Mittwoch, 25. November 2015

Unser tägliches Brot: Brezen

Denkt man an deutsche Brotkultur, denkt man natürlich an dunkles, kräftiges Brot, aber auch an Brezen oder Brezeln. Ich habe schon einmal in den USA selber Brezen gebacken, das war vor ziemlich genau vier Jahren und auch einmal in Stockholm. Die Brezen in den USA kamen bei den bayerischen Besuchern sehr gut an ("Schmeckt besser als beim Bäcker daheim!"), die Brezen in Stockholm waren nicht ganz so der Hit - zu salzig, zu ungewohnt für die schwedischen Kindergeschmäcker.
Selbstgemachte Brezen sind von vielen Gerüchten umsponnen, Mythen zur Lauge und vieles mehr findet man bei der Suche im Internet und in Backbüchern. Am kuriosesten finde ich den Vorschlag, die Brezen mit Kaffee zu bestreichen...
Dabei ist es gar nicht schwer, Brezen selber zu machen. Ich hoffe, dass ich nun öfter Lust und Muse habe, wo es doch nun noch unkomplizierter ist, in der großen praktischen Küche...
Zuerst mache ich das Grundrezept für Kleingebäck aus Roswitha Hubers Buch "Gutes Brot". Ich mache oft ein halbes Rezept, das exakt 10 Kleinteile wie Semmeln oder Brezen ergibt. Den Teig lasse ich wie üblich gehen.
Nach der Ruhe teilt man den Teig in zehn Teile und rollt jedes Teil zu einer Länge aus, die in der Mitte dicker und zum Rand hin dünner wird. Daraus formt man die Brezen. Das gelingt besonders gut, wenn man einen Original Brezenpulli trägt ;-) (selbstgenäht, den Stoff fand ich mal bei Lillestoff)
Dann müssen die Brezen absteifen, das geht im Kühlschrank, im kühlen Keller oder jetzt auf der Terasse. Denn die steifen Brezen hüpfen dann in ein wohlig warmes Laugenbad.
Dazu koche ich einen Liter Wasser auf und gebe zwei Esslöffel Bikarbonat hinein. Vorsicht, das zischt und blubbert kurz!
Die Brezen nacheinander hinein geben, einen Augenblick schwimmenlassen und dann mit einem Schaumlöffel herausnehmen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit grobem Salz bestreuen. Noch 20 Minuten gehen lassen und dann ab in den 200°Grad warmen Ofen!
Die Brezen brauchen etwa 15 bis 17 Minuten, man kann schön sehen, wie sie die Farbe verändern!
Für mich ist das das perfekte Brezenrezept. Es ist schnell, unkompliziert und mit der Bikarbonat-Lauge auch total ungefährlich und unproblematisch. Da muss ich nicht mit Handschuhe hantieren, ich kann das Wasser mit gutem Gewissen abgießen und die Brezen schmecken herrlich frisch und frei von komischen Zusätzen :-)
Dazu schmeckt besonders gut: Weißwürste, in der Göteborger Markthalle gekauft, und Weißbier, aus Niederbayern importiert...

5 Kommentare:

  1. Liebe Barbara,
    oh wie schön gleich den nächsten Blogeintrag von dir lesen zu können! Welcome back! T. und ich möchten bitte unbedingt das Rezept für 10 Brezen.......... Deine sehen sowas von perfekt aus, Kompliment! Magst du uns eine Mail schicken? Das wär wunderbar :-)
    Ganz liebe Grüße, auch von T., Karin

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  2. Köööstlich, besonders die Weisswurscht und der Senf, das lieeeebe ich so;)
    Wir hatten in der Bäuerinnenschule auch Brezen gebacken, falls Du willst, schicke ich Dir mal das Schulrezept rüber;) Da brauchen wir mehr Natron und sie werden recht dunkel.
    Wünsche Dir weiterhin frohes Backen und der Pulli finde ich super!
    Liebs Grüessli, Rita

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  3. Oh, die schauen zum Reinbeißen aus! Ich liebe Laugenbrezn und hab mich doch noch nie getraut, selbst welche zu machen. Vielleicht trau ich mich jetzt drüber ;-)
    Alles Liebe Babsy

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  4. Was freue ich mich, dich wieder zu lesen. Ich habe dich vermisst und öfters an dich gedacht, wie es dir wohl geht...

    Brezeln habe ich schon lange nicht mehr selbst gebacken, hab vielen Dank für das Erinnern.
    Liebe Grüße
    Christine

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  5. Die sehen profimässig aus. glg Regula

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