Posts mit dem Label Weihnachten international werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Weihnachten international werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 16. Dezember 2018

Schwedische Weihnachtshandschuhe - Adventswoche 3

Heute darf ich euch den dritten und letzten Musterteil für die schwedischen Weihnachtshandschuhe zeigen.
Sterne, Schneeflocken und weiße Weihnachten
Der oberste Teil des Handschuhs wird von verschneiten Tannenbäumen und Schneeflocken geschmückt. Denken wir an schwedische Weihnachten, dann denken wir auch an weiße Weihnachten, genauso, wie wir uns Schnee in den winterlichen Bergen vorstellen. Die schönen Weihnachtsgeschichten, z.B. gerade auch von Astrid Lindgren, verstärken diesen Eindruck. Bei Madita schneit es, in Bullerbü sowieso und auch bei Pippi gibt es viel Schnee. 
Leider ist der Wunsch nach einem weißen Weihnachten in der südlichen Hälfte von Schweden genauso ein Wunschtraum wie in vielen anderen Gegenden der Welt auch. In Südschweden wird das Wetter zudem vom maritimen Klima, das Ost- und Nordsee schaffen, beeinflusst und das bedeutet genauso viel Schmuddelwetter wie an den deutschen, holländischen oder britischen Küsten auch.
Bei meinen Schwiegereltern im Värmland kann es an einem Weihnachtstag so wie oben links, in einem anderen Jahr so wie oben rechts aussehen. Wahrscheinlicher ist aber, dass es so wie links ausssieht und der Schnee und die Kälte kommen dann erst im Januar.
Man kann aber trotzdem von weißen Weihnachten träumen ...
Sterne und/oder Schneeflocken schmücken auch den Daumen. Blättert man durch skandinavische/schwedische Strickbücher och besieht sich die textilen Ausstellungen in den Museen, so findet man immer wieder Schneeflocken und Sterne, die seit langer Zeit die Textilien hier schmücken. Am bekanntesten ist wohl der "Norweger-Stern" oder auch achtblättrige Rose genannt, aber auch andere Sterne, Schneeflocken und Kristalle finden sich immer wieder.

Daumen
Für den Daumen die stillgelegten Maschen aufnehmen und aus dem oberen Anschlag Maschen herausstricken. Dazu verwende ich nur die Hintergrundfarbe. 
In der zweiten einfarbigen Runde mache ich Abnahmen, so dass ich auf 7-6-7-6 Maschen (insgesamt 26 M) komme.
In der dritten einfarbigen Runde stricke ich einfach einmal glatt rechts darüber.
Nun setze ich den weißen Faden an und beginne das Muster:
Ebenso wie beim Handschuh schneidet man den Faden ab, wenn man nur noch 6 (bzw. 8) Maschen hat. Die fasst man dann mit dem Faden (und einer Sticknadel!) zusammen und vernäht alles auf der Innenseite.
So kann der Handschuh von Innen aussehen. Hier wird deutlich, warum im Norden so gerne mit zwei Farben gestrickt wird: Auf diese Weise entsteht eine dichte Struktur und der Handschuh wird auf der Innenseite quasi "gefüttert".
Wenn alle Fäden vernäht sind, dann kann man den Handschuh noch in Wasser "baden" und in Form gezogen trocknen lassen.
Ich mache mich jetzt wieder an die Nadeln, so dass der zweite noch bis zum Heiligen Abend fertig wird.

Sonntag, 9. Dezember 2018

Schwedische Weihnachtshandschuhe - Adventswoche 2

Nun brennt schon die zweite Kerze am Adventskranz und es ist an der Zeit, den zweiten Teil des Musters für die schwedischen Weihnachtshandschuhe zu präsentieren.

Tomte und Lussekatter
Tomte und Tomtenissar sind wahrscheinlich die weihnachtlichsten Motive der skandinavischen Weihnacht und was passt besser als das goldgelbe Safransgebäck in der Woche, in der Lucia gefeiert wird?!

Tomtar (Wichtel)
Die Musterbordüre mit den Wichteln umfasst den kompliziertesten Teil, für diejenige, die eine Herausforderung mag. Da strickt man nämlich gleichzeitig mit 3 Farben und hat die Daumenöffnung auf der Handinnenseite.
Das muss aber nicht so sein!!! Ihr könnt euch auch direkt dafür entscheiden nur mit rot und der dunklen Hintergrundfarbe zu stricken und die weißen Bärte hinterher aufzusticken (Maschenstich). Das ist vollkommen legitim und ihr könnt die folgenden Erläuterungen einfach überlesen.
Für alle Strickerinnen:
Nach der Beendigung des Julbocksmotivs wird auf der Handrückseite eine Reihe grün gestrickt, der beige Faden wird eingewebt mitgeführt, dann strickt man noch eine Reihe auf der Handinnenseite mit dem wiederkehrenden Muster in grün - beige.
Farbwechsel: Den beigen Faden abschneiden, man beginnt mit dem roten Faden. Dieser wird auf der Handrückseite erstmal "unsichtbar" mitgeführt (ganze Reihe grün), auf der Handinnenseite beginnt man nun mit der Musterung in rot-grün.

Für das Stricken mit drei Farben:
In der ersten "Bartreihe" wird der dritte Faden angesetzt. Da es nur fünf Reihen sind, ist es für mich hilfreich, diese am Tisch sitzend zu stricken, die Knäuel ordentlich vor mir aufgereiht, so dass es kein Wirrwarr gibt.
Den dunklen und den weißen Faden führe ich mit der einen Hand, den roten mit der anderen.
Auf der Handinnenseite webe ich den weißen Faden alle drei Maschen mit ein, es sind nur der grüne und der rote sichtbar. Auf der Handrückseite benutze ich alle drei für das Muster, aber auch hier ist es wichtig, nicht zu vergessen, die Fäden regelmäßig einzuweben.
Das sieht ungefähr so aus:
Beim Maschenanschlag oberhalb des Daumens habe ich den roten und die weißen Faden zusammengefasst gehalten und den grünen extra:

Für alle Strickerinnen - das Daumenloch:
Nach der ersten Bartreihe werden 15 Maschen des Daumenzwickels (noch eine Zunahme nach dem Julbock-Muster) auf einer Sicherheitsnadel oder einem Stück Restfaden stilllegen. Darüber direkt 13 neue Maschen anschlagen.
Die 13 Maschen mustert man gegengleich zum unteren Daumenzwickel, nur dass man nun nicht in jeder 3. Reihe eine Zunahme macht, sondern in jeder zweiten Reihe rechts und links eine Abnahme (zwei Maschen zusammenstricken).
Wenn das Tomtemuster abgeschlossen ist, ist man auch mit den Abnahmen fertig und hat wieder drei Maschen (Ausgangsanzahl) auf der Nadel (insgesamt 15 Maschen), die nun in das normale Handinnenseitenmuster integriert werden.

Tomtar, Tomtenissar, Hustomtar und andere
Beeinflusst von Kinderbüchern kennt man im deutschsprachigen Raum vor allem den Tomte, z.B. Tomte Tummetott. Dabei umfasst das Völkchen der Tomtar bzw. Tomtenissar vor allem kleine Wesen, die man auf Deutsch als Wichtel bezeichnen würde. Die kleinen Wesen mit gedrungenem Körperbau (es gibt auch Frauen!) findet man traditionell in der Nähe von Häusern und Höfen, wo sie trotz ihrer mürrischen Umgangsweise oft hilfsbereit sind. Das dankt man ihnen um Weihnachten mit einer Schüssel Grütze oder Milchreis. Dankt man ihnen nicht, können sie richtig gemein und ekelhaft werden. Das Bild, des besonnenen, netten Tomte(nisse), wie es beispielsweise in Tomte Tummetott gezeichnet wird, kennt der schwedische Volksglaube nicht. Da ist dieses Kleinvolk wirklich mit Vorsicht zu genießen und immer bereit, Schabernack zu treiben.
Rote Tulpen sind in Schweden sehr weihnachtlich!
Dann gibt es aber natürlich noch den Tomte, der dem Weihnachtsmann entspricht und den Julbock als Geschenkeausteiler abgelöst hat. Allerdings ist der Tomte nicht unbedingt schön und würdig wie ein Nilkolaus, sondern auch eher zerrupft, launisch und vor allem ein bisschen gemein zu den Frauen im Haus sein. In der Familie meines Mann will der Tomte beispielsweise immer einen Kuss von der Hausfrau (meiner Schwiegermutter) und zwickt sie gerne in die Seite. Unglücklicherweise ist mein Schwiegervater genau dann nie (!) zur Stelle, um sie zu verteidigen. Das macht die kleineren Kinder ein bisschen unsicher...

Also, Tomtar aller Art sind nicht nur niedlich, sondern vor allem mit einer Portion Misstrauen und Vorsicht zu genießen! Wobei sich das eben gerade im Zuge von Einflüssen von außen und der Wirtschaft zu verändern scheint.

Lussekatter
Zur Entspannung kommt nun ein ganz einfacher Mustersatz mit kurzen Abständen zwischen den Farben und normaler Musterung auf der Handinnenseite.

Für viele beginnt die Weihnachtszeit erst so richtig, wenn man die erste Lussekatt oder Lussebulle gegessen hat. Das ist inzwischen nicht mehr unbedingt an Lucia (13. Dezember), sondern ab Mitte/Ende November wird das Gebäck in den Geschäften angeboten und auch schon fleißig gekauft. 
Den Luxus, sich Gebäck mit dem teuersten Gewürz leisten zu können, was lange nur einer bestimmten Bevölkerungsgruppe vorbehalten, gerade im armen, kargen Nordland konnte man davon nur träumen. In Küsten- und Handelsstädten wie Göteborg importierte man jedoch schon früh exotische Gewürze, die auch in den Küchen der Kaufleute Verwendung fanden. 
In den schwedischen Supermärkten sucht man Safran vergeblich im Gewürzregal, er wird ausschließlich in 0,5 Gramm-Tütchen an der Kasse ausgegeben.
Während der meiste Safran in Europa aus Spanien kommt, kann man sich auch für Safran aus Fair Trade-Projekten entscheiden und so z.B. Frauen in Afghanistan unterstützen.

Sonntag, 2. Dezember 2018

Schwedische Weihnachtshandschuhe - Adventswoche 1

Endlich geht es los! Ich hoffe, Ihr habt Stricknadeln, Wolle oder Stickzubehör bereit oder habt sogar schon mit einem Bündchen angefangen. Ich habe ständig mit schlechtem Fotolicht zu kämpfen, ich hoffe, ihr sehr es mir nach, dass die Farben nicht ganz so schön rauskommen.
Preiselbeeren und Julbock
Das sind die Motive für die erste Woche. Bevor ich jedoch näher darauf eingehe, möchte ich noch kurz beschreiben, wie ich das Bündchen gestrickt habe.
Insgesamt habe ich 4x16 Maschen angeschlagen und über 20 Reihen das Bündchenmuster gestrickt. Ich habe mich für 2 re verschränkt, 2 li entschieden. Dann strickte ich eine Reihe glatt rechts, wobei ich auf jeder Nadel einmal 2 Maschen zusammenstrickte: Auf jeder Nadel habe ich nun 15 Maschen.
Dann begann ich mit der Preiselbeerborte, die ich über alle vier Nadeln strickte. Zum Abschluss strickte ich 1 Reihe grün glatt rechts, 1 Reihe links, 1 Reihe rechts.
Das Muster ist hier für 15 Maschen aufgezeichnet und muss also 4 Mal wiederholt werden. Strickt man Socken oder mit einer anderen Anzahl Maschen (nicht teilbar mit 5), dann kann man den Abstand zwischen den Beeren verändern.
Achtung Sockenstrickerinnen! Wenn ihr die Socken von oben nach unten (nicht toes-up) strickt, dann müsst ihr auch das Muster von oben nach unten stricken, sonst stehen die Motive am Ende auf dem Kopf ;-)

Kein Weihnachtsfest ohne Preiselbeeren!
Die "Nationalbeere" ist wichtiger Bestandteil von vielen Gerichten, die rund um Weihnachten gegessen werden. Zum Beispiel gehört in einen weichen Pfefferkuchen auch immer eine Portion Preiselbeermarmelade. Das Rezept habe ich hier schon mal mit euch geteilt. Zudem nutzt man gerne die immergrünen Preiselbeerzweige für kleine Kränze oder Dekoration zur Weihnachtszeit.

Danach beginnt gleich das Julbock-Motiv. Zwei Julböcke werden gegengleich über 2 Nadeln gestrickt. Teilweise hat man hier größere einfarbige Flächen, da kann es sich lohnen, die Fäden einzuweben. Dazu gibt es viele hilfreiche Tutorials im Netz, z.B. auch bei Youtube.
Über die anderen beiden Nadeln wird das Muster für die Handinnenfläche gestrickt. In Skandinavien benutzt man dafür traditionell kleinere Muster, bei denen sich beide Farben häufig abwechseln. Dadurch entsteht ein warmes, dichtes Gestrick.
Das Muster wird laufend wiederholt.
Wie ihr seht, habe ich aber je drei Maschen ausgelassen, einmal für den linken, einmal für den rechten Daumen. Ich stricke nämlich immer einen Daumenzwickel, wie ich es hier schon einmal erklärt habe. Die Zunahmen mache ich, indem ich aus einer rechten Masche eine zweite verschränkt herausstricke.
Beim nächsten Musterabschnitt werden wir diese Maschen dann stilllegen und neue anschlagen. Für mich ist es hilfreich, den Zwickel zu markieren, das erleichtert das Stricken. Und kontrolliert, dass ihr wirklich einen rechten und einen linken Handschuh macht, nicht, dass ihr dann mit zwei identischen dasteht! ;-)

Der Julbock brachte die Geschenke
Man vermutet, dass der Julbock seinen Ursprung in den Ziegen hat, die den Wagen des Gottes Thor zogen. Die Gestalt des Julbockes war am Anfang auch nicht ganz ungefährlich. Ähnlich den Kramperln oder auch der Habergeiß im Alpenraum, war der Julbock ein Mann, der sich mit Pelz und Hörnern verkleidet hatte und den Kindern Angst und Respekt einflößen sollte. Erwachsene gaben dem Bock milde Gaben, so dass er sich ruhig verhielt (Heischebrauch?!). Um die letzte Jahrhundertwende wurde der Julbock schließlich zum netteren Geschenkeausteiler, wie es auch Elsa Beskow in ihren Büchern stimmungsvoll beschreibt.
Julböcke aus Stroh gibt es schon lange. Früher konnte man so einen Julbock basteln, ihn mit einem provokativen Vers verstehen und dann abends im Dunkeln bei den Nachbarn in den Flur/Hauseingang werfen. Dann hieß es aber schnell laufen...

Bis heute sind Julböcke, aus Stroh oder auch aus Tannenreisig gebunden, fester Bestandteil der schwedischen Weihnachtsdekoration. Der größte und wohl berühmteste Julbock steht in der schwedischen Stadt Gävle.

Sonntag, 25. November 2018

Nachlese und Einladung zum gemeinsamen adventlichen Handarbeiten

Ihr Lieben!

Ich bin noch ganz überwältigt von der regen Teilnahme und allen tollen Projekten, die während des Handarbeitsbingos entstanden sind. Deshalb habe ich auch das Gefühl, dass ich sowohl die Zusammenstellung der Mail-Beiträge als auch meiner eigenen sowie die Verlosung in Ruhe machen möchte, um der Vielzahl und Vielfalt gerecht zu werden. Und diese Ruhe fehlt mir gerade, ich hoffe, ihr seht es mir nach. Allzu lange soll es aber nicht dauern und so will ich spätestens am 1.12. die Gewinnerinnen bekannt geben und spätestens am Nikolaustag sollten die Gewinne dann auch auf die Reise gehen.
Allerdings habe ich schon etwas anderes seit einiger Zeit vorbereitet und ich freue mich, dass ich dieses Geheimnis nun lüften kann: Ich möchte Euch zum gemeinsamen adventlichen Handarbeiten einladen. Ich nenne es bewusst Handarbeiten, denn ich möchte, dass so viele wie möglich daran teilnehmen können, wenn sie mögen.
Vom ersten bis zum vierten Advent werde ich jeden Sonntag hier eine Schemazeichnung mit Inspiration aus der schwedischen Weihnachtstradition veröffentlichen. Das heißt, was entsteht oder entstehen kann, sehen wir erst vollständig zum Schluss an Weihnachten. Angeregt wurde ich dazu von einer Kopiervorlage in einem Handarbeitsbuch, mit Hilfe derer man eigene Handschuhe entwerfen kann. Handschuhe (Fäustlinge) waren auch meine ursprüngliche Idee. Dann dachte ich aber, dass das zu begrenzt ist und vielleicht manche vom Mitmachen ausschließen würde. Deshalb werde ich die Anleitung soweit so offen halten, dass man entweder
a) so wie ich Fäustlinge stricken kann,
b) oder aber Socken
c) oder aber man strickt was auch immer einfarbig und stickt die Muster mit Maschenstich auf, wenn man im zweifarbigem Stricken nicht so erfahren ist
d) oder man nutzt die Vorlagen und stickt Kreuzstich, z.B. auf ein kleines Deckchen

Meine Anleitung wird also vorallem aus den wöchentlichen Schemazeichnungen bestehen, Grundanleitungen für Socken und Fäustlinge finden sich ja inzwischen ausreichend im Internet. Meine Anleitung für einfache Fäustlinge findet ihr hier und nach dieser werde ich auch im Prinzip vorgehen, nur dass dann der Handteil und der Daumen zweifarbig mit Einstrickmuster gestaltet wird.
Wenn ihr Lust habt, an Weihnachten ein Paar schwedische Weihnachtshandschuhe oder -socken zu haben, dann könnt ihr euch schon mal folgendes Material bereit legen:
- Wolle für ein Paar Handschuhe/Socken in einer dunklen Farbe, z.B. Tannengrün oder Nachtblau
- kleinere (Rest-)Mengen Wolle in Schneeweiß, Strohgelb/-beige, Safrangelb und Weihnachtsrot
- passende Nadelspiele in 2,5 oder 3
- Maschenmarkierer o.ä., Sicherheitsnadeln, eine dicke Woll-/Sticknadel, Schere und evtl. Lineal

Wenn ihr sticken wollt, braucht ihr ein Stoffstück und passendes Stickgarn.

Ich werde diese Woche beginnen und zwei Bündchen für Handschuhe stricken. Dazu werde ich 64 Maschen auf vier Nadeln verteilt mit 2 re, 2 li stricken. Am 1. Adventssonntag kommt dann das erste Muster.

Vielleicht habt ihr Lust, Zeit und noch etwas kreatives Potential um mitzumachen! Und wenn ihr das Gefühl habt, dass es im Advent zu viel ist, dann gibt es ja alle Teile zum Nachlesen auf dem Blog und ihr könnt euch zwischen den Jahren noch schwedische Weihnachtshandschuhe oder Socken oder was auch immer stricken oder besticken.

Freitag, 16. Dezember 2016

Schwedisches Wintergebäck (4): Weicher Pfefferkuchen mit Preiselbeeren

Obwohl ich diesen Advent dachte, dass er ewig dauern würde, verfliegt nun doch die Zeit ziemlich schnell und man kann die Tage bis zu den Weihnachtsferien schon an einer Hand abzählen. Wir befinden uns auch in den Wochen mit den kürzesten Tagen im Jahr und freuen uns, wenn abends noch Freunde oder Kollegen vorbei kommen, um das Haus anzusehen und/oder einfach zum Ratschen. Je dunkler die Abende, desto mehr zieht man sich nämlich zurück. So sehe ich zu, dass wir immer mit Gebäck versorgt sind, für uns selbst zum Tee oder für vorweihnachtliche Besucher.
Dieser weihnachtliche Rührkuchen ist kein Kunststück und einfach zu machen. Wegen der Preiselbeermarmelade und der Creme fraiche bleibt er zudem lange saftig. Für eine Kranzform (ca. 1 1/2 Liter Volumen) braucht man
  • 100 g Butter (geschmolzen)
  • 2 Eier
  • 250 g Zucker
  • 150 g Creme fraiche
  • 1 1/2 TL Ingwer
  • 1 1/2 TL Kardamom
  • 1 TL Nelken
  • 2 TL Zimt 
  • 1 dl Preiselbeermarmelade
  • 1 TL Bikarbonat
  • 210 g Weizenmehl
Alle Gewürze sind gemahlen.
Den Ofen auf 200°C vorheizen. Eier und Zucker schaumig verrühren. Butter, Creme fraiche und Preiselbeermarmelade sowie die Gewürze unterrühren. Das Mehl mit dem Bikarbonat mischen und im Teig unterheben. Den Teig in eine gefettete und mit Mehl ausgestäubte Form geben und ca. 45 Minuten backen.
Nach dem Backen erstmal 5 Minuten stehen lassen, bevor man den Kuchen aus der Form stürzt. Über Nacht unter einem Geschirrtuch auskühlen lassen.
Zum Servieren mit Puderzucker bestäuben und mit Preiselbeeren (gefroren) sowie Preiselbeergrün garnieren.

Dienstag, 13. Dezember 2016

TisdagsTutorial Spezial zum Luciatag

Schon lange habe ich dienstags (tisdags) keine Anleitung mehr gezeigt, aber zum Luciatag muss ich diese Kategorie einfach wiederbeleben. Neulich sah ich in einem Handwerksladen gestrickte Lussekatter als Baumschmuck oder Geschenkanhänger und mir hat die Idee so gut gefallen, dass ich mich daheim gleich hingesetzt habe und eine Lussebulle gestrickt habe.
Man braucht Garn-/Wollreste in Safransgelb und Braun, dicke Stricknadeln (hier Nr. 6) und eine dicke Häkelnadel.
Ich habe mir ein Knäuel Gelb abgewickelt und mit zwei Fäden gearbeitet: 50 Maschen anschlagen,
1 R links
1 R rechts
abketten.
Mit dem braunen Faden habe ich mit einigen Luftmaschen und ein paar Stäbchen einen kleinen Fleck gehäkelt. Insgesamt braucht man 2 "Rosinen".
Nun geht es auch schon ans Zusammenrollen und -nähen: Jeweils eine Rosine ans Ende des gelben Bandes legen und dieses dann gegengleich aufrollen. Mit ein paar Stichen kreuz und quer durch die Lussebulle fixieren. Einen Anhänger anbringen.
Die Lussebulle schaut nicht nur nett am Tannenbaum aus, sondern macht sich auch gut als Geschenkanhänger - vielleicht zusammen mit einem Päckchen Sonnentor-Safran und dem Rezept für schwedischen Safrangebäck?!
Täuschend echt ;-)

Ich wünsche Euch einen schönen Luciatag und viel Licht in der dunklen Zeit!

Bitte beachtet, dass alle Anleitungen - soweit nicht anders angegeben - mein geistiges Eigentum sind. Alle Anleitungen sind ausschließlich für den privaten und nicht kommerziellen Gebrauch bestimmt; auch Gegenstände, die nach den Anleitungen gefertigt werden, dürfen nicht verkauft werden.