Dienstag, 11. September 2012

TisdagsTutorial: Teebeutel

So wie ich versuche, meinen neuen Alltag zu strukturieren, will ich auch hier in den Blog etwas 'Routine' reinbringen. Als Anfang will ich versuchen, Euch jeden Dienstag (schwed. tisdag) eine kleine Anleitung oder Inspiration zur Verfügung zu stellen.

Heute zeige ich Euch, wie man einen Teebeutel nähen kann. Naja, nicht ganz im klassischen Sinne, aber einen Beutel, in dem man schön verpackt kleine Teeproben verschenken kann.
Dafür braucht ihr einen Stoffrest, den ihr auf 14 x 44 cm zuschneidet, am Besten mit einer Webkante an einer der schmalen Seiten.
An der schmalen Seite ohne Webkante (oder ggfs. an beiden Seiten) den Stoff zweimal auf 1,5 cm einschlagen und bügeln.
Dann schmal absteppen.
Nun die Stoffbahn für den Beutel rechts auf rechts zusammenfalten: Zuerst die Seite mit der gesteppten Kante (schöner Abschluss) 11,5 cm Richtung Mitte falten.
Anschließend die andere Seite etwa 12 cm einfalten, so dass sie etwa 8 cm die andere Kante überlappt.
Bügeln, und/oder feststecken und dann 1 cm vom Rand absteppen.
Dann die Nahtzugaben auf 0,5 cm zurückschneiden und versäubern.
Der fertige Beutel ist etwa 12 x 15 cm groß. Nun den Beutel wenden, die Ecken rausziehen und bügeln.
 Damit das ganze nun auch zum Teebeutel wird fehlt noch eine Kleinigkeit. Für die Verziehrung habe ich mir einen Stempel aus Moosgummi ausgeschnitten.
Dann habe ich Küchenpapier dazwischengeschoben, den Stempel mit schwarzer Stofffarbe bestrichen, positioniert und dann mit einem weiteren Blatt Küchenpapier aufgedrückt (wenn man einen Holzrest o.ä. zur Verfügung hat, kann man sich ja einen richtigen Stempel bauen).
Vorsichtig abziehen - und fertig ist der Teebeutel! :)
Zum ersten TisdagsTutorial verlose ich an einen von Euch einen solchen Teebeutel, gefüllt mit zwei schwedischen, herbstlichen Teesorten. Hinterlasst bis Samstagabend einen Kommentar* und ihr kommt am Sonntag in die Auslosung :)
Viel Glück bei der Auslosung und viel Spaß beim Nachmachen! Wenn ihr auch Teebeutel näht, hinterlasst doch einen Link, damit ich mir das auch anschauen kann.

Bitte beachtet, dass alle Anleitungen - soweit nicht anders angegeben - mein geistiges Eigentum sind. Alle Anleitungen sind ausschließlich für den privaten und nicht kommerziellen Gebrauch bestimmt; auch Gegenstände, die nach den Anleitungen gefertigt werden, dürfen nicht verkauft werden.

*Ich habe die Kommentarfunktion geändert und sowohl die Sicherheitsabfrage als auch die Moderation mal versuchsweise entfernt. Viel Spaß beim ungehinderten Kommentieren...

Samstag, 8. September 2012

Rot

Nachdem ich das Geburtstagsgeschenk für meine Schwester in kürzester Zeit fertig gemacht hatte, arbeite ich nun langsam die noch ausstehenden Geschenke für Freunde ab, die im Sommer Geburtstag hatten. Die Hochzeit und der Umzug waren eine gute Entschuldiung, Gutscheine herzuschenken, aber jetzt gilt es, zu einem Ende zu kommen. Auch um dann endlich mit den Herbst- und Weihnachtsprojekten anfangen zu können.
Zwei Geburtstagsprojekte sind fertig und verschickt. Erinnert Ihr Euch, an mein rotes Nähprojekt von neulich? Das wurde ein Strickutensilien-Aufbewahrungs-Set für eine Freundin, die Anfang August Geburtstag hatte. Und hier kann ich es Euch nun endlich zeigen :)
Die Schriftzüge habe ich von Hand aufgestickt, nachdem ich sie mir mit Bleistift vorgeschrieben hatte. Der Bleistift ging beim Waschen wieder hervorragend weg.
Die kleine Zubehörtasche wurde mit vier selbstgemachten Maschenmarkierern bestückt.
Damit keine Nadeln und Kleinigkeiten das Mäppchen ungewollt verlassen, wird oben eine Art Deckel übergeschlagen, bevor...
... alles aufgerollt und mit dem Bindeband verschlossen wird.
Und laufende Strickprojekte können ganz praktisch im Strickzeug-Beutel verstaut und überall hin mitgenommen werden.
Ein weiteres Päckchen ist auf dem Weg, der Beschenkte hatte Ende August Geburtstag. Nun stehen noch ein weiteres Geburtstagsgeschenk, ein Namenstagsgeschenk sowie ein Weisert auf der Zu-Tun-Liste. Leider kann ich Euch bei solchen Geschenken immer erst teilhaben lassen, wie sie den/die Beschenkte/n erreicht haben. Ich versuche aber auch den Entstehungsprozess zu fotografieren und mache vielleicht mal das eine oder andere Tutorial daraus.
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende - und vielleicht einen gute Start in die Herbst-Strick-Saison!

Donnerstag, 6. September 2012

frz. moustache = schwed. mustasch

Diese Bartmode ist im Moment ja besonders besonders bei jungen Damen angesagt. Solch eine trendbewusste junge Dame, nämlich meine kleine große Schwester, war nun die letzte Zeit hier mit einer Freundin zu Besuch und hat auch ihren 19. Geburtstag hier in Stockholm gefeiert. So ein Geburtstag Richtung 20 muss natürlich richtig gefeiert werden. Deshalb musst ein Thema her und was lag da näher als den Tag dieser angesagten Bartpracht zu widmen?!
So haben die Freundin meiner Schwester und ich am Vorabend noch eine Bastelsession eingelegt und Serviettenringe, Sektgläser usw. mit den Bärten bestückt. Auch eine Happy Birthday-Girlande mit viel Schnauzer wurde angefertigt.
Die Freude beim Frühstück war sehr groß!
Da genau DIE Moustache-Tasche nicht auf die schnelle besorgt werden konnte (der Wunsch wurde zu spät geäußert), hat man Glück wenn die Schwester alle Zutaten für eine Unikat-Moustache-Tasche zu Hause hat. Aus weißem Ikea-Stoff einen Rohling genäht, aus Moosgummi verschiedene Bärte ausgeschnitten und mit schwarzer Stofffarbe aufgedruckt. Einen Schnauzbart mit der Pflegeanleitung dranhängen - und fertig ist das Geschenk, das garantiert gut ankommt :)
(Leider war das Licht zur späten Stunde schon recht schlecht...)

Montag, 3. September 2012

Im Moment...

... ist gerade einiges in Veränderung, in manche Sachen kommt Bewegung. Vieles ist für mich ein Zeichen, dass nun ein Richtungswechsel stattfinden kann und wird. Aber vieles ist auch noch viel zu früh um es hier öffentlich zu bekunden. Ich bin vorsichtig.
Wenn ich hier nicht schreibe, dann heißt das eher, dass in meinem 'richtigen' Leben grad viel passiert. Bezüglich des Bloggens habe ich oft ähnliche Gedanken und Zweifel wie sie Frau Kirschenzeit neulich hier so gut zum Ausdruck gebracht hat. Anstatt Zeit vor dem PC zu verbringen, will ich lieber intensiv im hier und jetzt sein. Meinen Besuch in vollen Zügen genießen, die Herbstsonne aufnehmen, kreativ sein, und einfach auch endlich zur Ruhe kommen.
Dieser Sommer war für mich wie eine Achterbahnfahrt, unglaublich turbulent, rauf und runter, stopp and go, und wieder von vorne. Schöne, reiche, intensive Augenblicke. Andere mussten wohl auch sein und hatten vielleicht auch irgendwie ihre Berechtigung. Nun freue ich mich aber auf den Herbst, auf Tapetenwechsel, frische Luft und neue Farben. Jeden Tag wird das Tageslicht hier fünf bis sechs Minuten kürzer, das ist immerhin eine Stunde weniger innerhalb von elf, zwölf Tagen. Dadurch bietet sich aber auch ein neuer Rhytmus an. Mehr Zeit zum Lesen, Handarbeiten, Tee trinken. Ruhig werden.
Nach Ruhe, Rhythmus und Regelmäßigkeit habe ich gerade das meiste Bedürfnis. Trotz der vielen Wochen hier will ich endlich 'ganz' ankommen. Schritt für Schritt weitergehen auf dem neuen Weg, in den Herbst. Manches ganz für mich selbst wahrnehmen und bedenken. Sehen, wie sich die Dinge nun entwickeln. Meinen Tag so organisieren, dass ich Zeit für meine Ideen und Projekte finde, die sonst im Alltag untergehen. Ja, einen neuen Alltag aufbauen. Und doch auch alle drei, vier Tage, wenn es grad passt, hier einen Gruß, Gedanken, Bilder und Nachrichten hinterlassen. Denn, ich glaube, meinen Blog-Rythmus habe ich nun schon gefunden. Alle drei, vier Tage - das fühlt sich richtig und gut an. Und nun gehe ich wieder die Herbstsonne genießen... Bis bald!

Dienstag, 28. August 2012

Unser tägliches Brot: Morotspanini

Als ich neulich an der Kasse warten musste, stach mir die Zeitschrift 'Baka' ins Auge (Ausgabe 3/2012). Denn darin wurde unter anderem von Jan Hedh berichtet, einem schwedischen Bäcker, der "richtiges Brot" bäckt. Seit ich sein Brotbuch bei meiner Schwiegermutter von A bis Z gelesen habe, bin ich von ihm und seiner Philosophie fasziniert. Kein Wunder, hat er seine Brotkenntnisse doch überwiegend auf dem Kontinent (sprich Zentraleuropa) gesammlt...

Diese Zeitschrift enthielt aber noch viel mehr leckere Brotrezepte, als nur die von Jan.
Die Morotspanini, Panini mit geraspelten Gelbe Rüben, haben sich zum Dauerbrenner entwickelt. Sie sind sehr saftig und eignen sich hervorragend für belegte Brötchen deluxe (auch Rezepte aus Baka 3/2012).
Hier einmal gefüllt/belegt mit Ziegenkäse, Brie, Babyspinat, Granatapfelkernen und Walnüssen
Und dann einmal mit selbst gemachten Hummus und im Ofen gebackenem, mediterranem Gemüse.
Die Paninis sind recht schnell gemacht, denn es ist ein normaler Brotvollkornhefeteig und es werden ca. zwei bis drei fein geriebene Gelbe Rüben hinzugefügt.
Allerdings brauchen diese Füllungen/Beläge schon ihre Zeit... Da die Paninis auch gerne so zum Frühstück mit Marmelade oder zwischendrin mit Käse und Gurken gegessen werden, ist das nicht weiter schlimm :)

Montag, 27. August 2012

Hoffentlich werden wir bald Freundinnen...

Sie ist Schweizerin. Natürlich habe ich sie abgeholt, so dass sie nicht alleine in der Stockholmer Innenstadt U-Bahn fahren musste.
Nachdem sie es sich in der Wohnung bequem gemacht hatte, packte sie aus. Ich muss sagen, sie hat ganz schön viel Gepäck dabei!
Sie ist sehr elegant und bevorzugt schwarz und weiß, so dass sich alle anderen Farben und Qualitäten gut damit kombinieren lassen.
Obwohl sie recht schlank ist, bringt sie [gefühlt] doch einiges auf die Waage.
Seit ein paar Tagen lernen wir uns nun endlich näher kennen, obwohl sie schon gut 20 Tage hier ist. Das ist nicht ganz unkompliziert und anfangs wusste ich nicht recht, wie ich mich dieser Luxusdame nähern sollte. War ich doch zuvor jahrelang mit einer recht einfachen, aber ausdauernden und unverwüstlichen Dame aus dem Kaffeehaus Tsch. fest verbandelt...  
Generell ist sie sehr ruhig. Man kann nebenbei nun sogar noch deutsches (Internet-)Radio hören oder angenehm eine dritte Person ins Gespräch mit einbeziehen. Was mich noch herausfordert ist ihre Art zu denken und sich bis zu 30 Sachen zu merken. Man merkt auch, dass sie mit beiden Beinen im Leben steht und man kann sich gut [auf ihrer extra großen Arbeitsfläche] anlehnen und aufstützen.
Ein Projekt haben wir bereits gemeinsam erfolgreich abgeschlossen. Wenn es* bei der Empfängerin angekommen ist, werde ich es hier zeigen. Und bis dahin führen die vornehme Dame und ich weiterhin anregende zwischenmenschliche Gespräche :)
*ein Geschenk