Mit dem Färbe-Feld beim Handarbeitsbingo hatte ich natürlich auch den egoistischen Hintergedanken, mich zum Färben zu animieren. Nun ist allerdings der Herbst nicht die beste Zeit, um noch Färbematerial in der Natur zu finden (heute Nacht kam der erste Schnee!), aber ich fand eine Anleitung mit Birkenrinde - und die haben wir wahrlich genug im Holzschupfen!
Die Birkenrinde wurde eine Woche lang in einem abgedeckten Eimer mit Wasser eingeweicht. Da es nur ein halbherziger Versuch war, zwischen so vielen anderen Dingen, habe ich pi mal Daumen gearbeitet, nach dem Motto: Wird's was, ist es gut, wird's nichts, werde ich später überfärben...
Als Färbegut habe ich undefinierbare, graue Schafwolle aus Schwiegermutters Bestand und weiße Finkhofwolle, von der ich mal 1 kg ungesponnen gekauft habe, genommen. Im Buch gab es zwei Alternativen, einmal mit Beizen, einmal ohne. Ich habe mich der
Beim Möbelschweden erstand ich einen großen Topf, der fortan nur dem Färben gewidmet sein soll. Außerdem legte ich noch ein Stück Baumwollstoff ins Färbebad.
Ich brachte das Färbebad langsam zum Kochen und ließ es 1 Stunde köcheln, dann 24 Stunden abkühlen und ziehen.
Das Ergebnis: Ein schönes, weiches Beige - zum Vergleich in der Mitte die ungefärbte Wolle. Und mit der Birkenrinde daneben sieht man, dass die Wolle nun genau diese Farben widerspiegelt.
Ich hoffe auf baldige Muse (und Zeit!), dann will ich diesen Strang verspinnen und mit ungefärbter Wolle verzwirnen. Die gräuliche Wolle wurde nichts und muss der Dinge harren, bis ich mir was anderes ausgedacht habe.
Der Stoff bekam auch einen schönen Beigeton, ich denke, dass er bei zukünftigen Krippenbasteleien gut zum Einsatz kommen könnte.