Nun wird es ernst. Alle wichtigen Dokumente sind gescannt, kopiert und samt den Originalen eingepackt. Auch die Heiratsurkunde. Immer wieder schaue ich nach, ob es wirklich stimmt, dass ich nun mit 'meinem' Schweden und mit neuem Nachnamen morgen in den Norden aufbreche. Der Koffer muss noch gepackt werden. Abschiedsschmerz und Vorfreude gehen Hand in Hand, ebenso Abenteuerlust und die Angst vor dem Neuen. Die Wohnung und die Straße, die Stadt, das Land sind bekannt, und doch sicher wieder ganz anders. Unser Zwischenmieter hat uns einen 4-seitigen (!) Brief geschrieben über alles, was er nicht mehr aufgeräumt/geputzt/gerichtet hat. Puh...
Letztendlich kommen meine Gedanken aber immer wieder zu den vielen bereichernden Augenblicken zurück, die ich in diesem Land, dieser Stadt, dieser Wohnung verbringen durfte. Und aus dem ich wurde wir - geteiltes Leid und geteilte Freude, ihr wisst schon... Und Euch alle werde ich auch gerne teilhaben lassen (und dann auch hoffentlich bald wieder mehr Zeit zum Kommentieren auf Euren Blogs haben...)
Bis ganz bald aus 60°N!
Herzlichst, Eure Barbara
Mittwoch, 13. Juni 2012
Montag, 11. Juni 2012
Sonntag, 3. Juni 2012
Sonntagsfreude und kleine Verlosung
Meine Sonntagsfreude (nach einer Idee von Frau Kreativberg) ist heute, dass endlich die Näharbeiten abgeschlossen sind. Fertig sind mein Beutel, der Platz für alles wichtige bietet, und das Ringkissen auf dem unsere fairen Ringe in die Kirche getragen werden.
Zum Glück hat der Stoff für beides gereicht - und es ist sogar etwas übrig geblieben. Deshalb möchte ich jemanden von meinen geschätzten Lesern mit einem Lavendelkissen im Stil des Ringkissens beglücken. Es würde ca. 10x10 cm groß werden und ich würde es mit dem Monogramm der/des Glücklichen besticken - aber erst in zwei Wochen ;) Wer also gerne ein edles Lavendelsäckchen aus Satin im Kleiderschrank haben möchte, kann bis zur nächsten Sonntagsfreude hier einen Kommentar hinterlassen.
So, ich will heute auch endlich die Bastelarbeiten abschließen, meine Familie bekochen und Kraft tanken für die Feierwoche. Einen schönen Sonntag Euch allen!
Donnerstag, 31. Mai 2012
Unterwegs
In den letzten Tagen war ich viel unterwegs. Mit dem Zug einmal quer durch unser riesiges Bundesland um eine Freundin zu besuchen. Wir haben schöne Ausflüge gemacht und intensiv für das große Fest gebastelt. Dann habe ich viele kürzere Fahrten gemacht um viele 'Kleinigkeiten' zu erledigen, die aber unseren großen Tag bald so besonders, rund und stimmig machen werden. Und dann bin ich so viel unterwegs - in meinen Gedanken: Wohin bin ich grad unterwegs? Kann ich das alles realisieren und in mir aufnehmen? Oder rauscht grad ganz viel an mir vorbei?
Es tut mir leid, wenn es hier grad recht still ist. Im Moment passiert grad ganz viel und ich will die ganze Zeit im 'richtigen Leben' präsent sein. Heute in 14 Tagen gehts in die neue Heimat und dann haben wir auch hoffentlich bald Internet, so dass ich dann viel über ´das Leben auf 60°N berichten kann.
Es tut mir leid, wenn es hier grad recht still ist. Im Moment passiert grad ganz viel und ich will die ganze Zeit im 'richtigen Leben' präsent sein. Heute in 14 Tagen gehts in die neue Heimat und dann haben wir auch hoffentlich bald Internet, so dass ich dann viel über ´das Leben auf 60°N berichten kann.
Dienstag, 22. Mai 2012
Zur königlichen Taufe...
... gab es heute mal wieder im ganzen blau-gelben Land an unzähligen Plätzen gratis Prinsesstårta. Im Stockholmer Kungsträdgården wurden hunderte Kindergartenkinder mit Torte beglückt und auch Ockelbo machte wieder mit viel Torte von sich reden. Ob Royalist oder nicht, ich fand es einen netten Anlass auch mal wieder selbst so ein Kalorienbömbchen zu machen.
Das Original der Prinsesstårta ist groß und rund und mit giftgrünem Marzipan überzogen - oder eben in rosa. Allerdings sind die Schweden, glaube ich, in Sachen Torten und so schon noch ein bisschen entwicklungsfähig. Denn um eine Torte essen zu können, muss es immer einen Anlass geben, nur Sonntagskaffee reicht nicht. Und, das ist das eigentlich Schlimme - ich habe noch nie erlebt, dass jemand aus meinem schwed. Bekannten- oder Familienkreis so eine Torte selbst gemacht hätte. Nein, die Prinsesstårta muss gekauft werden. Dabei ist es im Prinzip ganz einfach...
Man nehme Tortenboden (ich habe hier Reste verarbeitet, deshalb dunkel und hell gemischt), rund oder eckig, groß oder klein. Dann gibt man Himbeermarmelade darauf.
Hm, das wird wohl kein Originalrezept, sondern meine individuelle Restevariante ;) Also, Sahne war eben auch nicht verfügbar und so habe ich eine 'falsche Buttercreme' aus Vanillepudding und Butter gemacht. Davon etwas auf die Marmelade geben und dann den 2. Boden auflegen.
Schließlich alles rund herum mit der Creme verkleiden und oben eine Art Kuppel formen und kühl stellen.
Anschließend Marzipanrohmasse (Reste von der Ostertorte...) mit Puderzucker und Lebensmittelfarbe verkneten. Ich habe mich an die Klassiker rosa und grün gehalten, wobei auch gelb mit weiß immer mehr im Kommen ist... Die Törtchen damit verkleiden, aus den Resten Krönchen oder Röschen basteln - und fertig!
Das Original der Prinsesstårta ist groß und rund und mit giftgrünem Marzipan überzogen - oder eben in rosa. Allerdings sind die Schweden, glaube ich, in Sachen Torten und so schon noch ein bisschen entwicklungsfähig. Denn um eine Torte essen zu können, muss es immer einen Anlass geben, nur Sonntagskaffee reicht nicht. Und, das ist das eigentlich Schlimme - ich habe noch nie erlebt, dass jemand aus meinem schwed. Bekannten- oder Familienkreis so eine Torte selbst gemacht hätte. Nein, die Prinsesstårta muss gekauft werden. Dabei ist es im Prinzip ganz einfach...
Man nehme Tortenboden (ich habe hier Reste verarbeitet, deshalb dunkel und hell gemischt), rund oder eckig, groß oder klein. Dann gibt man Himbeermarmelade darauf.
Hm, das wird wohl kein Originalrezept, sondern meine individuelle Restevariante ;) Also, Sahne war eben auch nicht verfügbar und so habe ich eine 'falsche Buttercreme' aus Vanillepudding und Butter gemacht. Davon etwas auf die Marmelade geben und dann den 2. Boden auflegen.
Schließlich alles rund herum mit der Creme verkleiden und oben eine Art Kuppel formen und kühl stellen.
Anschließend Marzipanrohmasse (Reste von der Ostertorte...) mit Puderzucker und Lebensmittelfarbe verkneten. Ich habe mich an die Klassiker rosa und grün gehalten, wobei auch gelb mit weiß immer mehr im Kommen ist... Die Törtchen damit verkleiden, aus den Resten Krönchen oder Röschen basteln - und fertig!
Sonntag, 20. Mai 2012
Sonntagsfreude: Grünes Esszimmer
Für mich ist es eine richtige (Sonntags-)Freude, wenn wir wieder den Tisch im 'grünen' Esszimmer meiner Eltern unterm Kirschbaum decken - Wiesenblumenstrauss und Kerze.
Liebevoll zubereitete Salate (der grüne ist bereits aus dem Garten, ebenso die Kräuter...) Keine Fertigsoßen, sondern eine selbstgemachte Kräuterremoulade und Bärlauchbutter;
Und den neuen Familiengrill einweihen...
Sonnagsfreude ist eine Idee von Frau Kreativberg
Freitag, 18. Mai 2012
Maschenmarkierer selbstgemacht
Ich bin ein sehr ästhetischer Mensch und sogar so praktische Dinge wie Maschenmarkierer dürfen nicht einfach nur funktional sein, sondern müssen auch schön aussehen. Ich mache meine nach einem ganz einfachen Prinzip selber.
Als 'Zutaten' braucht man schöne, etwas schwerere Perlen, stabilen Silk, Schere, Teelicht und Zündhölzer.
Zunächst schneide ich vom Silk ein etwa 20 cm langes Stück ab.
Dieses Silkstück lege ich zur Hälfte zusammen, so dass sich eine Schlaufe bildet.
Dann fädle ich die Perlen über beide offenen Enden auf, schiebe sie aber nicht zu weit zurück, so dass die Schlaufe erhalten bleibt.
Dann lege ich die Schlaufe über einen Finger, während ich die offenen Enden verknote.
Die überstehenden Silkenden schneide ich ab, aber nicht zu nahe am Knoten.
Den Knoten und die überstehenden Enden ziehe ich nun schnell (!) durch die Flamme des Teelichts, so dass sie verschmelzen und fixiert werden.
Wer möchte könnte auch gleich zu Beginn einen großen Schmuckkarabiner in die Schlaufe fädeln, so dass man den Markierer auch an eine bestimmte Stelle einhängen kann. Ich persönlich gebrauche aber solche eher selten, öfter brauche ich Markierer, die ich von Nadel zu Nadel, von Reihe zu Reihe weiterheben kann.
Vielleicht zusammen mit dem originellen Stricknadelschutz von Kirschenzeit ein tolles Zubehör zum Verschenken?! Viel Spaß beim Nachmachen...
Als 'Zutaten' braucht man schöne, etwas schwerere Perlen, stabilen Silk, Schere, Teelicht und Zündhölzer.
Zunächst schneide ich vom Silk ein etwa 20 cm langes Stück ab.
Dieses Silkstück lege ich zur Hälfte zusammen, so dass sich eine Schlaufe bildet.
Dann fädle ich die Perlen über beide offenen Enden auf, schiebe sie aber nicht zu weit zurück, so dass die Schlaufe erhalten bleibt.
Dann lege ich die Schlaufe über einen Finger, während ich die offenen Enden verknote.
Die überstehenden Silkenden schneide ich ab, aber nicht zu nahe am Knoten.
Den Knoten und die überstehenden Enden ziehe ich nun schnell (!) durch die Flamme des Teelichts, so dass sie verschmelzen und fixiert werden.
Wer möchte könnte auch gleich zu Beginn einen großen Schmuckkarabiner in die Schlaufe fädeln, so dass man den Markierer auch an eine bestimmte Stelle einhängen kann. Ich persönlich gebrauche aber solche eher selten, öfter brauche ich Markierer, die ich von Nadel zu Nadel, von Reihe zu Reihe weiterheben kann.
Vielleicht zusammen mit dem originellen Stricknadelschutz von Kirschenzeit ein tolles Zubehör zum Verschenken?! Viel Spaß beim Nachmachen...
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