Während des fernsehfreien Februars (der Februar ist der andere November?!) habe ich viele Augenblicke mit Wolle und Kakao (in allen erdenklichen Formen) verbracht. Nachdem ich immer ein bisschen mit meinen Handgelenken zu tun habe - schließlich bin ich eine Handarbeiterin - habe ich mich nach sehr laangem Überlegen für einen Wollwickler entschieden. Natürlich gibt es immer Be- und Entlastungsphasen für meine Handgelenke, je nachdem, was ansteht: schweren Brotteig kneten, renovieren, stricken, korrigieren u.ä. Ich mag eigentlich meine kugelrunden Knäuel, so wie die von Großmutter, sehr gerne, aber das Wickeln wurde manchmal zur Belastung...
Nun bin ich mit meinem Wollwickler sehr zufrieden. Wenn ich könnte und möchte, kann ich ja immer noch auf das manuelle Wickeln von kugelrunden Knäueln zurück greifen. Aber ich muss nicht. Ich kann entspannt und leicht kurbeln und habe in weniger als 4 Minuten einen 100 g-Strang als handliches Knäuel gewickelt.
Das Wickeln ist auch eine Art von Mindfulness. Wenn gar nichts mehr geht und man sich eigentlich vom Fernsehprogramm berieseln lassen möchte, dann kann man auch immer noch Garn wickeln. Das wiederum spricht alle Sinne an, ist produktiv und man ärgert sich nicht hinterher.
Zur Bewältigung von Stimmungstiefs habe ich jetzt angefangen, meinen ganzen Wollvorrat nach und nach zu wickeln. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass ich mal wieder den Überblick bekomme, was ich so alles habe, wie viel und ob alles in Ordnung ist.
... und das macht mich sehr froh!
Während des Herbsts konnte ich kaum stricken und hatte auch keinerlei Intresse oder Freude an meinem Wollvorrat. Nun haben sich die Zeiten wieder geändert und das auch sichtbar vor mir zu haben, das tut gut.
Meine Form der Wolltherapie...
Das mit dem Wollwickler schwirrt mir auch im Kopf rum. Welches Modell hast du denn? LG, Micha
AntwortenLöschenSieht einfach toll aus!! Und so ordentlich! Weiterhin viel Spass beim Drehen;)
AntwortenLöschenHerzlich, Rita