Diese Woche wurde hier eine Eigenkreation gebacken. Nachdem ich endlich wieder Sauerteig habe (nach einem Rezept/Ansatz aus Roswitha Hubers 'Gutes Brot'), wollte ich natürlich auch gerne ein Sauerteigbrot backen. Aber eben nur eines, nicht gleich zwei oder vier. Die Rezepte meiner Wahl ließen sich nicht so gut teilen, also habe ich mich an der Grundanleitung von Frau Huber orientiert und mein eigenes Sauerteigbrot 'erfunden'. Dafür habe ich 175 g Vollkornmehl, 175 g Roggenmehl und 400 g Weizenmehl in die Rührschüssel gegeben. In den Mehlberg habe ich eine Vertiefung gemacht und etwa 220 g Sauerteig hineingegeben. Am Rand habe ich 1 EL Salz, 3 EL Brotgewürz und eine gute Hand voll Leinsamen zugegeben.
Mit etwa 450 ml handwarmen Wasser habe ich das ganze zu einem recht feuchten Teig verknetet und ganze 8 Stunden gehen lassen, denn ich wollte ein echtes Sauerteigbrot und nicht Hefe zugeben. Danach war der Teig schön luftig und zog Fäden. Ich habe mit viel Mehl den Teig dann nicht mehr recht geknetet, sondern mit Drücken in Form gebracht und auf ein heißes Blech in den auf 220°C vorgeheizten Ofen gegeben. Nach etwa 50 Minuten war es fertig.
Nach dem Abkühlen habe ich das Brot geviertelt, drei Viertel eingefroren (wobei sie nach und nach den Gefrierschrank schon wieder verlassen) und eines wurde frisch verzehrt. Das ist in unserem Zweipersonenhaushalt die beste Lösung, damit das Brot nicht zu alt und hart wird. Und der restliche Sauerteig wartet im Kühlschrank auf den nächsten Einsatz.
Samstag, 15. September 2012
Donnerstag, 13. September 2012
Wandertagebuch: Der Weg ist das Ziel
Ich habe lange überlegt, wie ich diese Form von Berichten nennen soll. Dabei stellt sich die Frage, ob ich denn nun auswandere oder einwandere. Wenn ich ehrlich sein soll, dann finde ich beides nicht so passend. Deshalb nur 'wandern' als Metapher für mein Unterwegssein, das irgendwann zu einem Ankommen in der neuen Heimat führen soll.
Wenn ich an Auswandern denke, dann kommen mir so Menschen aus diversen Fernsehdokus in den Sinn, die glauben, dass sie woanders eine bessere Arbeit, ein aufregenderes Leben oder 12 Monate Sonnenschein finden. Mir ging es aber gut in Deutschland, ich hätte nicht unbedingt auswandern müssen. Es ist mehr ein Kompromiss. Wenn zwei Menschen sich lieben, aber zwei Nationalitäten haben, dann muss man sich irgendwo treffen, wenn man nicht ewig eine Fernbeziehung führen will. Und dieser Kompromiss war eben bei uns das Heimatland meines Mannes, aus verschiedenen Gründen. Vielleicht fällt es mir auch deshalb schwerer, mich mit Widerständen, Problemen usw. zu arrangieren, weil es eben ein Kompromiss ist und ich mir hier mit dem 'Auswandern' nicht einen langgehegten Lebenstraum erfülle.
Ja, es ist die Liebe zu diesem Mann, die mich hierher gebracht hat. Es ist schon komisch eigentlich, denke ich oft. Dass man bereit ist, für einen einzigen Menschen seine ganzen anderen sozialen Netzwerke zurückzulassen. Man hat ja diese Menschen auch auf eine bestimmte Art und Weise 'geliebt'. Dabei denke ich natürlich oft egoistisch, dass ich jetzt nämlich allein bin, dass meine Familie und meine Freunde so weit weg sind. Dabei war/ist es für sie sicher auch nicht einfach, dass die Freundin, die Tochter, die Schwester nun einfach so wegen eines einzigen Schweden 2000 km weit wegzieht. Die Liebe, das ist schon was seltsames manchmal...
Nun bin ich gute 10 Wochen hier und die Zeit kam mir bis jetzt endlos vor. Das viele Warten und Nichts-tun können machen mich mürbe. Allerdings - ihr habt die Sonntagsfreude richtig interpretiert - durfte ich doch mit der Lehrerweiterbildung anfangen. Das ist gut, denn es geht in die richtige Richtung. Es hat aber viel Kraft gekostet, mich nicht abschütteln zu lassen, immer wieder Grauzonen zu finden, durch die ich schlüpfen kann. Ich weiß nicht, ob das nachvollziehbar ist, aber mich nervt dieses Bitten, Betteln und Anbiedern so. Ich komme hierher und möchte so gerne arbeiten, meine pädagogische Kompetenz und Idealismus dem Bildungsbereich zur Verfügung stellen - und entsprechende Zahlen deuten darauf hin dass der Lehrermangel hier noch ganz extrem werden wird in den nächsten Jahren - und ich muss jetzt aber dankbar und demütig sein, dass ich großzügigerweise noch teilnehmen darf. Obwohl die Plätze ohnehin nicht alle besetzt werden konnten. Ich will mich jetzt hier nicht als die Superpädagogin hinstellen, auf die alle Welt schon gewartet hat, das mit Sicherheit nicht. Aber wer mich kennt, weiß, dass mir die pädagogische Arbeit am Herzen liegt und das ein Thema ist, wofür ich wirklich 'brenne' (gerade die multikulturelle Erziehung). Wegen geringer Löhne und eines unattraktiven Images schlagen viel zu wenige junge Schweden die Lehrer-Laufbahn ein. Und deshalb würde man auch keinem schwedischen Studenten mit Sachen konfrontieren, die man aber in der Weiterbildung der ausländischen Lehrer sehr wohl fordert. Warum geht man davon aus, dass Ausländer immer demütiger, dankbarer und fleißiger sein müssen als die Einheimischen?!
Entsprechend dünnhäutig bin ich inzwischen auch schon, wenn es um sog. gute Ratschläge geht (oft von Seiten schwedischer Familienmitglieder oder aber entfernte deutsche Bekannte). Natürlich könnte ich unter der Aufwendung von 5000 SEK im Monat die private Versicherung XY abschließen, oder meine Geldgeschäfte über mein deutsches Konto abwickeln. Ja, aber ich bin hier nicht im Urlaub oder im Austauschjahr! Kein Mensch würde von einem Deutschen in Deutschland, einer Schwedin in Schweden oder einem Österreicher in Österreich verlangen, dass er oder sie so provisorisch wie im Urlaub bzw. wie auf Schüleraustausch lebt. Da hat doch auch jeder Verständnis, dass man eine ordentliche Versicherung hat, ein Bankkonto zu guten Konditionen usw.
Aber ich versuche natürlich trotz allem, irgendwie das Positive zu sehen. Das mit der Weiterbildung hat ja geklappt. Und ich durfte bei der Einwanderungsbehörde schon meine Fingerabdrücke und eine biometrisches Foto hinterlassen (ich hatte einen Termin um 14:29 Uhr!!!), ein Zeichen, dass es vielleicht mit der Aufenthaltserlaubnis-Karte nicht mehr allzu lange dauert. Und vom Skatteverket haben wir ein Entschuldigungschreiben bekommen, dass bei dem ersten Antrag wohl wirklich ihnen ein Fehler unterlaufen ist. Der zweite Antrag ist nun eingegangen und wird gehalten, bis die Aufenthaltserlaubniskarte da ist.
Manchmal denke ich mir, dass das vielleicht kein so 'bequemer' Blog ist, aber dass ich es wohl nicht lassen kann, Euch weiterhin mit solchen Aspekten des Ein-/Auswanderns zu konfrontieren. Es würde nicht zu meinem Wesen passen, wenn ich hier nur skandinavische Einrichtungs- und Handarbeitstrends präsentieren würde oder nur idyllische Naturaufnahmen zeigen. (Naja, bis jetzt wurdet Ihr eh nicht damit verwöhnt ;) )
Ich habe einfach das Bedürfnis, meinen Weg so autentisch* wie möglich darzustellen. Ich freue mich natürlich über die Extrazeit zum Handarbeiten und Bloggen usw., da ich im Moment keine Arbeitserlaubnis habe und 'nur' die Weiterbildung machen kann. Aber es ist einfach noch nicht stimmig hier, zu vieles fehlt noch oder ist ein Provisorium. Natürlich sind 3 Monate noch keine lange Zeit, aber wer 3 Monate lang jeden Tag auf DEN Brief wartet, der weiß wie lange 3 Monate sein können.
Zudem habe schon auch das Gefühl, dass ehrliches Interesse da ist, wie es denn nun weitergeht, mit den Behörden, mit dem Ankommen. Das tut gut! Danke! Aber dafür müsst Ihr auch weiterhin lesen, wie es weitergeht ;)
*mit autentisch meine ich nicht so wie in den besagten Fernsehdokus, dass da eine junge Frau ohne Sprachkenntnisse irgendwo auf einem Amt steht und dann sagt 'Oh, da habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht' - SONDERN, dass man auch trotz guter Sprachkenntnisse und Vorbereitung nicht vor den Irrungen und Wirrungen der Bürokratie geschützt ist. 'Wandern' ist einfach kein Sonntagsspaziergang...
Mir würden noch 100 Sachen einfallen, die mir immer wieder durch den Kopf gehen. Aber das spare ich für nächste Woche, vielleicht gewürzt mit einer neuen kleinen Erfolgsmeldung...
p.s. Und vergesst nicht an der Teebeutelauslosung teilzunehmen, denn wenn hier wirklich was gut ist, dann ist es der Blaubeertee :)
Wenn ich an Auswandern denke, dann kommen mir so Menschen aus diversen Fernsehdokus in den Sinn, die glauben, dass sie woanders eine bessere Arbeit, ein aufregenderes Leben oder 12 Monate Sonnenschein finden. Mir ging es aber gut in Deutschland, ich hätte nicht unbedingt auswandern müssen. Es ist mehr ein Kompromiss. Wenn zwei Menschen sich lieben, aber zwei Nationalitäten haben, dann muss man sich irgendwo treffen, wenn man nicht ewig eine Fernbeziehung führen will. Und dieser Kompromiss war eben bei uns das Heimatland meines Mannes, aus verschiedenen Gründen. Vielleicht fällt es mir auch deshalb schwerer, mich mit Widerständen, Problemen usw. zu arrangieren, weil es eben ein Kompromiss ist und ich mir hier mit dem 'Auswandern' nicht einen langgehegten Lebenstraum erfülle.
Ja, es ist die Liebe zu diesem Mann, die mich hierher gebracht hat. Es ist schon komisch eigentlich, denke ich oft. Dass man bereit ist, für einen einzigen Menschen seine ganzen anderen sozialen Netzwerke zurückzulassen. Man hat ja diese Menschen auch auf eine bestimmte Art und Weise 'geliebt'. Dabei denke ich natürlich oft egoistisch, dass ich jetzt nämlich allein bin, dass meine Familie und meine Freunde so weit weg sind. Dabei war/ist es für sie sicher auch nicht einfach, dass die Freundin, die Tochter, die Schwester nun einfach so wegen eines einzigen Schweden 2000 km weit wegzieht. Die Liebe, das ist schon was seltsames manchmal...
Nun bin ich gute 10 Wochen hier und die Zeit kam mir bis jetzt endlos vor. Das viele Warten und Nichts-tun können machen mich mürbe. Allerdings - ihr habt die Sonntagsfreude richtig interpretiert - durfte ich doch mit der Lehrerweiterbildung anfangen. Das ist gut, denn es geht in die richtige Richtung. Es hat aber viel Kraft gekostet, mich nicht abschütteln zu lassen, immer wieder Grauzonen zu finden, durch die ich schlüpfen kann. Ich weiß nicht, ob das nachvollziehbar ist, aber mich nervt dieses Bitten, Betteln und Anbiedern so. Ich komme hierher und möchte so gerne arbeiten, meine pädagogische Kompetenz und Idealismus dem Bildungsbereich zur Verfügung stellen - und entsprechende Zahlen deuten darauf hin dass der Lehrermangel hier noch ganz extrem werden wird in den nächsten Jahren - und ich muss jetzt aber dankbar und demütig sein, dass ich großzügigerweise noch teilnehmen darf. Obwohl die Plätze ohnehin nicht alle besetzt werden konnten. Ich will mich jetzt hier nicht als die Superpädagogin hinstellen, auf die alle Welt schon gewartet hat, das mit Sicherheit nicht. Aber wer mich kennt, weiß, dass mir die pädagogische Arbeit am Herzen liegt und das ein Thema ist, wofür ich wirklich 'brenne' (gerade die multikulturelle Erziehung). Wegen geringer Löhne und eines unattraktiven Images schlagen viel zu wenige junge Schweden die Lehrer-Laufbahn ein. Und deshalb würde man auch keinem schwedischen Studenten mit Sachen konfrontieren, die man aber in der Weiterbildung der ausländischen Lehrer sehr wohl fordert. Warum geht man davon aus, dass Ausländer immer demütiger, dankbarer und fleißiger sein müssen als die Einheimischen?!
Entsprechend dünnhäutig bin ich inzwischen auch schon, wenn es um sog. gute Ratschläge geht (oft von Seiten schwedischer Familienmitglieder oder aber entfernte deutsche Bekannte). Natürlich könnte ich unter der Aufwendung von 5000 SEK im Monat die private Versicherung XY abschließen, oder meine Geldgeschäfte über mein deutsches Konto abwickeln. Ja, aber ich bin hier nicht im Urlaub oder im Austauschjahr! Kein Mensch würde von einem Deutschen in Deutschland, einer Schwedin in Schweden oder einem Österreicher in Österreich verlangen, dass er oder sie so provisorisch wie im Urlaub bzw. wie auf Schüleraustausch lebt. Da hat doch auch jeder Verständnis, dass man eine ordentliche Versicherung hat, ein Bankkonto zu guten Konditionen usw.
Aber ich versuche natürlich trotz allem, irgendwie das Positive zu sehen. Das mit der Weiterbildung hat ja geklappt. Und ich durfte bei der Einwanderungsbehörde schon meine Fingerabdrücke und eine biometrisches Foto hinterlassen (ich hatte einen Termin um 14:29 Uhr!!!), ein Zeichen, dass es vielleicht mit der Aufenthaltserlaubnis-Karte nicht mehr allzu lange dauert. Und vom Skatteverket haben wir ein Entschuldigungschreiben bekommen, dass bei dem ersten Antrag wohl wirklich ihnen ein Fehler unterlaufen ist. Der zweite Antrag ist nun eingegangen und wird gehalten, bis die Aufenthaltserlaubniskarte da ist.
Manchmal denke ich mir, dass das vielleicht kein so 'bequemer' Blog ist, aber dass ich es wohl nicht lassen kann, Euch weiterhin mit solchen Aspekten des Ein-/Auswanderns zu konfrontieren. Es würde nicht zu meinem Wesen passen, wenn ich hier nur skandinavische Einrichtungs- und Handarbeitstrends präsentieren würde oder nur idyllische Naturaufnahmen zeigen. (Naja, bis jetzt wurdet Ihr eh nicht damit verwöhnt ;) )
Ich habe einfach das Bedürfnis, meinen Weg so autentisch* wie möglich darzustellen. Ich freue mich natürlich über die Extrazeit zum Handarbeiten und Bloggen usw., da ich im Moment keine Arbeitserlaubnis habe und 'nur' die Weiterbildung machen kann. Aber es ist einfach noch nicht stimmig hier, zu vieles fehlt noch oder ist ein Provisorium. Natürlich sind 3 Monate noch keine lange Zeit, aber wer 3 Monate lang jeden Tag auf DEN Brief wartet, der weiß wie lange 3 Monate sein können.
Zudem habe schon auch das Gefühl, dass ehrliches Interesse da ist, wie es denn nun weitergeht, mit den Behörden, mit dem Ankommen. Das tut gut! Danke! Aber dafür müsst Ihr auch weiterhin lesen, wie es weitergeht ;)
*mit autentisch meine ich nicht so wie in den besagten Fernsehdokus, dass da eine junge Frau ohne Sprachkenntnisse irgendwo auf einem Amt steht und dann sagt 'Oh, da habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht' - SONDERN, dass man auch trotz guter Sprachkenntnisse und Vorbereitung nicht vor den Irrungen und Wirrungen der Bürokratie geschützt ist. 'Wandern' ist einfach kein Sonntagsspaziergang...
Mir würden noch 100 Sachen einfallen, die mir immer wieder durch den Kopf gehen. Aber das spare ich für nächste Woche, vielleicht gewürzt mit einer neuen kleinen Erfolgsmeldung...
p.s. Und vergesst nicht an der Teebeutelauslosung teilzunehmen, denn wenn hier wirklich was gut ist, dann ist es der Blaubeertee :)
Dienstag, 11. September 2012
TisdagsTutorial: Teebeutel
So wie ich versuche, meinen neuen Alltag zu strukturieren, will ich auch hier in den Blog etwas 'Routine' reinbringen. Als Anfang will ich versuchen, Euch jeden Dienstag (schwed. tisdag) eine kleine Anleitung oder Inspiration zur Verfügung zu stellen.
Heute zeige ich Euch, wie man einen Teebeutel nähen kann. Naja, nicht ganz im klassischen Sinne, aber einen Beutel, in dem man schön verpackt kleine Teeproben verschenken kann.
Dafür braucht ihr einen Stoffrest, den ihr auf 14 x 44 cm zuschneidet, am Besten mit einer Webkante an einer der schmalen Seiten.
An der schmalen Seite ohne Webkante (oder ggfs. an beiden Seiten) den Stoff zweimal auf 1,5 cm einschlagen und bügeln.
Dann schmal absteppen.
Nun die Stoffbahn für den Beutel rechts auf rechts zusammenfalten: Zuerst die Seite mit der gesteppten Kante (schöner Abschluss) 11,5 cm Richtung Mitte falten.
Anschließend die andere Seite etwa 12 cm einfalten, so dass sie etwa 8 cm die andere Kante überlappt.
Bügeln, und/oder feststecken und dann 1 cm vom Rand absteppen.
Dann die Nahtzugaben auf 0,5 cm zurückschneiden und versäubern.
Der fertige Beutel ist etwa 12 x 15 cm groß. Nun den Beutel wenden, die Ecken rausziehen und bügeln.
Damit das ganze nun auch zum Teebeutel wird fehlt noch eine Kleinigkeit. Für die Verziehrung habe ich mir einen Stempel aus Moosgummi ausgeschnitten.
Dann habe ich Küchenpapier dazwischengeschoben, den Stempel mit schwarzer Stofffarbe bestrichen, positioniert und dann mit einem weiteren Blatt Küchenpapier aufgedrückt (wenn man einen Holzrest o.ä. zur Verfügung hat, kann man sich ja einen richtigen Stempel bauen).
Heute zeige ich Euch, wie man einen Teebeutel nähen kann. Naja, nicht ganz im klassischen Sinne, aber einen Beutel, in dem man schön verpackt kleine Teeproben verschenken kann.
Dafür braucht ihr einen Stoffrest, den ihr auf 14 x 44 cm zuschneidet, am Besten mit einer Webkante an einer der schmalen Seiten.
An der schmalen Seite ohne Webkante (oder ggfs. an beiden Seiten) den Stoff zweimal auf 1,5 cm einschlagen und bügeln.
Dann schmal absteppen.
Nun die Stoffbahn für den Beutel rechts auf rechts zusammenfalten: Zuerst die Seite mit der gesteppten Kante (schöner Abschluss) 11,5 cm Richtung Mitte falten.
Anschließend die andere Seite etwa 12 cm einfalten, so dass sie etwa 8 cm die andere Kante überlappt.
Bügeln, und/oder feststecken und dann 1 cm vom Rand absteppen.
Dann die Nahtzugaben auf 0,5 cm zurückschneiden und versäubern.
Der fertige Beutel ist etwa 12 x 15 cm groß. Nun den Beutel wenden, die Ecken rausziehen und bügeln.
Damit das ganze nun auch zum Teebeutel wird fehlt noch eine Kleinigkeit. Für die Verziehrung habe ich mir einen Stempel aus Moosgummi ausgeschnitten.
Dann habe ich Küchenpapier dazwischengeschoben, den Stempel mit schwarzer Stofffarbe bestrichen, positioniert und dann mit einem weiteren Blatt Küchenpapier aufgedrückt (wenn man einen Holzrest o.ä. zur Verfügung hat, kann man sich ja einen richtigen Stempel bauen).
Vorsichtig abziehen - und fertig ist der Teebeutel! :)
Zum ersten TisdagsTutorial verlose ich an einen von Euch einen solchen Teebeutel, gefüllt mit zwei schwedischen, herbstlichen Teesorten. Hinterlasst bis Samstagabend einen Kommentar* und ihr kommt am Sonntag in die Auslosung :)
Viel Glück bei der Auslosung und viel Spaß beim Nachmachen! Wenn ihr auch Teebeutel näht, hinterlasst doch einen Link, damit ich mir das auch anschauen kann.
Bitte beachtet, dass alle Anleitungen - soweit nicht anders angegeben - mein geistiges Eigentum sind. Alle Anleitungen sind ausschließlich für den privaten und nicht kommerziellen Gebrauch bestimmt; auch Gegenstände, die nach den Anleitungen gefertigt werden, dürfen nicht verkauft werden.
*Ich habe die Kommentarfunktion geändert und sowohl die Sicherheitsabfrage als auch die Moderation mal versuchsweise entfernt. Viel Spaß beim ungehinderten Kommentieren...
Sonntag, 9. September 2012
Samstag, 8. September 2012
Rot
Nachdem ich das Geburtstagsgeschenk für meine Schwester in kürzester Zeit fertig gemacht hatte, arbeite ich nun langsam die noch ausstehenden Geschenke für Freunde ab, die im Sommer Geburtstag hatten. Die Hochzeit und der Umzug waren eine gute Entschuldiung, Gutscheine herzuschenken, aber jetzt gilt es, zu einem Ende zu kommen. Auch um dann endlich mit den Herbst- und Weihnachtsprojekten anfangen zu können.
Zwei Geburtstagsprojekte sind fertig und verschickt. Erinnert Ihr Euch, an mein rotes Nähprojekt von neulich? Das wurde ein Strickutensilien-Aufbewahrungs-Set für eine Freundin, die Anfang August Geburtstag hatte. Und hier kann ich es Euch nun endlich zeigen :)
Die Schriftzüge habe ich von Hand aufgestickt, nachdem ich sie mir mit Bleistift vorgeschrieben hatte. Der Bleistift ging beim Waschen wieder hervorragend weg.
Die kleine Zubehörtasche wurde mit vier selbstgemachten Maschenmarkierern bestückt.
Damit keine Nadeln und Kleinigkeiten das Mäppchen ungewollt verlassen, wird oben eine Art Deckel übergeschlagen, bevor...
... alles aufgerollt und mit dem Bindeband verschlossen wird.
Und laufende Strickprojekte können ganz praktisch im Strickzeug-Beutel verstaut und überall hin mitgenommen werden.
Ein weiteres Päckchen ist auf dem Weg, der Beschenkte hatte Ende August Geburtstag. Nun stehen noch ein weiteres Geburtstagsgeschenk, ein Namenstagsgeschenk sowie ein Weisert auf der Zu-Tun-Liste. Leider kann ich Euch bei solchen Geschenken immer erst teilhaben lassen, wie sie den/die Beschenkte/n erreicht haben. Ich versuche aber auch den Entstehungsprozess zu fotografieren und mache vielleicht mal das eine oder andere Tutorial daraus.
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende - und vielleicht einen gute Start in die Herbst-Strick-Saison!
Zwei Geburtstagsprojekte sind fertig und verschickt. Erinnert Ihr Euch, an mein rotes Nähprojekt von neulich? Das wurde ein Strickutensilien-Aufbewahrungs-Set für eine Freundin, die Anfang August Geburtstag hatte. Und hier kann ich es Euch nun endlich zeigen :)
Die Schriftzüge habe ich von Hand aufgestickt, nachdem ich sie mir mit Bleistift vorgeschrieben hatte. Der Bleistift ging beim Waschen wieder hervorragend weg.
Die kleine Zubehörtasche wurde mit vier selbstgemachten Maschenmarkierern bestückt.
Damit keine Nadeln und Kleinigkeiten das Mäppchen ungewollt verlassen, wird oben eine Art Deckel übergeschlagen, bevor...
... alles aufgerollt und mit dem Bindeband verschlossen wird.
Und laufende Strickprojekte können ganz praktisch im Strickzeug-Beutel verstaut und überall hin mitgenommen werden.
Ein weiteres Päckchen ist auf dem Weg, der Beschenkte hatte Ende August Geburtstag. Nun stehen noch ein weiteres Geburtstagsgeschenk, ein Namenstagsgeschenk sowie ein Weisert auf der Zu-Tun-Liste. Leider kann ich Euch bei solchen Geschenken immer erst teilhaben lassen, wie sie den/die Beschenkte/n erreicht haben. Ich versuche aber auch den Entstehungsprozess zu fotografieren und mache vielleicht mal das eine oder andere Tutorial daraus.
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende - und vielleicht einen gute Start in die Herbst-Strick-Saison!
Donnerstag, 6. September 2012
frz. moustache = schwed. mustasch
Diese Bartmode ist im Moment ja besonders besonders bei jungen Damen angesagt. Solch eine trendbewusste junge Dame, nämlich meine kleine große Schwester, war nun die letzte Zeit hier mit einer Freundin zu Besuch und hat auch ihren 19. Geburtstag hier in Stockholm gefeiert. So ein Geburtstag Richtung 20 muss natürlich richtig gefeiert werden. Deshalb musst ein Thema her und was lag da näher als den Tag dieser angesagten Bartpracht zu widmen?!
So haben die Freundin meiner Schwester und ich am Vorabend noch eine Bastelsession eingelegt und Serviettenringe, Sektgläser usw. mit den Bärten bestückt. Auch eine Happy Birthday-Girlande mit viel Schnauzer wurde angefertigt.
Die Freude beim Frühstück war sehr groß!
Da genau DIE Moustache-Tasche nicht auf die schnelle besorgt werden konnte (der Wunsch wurde zu spät geäußert), hat man Glück wenn die Schwester alle Zutaten für eine Unikat-Moustache-Tasche zu Hause hat. Aus weißem Ikea-Stoff einen Rohling genäht, aus Moosgummi verschiedene Bärte ausgeschnitten und mit schwarzer Stofffarbe aufgedruckt. Einen Schnauzbart mit der Pflegeanleitung dranhängen - und fertig ist das Geschenk, das garantiert gut ankommt :)
(Leider war das Licht zur späten Stunde schon recht schlecht...)
So haben die Freundin meiner Schwester und ich am Vorabend noch eine Bastelsession eingelegt und Serviettenringe, Sektgläser usw. mit den Bärten bestückt. Auch eine Happy Birthday-Girlande mit viel Schnauzer wurde angefertigt.
Die Freude beim Frühstück war sehr groß!
Da genau DIE Moustache-Tasche nicht auf die schnelle besorgt werden konnte (der Wunsch wurde zu spät geäußert), hat man Glück wenn die Schwester alle Zutaten für eine Unikat-Moustache-Tasche zu Hause hat. Aus weißem Ikea-Stoff einen Rohling genäht, aus Moosgummi verschiedene Bärte ausgeschnitten und mit schwarzer Stofffarbe aufgedruckt. Einen Schnauzbart mit der Pflegeanleitung dranhängen - und fertig ist das Geschenk, das garantiert gut ankommt :)
(Leider war das Licht zur späten Stunde schon recht schlecht...)
Montag, 3. September 2012
Im Moment...
... ist gerade einiges in Veränderung, in manche Sachen kommt Bewegung. Vieles ist für mich ein Zeichen, dass nun ein Richtungswechsel stattfinden kann und wird. Aber vieles ist auch noch viel zu früh um es hier öffentlich zu bekunden. Ich bin vorsichtig.
Wenn ich hier nicht schreibe, dann heißt das eher, dass in meinem 'richtigen' Leben grad viel passiert. Bezüglich des Bloggens habe ich oft ähnliche Gedanken und Zweifel wie sie Frau Kirschenzeit neulich hier so gut zum Ausdruck gebracht hat. Anstatt Zeit vor dem PC zu verbringen, will ich lieber intensiv im hier und jetzt sein. Meinen Besuch in vollen Zügen genießen, die Herbstsonne aufnehmen, kreativ sein, und einfach auch endlich zur Ruhe kommen.
Dieser Sommer war für mich wie eine Achterbahnfahrt, unglaublich turbulent, rauf und runter, stopp and go, und wieder von vorne. Schöne, reiche, intensive Augenblicke. Andere mussten wohl auch sein und hatten vielleicht auch irgendwie ihre Berechtigung. Nun freue ich mich aber auf den Herbst, auf Tapetenwechsel, frische Luft und neue Farben. Jeden Tag wird das Tageslicht hier fünf bis sechs Minuten kürzer, das ist immerhin eine Stunde weniger innerhalb von elf, zwölf Tagen. Dadurch bietet sich aber auch ein neuer Rhytmus an. Mehr Zeit zum Lesen, Handarbeiten, Tee trinken. Ruhig werden.
Nach Ruhe, Rhythmus und Regelmäßigkeit habe ich gerade das meiste Bedürfnis. Trotz der vielen Wochen hier will ich endlich 'ganz' ankommen. Schritt für Schritt weitergehen auf dem neuen Weg, in den Herbst. Manches ganz für mich selbst wahrnehmen und bedenken. Sehen, wie sich die Dinge nun entwickeln. Meinen Tag so organisieren, dass ich Zeit für meine Ideen und Projekte finde, die sonst im Alltag untergehen. Ja, einen neuen Alltag aufbauen. Und doch auch alle drei, vier Tage, wenn es grad passt, hier einen Gruß, Gedanken, Bilder und Nachrichten hinterlassen. Denn, ich glaube, meinen Blog-Rythmus habe ich nun schon gefunden. Alle drei, vier Tage - das fühlt sich richtig und gut an. Und nun gehe ich wieder die Herbstsonne genießen... Bis bald!
Wenn ich hier nicht schreibe, dann heißt das eher, dass in meinem 'richtigen' Leben grad viel passiert. Bezüglich des Bloggens habe ich oft ähnliche Gedanken und Zweifel wie sie Frau Kirschenzeit neulich hier so gut zum Ausdruck gebracht hat. Anstatt Zeit vor dem PC zu verbringen, will ich lieber intensiv im hier und jetzt sein. Meinen Besuch in vollen Zügen genießen, die Herbstsonne aufnehmen, kreativ sein, und einfach auch endlich zur Ruhe kommen.
Dieser Sommer war für mich wie eine Achterbahnfahrt, unglaublich turbulent, rauf und runter, stopp and go, und wieder von vorne. Schöne, reiche, intensive Augenblicke. Andere mussten wohl auch sein und hatten vielleicht auch irgendwie ihre Berechtigung. Nun freue ich mich aber auf den Herbst, auf Tapetenwechsel, frische Luft und neue Farben. Jeden Tag wird das Tageslicht hier fünf bis sechs Minuten kürzer, das ist immerhin eine Stunde weniger innerhalb von elf, zwölf Tagen. Dadurch bietet sich aber auch ein neuer Rhytmus an. Mehr Zeit zum Lesen, Handarbeiten, Tee trinken. Ruhig werden.
Nach Ruhe, Rhythmus und Regelmäßigkeit habe ich gerade das meiste Bedürfnis. Trotz der vielen Wochen hier will ich endlich 'ganz' ankommen. Schritt für Schritt weitergehen auf dem neuen Weg, in den Herbst. Manches ganz für mich selbst wahrnehmen und bedenken. Sehen, wie sich die Dinge nun entwickeln. Meinen Tag so organisieren, dass ich Zeit für meine Ideen und Projekte finde, die sonst im Alltag untergehen. Ja, einen neuen Alltag aufbauen. Und doch auch alle drei, vier Tage, wenn es grad passt, hier einen Gruß, Gedanken, Bilder und Nachrichten hinterlassen. Denn, ich glaube, meinen Blog-Rythmus habe ich nun schon gefunden. Alle drei, vier Tage - das fühlt sich richtig und gut an. Und nun gehe ich wieder die Herbstsonne genießen... Bis bald!
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