Freitag, 15. Dezember 2017

Die Notbremse ziehen

Heute bin ich krank geschrieben. Nur heute, am letzten Freitag vor den Weihnachtsferien. Nein, ich bin nicht krank im eigentlichen Sinn, keine Erkältung, kein Fieber. Aber meine Seele ist erkältet.
Vor einem Jahr war ich richtig krank. Ich wurde wegen einer mittelschweren Depression 50% krank geschrieben. Ich habe auch fast ein Jahr lang Antidepressiva eingenommen. In der Schule kursier(t)en die wildesten Gerüchte, dass ich ausgebrannt war.
Ich (und ich bin bei weitem kein Einzelfall) war aber einfach so lange traurig, dass es chronisch wurde und wenn man richtig traurig ist, kann man auch nicht richtig arbeiten (schon gar nicht in einer Klasse mit 6 Inklusionsschülern).
Ich hatte Glück, ich habe die richtige Ärztin zum richtigen Zeitpunkt getroffen. Mithilfe der Medizin und einer Psychologin habe ich das Schlimmste überwunden. Und ich will nie wieder in dieses abgrundtiefe Loch fallen.
Jetzt passe ich gut auf mich selber auf. Und wenn ich einen Tag vor Weihnachten ein bisschen traurig sein muss, weil ich an das Sternchen denke und wie das Weihnachtsfest hätte sein können, dann ziehe ich die Notbremse und steige aus dem Schnellzug aus.
Ich habe heute Vormittag einen Spaziergang im Naturschutzgebiet hinter unserem Haus gemacht. Es tat gut, mich bei Tageslicht draußen zu bewegen, niemandem zu begegnen und einfach nur atmen und denken zu können. Dabei kamen mir Ideen zu diesem Blogeintrag. Und ich entschied mich schließlich, dass ich ihn schreiben möchte, dass ich darüber reden möchte.
Ich konnte diesen Herbst ein paar Weichen für mich selbst stellen und ich sehe mit Vorfreude dem Lichtstreif am Horizont entgegen.

9 Kommentare:

  1. Hej Barbara,
    schön, wenn du selbst erkennen kannst, wann es soweit ist, dann bist du auf dem besten weg! der winter mit der langen dunkelheit tut aber auch sein übriges dazu... Gönn dir die auszeit, wenn du sie brauchst und auch ohne depression kann man ruhig mal traurig und melancholisch werden. ich glaube, raus in die natur würde mir da sicher auch gut helfen. es wäre nicht normal, wenn man nicht trauern müsste/könnte, glaube ich, das ist wichtig. ich hoffe, das Ihr trotzdem ein wunderschönes weihnachtsfest habt, vielleicht etwas mehr besinnlich als sonst. ganz viele warme gedanken von mir auf jeden fall! ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)

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  2. Alles Gute wünsche ich dir und sende liebe Grüsse. Regula

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  3. Liebe Barbara,
    das macht mich traurig und sprachlos.
    Aber mir fallen Worte ein, die mir geholfen haben:

    https://www.youtube.com/watch?v=PWe0GMkERn4

    http://yoga-leben-inspiration.de/lieben-ohne-angst/

    Eine große wärmende Umarmung und herzliebe Grüße von
    Jana

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  4. Es ist schon ein Schritt in die Richtung nach oben, wenn man spürt dass man einen Stopp braucht. Trauere und Verabschiede dich liebevoll von deinen Gedanken die dich versuchen hinunter zu ziehen und ich wünsche dir eine schöne, erholsame Auszeit. Du hast kein kleines Pensum in der Schule, da braucht man alle Kräfte. Hole sie dir in der Natur und in der Familie.
    Liebe Grüsse
    Ruth

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  5. Liebe Barbara,

    leider wird in unserer ach so heilen, immer funtionierenden Welt Depression immer noch als Nichkrankheit behandelt. Da heißt es dann, die spinnt oder stell Dich nicht so an. Nee nee, so einfach ist das alles nicht. Als mein Mann vor 7 Jahren während unseres Urlaubs an einem plötzlichen Herztod verstarb dachte ich auch, und nun, was ist mit mir und wie geht es weiter. Ich hatte zeitweise richtig Hass auf ihn dass er mich einfach allein gelassen hat. Gut, ich habe allein den Weg aus dem Dilemma geschafft und bin auch seit 4 Jahren wieder mit einem neuen Mann an meiner Seite glücklich und zufrieden.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und hoffe, dass Du im Umfeld Deiner Familie gut aufgehoben bist.

    Liebe Grüße vom Bodensee, Burgi

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  6. Ach,das tut mir so leid.mein mann erkrankte vor 2 jahren an einer depression.und ist auch jetzt noch nicht geheilt.
    Ich wünsche dir eine gesegnete weihnachtszeit.alles gute und viele lichtstreifen am horizont.
    Liebe grüsse...manu

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  7. Liebe Barbara, vielen Dank für Deine Worte, pass gut auf Dich auf und nimm Dir alle Zeit, die Du für Dich brauchst...
    Herzensgrüße und eine liebe Umarmung, Katrin

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  8. Liebe Barbara,
    das macht mich traurig und sprachlos.
    Aber mir fallen Worte ein, die mir geholfen haben:

    https://www.youtube.com/watch?v=PWe0GMkERn4

    http://yoga-leben-inspiration.de/lieben-ohne-angst/

    Eine große wärmende Umarmung und herzliebe Grüße von
    Jana

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  9. Liebe Barbara,
    oh, ich sehe, dass meine Zeilen von Freitag doch gesendet wurden. Ich hatte eine Meldung in meinem Mailfach, dass das nicht geklappt hatte.
    Sorry, deshalb hab ich sie gerade nochmals gesendet.
    Ich wünsche dir einen heilsamen 3. Advent und schicke dir eine wärmende Umarmung,
    Jana

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