Donnerstag, 1. August 2013

Heute hier so

Hm, das Ankommen ist mühsamer als gedacht. Hier ist diese Woche nämlich PrideFestival und entsprechend sind auf dem nahegelegenen Festgelände jeden Tag von 12 Uhr mittags bis Mitternacht Events und wir werden von den Bässen beschallt. Dazu kommt noch der übliche Baulärm von der nördlichen Stadtumfahrung und wiederum die Hubschrauber, die das Festival überwachen. Lärm macht mich definitiv krank! (Vorallem jetzt nachdem ich wieder drei Wochen nur Ruhe, Tierlaute und Kirchenglocken gehört habe...)
Wegen meiner Überreizung ist es mir heute auch gelungen einen Stoff falsch zuzuschneiden (Merke an mich selbst: Beim Jersey ist nur eine Richtung möglich!!!)... Ach, so unnötig.
Aber, in der Küche steht zumindest ein leckerer Kuchen, den ich gestern gebacken habe (in der Erwartung von Freunden, die wir dann aber doch nicht mehr erreichen konnten und die somit an Stockholm vorbeigefahren sind, ohne dass wir uns sehen konnten. Irgendwie ist hier der Wurm drin!!!) Und diesen Kuchen essen wir jetzt zu zweit auf ;)
Weil ich beim Einkaufen auch die Eier vergessen habe, wurde es ein eierloser Kuchen: Hefeteig, selbstgemachte Mohnmasse, Quark und Äpfel. Am Zucker habe ich auch gespart. Schmeckt gut, aber nur bedingt als Nervennahrung geeignet.
Ein Stapel Stoff ist schon gewaschen und fertig zum ZerZuschneiden, die zweite Häfte habe ich heute gezackelt und gewaschen.
Nun denn, gut dass es Ohropax gibt. Habt einen schönen Abend!

Mittwoch, 31. Juli 2013

Sommer-Rückblick Teil 1: Genäht - für den Mann

Ihr erinnert Euch noch an diesen schönen Stapel mit Siebenblau-Stoffen? Inzwischen waren diese gut 'abgelagert' und zwischen den Reisen fanden sich dann doch ein paar Tage, an denen ich die Stoffe waschen, zuschneiden und vernähen konnte.
Wie man an der Überschrift schon ablesen kann, habe ich den Mann benäht. Dabei fühlte ich mich ein bisschen verlassen - Männer scheinen eine absolut unbenähte Gruppe zu sein. Und das aber zu unrecht, finde ich! Niemand schätzt meine Nähkünste so, wie mein Mann, wenn seine neuen Shirts trägt (und mein Papa hat auch schon eines in Auftrag gegeben)! Und nichts ist einfacher als gerade Herrenkleidung ohne Abnäher und Pipapo zu nähen. Unter tausenden von Baby-Schnitten und hunderten von Frauen-Schnittmustern fand ich folglich keines für den Mann. Also habe ich, wie schon beim Nachthemd, den Schnitt einfach selbst erstellt und mich dabei am Lieblingsshirt orientiert. Und es hat über meine Erwartungen gut funktioniert. Ab jetzt mache ich alle Schnitte für Jersey-Oberbekleidung selber :)
Dank dieses Tutorials sind auch die Halsausschnitte sauber und schön geworden. Die Schrägbänder habe ich selber aus dem Stoff mit einem Schrägbandformer gemacht.
Zwei Langarmshirts sprangen auch von der Maschine, aber nur eines kam aufs Foto.
Und ich muss ehrlich sagen, dass mich die Siebenblau-Stoffe schwer überzeugt haben. Da zipft und zieht nichts, eine ganz tolle Haptik und Optik. Wir haben beim Besuch in Deutschland Nachschub bestellt, damit der Schrank des Mannes (nach dem stückweisen Ausmustern der Studentenzeitenkleidung) endlich wieder besser gefüllt ist. Am Anfang habe ich mich für Siebenblau entschieden, weil mir das GOTS-Siegel bei Kleidung sehr wichtig ist. Beim Bummeln mit meiner Mama in der Stadt kaufte sie sich auch einen Jersey-Stoff im Laden, der ca 2 Euro pro Meter teuerer war als der Stoff, den ich bestellt hatte. Schön, dass verantwortungsvoll nicht immer teuerer sein muss :) Und da es ja mein Hobby ist (d.h. kein Lohn), kommt die neue Gaderobe für den Mann unterm Strich günstiger als gekauft. Ein gutes Gefühl!
Mehr Shirts werden folgen...

Dienstag, 30. Juli 2013

Zurück

Wir sind heute nach wunderschönen, warmen, intensiven Sommerwochen in meiner geliebten Heimat wieder in Stockholm gelandet. Ehrlich gesagt, war es eine eher unsanfte Landung: Mehr als 20 Grad kühler, frühherbstlicher Wind und Regen...
Leider kam der Regen aber zu spät, denn auf dem Balkon erwartete mich eine Dürrekatastrophe, die ich schon leise ahnte, als ich viele vertocknete, gelbe Birken auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt sah. Ich hatte noch gehofft, dass ein Freund, der zur Halbzeit mal vorbeikam, mit seinem Gießen das Schlimmste hätte verhindern können, aber dem war nicht so. Und dass niemand der anderen Parteien sich mal mit einem Schöpfhaferl der armen Pflanzen erbarmt hat, das sagt ja wohl auch einiges über den Geist, der in diesem anonymen Großstadthaus herrscht. Schade! Das war es wohl mit dem Urbanen Gärtnern. Dieses Jahr keine neuen Käferbohnen (und auch kein neues Saatgut), keine Kapuzinerkresseblüten im Salat, keine Wildtomaten.
In der Wohnung haben es die Pflanzen auf der Südseite zumindest gut überstanden, die Nordseite hat gelitten (wie paradox!). Für die Kräuter war es auch zu spät, allein die Minze (feuchtigkeitsliebend?!) hatte es überlebt. Aber neue Kräuter lassen sich noch mal ansäen, dafür ist es nicht zu spät. Und die Geranien bekamen einen Radikalschnitt und ein Fußbad.
Ach, es blutet mir das Herz. Und nach dem Blumen-Pflanzen-Garten-Feuerwerk in Bayern schmerzt diese Dürre und das neuerliche Beton-Frühherbstgrau am Balkon besonders. Der grüne Balkon war wirklich das einzige, auf das ich mich bei meiner Rückkehr hier so was wie gefreut habe.
Zumindest haben wir alle "Importprodukte" hier heil ans Ziel gebracht. Schon erstaunlich was man in zweimal 23kg-Koffer alles einpacken kann: Meterweise Stoffe, preiswerte Nähseide, Anleitungsbücher und -hefte, Material für die Weiterbildung, Bücher, Wolle für ein neues Projekt, Lebensmittel aus dem Lieblingsbioladen, Stachelbeer- und Hansbirl-Saft sowie Marmelade von daheim, vier Knödel und Soße zum Abendessen, Likör usw. ;)
Nun gönne ich mir einen Schluck (bayerisches) Bier und werde noch fertig auspacken. Morgen steht Wäsche waschen, einkaufen, mehr aufräumen und den Balkon abräumen (!) auf dem Programm.
Und vielleicht gibts einen neunen Blogeintrag. Genügend zum Zeigen hätte ich schon. Mal schauen, wie ich wieder in den Alltag reinkomme.
Aber ich freue mich, dass ich hier im Blog zurück bin. Ich habe ihn ja ein bisschen 'aufpoliert' und endlich die Linkliste für alle Anleitungen vervollständigt.
Auf bald und herzliche Grüße, Barbara
Gerettete Geranienblüten :)

Donnerstag, 20. Juni 2013

Mittsommergrüße

Ein Mittsommerkleid muss weiß sein - schnell genäht ohne Schnitt, nach eigenen Ideen und Vorstellungen, zwischen Auspacken, Wäsche waschen, Aufräumen, Einpacken.
Ich wünsche Euch von Herzen ein schönes Mittsommer-/Sommersonnwend-/Johanni-Wochenende!

Sonntag, 16. Juni 2013

Sommer

Wie ich schon angekündigt hatte, werde ich dem Blog und mir nun einen langen, fast internetfreien Sommer gönnen.
Es wird unser erster gemeinsamer Sommer, ohne berufliche Reisen oder Behördengänge. Lange Tage und Licht aufnehmen. Viel, viel draußen sein. Freunde und Familie treffen. Ein bisschen Reisen. Handarbeiten und kreativ sein. Gutes Essen. Zur Ruhe kommen. Beschwerdebriefe schreiben (ohne das geht es wohl noch nicht). In kalten Seen schwimmen. Bücher lesen. Mückenstiche sammeln. Und morgens Tee auf dem Balkon trinken :)
Habt einen wunderbaren Sommer!

Samstag, 15. Juni 2013

Heast das ned...

wia die Zeit vergeht?!
Manchmal ging sie so langsam, manchmal flog sie vorbei: Mein erstes Jahr in Stockholm ist um...
Dramatisch, schmerzlich, freudig, melancholisch, dunkel, glücklich, hell, leer, voll, wohlschmeckend, bitter - die ganze Packung Leben. Unter den Monatsnamen habe ich alte Blogeinträge verlinkt - es hat sich viel getan...
Juni 2012
Juli 2012
August 2012
September 2012
Oktober 2012
November 2012
Dezember 2012
Januar 2013
Februar 2013
März 2013
April 2013
Mai 2013
2. Juni 2013
p.s. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass nun am 28. Mai, also 11 1/2 Monate später, ein Brief von der Versicherungskasse gekommen ist, dass sie mich nun rückwirkend zum 14. Juni 2012 aufnehmen...

Donnerstag, 13. Juni 2013

Sommerliche Körnerküche

Noch mehr Inspiration für meine Körnerküche habe ich in diesem Buch gefunden: Ein Rezept für kleine Grünkernknödel in Tomaten-Thymian-Soße!
Die Zutaten sind fast die gleichen wie für Semmelknödel, nur dass statt der Semmeln vorgekochter und ausgequollener Grünkernschrot verwendet wird.
Daraus werden kleine Knödel geformt, die man entweder rundherum anbrät oder 10 min in Salzwasser gar ziehen lässt.
Mit einer selbstgemachten Tomatensoße, mit etwas Creme fraiche verfeinert, und gerösteten Pinienkernen anrichten und verschnabulieren (wie mein Papa immer sagte).