Gestern musste ich einfach mal wieder aus Sthlm raus. Hier toben die letzten Novemberstürme, so wie ich es als Kontinentalratte gar nicht kenne, und peitschen den Regen von der Ostsee her gegen unsere Fenster. Im Abzugsystem der Küche und des Badezimmers heult der Wind. Es ist hellgrau, grau, dunkelgrau und dunkel und inzwischen haben wir die magische Grenze von Sonnenuntergang vor 15 Uhr überschritten und bei so einem Wetter 'dämmert' es praktisch ab 14 Uhr. Ich bin eisern und zwinge mich jeden Tag mindestens 40 Minuten draußen zu sein, egal ob nass oder dunkel, denn das hilft enorm. Aber immer nur in den eingespurten Wegen, das ist nichts... Nachdem ich sowieso nach Uppsala fuhr um einen Besuch zu machen, fuhr ich einfach ein paar Stunden früher. Ich nutzte die Zeit um beim Möbelschweden meinen Stoffvorrat aufzufüllen und bummelte dann einfach durch die Innenstadt. Da ich schon relativ regelmäßig in Uppsala bin, kenne ich die wichtigsten Sachen, wie Domkirche, Linné-Haus und die Universität schon, und so war es herrlich - und bei diesem Wetter mit ganz eigenem Charme - einmal durch ganz andere Viertel zu streifen. Belohnt wurde meine Tapferkeit, dem Wetter zu trotzen, mit Tee und Kuchen - und schließlich einem wunderschönen Abend im Kreis von lieben Menschen.
Mittwoch, 28. November 2012
Freitag, 23. November 2012
14:55 Uhr in Sthlm
Ich weiß nicht, was diese Woche los war.
Zum einen kämpfte ich mit einer starken Erkältung, die mich zwang alle Aktivitäten außer den Pflichtveranstaltungen abzusagen. Und das war dann doch auch irgendwie gut so. Denn ich hatte ein starkes Bedürfnis mich in mich zurückzuziehen.
Und zum anderen hat sich vieles diese Woche ergeben, das mich freuen müsste. Aber ich muss es erst mal irgendwie verarbeiten und sortieren. Oft kommen die 'komischen' Gefühle erst, wenn eigentlich alles schon vorbei ist.
Und dann diese Widersprüchlichkeit, dass ich einerseits für mich sein möchte und andererseits fühle ich mich so einsam hier.
Nun ist aber ja erstmal Freitag und diese Woche geht dem Ende zu.
Zum einen kämpfte ich mit einer starken Erkältung, die mich zwang alle Aktivitäten außer den Pflichtveranstaltungen abzusagen. Und das war dann doch auch irgendwie gut so. Denn ich hatte ein starkes Bedürfnis mich in mich zurückzuziehen.
Und zum anderen hat sich vieles diese Woche ergeben, das mich freuen müsste. Aber ich muss es erst mal irgendwie verarbeiten und sortieren. Oft kommen die 'komischen' Gefühle erst, wenn eigentlich alles schon vorbei ist.
Und dann diese Widersprüchlichkeit, dass ich einerseits für mich sein möchte und andererseits fühle ich mich so einsam hier.
Nun ist aber ja erstmal Freitag und diese Woche geht dem Ende zu.
Freitag, 16. November 2012
Wandertagebuch: Auf einsamen Pfaden
Im Moment bin ich tatsächlich viel (draußen) unterwegs, allerdings meistens allein. Das heißt, nicht ganz allein, denn meine Kamera ist eine liebe Begleiterin, mit der ich versuche, den beginnenden Winter hier einzufangen. Heute ist allerdings endlich Halbzeit des Auslandsaufenthalts meines Mannes und das macht Mut. Und es schafft Vorfreude - dieser Advent wird etwas ganz besonderes, weil ich dann wieder nicht mehr alleine bin. Das gibt auch meinen Gedanken Nahrung, ich überlege, was ich als Willkommensessen kochen könnte, wie ich die Wohnung adventlich dekorieren werde, welche Aktivitäten wir machen könnten usw.
Mit der Weiterbildung trete ich aber immer noch auf der Stelle. Immerhin werde ich kommenden Montag ein persönliches Gespräch bezüglich meines Studienplans haben. Es sind nur 30 Minuten und da ist es fraglich, inwiefern ich da unsere allgemeine Kritik unterbringen kann. Wobei es ja leider auch wie so oft ist, von den über 100 Teilnehmern haben sich mehr als die Hälfte mündlich beschwert. Schriftliche Unterlagen haben aber nur 7 eingereicht... Da muss ich ehrlich sagen, dass ich da nun schon auch meine Interessen vorne anstelle und vordergründig über die Zukunft meiner Weiterbildung sprechen möchte.
Und dann habe ich mir ja auch überlegen müssen, was ich mache, wenn das Gespäch keine ideale Lösung ergibt. Was ist der Plan B? Zu wie viel Kompromiss bin ich bereit? *Seufz* Das traurige ist, dass ich im Prinzip doch zu jedem Vorschlag von Seiten der Projektleitung zustimmen muss. Ich habe das mit einer Weggefährtin besprochen, deren Examen auch so neu ist und auch aus einem EU-Land stammt. Natürlich müssen wir nicht um jeden Preis weiter machen, aber die Alternative ist: Kein Zertifikat - keine selbstständige Arbeit - geringer Lohn. Und das wissen die bei der Weiterbildung vermutlich auch, dass wir keine echte Alternative haben. Je öfter ich das durchkaue, desto mehr kann ich aber dennoch Frieden mit der Situation machen. Ich freue mich über das Gespächsangebot und vielleicht ergibt es ja eine neue Perspektive. Und ich werde dennoch am Ende dieses Beschulungsblocks meine Kritik und Anregungen an die Projektleitung weitergeben.
So ist nun also der Stand der Dinge. Ich freue mich schon sehr, wenn ich endlich (nächste Woche) deutlicher sehe, wohin der Weg geht. Denn auch wenn sich mein Leben nicht nur um die Weiterbildung dreht, ist sie eine Komponente, von der im Moment vieles andere abhängt: Unsere finanzielle Situation, die Wohnungsituation, die Planung meiner Heimatreisen usw. Auch wenn sich kurzfristig nichts ändert, wird es dennoch gut tun zu wissen, dass sich im Zeitrahmen XY etwas ändern kann und wird.
Mit der Weiterbildung trete ich aber immer noch auf der Stelle. Immerhin werde ich kommenden Montag ein persönliches Gespräch bezüglich meines Studienplans haben. Es sind nur 30 Minuten und da ist es fraglich, inwiefern ich da unsere allgemeine Kritik unterbringen kann. Wobei es ja leider auch wie so oft ist, von den über 100 Teilnehmern haben sich mehr als die Hälfte mündlich beschwert. Schriftliche Unterlagen haben aber nur 7 eingereicht... Da muss ich ehrlich sagen, dass ich da nun schon auch meine Interessen vorne anstelle und vordergründig über die Zukunft meiner Weiterbildung sprechen möchte.
Und dann habe ich mir ja auch überlegen müssen, was ich mache, wenn das Gespäch keine ideale Lösung ergibt. Was ist der Plan B? Zu wie viel Kompromiss bin ich bereit? *Seufz* Das traurige ist, dass ich im Prinzip doch zu jedem Vorschlag von Seiten der Projektleitung zustimmen muss. Ich habe das mit einer Weggefährtin besprochen, deren Examen auch so neu ist und auch aus einem EU-Land stammt. Natürlich müssen wir nicht um jeden Preis weiter machen, aber die Alternative ist: Kein Zertifikat - keine selbstständige Arbeit - geringer Lohn. Und das wissen die bei der Weiterbildung vermutlich auch, dass wir keine echte Alternative haben. Je öfter ich das durchkaue, desto mehr kann ich aber dennoch Frieden mit der Situation machen. Ich freue mich über das Gespächsangebot und vielleicht ergibt es ja eine neue Perspektive. Und ich werde dennoch am Ende dieses Beschulungsblocks meine Kritik und Anregungen an die Projektleitung weitergeben.
So ist nun also der Stand der Dinge. Ich freue mich schon sehr, wenn ich endlich (nächste Woche) deutlicher sehe, wohin der Weg geht. Denn auch wenn sich mein Leben nicht nur um die Weiterbildung dreht, ist sie eine Komponente, von der im Moment vieles andere abhängt: Unsere finanzielle Situation, die Wohnungsituation, die Planung meiner Heimatreisen usw. Auch wenn sich kurzfristig nichts ändert, wird es dennoch gut tun zu wissen, dass sich im Zeitrahmen XY etwas ändern kann und wird.
Donnerstag, 15. November 2012
In eigener Sache - internationale Weihnachtsgeschichten gesucht
Weihnachten ist ja nicht nur ein besonderes Fest im kirchlichen Jahreskreis, sondern auch ein Familienfest und ein Fest, das sicher für die meisten von uns mit vielen Erinnerungen und Traditionen verbunden sind. Mein Mann und ich werden dieses Jahr zum ersten Mal gemeinsam Weihnachten feiern, allerdings bei meiner Familie in Deutschland. Ich kann es mir einfach (noch) nicht vorstellen, ein schwedisches Weihnachten zu feiern...
Einige von Euch leben ja auch in multikulturellen Beziehungen/Familien oder haben schon mal im Ausland gelebt. Wie feiert ihr Weihnachten? Oder wie habt ihr Weihnachten während eures Auslandsaufenthalts gefeiert? Welche Bräuche und Traditionen gibt es? Welche wurden weggelassen?
Lebt ihr in einer Grenzregion, vielleicht sogar in einem Dreiländereck? Welche Einflüsse kommen aus den Nachbarländern und beeinflussen die Weihnachtstraditionen?
Seid ihr Pädagoge/in und habt Kinder in eurer Klasse, die nicht Weihnachten feiern, z.B. aus religiösen Gründen? Wie gestaltet ihr die (Vor-)Weihnachtszeit?
Ich würde mich total freuen, wenn ich einige Geschichten, die nicht länger als 200 - 300 Wörter sein müssen (aber dürfen), und vielleicht ein, zwei Fotos dazu in meinem Postfach finden würde. Ich würde sie dann in regelmäßigen Abständen hier während der Adventszeit veröffentlichen. Ihr entscheidet, ob ihr mit Namen oder lieber anonym schreiben möchtet. Wenn ihr keine Fotos dazu habt, auch kein Problem. Ich freue mich einfach über alle Textschnipsel, und wenn diese vielleicht bis Ende November/Anfang Dezember eintreffen würden.
Vielleicht auch eine schöne Gelegenheit, mal (wieder) über seine eigenen Weihnachtstraditionen zu reflektieren.
Mittwoch, 14. November 2012
Appetithäppchen Auftragsarbeiten
Bekannte und Verwandte, die wissen, dass ich gerne (und ausreichend gut) nähe, geben gerne so manches Stück in Auftrag. Gerade im Herbst kam nun einiges rein, aber der Großteil ist nun abgearbeitet. Hoffentlich ist bis zum Ende der Woche alles fertig und bei den Auftraggebern angekommen, dann kann ich meine Werke auch hier zeigen. Bis dahin gibt es 'Appetithäppchen'...
Dienstag, 13. November 2012
TisdagsTutorial: Süßigkeitentüte
Wenn man vieles/alles auf Weihnachten und für den bevorstehenden Advent selber machen möchte, ist es keinen Tag zu früh, wenn man nun damit anfängt. Ich habe mir ja dieses Jahr das ambitionierte Ziel gesetzt, dass jedem Geschenk (oder bei mir auch Mitbringsel für den Heimatweihnachtsaufenthalt) etwas Selbstgemachtes beigefügt sein muss. Eine Idee, die ich schon habe, ist, dass ich schwedische Weihnachtssüßigkeiten mitbringe, selbst gemacht oder auch gekauft. Aber wie nett verpacken?! In Schweden kommen sie ja oft in einer/einem sog. strut , aber 'nur' aus Papier ist ja langweilig. Hier also meine Anleitung für die ultimative Stoffresteverwertung und ein tolles Verpackungskonzept :)
Man braucht dafür Stoffreste (ca. 20x30 cm), passende Nähseide, Nähzubehör (Stecknadeln, Schere usw.), Knöpfe oder schöne Schleifen, eine Schablone, die ich aus einem DinA 4 - Papier gemacht habe. Dazu habe ich das Blatt längs halbiert gefaltet und mit einem Lineal von der oberen Außenkante eine diagonale Linie nach unten zur Mitte gezogen. Den oberen Rand habe ich leicht abgerundet. Man kann aber jede andere Größe machen, die man für die Verpackung braucht.
Die Schablone auf dem Stoff aufstecken und mit 1,5 cm Nahtzugabe zuschneiden.
Den zugeschnittenen Stoff zuerst 'zackeln' (im Zickzackstich versäubern) und dann rechts auf rechts zusammenlegen und an der langen Geraden entlang zusammennähen.

Man braucht dafür Stoffreste (ca. 20x30 cm), passende Nähseide, Nähzubehör (Stecknadeln, Schere usw.), Knöpfe oder schöne Schleifen, eine Schablone, die ich aus einem DinA 4 - Papier gemacht habe. Dazu habe ich das Blatt längs halbiert gefaltet und mit einem Lineal von der oberen Außenkante eine diagonale Linie nach unten zur Mitte gezogen. Den oberen Rand habe ich leicht abgerundet. Man kann aber jede andere Größe machen, die man für die Verpackung braucht.
Die Schablone auf dem Stoff aufstecken und mit 1,5 cm Nahtzugabe zuschneiden.
Den zugeschnittenen Stoff zuerst 'zackeln' (im Zickzackstich versäubern) und dann rechts auf rechts zusammenlegen und an der langen Geraden entlang zusammennähen.
Dann wendet man die Tüte und holt mit Hilfe eines spitzen Gegenstands möglichst viel der Spitze heraus. Dann den oberen Rand einbügeln und absteppen.
Schließlich geht es um den Verschluss. Dazu bügelt man zunächst die beiden Ecken nach innen.
Bei der Variante A befestigt man dann an der Mitte eine Schaufe aus einem Satin- oder Webband.
Dann klappt man den Deckel nach unten (gerne auch bügeln!) und näht an der passenden Stelle den Knopf an.
Bei der Variante B näht man statt der Schlaufe zwei längere Bänder in der Mitte zum Verschließen an und stickt an passender Stelle eine kleine Schlaufe.
Nun kann man die Tüten (schwed. godisstrut oder godispåse) füllen - mit allem was das Herz begehrt...
Bitte beachtet, dass alle Anleitungen - soweit nicht anders angegeben - mein geistiges Eigentum sind. Alle Anleitungen sind ausschließlich für den privaten und nicht kommerziellen Gebrauch bestimmt; auch Gegenstände, die nach den Anleitungen gefertigt werden, dürfen nicht verkauft werden.
Samstag, 10. November 2012
Sonntagsfreude: Sonnenstunden
Einmal pro Woche ist es hier nicht nur grau, dunkelgrau und dunkel, sondern ab und zu bekommen wir etwas Sonne - zumindest für ein paar Stunden. Nichts wie raus, alles stehen und liegen lassen, Tee in die Thermoskanne füllen, flott spazieren bis einem warm wird und - AUFTANKEN! Eine echte Freude :)
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Frau Kreativberg. Dort gibt es noch mehr Sonntagsfreuden.
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