ist nicht mein Land und meine Gesellschaft und doch bin ich hier und muss hier leben. Ich mache einen vorsichtigen Schritt nach vorne.
Die Stadt um mich herum ist grau und schmutzig. Und ich bin ihrer so überdrüssig. Neulich bin ich mit der U-Bahn ins Zentrum gefahren. Es fing schon damit an, dass mich eine ekelhafte 'Bießgurkn' von U-Bahn-Chauffeurin beinahe in die Tür eingeklemmt hätte, weil man ja den Fahrplan auf die Sekunde einhalten muss. Einer anderen Frau, die 2 Sekunden nach mir kam, hat sie die Türen vor der Nase zu gemacht. Großstadtdschungel, das Recht des Schnelleren, Stärkeren, Reicheren regiert.
Ich steige am Östermalstorg aus, dem 'Nobelviertel' von Stockholm. Hier gibt es Gucchi, Prada usw. Am U-Bahn-Ausgang ein Bündel von Schlafsäcken und Decken. Eine Hand mit Handschuh ragt heraus. Schläft da noch jemand? Ist die Person schon erfroren (bei -20°C in der Nacht...) und alle hasten nur vorbei? Ich traue mich auch nicht nachzuschauen. Auf der Straße sitzen alle 50 Meter Bettler. Ich frage mich, ob ich ihnen etwas geben soll (es ist ja wirklich schrecklich kalt und grau und überhaupt trist). Wenn ja, welchem von ihnen? Warum sollte ich dann den anderen nichts geben? Für was werden sie das Geld hernehmen? Schließlich gebe ich nichts her und beruhige mein Gewissen damit, dass ich ja bei den Second-Hand-Läden der Heilsarmée und der Stadsmission einkaufe, und so indirekt Geld für die Herbergen im Winter spende. Ich erledige meine Besorgungen und haste wieder zur U-Bahn. Aber ich bleibe nachdenklich. Was ist das für eine Gesellschaft, in der ich mich hier befinde? Was wäre meine Rolle und Aufgabe? Und was ist mit diesen Menschen passiert, wie konnte es soweit kommen, dass sie so ganz draußen sind (wörtlich und bildlich)? Dass es für sie nicht mal die Option gibt, bei diesen kalten Temperaturen eine der vielen Herbergen für Obdachlose aufzusuchen? So viele Fragezeichen...
Diese Gedanken kommen wieder in mir hoch, als ich in der Uni sitze. Mein erster Kurs in Religionsdidaktik. Wir behandeln Etik, Moral, Rechte und Pflichten. Der Dozent ist ein sehr interessanter Mann. Er ist schon alt und hat interessante Ansätze. In manchem fühle ich mich provoziert, ich versuche es 'positiv' als Anregung zum Denken zu deuten. Wir sind 22 Studenten und wir sind nur zu dritt aus der Weiterbildung. 90% der anderen sind gerade in ihrem 3. Semester und 'richtige schwedische' Studenten. Ihre Gespräche handeln von Partys, ungerechten Noten und zu vielen Aufsätzen. Mit uns spricht niemand. Wenn wir sie ansprechen, antworten sie artig und freundlich, aber mehr nicht. Es ist nicht nur der Altersunterschied. Es ist auch diese schwedische Geschlossenheit und scheinbare Arroganz, die mich wahnsinnig macht und die ich so oft schon erlebt habe. In Schweden sagt man, man lernt seine Freunde in der Schule kennen und behält sie dann ein Leben lang. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Ich habe mich nun mit einer Rumänin zusammen getan. Wir halten zusammen und werden nun auch den Rest des Semesters gemeinsam bestehen. Sie erzählte mir, dass sie ihrem schwedischen Partner erzählt hat, dass sie eine neue Freundin habe. Der hat ganz ungläubig gefragt: Eine Schwedin? Nein, nein, hat sie ihn beruhigt, sie kommt aus Deutschland. Ach so...
Eine Freundin aus Österreich schreibt mir, dass nun bald Lichtmess ist. Mir wird bewusst, dass ich das glatt vergessen hätte. Ich erschrecke mich über die Tatsache, dass ich hier in einem grauen, unstrukturierten Raum umhergleite und jegliche Ordnung und Struktur irgendwie verschwimmt. In Schweden gibt es kein Lichtmess (und man diskutiert nun auch, dass man auch noch die letzten religiös angehauchten Feiertage wegen der Religionsfreiheit [= die Freiheit von der Religion] aufheben soll, z.B. den Karfreitag und den Ostermontag; der Pfingsmontag ist schon Arbeitstag geworden), keinen Fasching, keine Fastenzeit usw. Alles fließt immer gleich dahin. Und ich verliere mich. Es ist anstrengend da selbst einen Rythmus gegen den Takt der Zeit zu finden.
Ich stehe auf meinem Weg. Schaue nach rechts und links. Fühle mich berührt und denke gleichzeitig, das geht mich doch alles gar nichts an. Es ist nicht mein Land und meine Gesellschaft und doch bin ich hier und muss hier leben. Ich mache einen vorsichtigen Schritt nach vorne.
Sonntag, 27. Januar 2013
Sonntagsfreude: Grüne Grüße...
... kamen hier an und haben mir mein Wochenende (das zum Glück ja noch mehr als 12 Stunden dauert) verschönert. Denn im Moment geht alles etwas langsamer hier. Wir kuscheln uns ein und ziehen uns zurück. Das sonnige Wetter wurde von Dauergrau abgelöst. Nur noch eine Woche, dann wird der Mann wieder auf der anderen Seite des Atlantiks sein. Puh, wenn das endlich vorbei ist. Deshalb nehmen wir uns die Zeit für uns. Sagen Verabredungen ab. Sitzen mit Tee auf dem Kanapee und träumen ein bisschen von der Zukunft. Von der nahen Zukunft mit Frühling, mehr Sonne, mehr Zeit für uns und ohne Fernbeziehung. Von der ferneren Zukunft, in der es ein Häuschen mit Garten geben soll. Mehr Selbstversorgung usw. Da kamen die Grünen Grüße (von Mama) gerade recht: Grünzeug für den Küchen-Fensterbank-Anbau und grüne Lektüre und Inspiration für die eigenen Quadratmeter Grünfläche. Grüße von einem lieben Menschen und Träume mit einem lieben Menschen - meine Sonntagsfreude.
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Frau Kreativberg. Auf der neuen Liste gibt es noch mehr Sonntagsfreuden.
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Frau Kreativberg. Auf der neuen Liste gibt es noch mehr Sonntagsfreuden.
Mittwoch, 23. Januar 2013
Licht im Dunkeln - die zunehmende Kraft der Sonne
Ach, nun merkt man es wirklich: Die Bahn der Sonne wird länger und höher und an den sehr kalten (-13°C tagsüber) klaren Tagen merkt man, wie sie immer stärker scheint. Eine echte Wohltat!
Man glaubt gar nicht, wie gut das tut, wenn man das Haus mit dem Sonnenaufgang verlassen und mit dem Sonnenuntergang wieder nach Hause kommen kann. Jetzt, wo sie mir wieder ins Gesicht scheint, merke ich erst, wie sehr ich die Sonne mit ihrem Licht während der letzten zwei Monate vermisst habe. In ein paar Tagen werden wir wieder 7 Stunden und 30 Minuten Sonnenlicht haben (sofern sie dann scheinen mag). Hurra!
Und das war sogar einen Zeitungsartikel heute wert...
Man glaubt gar nicht, wie gut das tut, wenn man das Haus mit dem Sonnenaufgang verlassen und mit dem Sonnenuntergang wieder nach Hause kommen kann. Jetzt, wo sie mir wieder ins Gesicht scheint, merke ich erst, wie sehr ich die Sonne mit ihrem Licht während der letzten zwei Monate vermisst habe. In ein paar Tagen werden wir wieder 7 Stunden und 30 Minuten Sonnenlicht haben (sofern sie dann scheinen mag). Hurra!
Und das war sogar einen Zeitungsartikel heute wert...
| Helleren Zeit entgegen [DN, 23.01.2013] |
Dienstag, 22. Januar 2013
TisdagsTutorial: Glücksohrringe (Inspiration)
Wie es der Titel schon ankündigt, handelt es sich bei heutigen TisdagsTutorial mehr um eine Bilderserie, die Euch inspirieren kann und soll, aber ich habe nicht die Zeit (und die Muße fehlt leider auch), eine Schritt-für-Schritt-Erklärung zu schreiben. Ich denke aber, dass man auf den Fotos das wichtigste erkennen kann. Ich habe bis auf den Stiel (der wurde nassgefilzt) alles trocken mit der Nadel gefilzt und dann den Pilz noch einmal um den Draht für die Ohrringe gefilzt (auch mit der Nadel), so dass alles hält. Ein Geschenk für Prüfungsschreiber, Das-Neue-Jahr-Begrüßer und alle, die einfach ein bisschen Glück brauchen. :)
Montag, 21. Januar 2013
Wandertagebuch: Es geht wieder weiter...
... auf dem Weg, der als Ziel die schwedische Lehrerzulassung hat. Heute begann hier das Frühlingssemester, auch wenn das Wetter alles andere vermuten lässt.
Wir sind nun nur noch zu viert aus der Gruppe der ausländischen Lehrer und studieren nun zusammen mit 'normalen' schwedischen Lehramtsstudenten. Da kommt man sich inzwischen ganz schön alt vor, wenn man sich deren Jahrgänge anschaut... Heute war erstmal ein Info-Treffen mit sehr vielen Informationen und sehr vielen Fragen. Auf jeden Fall wird es intensiv mit drei bis vier Tagen mit Veranstaltungen an der Uni.
Einerseits bin ich über die Intensität sehr froh, denn man merkt, dass es vorwärts geht. Andererseits habe ich ein bisschenAngst Respekt vor dem Literaturkörper, durch den wir uns lesen müssen. Die Literatur besteht sowohl aus schwedischen und englischen Texten und da wird meine Zwei- bzw. Dreisprachigkeit voll gefordert. Meine Zeit in den USA wirkt sich nun hoffentlich positiv aus. Aber ein bisschen Babylon ist da manchmal schon in meinem Kopf... Ich werde mich einfach gut organisieren müssen und mich dann Stück für Stück durch den Bücherberg arbeiten. Es ist ja schließlich nicht mein erstes Studium ;)
Nun bin ich einfach gespannt, auf das, was da kommt und ich freue mich, dass ich wieder auf dem Weg unterwegs bin, der mich näher an mein oben genanntes Ziel bringen wird. Morgen beginnt der 1. Teilkurs für dieses Semester (in Schweden sind die Kurse blockweise gestaltet während man ja an den deutschen Unis das Meiste parallel studiert), nämlich Religionswissenschaften und Ethik für den Unterricht in der Mittelstufe der Grundschule.
Vermutlich wird es hier nun auch etwas ruhiger, weil ich eben erst meinen neuen Semesteralltag finden muss. Aber ich halte Euch auf dem Laufenden, wie mein Weg bzgl. der Weiterbildung weiter geht!
Wir sind nun nur noch zu viert aus der Gruppe der ausländischen Lehrer und studieren nun zusammen mit 'normalen' schwedischen Lehramtsstudenten. Da kommt man sich inzwischen ganz schön alt vor, wenn man sich deren Jahrgänge anschaut... Heute war erstmal ein Info-Treffen mit sehr vielen Informationen und sehr vielen Fragen. Auf jeden Fall wird es intensiv mit drei bis vier Tagen mit Veranstaltungen an der Uni.
Einerseits bin ich über die Intensität sehr froh, denn man merkt, dass es vorwärts geht. Andererseits habe ich ein bisschen
| Tulpen zum Frühlingssemester-Anfang |
Vermutlich wird es hier nun auch etwas ruhiger, weil ich eben erst meinen neuen Semesteralltag finden muss. Aber ich halte Euch auf dem Laufenden, wie mein Weg bzgl. der Weiterbildung weiter geht!
Sonntag, 20. Januar 2013
Sonntagsfreude: Zwei Bretter und Schnee
Wie ich es ja schon angekündigt habe, stand dieses Wochenende ganz im Zeichen von zwei Brettern, tollem Schnee und Sonnenschein. Wir sind jeden Tag mehrere Kilometer gelaufen und nun fühle ich mich angenehm erschöpft und bereit für die neue Woche, die wieder mehr sitzende Aktivitäten verlangen wird (der zweite Teil der Weiterbildung beginnt)... Heute haben wir zudem das Langlaufen mit einem Besuch bei lieben Freunden verbunden und noch gemütlich zusammen zu Abend gegessen. Und auch eine richtige Sonntagsfreude - zufällig auf den x Kilometern Loipe trafen wir meine Schwägerin mit allen Kindern - entweder schon selber auf Skiern oder in der Kraxe. Das war wirklich nett!
Gestern war es allerdings fast zu kalt, denn wir hatten tagsüber einen (neuen) Kälterekord von -16°C und da hat die Kälte ganz schön im Gesicht gezwickt. Aber wenn man sich bewegt, geht das schon und die Luft war so klar und so frisch. Und es gab eine fantastische blaue Stunde, wirklich eine Stunde lang bis 16:20 Uhr...
Ich wünsche Euch eine guten Start in die neue Woche!
Gestern war es allerdings fast zu kalt, denn wir hatten tagsüber einen (neuen) Kälterekord von -16°C und da hat die Kälte ganz schön im Gesicht gezwickt. Aber wenn man sich bewegt, geht das schon und die Luft war so klar und so frisch. Und es gab eine fantastische blaue Stunde, wirklich eine Stunde lang bis 16:20 Uhr...
Ich wünsche Euch eine guten Start in die neue Woche!
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Frau Kreativberg. Auf der neuen Liste gibt es noch mehr Sonntagsfreuden.
Freitag, 18. Januar 2013
Die schwedische Hausfrau...
... bügelt keine Hemden, sondern Ski! :)
Bin dann mal weg, aber zur Sonntagsfreude (vermutlich was mit Ski und Schnee...) bin ich zurück hier. Habt ein schönes Wochenende!
Bin dann mal weg, aber zur Sonntagsfreude (vermutlich was mit Ski und Schnee...) bin ich zurück hier. Habt ein schönes Wochenende!
Donnerstag, 17. Januar 2013
Landskapsrätt: Halstrad Norrbottens Sik med Löjromsås
Ich freue mich, das Landschaftsgericht Nr. 3 aus dem hohen Norden zu präsentieren:
Dabei war es gar nicht so einfach die sehr regionalen Zutaten, typisch für die Norrbotten-Region, zu bekommen. Als Fisch wird für das Gericht 'sik' vorgeschlagen, eine Art Lachsfisch. Als Alternative bekam ich Fjällröding, eine Art Saibling, ebenfalls lachsfischartig, und das war preislich günstiger und geschmacklich sehr, sehr überzeugend.
Eine zweite Zutat, die nicht leicht zu bekommen war, war für die Soße bestimmt. Aus einer Untergattung/verwandten Art (??? - ich bin auch keine Expertin und das Wörterbuch ist hier am Ende...) des 'sik-Fisches, der/dem siklöja (dt. Maräne), wird nämlich der besondere Löjrom (rom = Fischrogen) gewonnen, der auch 'das Gold des Bottenwiek' genannt wird. Über diese einmalige Löjrom-Produktion gibt es hier eine englische Seite, wo man mehr Informationen über die besondere Zutat und das dazugehörige Handwerk bekommen kann.
Dort, wo die schwedischen Wildwasser im Norden in die nördliche Ostsee münden (auf dem Landschaftswappen symbolisch abgebildet),
dort, wo der Löjrom gewonnen wird,
dort, wo der nördlichste Ikea der Welt beheimatet ist,
dort - das ist die Landschaft Norrbotten.
Dabei war es gar nicht so einfach die sehr regionalen Zutaten, typisch für die Norrbotten-Region, zu bekommen. Als Fisch wird für das Gericht 'sik' vorgeschlagen, eine Art Lachsfisch. Als Alternative bekam ich Fjällröding, eine Art Saibling, ebenfalls lachsfischartig, und das war preislich günstiger und geschmacklich sehr, sehr überzeugend.
Eine zweite Zutat, die nicht leicht zu bekommen war, war für die Soße bestimmt. Aus einer Untergattung/verwandten Art (??? - ich bin auch keine Expertin und das Wörterbuch ist hier am Ende...) des 'sik-Fisches, der/dem siklöja (dt. Maräne), wird nämlich der besondere Löjrom (rom = Fischrogen) gewonnen, der auch 'das Gold des Bottenwiek' genannt wird. Über diese einmalige Löjrom-Produktion gibt es hier eine englische Seite, wo man mehr Informationen über die besondere Zutat und das dazugehörige Handwerk bekommen kann.
Dort, wo die schwedischen Wildwasser im Norden in die nördliche Ostsee münden (auf dem Landschaftswappen symbolisch abgebildet),
dort, wo der Löjrom gewonnen wird,
dort, wo der nördlichste Ikea der Welt beheimatet ist,
dort - das ist die Landschaft Norrbotten.
Die Fakten
Landschaft: Norrbotten
Größe: 22 671 km²
Einwohner (2009): 193 374
Höchster Punkt: 594 m über NN (Vitberget)
Größte Stadt: Luleå
Landschaftstier: Unglückshäher (Perisoreus infaustus)
Landschaftsblume: Allackerbeere (Rubus arcticus), andere Namen: Schwedische Ackerbeere, Arktische Brombeere/Arktische Himbeere (kommt nur nördlich von 60° Nord vor)
Landschaftgericht: Pitepalt
Das Essen bestand also aus gebratenem Fisch (fjällröding), Pflücksalat und junge Mangoldblätter mit einem Zitronensaft- und rote Zwiebel - Dressing, im Ofen gebackene Kartoffeln (mandelpotatis, ähnlich der Sorte Bamberger Hörnchen), und eine Soße aus Creme fraiche mit Löjrom. Dazu gab es Bier, passenderweise Norrlands Guld.
Das Fazit: Es war extrem lecker, das bester Landschaftsgericht bisher. Es war leicht, nicht mästig. Ein ausgeglichener Geschmack und die erlesen Zutaten kamen gut zur Geltung. Ich werde das sicher noch öfter machen, v.a. wenn ich Gäste habe, die gerne 'typisch schwedisch' essen möchten. Allerdings - und das ist das Minus hinter der Note 1 - würde ich dann den Löjrom durch einen 'normalen', günstigeren Kaviar ersetzen, denn ein Zutatenpreis von etwa 10 Euro pro Person hat es schon in sich und das kann und will man sich nicht zu oft leisten. Aber die Kartoffeln haben definitiv überzeugt und sind ihren Kilopreis wert, ebenso der Fisch. Also rundum gelungen :)
P.s.: Ich möchte noch anmerken, dass es mir immer viel Spaß macht, für euch - und für mich - die Hintergrundinfos zu den Landschaften, Gerichten und Zutaten zu recherchieren.
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