Dienstag, 14. Januar 2014

JanuarLichtblick 4: Lebens-voll - voll Leben

Vor allem in Schweden ist es um diese Jahreszeit nicht einfach, noch regionales und saisonales Gemüse zu bekommen. Und dabei habe ich gerade jetzt viel Lust auf Frisches und Grünes. Das ganze Jahr über standen die Packungen mit Keimgut (aus dem Bioladen von daheim) im Küchenschrank und nun habe ich sie hervorgeholt. Meine Sprossen ziehe ich in einem einfachen Marmeladenglas mit locker aufgelegtem Deckel. Ich spüle sie mehrmals täglich mit kaltem Wasser, was ich durch einen löchrigen Schöpflöffel ablaufen lasse. Ein richtiges Keimglas wäre natürlich mal toll, aber für jetzt funktioniert es ganz hervorragend. Eine Portion Sprossen ist schon verspeist, die nächsten sind schon wieder 'im Wachstum'.
Ich finde es so faszinierend, den Sprossen beim Wachsen zuzusehen. Erst sind sie unscheinbare Körner und plötzlich explodieren sie förmlich 'vor Leben'. Während draußen alles in der Winterstarre verbleibt, ist das Glas auf meiner Fensterbank voll Leben - Lebens-voll.
Um Schimmel vorzubeugen (der sich leider durchaus auch entwicklen kann), gebe ich immer etwas Rettich- oder Radieschensamen zu, die eine etwas schimmelhemmende Wirkung haben - und ein bisschen natürliche Schärfe.

Sonntag, 12. Januar 2014

Sonntagsfreude: Winter

So herbeigesehnt - und nun ist er da: Der Winter hielt von Donnerstag auf Freitag mit einem Temperatursturz seinen Einzug, gestern kam der Schnee dazu. Meine erste Sonntagsfreude in diesem Jahr!
Mehr Sonntagsfreudensammler gibt es auch in diesem Jahr wieder auf dem Kreativberg.

Samstag, 11. Januar 2014

JanuarLichtblick 3: Abgekettet und Angestrickt

Erinnert ihr euch noch an die kleine Mütze auf dem Mützengutschein, den ich im August verschenkt habe? Nun wurde endlich diese Mütze fertig und ich hoffe, dass sie dem Träger die Ohren warm hält, wenn er für seine Arbeit im Wald unterwegs ist. Eigentlich wollte ich diese Mütze schon im alten Jahr verschicken, aber ich war die ganzen Ferien so krank und schlapp, dass es nicht mal für ein paar Runden täglich gereicht hat. In der ersten Schulwoche aber habe ich nun meine U-Bahn-Zeit noch einmal intensiv genutzt und nun macht sich die Mütze endlich auf den Weg ins Allgäu.
(Die Fakten: 120 Maschen, doppeltes Bündchen nach dem gleichen Prinzip wie hier, dann frei Hand gestrickt. Die Wolle ist vom Finkhof, Merion dünn in bordeaux)
Und mit dem Fertigstellen der Mütze entstand auch wieder Platz im Strickkorb für ein neues Projekt. Ich habe ja auch noch meine 'Leichen' im Korb, wie zwei Pullis (einen für den Mann, einen für mich), wovon ich aber den einen wieder aufribbeln werde (den für mich). Ich wollte eigentlich einen Norwegerpulli stricken, aber die Farben sind zu dunkel, als dass sich ein schönes Muster ergibt. Vielleicht ein Ringelpulli?!
Im Moment ist mir aber eher nach etwas Einfachem und Buntem. Ich habe alle meine Finkhof Merino dünn - Reste zusammengeworfen und werde mir nun den Leftie von Martina Behm stricken. Angestrickt ist er schon und jetzt darf ich nach jedem getippten Kapitel für die Hausarbeit einen Mustersatz stricken ;)

Freitag, 10. Januar 2014

JanuarLichtblick 2: Farbklecks

Wer mich kennt, weiß, dass ich mir so gut wie nie die Nägel lackiere. Aber heute morgen, als es mal wieder dauergrau war, suchte (und fand) ich den roten Nagellack im Badschrank. Obwohl ich es bei dem chemischen Geruch anfangs fast schon wieder bereute, freue ich mich lächerlicherweise nun schon den ganzen Tag über diesen roten Farbklecks. Manchmal muss man einfach was Untypisches, ja schon fast Verrücktes tun ;)

Donnerstag, 9. Januar 2014

JanuarLichtblick 1: Meine Teekanne

... mit Stövchen - ein Liebling in diesen Tagen :) Während ich hier am Schreibtisch die x.te Hausarbeit schreibe, steht immer Kräutertee bereit, der aufmunternd, beruhigend, inspirierend oder entspannend wirken kann/soll. Und die Bienenwachskerze verbreitet ein schönes Licht und einen guten Duft.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Schwedischer Winter

Zwischen den Jahren hat der Nachbar meiner Schwiegereltern den Freitod gewählt. Wir jüngeren, wir kannten ihn kaum oder gar nicht persönlich. Aber man kann sein Haus sehen, einsam am Waldrand. Auch er lebte allein und zurückgezogen, jedoch seine Söhne in der Nähe. Er war Jäger, ging oft in den Wald und räumte mit dem Traktor die lange Zufahrt zu meinen Schwiegereltern vom Schnee frei.
Auch wenn ich den Mann nie persönlich getroffen habe, so hat mich dieses Ereignis in so unmittelbarer Nähe erschüttert und nachdenklich gemacht. Fragen tauchen auf, ich umarme meinen Liebsten noch öfter und zünde noch bewusster mehr Kerzen an, mache Licht, auch wenn es erst dämmrig ist, versuche einmal am Tag an die frische Luft zu kommen.
Man kann über die Motive für einen solchen AusWeg nur spekulieren, sicher ist es eine ganz persönliche, individuelle Mischung vielleicht auch zusammen mit einem spezifischen Krankheitsbild. Aber ich bin dennoch überzeugt, dass der schwedische Winter mit seiner erbarmungslosen Dunkelheit sicher dazu beiträgt. Die düsteren Gedanken und Bilder, die schwedische Mentalität, das sich Zurückziehen im Winter (man denke nur an die schwedischen Krimis und andere Literatur), das kommt nicht von ungefähr.
In diesem Jahr ist der Winter - und die Dunkelheit - besonders unbarmherzig. In den größten Teilen des Landes liegt immer noch keine richtige Schneedecke. Die Tage sind grau und die langen Nächte extra dunkel. Kein Schnee, der reflektiert, keine Sterne, die durch die Wolkendecke zum Vorschein kommen.
Der Jahr für Jahr wiederkehrende Winter mit seinen dunklen Wochen ist eine Herausforderung und eine Belastungsprobe. Unsere Gedanken sind in diesen Tage öfter bei der Familie des Nachbarn. Und beim Nachbarn. Ich hoffe und bete, dass er nun seinen Frieden gefunden hat. Wir denken an jene, die in diesen dunklen Wochen alleine und zurückgezogen leben.
Und ich, für mich ganz persönlich, - ich nehme die Herausforderung dieses extra dunklen Winters an: Tag für Tag lese ich die Sonnenauf- und untergangszeiten in der Zeitung und freue mich über jeden Schritt, den wir geschafft haben (auch wenn wegen Wolken unsichtbar): Inzwischen wieder Sonnenuntergang kurz nach 15 Uhr und Sonnenaufgang kurz vor 9 Uhr. Mir Zeit nehmen für Gespräche, Zweisamkeit und gutes Essen für die Seele. Die Lichtblicke bewusst genießen, in den paar Sonnenminuten Pause machen, das Gesicht bewusst in die Sonne halten, die Augen schließen und sich wärmen lassen. Die weihnachtliche Gemütlichkeit noch ein bisschen verlängern (Glühwein, Schokoleckerl, Nüsse) um dann Ende Januar umso bewusster und schneller in den Vorfrühling zu starten.
Passt auf Euch und eure Lieben auf!

Mittwoch, 1. Januar 2014

Winterpause

Ich wünsche Euch von Herzen ein gutes, gesegnetes Jahr 2014!
Uns erwartet ein Jahr mit neuen Herausforderungen und neuen Fragestellungen. Wege wollen gewählt, Steine überklettert und Etappen abgeschlossen werden. Wir beginnen mit einer Entscheidung, die uns schwer fällt und die vielleicht schwer wiegt. Deshalb konzentriere ich mich erst mal auf das richtige Leben und lasse den Blog in eine wohlverdiente Winterpause gehen. Wie lange, das werden wir sehen.
Danke für das Jahr 2013 und auf bald!