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Samstag, 13. Mai 2017

Bauernregel Nr. 4


Tee und Wolle tun sehr gut,
wenn Sankt Servaz wüten tut.


Ich habe meine Strickblockade hinterfragt und hatte die Einsicht, dass komplizierte Muster im Moment nicht zu meiner Lebenssituation passen. Also stricke ich eine Jacke in kraus rechts :-)
... natürlich mit Wolle aus meinem Vorrat an Finkhofwolle.

Mittwoch, 1. März 2017

Yarn Along 4/2017

Today's Yarn Along coincides with the Ash Wednesday. This Lent, I plan to finally finish some projects, both knittning and reading. I guess it will be hard sometimes but at the end it will be a relieve to have accomplished this task. So today, I show you the projects in my Lent project basket:
Knitting: clockwise from the upper left
Reading:
I have chosen 4 books I know that I started reading a while ago and never finished. 
 
Joining Ginny for another inspiring Yarn Along
 
Der heutige Yarn Along fällt mit dem Aschermittwoch zusammen. Mein Fastenvorhaben für dieses Jahr steht unter dem Motto "Sich durchbeissen"... Wie ich am Montag schon angedeutet habe, lief das letzte halbe Jahr nicht ganz so rund, ich habe schwierige Phasen durchgemacht, in denen ich nachsichtig mit mir sein musste. Jetzt nerven mich aber die unzähligen Projektbeutel, alles Angefangene, Unfertige. Ich will den Faden aufnehmen, wo ich ihn fallen gelassen habe, wieder weiter machen. Stricken. Masche für Masche, im Rhytmus des Herzschlags, wie die Wellen, die hier an die Kaimauern schwappen, immer wieder, immer weiter, durchhalten. Und dann hoffentlich die Erleichterung spüren, wenn etwas fertig, abgeschlossen ist. Vielleicht auch mit dieser Fastenzeit eine schwierigere Lebensphase abschließen.
Ob es mir gelingt, weiß ich nicht, aber ich kann es ja mal versuchen. Mich durchbeissen. Und doch achtsam und nachsichtig sein.

Montag, 27. Februar 2017

Wolltherapie: Wickeln gegen den Winterblues

Es gibt so Tage, da hilft gar nichts, außer Kakao und Wolle, und ein paar Tulpen, die Frühling simulieren, obwohl draußen die Welt im Schneeregen versinkt und die Laune so grau wie der Himmel ist.
Während des fernsehfreien Februars (der Februar ist der andere November?!) habe ich viele Augenblicke mit Wolle und Kakao (in allen erdenklichen Formen) verbracht. Nachdem ich immer ein bisschen mit meinen Handgelenken zu tun habe - schließlich bin ich eine Handarbeiterin - habe ich mich nach sehr laangem Überlegen für einen Wollwickler entschieden. Natürlich gibt es immer Be- und Entlastungsphasen für meine Handgelenke, je nachdem, was ansteht: schweren Brotteig kneten, renovieren, stricken, korrigieren u.ä. Ich mag eigentlich meine kugelrunden Knäuel, so wie die von Großmutter, sehr gerne, aber das Wickeln wurde manchmal zur Belastung...
Nun bin ich mit meinem Wollwickler sehr zufrieden. Wenn ich könnte und möchte, kann ich ja immer noch auf das manuelle Wickeln von kugelrunden Knäueln zurück greifen. Aber ich muss nicht. Ich kann entspannt und leicht kurbeln und habe in weniger als 4 Minuten einen 100 g-Strang als handliches Knäuel gewickelt.
Das Wickeln ist auch eine Art von Mindfulness. Wenn gar nichts mehr geht und man sich eigentlich vom Fernsehprogramm berieseln lassen möchte, dann kann man auch immer noch Garn wickeln. Das wiederum spricht alle Sinne an, ist produktiv und man ärgert sich nicht hinterher.
Zur Bewältigung von Stimmungstiefs habe ich jetzt angefangen, meinen ganzen Wollvorrat nach und nach zu wickeln. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass ich mal wieder den Überblick bekomme, was ich so alles habe, wie viel und ob alles in Ordnung ist. Leider Zum Glück ist das noch nicht alles und ich habe noch mindestens 2 kg Wollstränge, die noch gewickelt werden können. Ihr seht, mein Wollvorrat ist riiiesig...
... und das macht mich sehr froh!
Während des Herbsts konnte ich kaum stricken und hatte auch keinerlei Intresse oder Freude an meinem Wollvorrat. Nun haben sich die Zeiten wieder geändert und das auch sichtbar vor mir zu haben, das tut gut.
Meine Form der Wolltherapie...

Mittwoch, 1. Februar 2017

Yarn Along 1/2017

Knitting: Felted mittens for my husband (freestyle according to this pattern)
Reading: Edda - islandic sagas and a book about knitting viking-style
Joining Ginny for another inspiring Yarn Along
 
Im Heimat- und Sachunterricht stehen im Moment die Wikinger auf dem Stundenplan (Heimatkunde/Geschichte). Das ist sehr spannend und die Kinder sind mit Begeisterung dabei. Dabei sollen wir auch die nordischen Götter durchnehmen. Tja, da brauche ich selbst ein bisschen Nachhilfe, ist mir das doch alles nicht so vertraut. Mit jeder Unterrichtsstunde, die ich vorbereite, lerne ich noch etwas Neues dazu und niemand soll mir den Vorwurf machen, ich würde mich - als neue Staatsbügerin - mit der Geschichte Schwedens nicht auskennen ;-)
Das Wikinger-Strickbuch entdeckte ich im Museumsshop des Stadtmuseums in Göteborg. Wunderschöne Zopfmuster und sehr ausführliche Erklärungen zum Formenschatz und der Ästhetik der Wikingerzeit.

Dienstag, 24. Januar 2017

Schwedens schönstes Wollgeschäft

Als wir vorletztes Wochenende in Uppsala waren, hatte ich endlich die Möglichkeit, das berühmte Geschäft von Yll o Tyll zu besuchen. Naja, es ist jetzt nicht so berühmt, dass ich schon davon gewusst hätte, als ich noch näher dran wohnte, aber in den letzten Jahren (seit ich aus Stockholm weggezogen bin...) las und hörte ich immer öfter davon.
Was passte besser, als das Wollfastenbrechen mit einem Besuch in eben diesem Wollgeschäft zu "feiern"?! Mein Mann fand es sehr amüsant, dass ich schon mehrere Wochen vor dem Besuch immer wieder davon sprach. Es war genau so toll, wie ich es mir vorgestellt hatte. Natürlich gibt es auch in Göteborg Wollgeschäfte, aber das Angebot bei Yll o Tyll passt einfach genau in meinen Geschmack.
Kommt mit rein, es ist geöffnet ;-)
Und das war mein Einkauf (zum Teil, ein Teil ist als Überraschung per Post unterwegs zu meiner Mama. Ich bin so unendlich dankbar, dass sie mich in die Wollwelt eingeführt hat! 💕):
  • Zwei Stränge Gotlandsgarn, die nun zwei taubenblaue Stränge komplettieren, die ich 2013 auf Gotland gekauft habe. Nun sollte ich genügend Wolle für eine Weste haben.
  • Grünes Ton-in-Ton-Garn von Hjelholts Uldspinderi in Dänemark. Leider kommen die Farben auf dem Foto (rechts unten) schlecht raus. Es soll ein Tuch für mich werden.
  • Ein Strang Manos-del-Uruguay Fino in der Farbe "Silhouette", blau-grau mit hellem lachs. Das sollte auch ein Tuch werden.
  • 8 Knäuel Rauma Finull aus Norwegen: Meergrün und Bernstein für Handschuhe für meine Schwägerin und Hellgrau und Moosgrün für Handschuhe für mich.
Im Herbst haben wir auf einer Auktion im Värmland zwei alte Kommoden erstanden. Eine ist über hundert Jahre alt. Wir werden sie demnächst ein bisschen aufmöbeln und dann wird die eine meine Wollkommode. Darauf freue ich mich schon sehr!

Hier noch ein paar Links für alle, die eine Reise nach Schweden planen ;-)
Yll o Tyll Homepage
Yll o Tyll Instagram
Die Besuchsadresse in Uppsala ist Bredgränd 7C, ganz in der Nähe des Bahnhof.

Ein anderes schönes Wollgeschäft gibt es auch noch in Stockholm, auf Södermalm. Es heißt Litet Nystan (Kleines Knäuel):
Litet Nystan Homepage
Litet Nystan Instagram
Die Besuchsadresse in Stockholm ist St Paulsgatan 20.

Bei Risiken und Nebenwirkungen nach dem Besuch der Seiten oder der Ladengeschäfte fragen sie ihren Arzt oder Apotheker ;-)

Und ich gehe jetzt mal wieder stricken!


Montag, 21. November 2016

Nachlese 1: Bommel-Lesezeichen

Das Feld "einen Bommel machen" im HerbstHandarbeitsbingo hat mich, ehrlich gesagt, etwas irritiert. Ich konnte selbst nicht verstehen, was mich dazu gebracht hat, diese Aufgabe aufzunehmen. Na klar, das ist etwas, was gut zu "Mütze stricken" passt und auch etwas, dass man ohne viel Aufwand und Vorkenntnisse machen kann. Aber ich mag keine Bommel. Genauso wie ich keine großen Kunststoffknöpfe mag, die glänzen und sich komisch anfühlen.
Nun ja, als ich nun mit Grippe im Bett lag und die neue ZEITung aus Deutschland eintraf, entdeckte ich im Magazin die Wundertüte Nr. 109 und mir fiel ein riesen Stein vom Herzen: Da sah ich genau die Idee, die ich gebraucht hatte, um doch noch ein Kreuzchen auf dieses Feld setzten zu können.
Kleine Bommel, über eine Gabel gewickelt, als Lesezeichen verwendet. Perfekt! Alle Neffen und Nichten bekommen ja jedes Jahr ein Buch von mir auf Weihnachten und so kann ich diese mit schnellen Lesezeichen persönlicher gestalten.
Was mich nach wie vor irritiert, ist die "Wollverschwendung" beim Trimmen der Bommel, aber ich glaube, da habe ich etwas Zwanghaftes in mir... ;-)
Wunderschön und süß wurden die kleinen Bommel, ich freue mich an ihnen und will sie eigentlich nun gar nicht mehr herschenken. Vielleicht sollte ich sie irgendwo als "Gute-Laune-Bommeln" aufhängen?!

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Yarn Along 9/2016

Reading: Durch das Jahr, durch das Leben, a book about the wheel of the year and christian traditions through the life

Endlich habe ich das Mai-Strickprojekt in Angriff genommen. Ich habe so eine verrückte Idee, dass ich doch die meisten der Strickprojekte, die ich mir für 2016 vorgenommen habe, noch fertigstellen kann. Kürzlich hatte ich noch eine terapeutische Sitzung mit der Handarbeitslehrerin, bei der ich mir diversen Strickfrust von der Seele reden und einige Problemzonen erörtern konnte.
Hier ein kurzer Überblick:
- Januar: Handschuhe für den Mann - fertig
- Februar: Handschuhe für die Schwägerin - Wollkatastrophe -> Plan B: Neue Handschuhe mit anderer Wolle aus dem Vorrat stricken
- März: Der Pulli für den Mann - Muster-Anleitungskatastrophe -> Plan B: Nochmal bis unter den Brustkorb auftrennen und Ärmelkeile einstricken
- April: Schal für mich - fertig
- Mai: Strickjacke für mich - auf den Nadeln (siehe oben), die Motivation ist groß
- Juni: Schal für mich - fertig
- Juli: Ein Pulli für mich - muss nochmal überdacht werden...
- August: Eine Stola oder Decke - muss nochmal überdacht werden...
- September: Schal für mich - gegen das Leaf by leaf - Tuch ausgetauscht
- Oktober: Handschuhe für meine Mama - das müsste noch gehen, relativ zügig sogar

Und für den Fall, dass ich doch Projekte mit ins neue Jahr nehme, habe ich im September schon mal 12 Strofftaschen gewaschen und bereit gelegt für die Strickkalender 2017 :-)

Außerdem lese ich mich weiterhin durch diverse Jahreskreisbücher und versuche wieder einen Rhytmus zu finden, der mir im Laufe der letzten Jahre trotz aller Anstrengungen irgendwie abhanden gekommen ist.

Donnerstag, 1. September 2016

Mitmachaktion: Das Herbsthandarbeitsbingo 2016!

Auf dem schwedischen Blog Fredrika på vinden (Fredrika im Dachstübchen) fand ich diesen Sommer das Sommer-Handarbeitsbingo. Die Schweden arbeiten sich ja vor Mittsommer dumm und dusslig, um dann zwei Monate frei zu haben. Die freie Zeit könnte man z.B. gut zum Handarbeiten nutzen und daher kommt wohl die Idee eines Sommer-Handarbeitsbingos.

Ich habe allerdings den Sommer mehr im Garten und mit der Familie sowie anderen Aktivitäten verbracht, so dass mir die Idee kam ein deutschsprachiges Herbsthandarbeitsbingo anzubieten. Ich fühle mich nämlich eher in Handarbeitsstimmung, wenn draußen die Temperaturen fallen, das Laub sich bunt färbt und die Abende länger werden.

Habt ihr Lust mitzumachen? Ich hoffe schon, denn was gibt es schöneres als im Herbst zu stricken, zu häkeln oder zu nähen. Und am Ende werde ich ein schönes Überraschungspäckchen verlosen. So geht's:
1. Unter dem Blogpost einen Kommentar hinterlassen und mitteilen, dass man mitmachen möchte.
2a. Mit der Maus auf das Handarbeitsbingo-Bild gehen und links klicken - Grafik kopieren wählen; ein Word-Dokument öffen und Strg und V gleichzeitig drücken und die Grafik einfügen. Ausdrucken und Loslegen!
2b. Wenn man sich bezüglich der Prozedur 2a unsicher fühlt, einfach eine Mail an mich schicken und ich schicke ein pdf-Dokument fertig zum Ausdrucken.

Die Regeln:
1. Der Zeitraum ist vom 1. September bis zum 20. November 2016. Am 20. November 2016 um Mitternacht sollten alle Beiträge eingeschickt sein.
2. Mitmachen mit Blog: Am 20. November ein Foto des Bingofelds mit den entsprechenden Kreuzen und Fotos von den Projekten in einem Blogpost veröffentlichen. Dazu diesen Eintrag verlinken und wiederum in meinem Eintrag an diesem Tag in einem Kommentar zum eigenen Blog verlinken.
Gerne dürfen die Projekte auch im Laufe des Handarbeitsbingo-Zeitraums schon gezeigt werden, je nachdem, wann ihr fertig werdet.
3. Mitmachen ohne Blog: Bitte macht auch unbedingt mit, wenn ihr keinen Blog habt. Dann am 20. November einfach eine Mail mit einem Foto des Bingofelds mit den entsprechenden Kreuzen und Fotos von den Projekten an mich schicken. Die Fotos bitte unbedingt verkleinern und mit dem Mailen der Projektfotos stimmt ihr zu, dass ich sie hier am Blog zeige (wenn gewünscht auch anonym oder nur mit Vornamen).
4. Jede volle Fünferreihe (waagrecht, senkrecht und diagonal) gibt euch ein Los im Lostopf für mein Überraschungspäckchen. Drei vollständige Reihen = drei Lose usw. Das Maximum sind allerdings fünf Lose.
5. Es ist erlaubt, bei einem Projekt mehrere Kreuze zu setzen. Beispielsweise könnte man einen braunen Rock mit Reißverschluss nähen. Dann kann man "einen Reißverschluss einnähen", "etwas Braunes handarbeiten" und "einen Rock nähen" ankreuzen.
6. Die Verben "machen" und "handarbeiten" sollen die Möglichkeit geben, die Technik frei zu wählen, also häkeln, stricken, nähen, sticken u.ä.

Achja, man kann auch später noch einsteigen, wenn man gerade noch unentschlossen ist ;-)

Habt ihr noch Fragen?

Ich hoffe, dass wirklich viele Lust haben, mitzumachen und ich freue mich schon auf einen handarbeitsintensiven und kreativen Herbst!

Mittwoch, 10. August 2016

Yarn along 7/2016: Summer

Knitting: Martina Behm's Trillian
Reading: Cristina Caboni - Die Honigtöchter (german)


Auf meinen Nadeln befindet sich das Tuch Trillian von Martina Behm. Die Wolle hat eine besondere Blog-Freundin selbst gefärbt und das Tuch ist auf unzähligen Autofahrten während des Sommers schon schön gewachsen. Ein paar längere Reise stehen noch an, bevor wir im Herbst ganz 'häuslich' werden, und ich hoffe, dass das Tuch bald fertig wird. Ende August will ich ein Zwischenresümee zum Strickkalender ziehen.

Sonntag, 12. Juni 2016

Sonntagsfreude 11/2016: Wellen

Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine 
Sonntagsfreude sind :)
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Maria, die bei Rita weitergeführt wird

Sonntagmorgen am See. Die Wellen plätschern und zeigen sich mal bläulich, mal grünlich. Je nachdem, ob der Himmel oder die Fichten sich im Wasser spiegeln.
Wellen, bläulich und grünlich, aus feiner Bouretteseide fallen weich auf den Steinen am Ufer. Endlich.
Meine Sonntagsfreude: Endlich ist der Wellschal fertig! Perfektes Wetter und perfekte Kulisse, um ihn zu fotografieren :-)
Das Muster ist ungefähr das hier von Drops und das Garn habe ich 2011 bei mylys in Hamburg gekauft. Das Muster habe ich dem Garn angepasst und der Link zu mylys ist keine Werbung, für die ich bezahlt werde, sondern echte Wollgeschäftliebe <3 Auch eine Sonntagsfreude: Dass es so schöne Wollgeschäfte gibt :-)

Samstag, 19. März 2016

Unterwegs: Auf dem Schaffest

Am ersten Märzwochenende waren wir bei den Schwiegereltern in den värmländischen Wäldern. Da hatte ich gerade von der Anzeige bei der Schulinspektion erfahren und hatte das Bedürfnis, ganz dringend aus der Stadt weg zu müssen. Meine Schwiegermutter kann recht exzentrisch sein, aber sie hat sich sehr um uns bemüht. Und am Samstag machten wir einen Ausflug nach Kil (sprich: Schiiil) und besuchten das Schaffest.
Das Schaffest ist inzwischen eine Institution in der schwedischen Woll-/Schaf-/Strickszene und ich hatte schon viel darüber gelesen. Da war es natürlich spannend, es auch mal zu besuchen.
Die farbenfrohe Dekoration konnte man im trüben Wetter gar nicht übersehen und es waren viele Besucher da. Zudem waren die Ausstellungen riesig, mehrere Hallen, wie eine Messe und nach vier Stunden waren wir echt erschöpft. Aber es hat sich so gelohnt!
Entschuldigt bitte die Handyfotos...
Es war ein richtiger Inspirationssturm, der mich berührt und getroffen hat. So viele kreative HandwerkerInnen, Klein(st)unternehmer und Künstler! Aus allen Teilen des Landes, mit allen erdenklichen Produkten, von farbenfrohen Filzmänteln über Schafwurst bis hin zu Wolle und Webstücken.
Leider hatte ich ja Wollkaufverbot und ich habe mich auch streng daran gehalten.
Allerdings sind ein Schnittmuster und sowie Knöpfe mitgekommen.Und ich habe jede Menge Ideen gesammelt.
Schließlich habe ich auch einige berühmte Strickbloggerinnen aus Schweden gesehen (zum Ansprechen war ich zu feige), wie Linnea oder Tant Kofta. Bei Linnea habe ich mir dann den langersehnten Wunsch erfüllt und mir einen ihrer 'Ewigkeitsschals' gekauft.
Es mangelte auch nicht an Kuriositäten. Hier hätte man beispielsweise Originalgarn von 1953 kaufen können, dass für die Sitzbezüge der SAS-Flugzeuge gesponnen, gefärbt (und verwebt) wurde...
Ein bunter, voller, wolliger Inspirationstag. Mal wieder ganz was anderes, das tat so gut!

Samstag, 9. Januar 2016

Meine Strickvorhaben für 2016

Einer meiner Vorsätze für das noch junge Jahr ist wieder mehr zu stricken. Dazu habe ich mir überlegt, dass ich dringend meinen Wollvorrat abbauen muss, denn ich möchte ja auch mal wieder mit gutem Gewissen neue Wolle verspinnen/färben/kaufen. Im Moment ist mein Vorrat unüberschaubar, was auch daran liegt, dass ein Teil jahrelang in Bayern zwischengelagert war und nun in den gesamten Vorrat übergegangen ist. Heute habe ich meinen Vorrat durchgeschaut und vor allem auch die "Leichen im Keller". Mein Strickkalender ist ein Versuch, aber ich werde mich nicht unter Druck setzten. Allerdings hoffe ich, dass er mir einen Rahmen vorgibt, Ansporn und Motivation ist. Vom 15. des Vormonats bis zum 15. des Monats gebe ich mir immer Zeit für ein Projekt. Ich will versuchen, täglich 30 Minuten zu stricken. Größere und kleinere Projekte wechseln sich ab. Für jeden Tag, den ich früher fertig werde, bekomme ich 10 Gramm "Guthaben", das ich für neue Wolle ansparen kann.
Januar: Bis zum 15.1. sollten die Handschuhe für den Mann fertig gestrickt sein.
Februar: Feministinnen-Handschuhe für die Lieblingsschwägerin in rosa und hellgrau; sie hätten schon zum Geburtstag im Dezember 2014 fertig sein sollen, blieben dann aber liegen... Schade. Vielleicht klappt es jetzt als Überraschung, einfach so?
März: DER Pullover für den Mann. Diese Altlast will ich 2016 loswerden.
April: Ein Schal für mich aus Bourette-Seide. Auch diesen stricke ich schon seit mindestens drei Jahren... Seufz!
Mai: Wolle, gekauft auf Öland 2014, für eine Jacke. Nachdem ich bis jetzt mit fast allen Strickjacken für mich unzufrieden bin, will ich mal die Methode versuchen, von oben nach unten zu stricken. (Schwedische Anleitung)
Juni: Wunderschöne Sockenwolle, mit Liebe handgefärbt von einer besonderen Internet-Freundin ;-) Viel zu Schade für Socken, es soll ein Halstuch für mich werden.
Juli: Auch eine Altlast: Ein angefangener Pulli für mich, seit 2012 auf den Nadeln. Ich überlege ihn aufzutrennen und wenn die Maijacke gut wird, ihn auch von oben nach unten zu stricken.
August: Von mir selbst gefärbte Wolle. Ich habe sie 2013 in Bayern mit Birkenblättern gefärbt. Im Finkhof-Katalog gibt es eine Anleitung für ein Sternenmuster. Eine Stola oder eine kleine Decke für die Couch?!
September: Mein letzter Wollkauf für 2015 - ein Knäuel Zauberball. Mir schwebt ein Tuch für mich vor, vielleicht nach einer Anleitung von Martina Behm?!
Oktober: Dieses Projekt ist schon richtig, richtig alt - ich strickte daran im Herbst 2011 in den USA. Puh! Dieses Jahr müssen diese Handschuhe (für meine Mama gedacht) fertig werden!!!
November: Auch ich brauche dringend mehr selbstgestrickte Handschuhe! Diese Wolle war für ein Paar Mumin-Handschuhe gedacht, mal schauen ob es dabei bleibt. Aber Handschuhe werden es.
Dezember: Ich habe den Monat bewusst noch offen gelassen. Es ist noch so lange hin und wer weiß, was bis dahin ansteht: Nochmal Handschuhe oder eine Mütze für den Mann? Ein Weihnachtsgeschenk?
Außerdem habe ich zwei Joker, falls ich zu schnell fertig werde oder nicht weiter komme: Eine schnelle Mütze für den Mann und ein paar Socken für die Lieblingsnichte. Sie hat sich die Wolle selber ausgesucht (unten links).
Alles ausgelegt sieht das so aus:
Jedes Projekt ist mit Anleitung und/oder Notizen in einen Stoffbeutel gewandert. Die Projekte März bis Dezember kommen in den Schrank, Januar und Februar sowie die Joker befinden sich im Strickkorb, der mit mir durchs Haus wandert. Ich bin schon sehr gespannt, wie es klappen wird!
Für 2017 habe ich auch schon eine Idee: Jeden Monat ein Projekt aus einem meiner Strickbücher und Hefte...