Dienstag, 31. Oktober 2017

Ein erster Gruß...

... von Väterchen Frost
Klares Wetter und nördliche Winde haben dazu beigetragen, dass es hier nun ganz ordentlich frisch ist. 
Habt einen schönen Feiertag heute in Deutschland!

Montag, 30. Oktober 2017

Samenkörner - Zeichen der Hoffnung

Jedes Mal, wenn ich meinen Vorrat an Saatgut durchgehe, werde ich irgendwie andächtig. So kleine Körner können so große Pflanzen werden, die uns Freude, Schönheit und Nahrung schenken. Ein Samenkorn, im Herbst gesammelt, zeigt mir auch an, dass wieder ein neues Frühjahr, eine neue Vegetationsperiode kommen wird. Die Bedeutung von Saatgut hat auch ihre Schattenseiten und Firmen nutzen dies für kriminelle Geschäfte. Die Saatgutdiskussionen der letzten Jahre haben mich darin bestätigt, nur noch bei bestimmten Stellen, z.B. Dreschflegel, meine Samen zu beziehen.
Dieses Jahr habe ich aber viele eigene Samen gesammelt, die bis jetzt in verschiedenen Bechern, Schächtelchen und Deckeln lose zum Trocknen auflagen. Aber das ist ja auf Dauer keine Lösung. In einem schwedischen Papierbuch fand ich da die Anleitung zum Falten von Samentüten.
So ein Tütchen hatte man unter den Fußbodenbrettern im Haus von Carl von Linné in Uppsala gefunden und auch Zeugnisse aus dem Botanische Garten in Uppsala bestätigen, dass diese Art von Samentütchen schon (mindestens) seit dem 18. Jahrhundert verwendet wurden.
Die pfiffige Faltung kommt zudem ganz ohne Kleber aus und ist trotzdem absolut dicht, auch bei sehr kleinen Körnern. So was mag ich :-)
Ein Samentütchen mit besonderen Samen wandert auf jeden Fall auch ins Päckchen für die Bingogewinnerin.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Im Zeichen des Kürbis

Fühlt ihr euch heute auch irgendwie aus der Zeit gefallen?! Mir jedenfalls geht es so, auch weil ich mich nach einer extrem anstrengenden, letzten Woche vor den Ferien nun plötzlich im Leerlauf befinde. Gestern wusste ich gar nichts mit mir anzufangen, war unleidlich und unausgeglichen. Dank einer extra langen Nacht fühlte ich mich heute morgen doch deutlich besser und so schwangen wir uns nach dem Frühstück auf die Fahrräder. Puh, war das eisig und windig, aber sonnig!
Unser Ziel war der Botanische Garten, wo diese Woche eine "Kürbisparade" stattfindet. Wir hatten einen ziemlich guten Zeitpunkt gewählt, denn am Sonntagvormittag war noch nicht so viel los.
Gezeigt wurden nicht nur alle möglichen Kürbissorten, sondern auch Besonderheiten wie Bäume, an denen Kürbisse wachsen ;-)
Die ganze Ausstellung war unheimlich liebevoll arrangiert und dekoriert worden. Kleine Infotafeln informierten über die Kulturgeschichte, die Eigenheiten der Kürbispflanze und Rezepttipps.
Mein Herz hüpfte gleich ein bisschen höher, als ich entdeckte, dass es sogar eine Kürbissorte nach Jack O'Lantern benannt gibt. Ich habe mich in den letzten Tagen etwas intensiver mit dem irischen Taugenichts beschäftigt, da die Sage über seine Taten dem Brauch mit den Kürbislichtern zu Grunde liegt. Ich musste nämlich feststellen, dass meine Schüler zwar nach Herzenslust Halloween feiern, aber so gar nichts über den Hintergrund wissen. Und sinnentleerte Feste sind ja so gar nicht meins...
Da in Schweden die Herbstferien auch "Leseferien" heißen (Dank an den Bildungsminister...) müssen meine Schüler jetzt die Sage über Jack O'Lantern in den Ferien nachlesen. Hihi... :-)
Ich habe den Ausflug mit meinem Mann sehr genossen. Auch die Sonne tat gut, denn die wenigen Sonnenstunden sind schon wieder sehr selten und daher sehr wertvoll! Jetzt freue ich mich auf den "Ausblick" Herbstferien in der kommenden Woche, zum Auftanken und kreativ sein.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Erinnerungen

Jetzt sind die Herbsttage gekommen, an denen Stürme über der Nordsee den Wind und den Regen aufs Festland peitschen, an denen man das Haus nicht verlassen mag, an denen man Erinnerungen an helleren und freundlicheren Tagen nachhängt.

Gerade heute musste ich oft an einen Ausflug mit einen Eltern denken. Sie waren hier Ende September zu Besuch und wir haben einen schönen Spaziergang auf einer Insel gemacht. In unseren Rucksäcken hatten meine Mama und ich jeweils einen Stricksocken und wir haben die Rast genutzt, um ein paar Reihen weiter zu stricken. Wie gerne wäre ich öfter kreativ mit ihr!
Leider sind die Besuche oft sehr ausgefüllt, es gibt immer auch anderes zu tun. Und auch wenn wir es nur sehr, sehr selten schaffen, gemeinsam kreativ zu sein, so habe ich doch bei jeder Masche und bei jeder Reihe das Gefühl, dass sie mir ganz nahe ist. Denn der Mensch, der uns das Stricken beigebracht hat, ist uns oft ganz nahe. Ich glaube, jede(r) erinnert sich an diejenigen, die mit uns die ersten Maschen gestrickt haben, geduldig, die schiefen Teile zu einem Teddy zusammengenäht haben und so eine besondere Verbindung hergestellt haben. Masche um Masche entsteht aus einem Faden etwas, Masche um Masche verbindet Handarbeit, schafft etwas Wärmendes, Liebe, Verbindungen, Indentität, ja vielleicht auch ein Stück Heimat in der Fremde.
Wer hat euch das Stricken gelernt? Wie waren die ersten Strickerfahrungen? Habt ihr vielleicht jemandem das Stricken gelernt?
Gemeinsam mit meiner Mama in der Natur kreativ sein, das ist eine Erinnerung, die mir heute Kraft gibt, und ich kann ein Kreuzchen im Herbsthandarbeitsbingo machen... 💚

Dienstag, 17. Oktober 2017

Aufgetaucht...

Ihr Lieben!
Mein Computer ist kaputt gegangen und wird es auch bleiben. Nun habe ich mir heute den Arbeitspc meines Mannes gekrallt, um euch wenigstens einen kurzen Gruss hierzulassen. Ich vermisse Euch und das Bloggen!
Hoffentlich habe ich zum Wochenende hin wieder einen eigenen Computer zur Verfügung, zu erzählen hätte ich genug!
Auf bald!
Was machen meine Mama und ich hier?!

Montag, 2. Oktober 2017

Krankentage

Noch vor zwei Wochen war es schön spätsommerlich bzw. frühherbstlich und man konnte draußen stricken. Söckchen für mein Patenkind in Dresden. Die Socken wuchsen stetig, ein paar Reihen am Tag.
Dann erwischte mich eine fiese Erkältung und in Kombination mit den Ereignissen der letzten Zeit musste ich einfach 3 Tage zu Hause bleiben. Da erreichte mich die Nachricht aus Dresden, dass auch mein Patenkind krank geworden war. Hohes Fieber...
So nutzte ich meine Krankentage um die Socken schnellstens zu vollenden und zusammen mit Apfelringen schickte ich sie nach Dresden. Dort sind sie inzwischen angekommen und alle sind wieder genesen.