Als wir nach Hause kamen, empfanden wir die Kühle im Haus zunächst nicht als extrem, immerhin war es eisig kalt draußen. Nach nur 5 Minuten wurde uns aber klar: Wir waren in letzter Sekunde heimgekommen! Die Pelletsheizung war (mal wieder) ausgefallen und im Haus hatte es nur noch 3,5°C. Mein Mann widmete sich der Heizung, ich machte Feuer im Kamin und stellte überall Kerzen auf. In der Küche erreichten wir gegen Mitternacht 14 Grad und so schlugen wir unser Nachtlager dort auf. Inzwischen können wir darüber lachen, aber die letzten beiden Tage waren nicht so komisch. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fiel das Außenthermometer auf minus 14 Grad und wir hatten das Gefühl, dass das Haus nie mehr warm wird. Nun ist die Außentemperatur auf einstellige Minusgrade gestiegen und das Haus ist wieder gemütlich und angenehm.
Der Härtetest kam heute - lässt es sich im Allrum aushalten, wo ich meinen Nähtisch habe? Immerhin ist der Raum wie eine große Diele im Obergeschoss. So entschied ich mich für ein kleines Projekt, das so gut zu diesen kalten Tagen passt.
Ein altes Unterhemd für unten drunter...
... farbenfroher Jersey von Lillestoff für obendrüber ...
... und fertig ist die Wärmflaschenhülle. Genäht während der blauen Stunde und die kalten Finger wurden an der warmen Teetasse wieder aufgewärmt :)
Wärmflaschen scheinen in Schweden sehr selten zu sein, diese blaue bekam ich in der Apotheke - und sie ist made in germany ;-)
Freitag, 8. Januar 2016
Mittwoch, 6. Januar 2016
Yarn Along 1/2016: Mittens and a marrying
For the first time I join Ginny's Yarn Along today. I read about the yarn along at Naturmama Caro's blog, she is joining every now and then, and I like the combination of both reading and knitting - it seems to fit me and my interests very well. I am not sure yet wether I'll join weekly or every second week - we will see. However, I am really looking forward the Yarn Along during 2016.
Knitting: I am knitting mittens for my husband. I began in late 2014 an unravelled them several times. Now it seems that I have found the perfect form and size and hopefully the second mitten will be finished soon. Currently we have -12°C (10°F) and an additional pair of mittens would just be perfect.
I am knittning with a yarn from the Swedish island Öland, parts of the pattern I found in a book about mittens from the Swedish island of Gotland.
Reading: "The Marrying of Chani Kaufman" written by Eva Harris; I am reading the german translation. I got the book at Christmas and as my university class about childrens literature ends soon I am looking forward to read more adult literature again. So far I've read the first pages and I am looking forward to read more soon.
Zum ersten Mal nehme ich heute an Ginnys Yarn Along - Strickkränzchen teil. Ich bin über Naturmama Caros Blog darüber gestolpert, auch sie nimmt immer wieder daran teil und ich finde die Kombination aus Lesen und Stricken so spannend und für mich passend und stimmig. Ob es wöchentlich oder alle vierzehn Tage für mich passt, wird sich zeigen. Ich freue mich jedenfalls auf diese Reihe.
Stricken: Handschuhe für den Mann, die ich schon Ende 2014 begonnen habe und immer wieder aufgetrennt habe. Nun scheine ich die perfekte Form gefunden zu haben und will nun bald auch den zweiten fertig bekommen. Bei -12°C könnten sie gut gebraucht werden.
Die Wolle kommt von der Insel Öland, Teile des Musters habe ich einem Buch über Handschuhmuster auf Gotland entnommen.
Lesen: "Die Hochzeit der Chani Kaufman" von Eve Harris. Ich habe das Buch zu Weihnachten bekommen und nachdem mein Uni-Kurs mit Kinder- und Jugendliteratur nun dem Ende zugeht, freue ich mich auf Erwachsenenliteratur. Ich bin auf den ersten Seiten und es spricht mich bis jetzt sehr an.
Knitting: I am knitting mittens for my husband. I began in late 2014 an unravelled them several times. Now it seems that I have found the perfect form and size and hopefully the second mitten will be finished soon. Currently we have -12°C (10°F) and an additional pair of mittens would just be perfect.
I am knittning with a yarn from the Swedish island Öland, parts of the pattern I found in a book about mittens from the Swedish island of Gotland.
Reading: "The Marrying of Chani Kaufman" written by Eva Harris; I am reading the german translation. I got the book at Christmas and as my university class about childrens literature ends soon I am looking forward to read more adult literature again. So far I've read the first pages and I am looking forward to read more soon.
Zum ersten Mal nehme ich heute an Ginnys Yarn Along - Strickkränzchen teil. Ich bin über Naturmama Caros Blog darüber gestolpert, auch sie nimmt immer wieder daran teil und ich finde die Kombination aus Lesen und Stricken so spannend und für mich passend und stimmig. Ob es wöchentlich oder alle vierzehn Tage für mich passt, wird sich zeigen. Ich freue mich jedenfalls auf diese Reihe.
Stricken: Handschuhe für den Mann, die ich schon Ende 2014 begonnen habe und immer wieder aufgetrennt habe. Nun scheine ich die perfekte Form gefunden zu haben und will nun bald auch den zweiten fertig bekommen. Bei -12°C könnten sie gut gebraucht werden.
Die Wolle kommt von der Insel Öland, Teile des Musters habe ich einem Buch über Handschuhmuster auf Gotland entnommen.
Lesen: "Die Hochzeit der Chani Kaufman" von Eve Harris. Ich habe das Buch zu Weihnachten bekommen und nachdem mein Uni-Kurs mit Kinder- und Jugendliteratur nun dem Ende zugeht, freue ich mich auf Erwachsenenliteratur. Ich bin auf den ersten Seiten und es spricht mich bis jetzt sehr an.
Sonntag, 3. Januar 2016
Sonntagsfreude 1/2016: Das Pfefferkuchenhaus
Am Sonntag
einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die
ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung
schlicht und einfach eine
Sonntagsfreude sind :)
Zuerst war es nur eine verrückte Idee, die dann immer konkreter wurde. Der Einkauf der Zutaten. Und schließlich am vierten Adventswochenende begannen wir... und es dauerte fast zwei Tage bis es fertig war: Unser Häuschen im Maßstab 1:33.
Und heute, zwei Wochen später, werden wir das Häuschen mit der Großfamilie aufessen. Auch eine Sonntagsfreude :-)
Die Schablonen habe ich übrigens aufgehoben. Mein Mann hat die Maße vom Bauplan abgenommen und alles exakt berechnet. Jetzt können wir jedes Weihnachten unser Häuschen backen. Mein Mann hat schon große Pläne, wie wir auch das Hanggrundstück und das halbe Kellergeschoss mit einbacken können...
Es war jedenfalls eine große Sonntagsfreude, da am 4. Advent, mit dem Mann Hand in Hand zu werkeln, der gute Duft, gemeinsame Lösungen zu finden und das Häuschen wieder besser kennen zu lernen.
Habt einen schönen ersten Sonntag im neuen Jahr!
Samstag, 2. Januar 2016
Diese dunklen Tage
Wie sehr habe ich diesen Dezember mit der Dunkelheit in mir, aber auch mit der Dunkelheit um mich herum gekämpft. Vielleicht hat mich erstmals eine echte skandinavische Winterdepression erwischt, vielleicht zu einem Zeitpunkt, an dem mir das Dunkle dunkler erschien als in anderen Jahren. In Göteborg legte sich das Dauergrau wie eine muffige, alte, schwere Decke um mich und Tageslicht erschien mir unvorstellbar weit entfernt. Ich fühlte mich wie von Nebelwatte eingepackt, alles um mich war gedämpft, meine Gefühle, meine Empfindungen und auch meine Antennen für andere waren gestört.
Im Moment ist es immer noch sehr dunkel, in Göteborg geht die Sonne theoretisch erst um 8:55 auf. Nun sind wir bei den Schwiegereltern, noch weiter nördlich, in den Wäldern. Noch immer komme ich morgens kaum aus dem Bett. Aber ich mache einfach Winterschlaf und schlafe so viel, wie mein Körper will.
Manchmal gehe ich hinaus und stapfe durch den knirschenden Schnee, während der Eiswind mich durchpustet. Und der eisige Wind pustet den Nebel weg, der Schnee erhellt die Dunkelheit und ich kann mich selbst wieder sehen.
Ich nehme mir Zeit zum Lesen und Stricken. Ich nehme mir Zeit zum Nichtstun. Ich nehme mir Zeit um Vorhaben gedanklich durchzuspielen. Pläne für das Haus. Pläne für den Garten (viel zu viele...)! Pläne für mehr Lebensqualität und eine bewusste Freizeitgestaltung. Pläne für den Blog.
Was das Häuschen betrifft, so wird das wichtigste sein, die geplante Sickerung zu graben, so dass der Keller trockenen Fußes durch die nächste Herbst-/Wintersturmsaison kommt. Vielleicht noch ein, zwei Zimmer renovieren, aber auf jeden Fall schöne Vorhänge für das Wohnzimmer nähen!
Für den Garten habe ich viele Pläne, bin aber planlos. Wo soll ich nur anfangen?! Es soll ein pflegeleichtes Provisorium sein, in den Ecken, die von den Sickerungsarbeiten nicht betroffen sein werden. Gleichzeitig habe ich so lange auf einen eigenen Garten gewartet, dass ich alles zugleich möchte. Habt ihr Tipps und Ideen?
2016 möchte ich mehr stricken. Meinem Gefühl nach habe ich letztes Jahr zu wenig gestrickt. Ich habe eine Idee entwickelt, ein bisschen inspiriert von Rita hier, aber ich möchte zwölf Projekte aus meinem Wollvorrat verwirklichen. Außerdem möchte damit mindestens zweimal im Monat bei Ginnys Yarn Along mitmachen, von dem ich mir mehrere positive Effekte erhoffe: Zweisprachig zu schreiben, Antrieb zum Stricken und wieder mehr Geschriebenes auf dem Blog, auch über Gelesenes.
Jetzt lasse ich mich vom Schneesturm und der Dunkelheit wieder umfangen, ich werde den PC ausschalten, mich in die Küche an den Ofen setzen, den Gesprächen der Schwiegerfamilie lauschen und stricken oder lesen. Und morgen finde ich hoffentlich den Antrieb und die Energie, bei den Sonntagsfreuden mitzumachen, denn ich hätte schon was Schönes zu zeigen ;-)
Ich wünsche Euch ein gesegnetes Jahr 2016 und freue mich, wenn ihr mich weiterhin hier begleiten mögt.
Barbara
Im Moment ist es immer noch sehr dunkel, in Göteborg geht die Sonne theoretisch erst um 8:55 auf. Nun sind wir bei den Schwiegereltern, noch weiter nördlich, in den Wäldern. Noch immer komme ich morgens kaum aus dem Bett. Aber ich mache einfach Winterschlaf und schlafe so viel, wie mein Körper will.
Manchmal gehe ich hinaus und stapfe durch den knirschenden Schnee, während der Eiswind mich durchpustet. Und der eisige Wind pustet den Nebel weg, der Schnee erhellt die Dunkelheit und ich kann mich selbst wieder sehen.
Ich nehme mir Zeit zum Lesen und Stricken. Ich nehme mir Zeit zum Nichtstun. Ich nehme mir Zeit um Vorhaben gedanklich durchzuspielen. Pläne für das Haus. Pläne für den Garten (viel zu viele...)! Pläne für mehr Lebensqualität und eine bewusste Freizeitgestaltung. Pläne für den Blog.
Was das Häuschen betrifft, so wird das wichtigste sein, die geplante Sickerung zu graben, so dass der Keller trockenen Fußes durch die nächste Herbst-/Wintersturmsaison kommt. Vielleicht noch ein, zwei Zimmer renovieren, aber auf jeden Fall schöne Vorhänge für das Wohnzimmer nähen!
Für den Garten habe ich viele Pläne, bin aber planlos. Wo soll ich nur anfangen?! Es soll ein pflegeleichtes Provisorium sein, in den Ecken, die von den Sickerungsarbeiten nicht betroffen sein werden. Gleichzeitig habe ich so lange auf einen eigenen Garten gewartet, dass ich alles zugleich möchte. Habt ihr Tipps und Ideen?
2016 möchte ich mehr stricken. Meinem Gefühl nach habe ich letztes Jahr zu wenig gestrickt. Ich habe eine Idee entwickelt, ein bisschen inspiriert von Rita hier, aber ich möchte zwölf Projekte aus meinem Wollvorrat verwirklichen. Außerdem möchte damit mindestens zweimal im Monat bei Ginnys Yarn Along mitmachen, von dem ich mir mehrere positive Effekte erhoffe: Zweisprachig zu schreiben, Antrieb zum Stricken und wieder mehr Geschriebenes auf dem Blog, auch über Gelesenes.
Jetzt lasse ich mich vom Schneesturm und der Dunkelheit wieder umfangen, ich werde den PC ausschalten, mich in die Küche an den Ofen setzen, den Gesprächen der Schwiegerfamilie lauschen und stricken oder lesen. Und morgen finde ich hoffentlich den Antrieb und die Energie, bei den Sonntagsfreuden mitzumachen, denn ich hätte schon was Schönes zu zeigen ;-)
Ich wünsche Euch ein gesegnetes Jahr 2016 und freue mich, wenn ihr mich weiterhin hier begleiten mögt.
Barbara
Mittwoch, 16. Dezember 2015
Jetzt...
... steigt die Sonne nicht mal mehr über die Wipfel des Wäldchens...
Aber bald, bald ist Wintersonnenwende und der Bogen der Sonne wird wieder weiter, höher und stärker werden.
Aber bald, bald ist Wintersonnenwende und der Bogen der Sonne wird wieder weiter, höher und stärker werden.
Dienstag, 15. Dezember 2015
Alltagsfreuden: Sternstunden
Das schwedische Wort stund bedeutet nicht Stunde, sondern Augenblick oder Moment. Stunden waren es keine, in den letzten Wochen, aber Sternenaugenblicke. Neben der beruflichen Belastung, von der ich am Sonntag schon gejammert habe, ist im Moment die Trauer wieder sehr zentral und auch die schmerzliche Einsicht, dass wieder ein Weihnachtsfest, ein Familienfest, ohne gute Hoffnung für uns ansteht. Wenn das Kind in der Krippe im Mittelpunkt steht, wird mir unsere unfreiwillige Kinderlosigkeit umso schmerzhafter bewusst.
Das Nordseeschmuddelwetter tat sein übriges, etwas Schnee, glaube ich, hätte meine Stimmung definitiv anheben können. Trotzig begann ich aber vor ein paar Wochen in gestohlenen Minuten, gegen das Stimmungs- und Wettertief anzubasteln. Mit farbenfrohe Transparentsternen. Die Bastelminuten wurden meine Sternstunden und haben mich vor manchem Sturz ins Bodenlose bewahrt.
Gemeinsam geben sie dem Werkstattfenster ein fröhliches Aussehen und es macht mich wirklich froh, dass es mir gelungen ist, letztendlich das ganze Fenster zu schmücken.
Auch ein paar weiße Sterne habe ich gefaltet und mit der Überzeugung einer Oppositionellen habe ich während dessen Schneeflöckchen, Weißröckchen durchs Haus geschmettert.
Ja, auch in diesem grauen, traurigen, regnerischen, erdrückenden Dezember gab es sie und gibt es sie: Sternstündchen und Sternaugenblicke! Und weil ich meine Transparentsterne unter der Woche kaum leuchten sehe, weil es immer dunkel ist, freue ich mich auch über gekaufte Sterne, die schon in den Fenstern leuchten, wenn ich nach einem langen Tag nach Hause komme.
Unsere Sterne, das sind für mich dieses Jahr ganz wichtige Symbole und Zeichen. Wegweiser auf Weihnachten hin - trotz allem und sichtbar. Wenn ich die Sterne sehe, muss ich lächeln und mich etwas freuen. Sternstunden!
Das Nordseeschmuddelwetter tat sein übriges, etwas Schnee, glaube ich, hätte meine Stimmung definitiv anheben können. Trotzig begann ich aber vor ein paar Wochen in gestohlenen Minuten, gegen das Stimmungs- und Wettertief anzubasteln. Mit farbenfrohe Transparentsternen. Die Bastelminuten wurden meine Sternstunden und haben mich vor manchem Sturz ins Bodenlose bewahrt.
Gemeinsam geben sie dem Werkstattfenster ein fröhliches Aussehen und es macht mich wirklich froh, dass es mir gelungen ist, letztendlich das ganze Fenster zu schmücken.
Auch ein paar weiße Sterne habe ich gefaltet und mit der Überzeugung einer Oppositionellen habe ich während dessen Schneeflöckchen, Weißröckchen durchs Haus geschmettert.
Ja, auch in diesem grauen, traurigen, regnerischen, erdrückenden Dezember gab es sie und gibt es sie: Sternstündchen und Sternaugenblicke! Und weil ich meine Transparentsterne unter der Woche kaum leuchten sehe, weil es immer dunkel ist, freue ich mich auch über gekaufte Sterne, die schon in den Fenstern leuchten, wenn ich nach einem langen Tag nach Hause komme.
Unsere Sterne, das sind für mich dieses Jahr ganz wichtige Symbole und Zeichen. Wegweiser auf Weihnachten hin - trotz allem und sichtbar. Wenn ich die Sterne sehe, muss ich lächeln und mich etwas freuen. Sternstunden!
Sonntag, 13. Dezember 2015
Sonntagsfreude: Ein Zeitfensterchen
Am Sonntag
einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die
ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung
schlicht und einfach eine
Sonntagsfreude sind :)
Kaum dachte ich, Anfang Dezember, dass nun alles ruhiger würde, flogen mir Ereignisse, Aufgaben, Pflichten und Emotionen nur so um die Ohren, dass ich keinen ruhigen Augenblick mehr fand. Kraftraubende Elterngespräche noch und nöcher, eine intensive Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin, um das rauhe Klima in der Klasse in den Griff zu bekommen, die Begleitung eines Schülers zur Polizei, wo er wegen Gewalt zu Hause befragt werden sollte, die Anzeige einer anderen Familie beim Jugendamt - und zwischendrin Lucia-Fest, Weihnachtsbasteln, Mathefortbildung, eine Leseinitiative und im bisschen Privatleben Besuch von den Schwiegereltern. Zudem macht das Schulamt wieder Probleme wegen der Anerkennung meiner Examen, was mir richtig den Boden unter den Füßen weg zog. Ich dachte, das wäre geregelt, aber im Moment traue ich mich kaum, mich Lehrerin zu nennen, obwohl ich im Prinzip gerade jetzt jede wache Minute dafür verbringe - Lehrerin und Pädagogin zu sein.
Seit Mittwoch habe ich das Gefühl, dass ich den Gipfelanstieg bis zu den Weihnachtsferien nicht mehr meistern kann. Der Berg wird immer steiler und übermächtiger und mir geht es echt nicht gut. Die Tatsache, dass ich im Moment auch so viele private Sachen hinten an stelle, macht mich noch trauriger und wütender und der einzige Ausweg im Moment ist das Mantra: Am Donnerstag ist der letzte Schultag, am Donnerstag ist der letzte Schultag, am Donnerstag ist der letzte Schultag...
Und die kleinsten Zeitfensterchen helfen auch - so wie gestern Abend: Einen schnellen Honigkuchenteig, unkomplizierte Formen ausstechen, in den Ofen, den Duft sich im ganzen Haus ausbreiten lassen, eine übersichtliche Portion backen. Zum ersten Mal seit fünf Jahren backe ich wieder eine Plätzchensorte, das ist wahrlich eine Sonntagsfreude. Und nächstes Jahr vielleicht zwei ;-)
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