Sonntag, 31. März 2013

Sonntagsfreude: Osterlicht

Licht, Freude und Sonnensymbolik - so herbeigesehnt nach diesem Winter und in diesen (weißen) Ostertagen - meine Oster-Sonntagsfreude. In der Osternacht entzündet, selbst gestaltet - diese Kerze wird mit uns die Reise gen Norden antreten - leider schon wieder viel zu schnell...
 Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Frau Kreativberg. Hier gibt es noch mehr Sonntagsfreuden.

Dienstag, 26. März 2013

Ostern in Schweden

Ja, Ostern im säkulären Schweden spielt eine eher untergeordnete Rolle. In den meisten Familien kommt man am Karsamstag, der Påskafton genannt wird - also Osterabend in Anlehnung an den Heiligen Abend (Julafton) - zu einem großen Osteressen zusammen, bei dem ein Buffet mit vielen Eierspeisen, aber auch Hering und Lamm angeboten wird. Vor allem die Heringsgerichte unterscheiden sich nur unwesentlich von denen, die auch bei Weihnachtsbuffet, dem Julbord, aufgetischt werden (mehr über Weihnachten in Schweden habe ich hier geschrieben).
Kurz vor Ostern ziehen viele schwedische Kinder als Osterhexen verkleidet von Tür zu Tür. Diese Tradition kommt vermutlich aus dem 19. Jahrhundert und kommt von dem Glauben, dass wenn Jesus am Gründonnerstag 'weggeht', dann ist in der Nacht der Weg frei für den Teufel und die Hexen, die sich mit ihm auf dem Blåkulla treffen. Blåkulla (sprich Blookulla) ist die Verschwedischung des deutschen Blocksberg. Dieser Glaube wurde dann eben vor mehr als 150 Jahren mit einem Heischebrauch kombiniert, d.h. man geht von Tür zu Tür und erbittet Gaben. Heute gehen die Kinder, verkleidet als Hexen, in ihrer Straße oder in ihrem Stadtteil und wünschen frohe Ostern. In manchen Gegenden verteilen sie auch Osterkarten oder Osterreisig und erhalten dafür Süßigkeiten.
Ja, Süßigkeiten spielen eine große Rolle zu Ostern. Über die gigantischen Mengen der Süßigkeiten, die vor Ostern v.a. am Gründonnerstag verkauft werden, habe ich schon einmal hier geschrieben. Ich habe dieses Jahr immerhin auch schon letzte Woche zugeschlagen und als Mitbringsel für liebe Menschen in Bayern eingepackt. Dabei kaufte ich die kleinste Größe der Papiereier und brauchte trotzdem fast 900 Gramm Süßigkeiten. Wieviel wird dann in die größten Eier gefüllt?!
Eine andere Sache, die ich etwas bizarr finde - vor allem weil Schweden ja so oft mit gutem Geschmack verbunden wird - ist das Osterreisig. Seit ca. 2 Wochen lachen einem so bunte Farbbüschel vor jedem Blumengeschäft an.
Das sind Laubbaum-/Strauchäste, an deren Enden man bunte Federn geklebt hat. Vorzugsweise werden sie in ganz schrillen Farben kombiniert. Und dann kommen noch bunte Eier dran und ähm, ja, dann ist es fröhlich bunt ;)
Für die Wenigen, für die das Fest einen christlichen Charakter hat, beginnt die Karwoche - die stille Woche - mit dem Palmsonntag. Die schwedische Kirche, die ja protestantisch ist, beschloss im Rahmen eines Reformationstreffens in Örebro 1529, die katholischen Palmprozessionen zu verbieten. Da die Religion in Schweden vor allem aus machttaktischen Gründen des Königs Gustav Vasa reformiert wurde, ist vieles in der Lithurgie immer noch der katholischen Lithurgie gleich. So wurde auch in jüngerer Zeit an vielen Orten wieder eine Palmprozession in oder um die Kirche eingeführt. Dabei trägt man vor allem (schmucklose) einzelne Weidenzweige, aber ich habe auch im Vorbeigehen vor einer Stockholmer Kirche Menschen mit einem Weidenzweig und etwas Grün drumherum gesehen, unserem Palmbuschen gar nicht so unähnlich. Von der Palmsonntagsfeier, die ich einmal in einer katholischen Kirche in Stockholm erlebt habe, war ich allerdings etwas enttäuscht. Sie hatte wenig feierliches an sich und von einem herrlichen Einzug in Jerusalem merkte man auch nichts. Die anderen Festtage der Karwoche werden sehr ähnlich gefeiert. Der Karfreitag und Ostermontag sind gesetzliche Feiertage.

Und ich wünsche Euch ein gesegnetes Osterfest, wo auch immer ihr es feiert! Ich feiere es dieses Jahr "sicherheitshalber" noch mal in Bayern :) Barbara

Sonntag, 24. März 2013

Sonntagsfreude: Tradition

In einer Zeit, in der mein Leben ohnehin etwas frei 'hängt' und die Rituale und Rahmen noch fehlen, ist es eine echte Sonntagsfreude, etwas zu tun, was man schon immer getan hat: Palmbuschen binden und verzieren. Bei eisigem Wind mit vielen anderen Gläubigen zur Kirche ziehen, den Palmbuschen segnen lassen, den Palmsonntag als Eingang zur Karwoche zu feiern. Diese Traditonen, meine Sonntagsfreude, geben mir Halt, Kraft und Freude. Es ist schön, Traditionen zu haben und davon ein 'Stück', d.h. einen kleinen gesegneten Palmbuschen, dann mit in die neue Heimat nehmen zu können.
 Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Frau Kreativberg. Auf der neuen Liste gibt es noch mehr Sonntagsfreuden.

Mittwoch, 20. März 2013

Zwischenstand Gute-Laune-Jacke

Die eine oder andere hat sich sicher schon gefragt, wie es hiermit weitergeht. Naja, es geht weiter, aber langsam. Ich träume inzwischen schon davon, das Tintenfisch-artige Teil, das meinen Strickkorb überdeckt, endlich abzuketten. Aber das dauert wohl noch ein paar Abende.
Allerdings reisen wir am Freitag Richtung Bayern und da habe ich auch Zeit während der Reise etwas zu stricken. Mein Ziel ist nämlich, dass ich mit dem Monsterteil zu Hause bei meinen Eltern damit fertig werde, damit ich es auf der großen Matte meiner Mama spannen kann. Immerhin kann ich Euch zeigen, wie weit ich schon gekommen bin, seit ich das letzte Mal Fotos gemacht habe. Ich habe nämlich einen dunklen Faden eingezogen - seht ihr ihn in der unteren Bildhälfte?
Und inzwischen bin ich zum einfarbigen Teil übergegangen. Ich stricke in Rowan Tweed fine in dem dunklen Blau, so wie auch die dunklen blauen Reihen sind. Deshalb war es ganz natürlich noch einmal einen Farbverlauf bis zu dem dunklen Blau zu stricken. Ich weiß nicht, ob ich noch den Nerv haben werde, einmal die Maschen eines Segments zu zählen um zu errechnen, wie viele Maschen ich nun in einer Runde auf den Nadeln habe... Aber ich werde von weiteren Fortschritten berichten!

Nachlese - Glas statt Plastik

Eigentlich habe ich heute gar keine Zeit, dass ich hier einen Eintrag verfasse, aber ich habe dennoch das Bedürfnis, dass ich hier noch ein paar Gedanken mit Euch teile, die mich in den letzten Tagen beschäftigt haben, denn sie lassen mich ja doch nicht los. Ich habe mir einen Wecker gestellt, 25 Minuten gebe ich mir für diesen Post - und damit schreibe ich nun drauf los :)
Vorgestern Abend hat ja Maria diesen tollen, inspirierenden Post geschrieben, in dem sie noch einmal ihre Philosophie zur Plastikvermeidung zum Ausdruck brachte und ganz praktisch beschrieb, wie sie das Einfrieren und Haltbarmachen nun handhabt. Mich beschäftigt dieses Thema auch schon lange, nicht zuletzt seit ich in den USA einen wahren 'Plastikschock' bekommen habe - ein Ausmaß an Plastikverpackung, -müll und dergleichen, das ich mir als Zentraleuropäerin bisher gar nicht vorstellen konnte. Da ist eben zum einen der Aspekt der Müllvermeidung, den ich sehr wichtig finde, und ich glaube, wir sind schon sehr gut darin - so gut man es eben kann, wenn viele Lebensmittel in Plastik verpackt sind. Aber was mir mehr Kopfzerbrechen macht, das ist eben der Giftaspekt und der scheint für viele weniger legitim zu sein. Zumindest habe ich gestern diesen Eindruck bekommen, als diverse anonyme Kommentatoren bei Maria anfingen mit Zahlen um sich zu werfen, die uns vorrechnen sollten, dass wir Plastik als Verpackungsmaterial brauchen. So habe zumindest ich es aufgefasst, ging es euch ähnlich? Und habe nur ich mich an der Art des Schreibens, ohne Grußformel und Vor- oder Blognamen gestört? Das finde ich nämlich ist eigentlich eine der schönen Seiten in unseren 'homemade'-blogs, dass auch diejenigen, die aus verschiedenen Gründen anonym kommentieren müssen, weil sie z.B. keinen eigenen Blog haben, immer freundlich und nett schreiben und dann zumindest ihren Vornamen hinterlassen! <3
So, nun bin ich aber ein bisschen vom Thema abgekommen. Also, das Gift in den Lebensmitteln und auch in dem was die Lebensmittel umgeben ist etwas, das mir Magenschmerzen bereitet. Es ist - genau wie das ganze radioaktive Zeugs - für uns Laien und Konsumenten weitestgehend unsichtbar und es steht oftmals nirgends drauf. Natürlich tauchen immer wieder Studien, die darüber informieren - so auch heute morgen in der Tageszeitung:
Ich fühle mich machtlos, hilflos und irgendwie überwältigt. Wie gesagt, Plastik als Müll kann ich vermeiden und anfallenden Müll kann ich sachgemäß entsorgen. Aber Lebensmittel muss ich ja kaufen - zumindest in der Großstadt ist Selbstversorgung schwierig - und was soll ich da noch kaufen?! Und ja, auch ich werde seufzend weiterhin auf Plastikdosen für das Mittagessen zurückgreifen, bis ich wieder einen Überschuss in der Haushaltskasse angespart habe, dass ich mir/uns die Kivanta-Dosen leisten kann. Aber irgendwie muss es gehen. Und da kommt dann das ins Spiel, was mich gestern am meisten wütend gemacht hat: Da gibt es so tolle Frauen, die bloggen und die kommentieren und im Kleinen zusammenhelfen wollen, dass wir unseren Familien und Kindern ein so giftfreies Leben wie möglich machen und dann kommen da anonyme Kommentatoren, die sich über die Initiative von vielen kleinen Leuten lustig machen? Ich finde keine richtigen Worte dafür, aber ich habe es irgendwie so empfunden...
Auf jeden Fall hatte ich eine lange Diskussion mit meinem Mann darüber, der meine Sichtweise teilt und das hat mich dann wieder auf die rechte Bahn gelenkt: Nämlich das Gesicht der Sonne zuzuwenden (obwohl wir seit Montag in einem Schneesturm versinken...) - nämlich das positive sehen! Und es ist so positiv, dass es tolle Initiatorinnen gibt, kreative Frauen mit tollen praktischen Vorschlägen und Kommentaren, die qualitativ und quantitativ mehr und besser sind als die 'anderen' - und dass man wirklich im Kleinen etwas verändern und zumindest für sich und sein nächstes Umfeld verändern kann. Mein Beitrag: Sehr lokal produzierter Salat von der Fensterbank - gestern schon die zweite Ernte, bei immerhin -5° C Außentemperatur - und garantiert öko und mit Liebe gezogen :)
So, nun läuft mein Wecker gleich ab und ich lade hiermit diesen Post ohne ein weiteres Durchlesen nun einfach hoch. Es sind einfach meine Eindrücke und Gedanken, aus Zeitmangel unzensiert und frei von der Leber weg geschrieben.
Ich wünsche Euch einen wunderschönen Mittwoch und Frühlingsanfang und auf zu frischen Taten! Ihr wisst ja, wo viele kleine Leute... Daran glaube ich und ich finde, dass wir viele in unseren kleinen Blogs sind, die mit den besten LeserInnen ganz viel im Kleinen - und vielleicht auch im großen Bewegen können... Alles Liebe, Barbara
p.s. und auf meiner Liste für evtl. Blogthemen habe ich nun notiert, nun doch endlich mal was über ökologisches Leben in Schweden zu schreiben - kommt hoffentlich demnächst ;)

Dienstag, 19. März 2013

TisdagsTutorial: Brotbeutel

Seit einiger Zeit verfolge ich Marias Bestrebungen, ihre Küche plastikfrei zu gestalten. Ein großer Punkt, auch den Kommentaren nach zu urteilen, scheint die Frage zu sein: Wie friere ich Sachen ein, ohne auf Plastikbeutel oder Plastikboxen zurückgreifen zu müssen?!
Da ich selber viel Brot backe, das aber nicht auf einmal gegessen werden kann, hat mich insbesondere die Frage nach dem Einfrieren ohne Plastikbeutel beschäftigt. Hier zeigte Maria schon ein Foto, dass es offensichtlich möglich ist, Brot auch im Stoffbeutel einzufrieren und heute schreibt sie noch mehr darüber.
Wie sollte es auch anders sein, da juckte es mich natürlich in den Fingern, schöne und aber auch schnelle Brotbeutel zu nähen, um dem Vorhaben einer plastikfreien Küche näher zu kommen. Und damit es Euch auch gelingen kann, kommt hier meine Anleitung zum Nähen der Beutel - und wie das Einfrieren geht, gibt es bei Maria :)
Man braucht dafür: Baumwollstoffe, evtl. Stoffrest, Vliesofix und eine Schablone für eine Applikation, evtl. Baumwollwebband, evtl. Stickgarn und Sticknadel mit Spitze sowie Nähzubehör (Schere, Stecknadeln, Nähseide). Für die Größe habe ich (noch) vorhandene 3-Liter-Gefrierbeutel abgemessen, die etwa 25x40 cm groß sind. Entsprechend habe ich die Stoffe entweder 51x43 cm groß zugeschnitten bzw. 26x82 cm.
Für die Beutelvariante 1 habe ich mich für eine Applikation entschieden. Dafür den Umriss der Schablone auf die Papierseite des Vliesofix aufzeichnen. Grob ausschneiden und ohne Dampf auf die linke Seite des Stoffes aufbügeln.
Dann die Applikation auschneiden, das Papier abziehen, auf dem Stoff positionieren und vorsichtig aufbügeln. Anschließend mit kleinen Zickzackstichen umnähen.
Für die zweite Variante habe ich mit mit Bleistift das Wort Brot vorgezeichnet und mit Stielstich nachgestickt.
Ob mit oder ohne Dekoration, so geht es weiter:
Den Stoff mittig falten und rechts auf rechts zusammen stecken. Die Seiten- und Bodennaht schließen. Dabei habe ich nur 1/2 cm Nahtzugabe gerechnet und die Nähte zusammen versäubert, so dass es keine 'Bröselfallen' gibt.
Anschließend den oberen Rand (offen) versäubern/'zackeln' und dabei die Seitennaht gleich in eine Richtung mitfassen.
Für den Rand schließlich mit Bleistift auf der Innenseite bei 2 und 3 cm eine Markierung anzeichnen und enstprechend zweimal umbügeln. Anschließend absteppen.
Nun ist der Beutel bereit zum Wenden, Bügeln und Gebrauch.
Bei der dritten Variante habe ich auf Dekoration verzichtet, weil der Stoff eh schon gemustert war, dafür aber zwischen der Seitennaht ein Baumwollband mitgefasst.
Dafür habe ich ein etwa 50 cm langes Baumwollband halbiert und am Rand der einen Stofflage mit der rechten Seite nach oben fixiert. Außerdem habe ich die Bänder in der Mitte der Stofflage festgesteckt, damit nichts irgendwo mit festgenäht wird. Dann die zweite Stofflage rechts auf rechts darüber klappen, feststecken und dann die Seitennähte schließen sowie den oberen Rand versäubern und absteppen (siehe oben).
So sieht nun meine Brotbeutelparade aus, bereit zum Einsatz. Mir war es wichtig, bei der Stoffwahl auch darauf zu achten, dass der Stoff bei 60°C waschbar ist, was eigentlich bei allen Baumwollstoffen möglich ist, auch wenn das Etikett etwas anderes angibt (möglicherweise laufen sie noch etwas ein oder geben etwas Farbe ab, aber bei uns wird alles ohne Probleme heiß gewaschen).
Bitte beachtet, dass alle Anleitungen - soweit nicht anders angegeben - mein geistiges Eigentum sind. Alle Anleitungen sind ausschließlich für den privaten und nicht kommerziellen Gebrauch bestimmt; auch Gegenstände, die nach den Anleitungen gefertigt werden, dürfen nicht verkauft werden.

Sonntag, 17. März 2013

Wandertagebuch: Unterwegs im Leben

So still es letzte Woche im Blog war, so viel passierte in meinem richtigen Leben. Dabei war es gar nichts Spektakuläres. Es war einfach nur Alltag. Oder - es war endlich einfach mal Alltag. Ein Weiterbildungs-Stundenplan, der die Tage strukturiert. Ein Mann, der jeden Tag abends zur gleichen Zeit von der Arbeit kommt. Frühstück, Mittag, Abendessen. Ein Familienfest vorbereiten. Immer wieder ein paar Reihen Maschen gestrickt. Eine Kleinigkeit genäht. Mit viel Liebe gebacken und gekocht.
Ich gehe immer noch auf dem gleichen Weg als noch vor ein paar Wochen und doch ist er ganz anders. Zum einen, weil ich nicht alleine unterwegs bin, begleitet von lieben Menschen in nah und fern. Und - weil die Sonne auf den Weg scheint! Seit fast drei Wochen haben jeden Tag ein paar Sonnenstunden und manchmal auch den ganzen Tag. Die Sonne geht auf bevor ich aufstehe und sie geht erst um 18 Uhr unter. Was für ein Unterschied!!! In der Sonne geht es sich leichter, auch wenn einem eisiger Wind entgegen weht. Er fühlt sich nicht so kalt an :)
Diese Woche schließe ich wieder einen Teilkurs ab. Ich werde Ende der Woche nach Hause reisen und dort nicht nur Ostern mit meiner Familie verbringen, sondern wir werden auch meinen Papa ganz besonders feiern. Und dann war es das schon mit dem März, den ich grad so intensiv und voller Leben empfinde. Wirklich so eine geballte Ladung Leben und Lebensfreude, was mich auf dem Weg manchmal hüpfen lässt. Und auch wenn immer mal wieder ein Schneetälchen auftaucht, wende ich mein Gesicht der Sonne zu, schiebe mein neu repariertes Fahrrad darüber hinweg, steige wieder auf und fliege weiter. Ich hoffe, so sehr, dass dieses Gefühl mich durch diesen Frühling weiter trägt.

Samstag, 16. März 2013

Sonntagsfreude: Noch mehr Frühlingsboten

Sie stehen ganz geschützt an der dunklen Hauswand und trauen sich zaghaft hervor. Man kann es gar nicht glauben, wenn man auf das Thermometer schaut. Auch mittags klettert der Strich nicht über 0°C und der schwedische metereologische Dienst meldet, dass es ein ungewöhnlich kalter (Vor-)Frühling ist. Gerade deshalb, eine echte Sonntagsfreude, dass der Frühling überall kleine Zeichen setzt: Ich komme bald...
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Frau Kreativberg. Auf der neuen Liste gibt es noch mehr Sonntagsfreuden.

Dienstag, 12. März 2013

In meiner Küche...

... steht eine frisch gefüllte Dose mit Hafer-Apfel-Keksen für lange Uni- und Arbeitstage...
... steht der Dünger für meine Geranien bereit, die nach dem langen, lichtlosen Winter nun hungrig sind...
... hängt eine Plastiktüte, in der ich Zwiebelschalen für das Färben von Eiern sammle...
... freue ich mich über das Grüne Fensterbrett: Kräuter und Schnittsalat gedeihen hier besonders gut, weil nur die Spüle davor ist und keine Heizung...
... duftet es nach frisch gebackenem Brot, das heute morgen nach dem 'Bayerisch-Österreichischen Rezept' aus diesem Buch hier aus dem Ofen kam...
 ... freue ich mich über Tulpen auf dem Esstisch...


Freitag, 8. März 2013

genähtes Weisert: Wimpelkette

Heute machen wir uns auf den Weg in die Heimatregion meines Mannes in Westschweden und machen unseren Antrittsbesuch bei dem neuesten Familienzuwachs. Das siebte Geschwisterkind bzw. die fünfte Nichte meines Mannes erblickte vor 3 Wochen das Licht der Welt und nun wollen wir sie auch begutachten ;) Ich wurde ja schon gefragt, ob sie auch mit einem Tierkissen benäht werden wird, aber bis sie ein eigenes Kopfkissen braucht, dauert es noch. Bis dahin schmückt eine Wimpelkette ihren Schlafplatz, mit der gleichen Technik wie die Tierkissen gestaltet.

Donnerstag, 7. März 2013

Sonnenseiten

Ich habe mir ja für diesen Monat ganz bewusst vorgenommen, dass ich die Sonnenseiten suchen und wahrnehmen will.
Und die Sonnenseiten werden immer größer und weiter. Der Bogen, den die Sonne tagsüber an den Himmel schreibt, wird höher und die Sonnenstrahlen leuchten warm in Ecken, die bis jetzt im Schatten lagen.
Wiese und See liegen noch unter einer Schneedecke, die ganz schön hart gepackt und festgefroren ist. Aber rund um die Bäume werden die aperen Flecken immer größer.
Genau hinschauen, die kleinen Zeichen des Frühlings mit allen Sinnen erfassen - dann fühlen sich der eisige Wind und Minusgrade auch gar nicht mehr so kalt an.
Manchmal muss man sie aber auch gar nicht lange suchen, sondern sie fallen einem sofort ins Auge. Nicht ein paar schüchterne Blümchen, wie hier vor unserem Haus, sondern ein ganzes gelbes Meer lachte mich heute vor der Uni an!
Da musste nun auch das letzte Eisblau in Header und Layout weichen - Sonnenfrühlingsgelb ist die Farbe der Wahl - für die Winterlinge und für meinen März :)