Ich bin ja neulich schon gefragt worden, was ich denn noch alles mit dem Nässelpesto mache. Hier mein Rezept für Nässel-Gnocchi :)
Für zwei Portionen habe ich drei mittelgroße (mehlige) Kartoffeln vom Vortag fein gerieben. Ein Ei dazu, 2 EL Pesto, etwas Salz und das ganze mit Mehl überstäuben.
Daraus einen Kartoffelteig kneten, der noch weich, aber nicht mehr klebrig ist.
Den Teig teilen, in zu zwei 'Würsten' rollen und davon kleine Stücke abstechen. Die Abschnitte rund rollen und mit der Gabel das typische Gnocchi-Muster eindrücken.
In einem großen Topf Wasser mit Salz und 3 EL Stärke (wenn das Wasser mit Stärke gesättigt ist, fallen die Kartoffelklöße, -knödel, -gnocchi nicht so leicht auseinander) zum Kochen bringen. Die Gnocchi einlegen und sieden lassen bis sie von selber an die Oberfläche kommen. Herausnehmen und evtl. in zerlassener Butter schwenken.
Bei mir gab es zu den Gnocchi selbst gemachte Käsesoße (aus Käseresten) und Salat. Und weil ich im Moment wieder Strohwitwe bin, gibt es das gleiche morgen nochmal - einmal kochen, zweimal essen ;)
p.s. Und morgen erfahrt ihr, welche Klasse sich über das Emil-Päckchen freuen darf :)
Samstag, 18. Mai 2013
Freitag, 17. Mai 2013
Morgens auf dem Balkon...
Der frühe Morgen ist die einzige Zeit, in der es in der Großstadt wirklich noch ruhig ist. Zwar beginnen die fleißigen (polnischen) Bauarbeiter auch schon recht früh, aber der Verkehr hält sich noch in Grenzen. Wir haben ja nur einen Gemeinschaftsbalkon, der aber - weil auf der Nordseite und nur vom Treppenhaus aus zugänglich - nur von wenigen mir genutzt wird. Ja, wir haben nämlich seit drei Wochen auch auf der Nordseite Sonne. Inzwischen sind es ja nur noch wenige Wochen bis Mittsommer und die Sonne geht im Nordnordosten auf und im Nordnordwesten unter :)
Weil es aber ein öffentlicher Balkon ist, den alle nutzen können und sollen, habe ich mir mein persönliches, tragbares Balkonset genäht: Einen alten Kleiderbügel überzogen und ein großes Fach angenäht. Dort ist Platz für ein Sitzkissen (den Stuhl habe ich für 20 Kronen - 2,30 Euro beim Trödler gekauft), für die Morgenzeitung, mein Notizbuch, Stifte und die Hausschlüssel usw.
So kann ich jetztjeden Morgen, wenn es nicht regnet, mein Frühstück auf dem Balkon essen und in Ruhe in der warmen Morgensonne den Tag beginnen: Zeitung lesen, eine zu-tun-Liste schreiben, zukünftige Pläne und Aufgaben durchdenken.
In dem weißen Balkonkasten habe ich gestern noch Kapuzinerkresse angesät (Danke für die 'Samenspende', Ruth!). Ihr seht aber, Wollsocken braucht es schon noch - trotz Sonne satt: Unser Termometer klettert einfach nicht über 15-16°C...
Und wenn sich die Sonne dann anschickt hinter dem Haus zu verschwinden, dann packe ich alles zusammen um mich an den Schreibtisch oder an die Uni zu begeben. Den 'Balkonbügel' hänge ich dann einfach in die Gaderobe - für den nächsten ruhigen Sonnenmorgen auf 'meinem' Balkon :)
Weil es aber ein öffentlicher Balkon ist, den alle nutzen können und sollen, habe ich mir mein persönliches, tragbares Balkonset genäht: Einen alten Kleiderbügel überzogen und ein großes Fach angenäht. Dort ist Platz für ein Sitzkissen (den Stuhl habe ich für 20 Kronen - 2,30 Euro beim Trödler gekauft), für die Morgenzeitung, mein Notizbuch, Stifte und die Hausschlüssel usw.
So kann ich jetzt
In dem weißen Balkonkasten habe ich gestern noch Kapuzinerkresse angesät (Danke für die 'Samenspende', Ruth!). Ihr seht aber, Wollsocken braucht es schon noch - trotz Sonne satt: Unser Termometer klettert einfach nicht über 15-16°C...
Und wenn sich die Sonne dann anschickt hinter dem Haus zu verschwinden, dann packe ich alles zusammen um mich an den Schreibtisch oder an die Uni zu begeben. Den 'Balkonbügel' hänge ich dann einfach in die Gaderobe - für den nächsten ruhigen Sonnenmorgen auf 'meinem' Balkon :)
Donnerstag, 16. Mai 2013
Landskapsrätt: Makrill och Nässlor från Bohuslän
Diesmal hat mich die kulinarische Reise in den Bohuslän an die Westküste geführt. Typisch sind natürlich Zutaten wie die Makrele, aber auch frische Kartoffeln und Brennessel gehören dazu.
Also bin ich noch mal Brennessel-Pflücken gegangen. Wenn ich mit den Bildern von hier vergleiche - da hat sich einiges getan!
Der/das Bohuslän ist vor allem für seine 'Meeresfrüchte' bekannt - im wahrsten Sinne des Wortes. Obwohl es etwas zu kalt ist, versucht man seit 2008 dort an der Küste sogar Austern zu züchten. Aber auch Landwirtschaft gibt es, vor allem viele Biobetriebe widmen sich dem Gemüseanbau an der Küste und auf Schwedens drittgrößter Insel Tjörn. Meine Eindrücke vom Bohuslän könnt ihr hier sehen.
Also bin ich noch mal Brennessel-Pflücken gegangen. Wenn ich mit den Bildern von hier vergleiche - da hat sich einiges getan!
Der/das Bohuslän ist vor allem für seine 'Meeresfrüchte' bekannt - im wahrsten Sinne des Wortes. Obwohl es etwas zu kalt ist, versucht man seit 2008 dort an der Küste sogar Austern zu züchten. Aber auch Landwirtschaft gibt es, vor allem viele Biobetriebe widmen sich dem Gemüseanbau an der Küste und auf Schwedens drittgrößter Insel Tjörn. Meine Eindrücke vom Bohuslän könnt ihr hier sehen.
Die Fakten
Landschaft: Bohuslän
Größe: 4 473 km²
Einwohner (2009): 282 949
Höchster Punkt: 222 m über NN (Björnerödspiggen)
Größte Stadt: Uddevalla
Landschaftstier: Seehund
Landschaftsblume/-pflanze: Waldgeißblatt
Landschaftgericht: 'Eierkäse'
Vom Gericht war ich etwas eher enttäuscht. Trotz innovativer Zutaten wie Cayennepfeffer, schmeckte es am Ende doch eher wie das deutsche Spinat mit Kartoffeln und Ei... Naja, es war auf jeden Fall bisher das günstigste Landschaftsgericht, wenn man von den Kosten für die Zutaten ausgeht ;)Dienstag, 14. Mai 2013
Urbanes Gärtnern: Käferbohnen
In meinem Küchenschrank bewahre ich ein ganz besonderes Glas auf: Steirische Käferbohnen aus dem Garten daheim. Es tut gut, so ein "Stück Heimat" hier zu haben, aber bevor ich sie alle in leckeren Käferbohnensalat verwandle, wollte ich sie doch noch irgendwie vermehren... (zumal daheim dieses Jahr keine angebaut werden sollen).
Die Lösung war auch schnell gefunden, denn der Gemeinschaftsbalkon und dessen Teppichstange werden anscheinend eh nur von mir/uns genützt und so wurden dort jetzt zwei je 12 Liter-Töpfe aufgestellt und mit Erde befüllt sowie gut vorgewässert.
Um den Bohnen einen optimalen Start zu ermöglichen, habe ich einen starken Kamillentee gekocht, ihn abkühlen lassen und mein ausgewähltes Saatgut dort zum Beizen für einige Stunden eingelegt. Dabei sind die Bohnen auch schon etwas angequollen, was der Keimung nur dienlich ist.
Dann wurden die Samen in die vorbereiteten Löcher gesteckt, abgedeckt und mit einem Schildchen versehen. Jetzt heißt es abwarten...
Die Lösung war auch schnell gefunden, denn der Gemeinschaftsbalkon und dessen Teppichstange werden anscheinend eh nur von mir/uns genützt und so wurden dort jetzt zwei je 12 Liter-Töpfe aufgestellt und mit Erde befüllt sowie gut vorgewässert.
Um den Bohnen einen optimalen Start zu ermöglichen, habe ich einen starken Kamillentee gekocht, ihn abkühlen lassen und mein ausgewähltes Saatgut dort zum Beizen für einige Stunden eingelegt. Dabei sind die Bohnen auch schon etwas angequollen, was der Keimung nur dienlich ist.
Dann wurden die Samen in die vorbereiteten Löcher gesteckt, abgedeckt und mit einem Schildchen versehen. Jetzt heißt es abwarten...
Montag, 13. Mai 2013
Ewig junger alter Schlingel...
Diesen Monat feiert eine schwedische Persönlichkeit einen runden Geburtstag:
Emil Michel aus Lönneberga wird 50 Jahre alt!
Im Mai 1963 begann Astrid Lindgren an ihrem ersten Emil-Buch zu schreiben und deshalb wird hier auch der runde Geburtstag des ewig jungen Lausbuben an vielen Orten im Mai gefeiert: Das Freilichtmuseum Skansen lädt am 25. Mai zum Emil-Tag ein und die Kinder dürfen dort auf Stelzen gehen oder versuchen ihr eigenes Holzmännchen zu schnitzen.
In der Astrid Lindgren-Welt wird sogar ein ganz neues Katthult eröffnet, ein neuer Parkteil, der zu Spielen und Erlebnissen wie bei Emil einladen soll.
Ja, werden sich nun einige wundern - warum schreibt die denn immer Emil wenn er doch Michel heißt?! Die Antwort ist relativ einfach: Emil heißt in Schweden Emil, aber als das Buch in Deutschland herauskommen sollte, gab es schon den berühmten Emil und die Detektive von Erich Kästner. Damit es beim Bücherkauf und der Vermarktung zu keinen Verwechslungen kommt, wurde der schwedische Emil einfach in Michel um getauft.
Hier habe ich noch ein paar Links für Euch:
In der Zeit gab es schon im März einen sehr intressanten Artikel über ewig junge alte Kinderbuch-Helden und hier könnt ihr euch die Titelmelodie auf schwedisch anhören.
Weil ich (selbst Lehrerin) weiß, dass Michel der Held in vielen Grundschulklassen ist, möchte ich einer Klasse ein 'Emil-Päckchen' schicken - bestehend aus einem kleinen Info-Text, einer 'Glückwunsch'-Postkarte und den schwedischen rot-weißen Bonbons. Wer Interesse hat soll sich bitte noch diese Woche per e-mail melden und dann kommt das Päckchen aus Schweden bis Ende Mai bei Euch an (in Bayern vermutlich erst nach den Pfingstferien).
Samstag, 11. Mai 2013
Statt Sonntagsfreude - Wandertagebuch
Eigentlich sollte hier wieder eine Sonntagsfreude kommen, aber ich habe mich entschlossen, mit den Sonntagsfreude erstmal zu pausieren. Es ist mir in den letzten Wochen aufgefallen, dass es mir zunehmend schwerer fiel, eine passende, authentische Sonntagsfreude zu finden. Oft habe ich auf Naturerlebnisse zurückgegriffen, aber es hat sich lau oder schal angefühlt. Da wurde mir bewusst, dass ich im Moment keine rechte Sonntagsfreude spüren kann oder vielleicht auch nicht will.
Bisher habe ich ja im Wandertagebuch viel über meinen Weg 'nach/in Schweden' geschrieben, wie der Integrationsprozess verläuft, was die Bürokratie so macht oder wie mein Weg ins Arbeitsleben geht. Aber das ist natürlich nicht mein bzw. unser ganzes Leben. Vor allem sind wir auch beschäftigt, unser Leben als (Ehe-)Paar in der neuen alten Heimat des Mannes zu gestalten. Uns ein Leben einzurichten, das unseren Vorstellungen entspricht, das uns erfüllt und (hoffentlich ein Leben lang) zufrieden macht.
Dieser Weg in 'unser' Leben gestaltet sich aber viel schwieriger als erwartet. Es liegt ein Schatten darüber, der immer dunkler wird und der uns zunehmend bedrückt. Natürlich haben wir fröhliche Augenblicke, Situationen, in denen wir gemeinsam von Herzen lachen, oder Momente, die wir genießen. Aber es liegt etwas Dunkles darüber, dessen Ausgang wir (noch) nicht kennen. Und das macht es uns schwer, echte Freude zu verspüren.
Ich bitte Euch von Herzen, nicht darüber zu spekulieren und diejenigen, die es wissen/ahnen, von Andeutungen in den Kommentaren abzusehen. Es ist sehr privat und ich will es hier nicht benennen. Außerdem ist es nicht nur eine spezifische Sache, sondern leider gleich mehrere, die zusammen kommen (wie es im Leben manchmal so ist...). Ich werde aber weiterhin gerne hier schreiben und kreativ sein. Und während der Mann nun zu seiner vorerst letzten Dienstreise (für diesen Sommer) aufbricht, werde ich Besuch bekommen und kann auch von spannenden Ausflügen berichten, sowie vom nahen Ende des Semesters.
Ich hatte einfach nur das Bedürfnis, irgendwie zu begründen, warum ich an den - mir sonst so lieb gewonnenen - Sonntagsfreuden von Maria nicht mehr teilnehmen mag, aber ich will nicht, dass ihr mich jetzt bedauert oder so und ich hoffe auch, dass ich/wir bald wieder eine Sonntagsfreude verspüren kann. Habt einen schönen Sonntag! Barbara
Bisher habe ich ja im Wandertagebuch viel über meinen Weg 'nach/in Schweden' geschrieben, wie der Integrationsprozess verläuft, was die Bürokratie so macht oder wie mein Weg ins Arbeitsleben geht. Aber das ist natürlich nicht mein bzw. unser ganzes Leben. Vor allem sind wir auch beschäftigt, unser Leben als (Ehe-)Paar in der neuen alten Heimat des Mannes zu gestalten. Uns ein Leben einzurichten, das unseren Vorstellungen entspricht, das uns erfüllt und (hoffentlich ein Leben lang) zufrieden macht.
Dieser Weg in 'unser' Leben gestaltet sich aber viel schwieriger als erwartet. Es liegt ein Schatten darüber, der immer dunkler wird und der uns zunehmend bedrückt. Natürlich haben wir fröhliche Augenblicke, Situationen, in denen wir gemeinsam von Herzen lachen, oder Momente, die wir genießen. Aber es liegt etwas Dunkles darüber, dessen Ausgang wir (noch) nicht kennen. Und das macht es uns schwer, echte Freude zu verspüren.
Ich bitte Euch von Herzen, nicht darüber zu spekulieren und diejenigen, die es wissen/ahnen, von Andeutungen in den Kommentaren abzusehen. Es ist sehr privat und ich will es hier nicht benennen. Außerdem ist es nicht nur eine spezifische Sache, sondern leider gleich mehrere, die zusammen kommen (wie es im Leben manchmal so ist...). Ich werde aber weiterhin gerne hier schreiben und kreativ sein. Und während der Mann nun zu seiner vorerst letzten Dienstreise (für diesen Sommer) aufbricht, werde ich Besuch bekommen und kann auch von spannenden Ausflügen berichten, sowie vom nahen Ende des Semesters.
Ich hatte einfach nur das Bedürfnis, irgendwie zu begründen, warum ich an den - mir sonst so lieb gewonnenen - Sonntagsfreuden von Maria nicht mehr teilnehmen mag, aber ich will nicht, dass ihr mich jetzt bedauert oder so und ich hoffe auch, dass ich/wir bald wieder eine Sonntagsfreude verspüren kann. Habt einen schönen Sonntag! Barbara
Donnerstag, 9. Mai 2013
Wie geht es weiter mit der Gute-Laune-Jacke?
Jaja, mein Ewigkeits-Projekt - es scheint doch schrittweise voranzugehen, sogar ein Ende scheint in Sicht. Hier und hier und da und auch damals habe ich schon über die (langsamen) Fortschritte berichtet. Bekanntermaßen stricke ich ja recht viel, wenn ich an Hausarbeiten schreibe und schwierige Fachliteratur lesen muss. Eine Hausarbeit habe ich am 29. April eingereicht und erfreulicherweise war bis dahin der erste Ärmel schon recht schön gewachsen. Doch dann stockte es: Keine aktuelle Hausarbeit - keine Strickpausen...
Heute am Feiertag, der auch imunchristlichen Schweden noch ein Feiertag ist, hatte ich vier Stunden Zeit, die ich auf einem Linienschiff hinaus in den Schärengarten verbrachte. Strickzeit!
Und es war ausreichend Strickzeit um den ersten Ärmel, meinem Schnittmuster entsprechend, zu vollenden. Auch wenn es auf den Fotos nicht so aussieht, weil sich der Rand einrollt (sollte nach einem Entspannungsbad besser werden), passt der Ärmel genau.
Um mir das Stricken des zweiten Ärmels zu erleichtern, habe ich dann bei jeder Zunahme einen roten Faden eingezogen. Schließlich war auch noch Zeit, den zweiten Ärmel anzuschlagen, bevor das Schiff anlegte. Und am 17. Mai ist wieder eine Hausarbeit fällig, diesmal über das Benoten und Bewerten von Schülerarbeiten...
Heute am Feiertag, der auch im
Und es war ausreichend Strickzeit um den ersten Ärmel, meinem Schnittmuster entsprechend, zu vollenden. Auch wenn es auf den Fotos nicht so aussieht, weil sich der Rand einrollt (sollte nach einem Entspannungsbad besser werden), passt der Ärmel genau.
Um mir das Stricken des zweiten Ärmels zu erleichtern, habe ich dann bei jeder Zunahme einen roten Faden eingezogen. Schließlich war auch noch Zeit, den zweiten Ärmel anzuschlagen, bevor das Schiff anlegte. Und am 17. Mai ist wieder eine Hausarbeit fällig, diesmal über das Benoten und Bewerten von Schülerarbeiten...
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