Im kleinen Haus am See konnte man vor kurzem diese nachdenklichen Zeilen lesen und ich kann dem nur zustimmen. Auch ich frage mich sehr oft, wer liest hier mit, wer liest was - und was sind mögliche Konsequenzen. Mit meinen privaten Angaben und Personenfotos bin ich ja sehr vorsichtig, was manche vielleicht schade finden.
Trotzdem ergeben sich manchmal nette Kontakte, die sich auch ins richtige Leben erstrecken: Einmal habe ich eine andere Bloggerin getroffen, einmal ergab sich ein Kaffeehausbesuch mit einer Leserin. Mit ein paar anderen ergab sich ein netter Brief- und e-mail-Wechsel. Das alles ist aber eher langsam gewachsen und private Daten habe ich erst herausgegeben, nachdem ich die Personen durch ihre Worte, Zeilen und eventuell auch deren eigene Blogs "besser kennengelernt" hatte.
Nun ergab sich in letzter Zeit aber noch eine weitere Kategorie von Anfragen, die mich zugegebenermaßen etwas überrumpelt hatten: Leserinnen, die mir Geschenke zusenden wollten. Das ist ja etwas Wunderschönes, eine Wertschätzung meines Engagements hier am Blog und eine nette Sympatiebezeugung.
Aber - und hier kommt leider das aber - ich kenne diese Personen überhaupt nicht, während diese schon einiges über mich (vom Blog her) wissen. Da kommt dann völlig unvermittelt die Anfrage: "Hallo Barbara, ich würde dir gerne dies und das schicken, magst du mir deine Adresse mitteilen? Herzlichen Dank für deinen Blog, liebe Grüße XY."
Anfangs habe ich diese e-mails beantwortet und gerne meine Adresse hergegeben. Und in den meisten Fällen waren es superliebe Postsendungen, die mich erreicht haben (zum Beispiel diese hier). Aber es gab leider auch Fälle, in denen ich nie eine Antwort geschweige denn Post bekam, und da grüble ich dann schon nach, was mit meiner privaten Adresse aus dem richtigen Leben passiert ist. Vielleicht hatte die Leserin ehrenwerte Absichten, kam dann aber einfach nicht dazu, den Brief auf den Weg zu bringen. Oder aber war es jemand, der Adressen abfischen möchte?
Da auch in Zukunft meine Abwägungen, wem ich meine Adresse geben würde, willkürlich und auf mein Bauchgefühl beruhend sein müssten, habe ich mich zu diesem Eintrag entschlossen, um Euch an meinen Gedanken teilhaben zu lassen. Ich möchte niemanden verletzen und auch niemandem die gute Absicht absprechen, aber - da es eben willkürlich wäre - möchte ich deshalb in Zukunft der Einfachheit und Gerechtigkeit halber keine Geschenke von Leserinnen mehr annehmen.
Es ist wirklich eine Zwickmühle, denn ich glaube wirklich, dass es liebe Leute gibt, die sich Gedanken machen und Freude verschicken wollen, aber ich traue dem Internet nicht über den Weg. Da ich in Zukunft weiter mit gutem Gefühl bloggen möchte, möchte ich mir auch sicher sein, dass meine Daten und meine Privatsphäre auch so geschützt sind, soweit es möglich ist.
Ich hoffe, Ihr könnt meine Gedankengänge nachvollziehen und Ihr bleibt mir als LeserInnen gewogen. Auch könnt Ihr mir jederzeit e-mails schreiben, wenn Ihr die Kommentarfunktion nicht nutzen wollt, aber meine private Adresse gebe ich vorerst nicht mehr heraus - und hoffe auf Euer Verständnis.
Deine Gedanken haben mich da auch ins Grübeln gebracht, da ich unlängst auch so eine Anfrage hatte. Ja, man sollte solche Kontakte langsam wachsen lassen und prüfen. Andererseits kann man durch Blogs so interessante und kreative Menschen kennen lernen.
AntwortenLöschenEinfach vorsichtig sein! Auch mit Fotos!
Liebe Grüße
Andrea
Ich hatte Dir vor einiger Zeit eine Anfrage bezüglich zweier kleiner Bastelbücher geschickt. Ich hätte sie dir gerne und ohne weitere Hintergedanken zu kommen lassen.
AntwortenLöschenZwei anderen Bloggerinnen hatte ich im vergangenen Jahr auch etwas geschickt, sie haben sich darüber gefreut. Diese beiden Adressen verwendete ich nur zu diesem Zweck.
Liebe Grüße
Sabine
Liebe Sabine,
Löschendas ist ja genau dieses Dilemma, wie es auch Pünktchen unten beschreibt: Man freut sich als Bloggerin sehr über Kontakte, Anfragen und Geschenke, aber Vorsicht ist eben die Mutter der Porzellankiste. Es gibt leider auch einige schwarze Schafe, die beispielsweise Blogs gezielt nach Adressen durchsuchen.
Mir macht das einfach Bauchweh, nach welchen Kriterien, ich meine Adresse weiter geben soll - da ich niemanden persönlich kenne, müsste das willkürlich geschehen. Das wiederum finde ich ungerecht und deshalb habe ich mich entschieden, gar keine Geschenke mehr anzunehmen.
Ich verstehe, dass du als Schenkerin enttäuscht bist, aber vielleicht kannst du meine Zweifel und Gedanken nachvollziehen.
Herzliche Grüße,
Barbara
Liebe Barbara, mit Interesse habe ich gelesen, was du zu diesem Thema zu schreiben hast. Auch ich finde es heikel, einfach mal so die Adresse weiter zu geben. Einige wenige Male habe ich das gemacht - und prompt gab es jemanden, dessen Post hier nie ankam. Da grübelte ich dann genau so wie du... Auch wenn man so gewiß vielen Unrecht tut, die nur gute Absichten haben, bin ich vorsichtig. Außnahmen gibt es nach wie vor, aber nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen. Freundliche Grüße.
AntwortenLöschenHallo ,
AntwortenLöschenich teile deine Meinung zu diesem Thema. Auch gebe meine Adresse höchst ungern heraus-habe auch keinen Blog-. Durch berufliche Erfahrung, weiß ich, dass mit Adressen sehr viel Unheil angerichtet werden kann.Dein Blog ist für mich immer sehr interessant . Ich wünsche dir weiterhin viel Freude damit und alles Liebe Rika