Dienstag, 12. Januar 2016

In der Küche: Leckerbissen für die Vögel

Ich habe mir vorgenommen, dass ich mich gut mit den Vögeln stelle. Schließlich möchte ich gerne, dass sie mir im Frühjahr und Sommer die Larven, Raupen, Fliegen und anderes Getier von den Pflanzen picken :-)
Deshalb hängen im Apfelbaum neben dem alten Kirschbaum zwei Futterglocken, sehr lecker befüllt.
Mit exklusiven Zutaten, wie deutschem Schweineschmalz vom Metzger in der Markthalle (weil ich im herkömmlichen Supermarkt nach Weihnachten wieder keines mehr bekomme), befülle ich die aufgestellten Glocken, lasse sie vor der Haustür erkalten und hänge sie dann ins Geäst. Da ist dann was los! :-)
Nun weiß ich auch, dass es rund ums Vogelfüttern so viele Meinungen wie Futterhäuschen gibt: Die Art des Häuschens, des Silos, nur im Winterhalbjahr füttern, das ganze Jahr füttern, Weichfutter, Nüsse, Meisenknödel, ja, nein, verpöhnt, erlaubt...
Ich mache das, was ich mit gutem Gewissen und Freude durchführen kann und meinen Beobachtungen nach, tut es den Vögeln gut.

Sonntag, 10. Januar 2016

Sonntagsfreude 2/2016: Das Futterhäuschen

Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine 
Sonntagsfreude sind :)
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Maria, die bei Rita weitergeführt wird

Es war mein großer Wunsch: Wenn wir einen Garten haben, dann möchte ich auch ein Futterhäuschen aufstellen. So wie daheim. So ein Futterhäuschen wie daheim. Gebaut von meinem Papa.
Als Ende November ein großes Paket ankam, dachte ich ja zunächst, dass das endlich die Zweige für den Adventskranz sein würden. Statt dessen befand sich ein Vogelhäuschen darin, mit Liebe gebaut und einer gut durchdachten Vorrichtung zum Anbringen auf dem alten Kirschbaum, der vorm Küchenfenster steht. Wir haben die dürren Äste im Herbst gekappt, mit dem Gedanken, dass uns bei den Stürmen nichts um die Ohren fliegt und dass wir dort einen Vogelfutterplatz einrichten können. Den ganzen Dezember stand das Futterhäuschen im Flur, ein bisschen beleidigt und vorwurfsvoll. Aber ich kam einfach nicht dazu: Entweder ertranken wir in den stürmischen Spätherbstregengüssen oder es war dunkel.
In den Weihnachtsferien hatte ich nun die Zeit es anzubringen, auch wenn es nicht ganz so funktioniert hat, da nun alles eisig durchgefroren war, auch der Baumstumpf. Trotzdem steht es jetzt da und erfreut uns und unsere tierischen Gäste...
Bei trockenen minus 12 Grad besuchten uns drei Rehe...
... während sich nun bei Schnee die Vögel verwöhnen lassen.
Vorallem Singvögel, aber auch der eitle Herr Rabe und die Damen Elstern schauen gelegentlich vorbei, allerdings wollen sie sich nicht fotografieren lassen.
Abgesehen davon, dass wir gar keinen Fernseher haben - ganz bewusst - , ist das hier viiel besser, lustiger, spannender und unterhaltsamer. Und ich sitze in der ersten Reihe, auf der Küchenbank :-)
Jeden Tag ist das eine große Freude, aber heute auch meine besondere Sonntagsfreude: Das Futterhäuschen, wie daheim, von daheim, von meinem Papa mit Liebe gebaut, und seine tierischen Gäste.
Ich wünsche Euch einen schönen Wintersonntag!

Samstag, 9. Januar 2016

Meine Strickvorhaben für 2016

Einer meiner Vorsätze für das noch junge Jahr ist wieder mehr zu stricken. Dazu habe ich mir überlegt, dass ich dringend meinen Wollvorrat abbauen muss, denn ich möchte ja auch mal wieder mit gutem Gewissen neue Wolle verspinnen/färben/kaufen. Im Moment ist mein Vorrat unüberschaubar, was auch daran liegt, dass ein Teil jahrelang in Bayern zwischengelagert war und nun in den gesamten Vorrat übergegangen ist. Heute habe ich meinen Vorrat durchgeschaut und vor allem auch die "Leichen im Keller". Mein Strickkalender ist ein Versuch, aber ich werde mich nicht unter Druck setzten. Allerdings hoffe ich, dass er mir einen Rahmen vorgibt, Ansporn und Motivation ist. Vom 15. des Vormonats bis zum 15. des Monats gebe ich mir immer Zeit für ein Projekt. Ich will versuchen, täglich 30 Minuten zu stricken. Größere und kleinere Projekte wechseln sich ab. Für jeden Tag, den ich früher fertig werde, bekomme ich 10 Gramm "Guthaben", das ich für neue Wolle ansparen kann.
Januar: Bis zum 15.1. sollten die Handschuhe für den Mann fertig gestrickt sein.
Februar: Feministinnen-Handschuhe für die Lieblingsschwägerin in rosa und hellgrau; sie hätten schon zum Geburtstag im Dezember 2014 fertig sein sollen, blieben dann aber liegen... Schade. Vielleicht klappt es jetzt als Überraschung, einfach so?
März: DER Pullover für den Mann. Diese Altlast will ich 2016 loswerden.
April: Ein Schal für mich aus Bourette-Seide. Auch diesen stricke ich schon seit mindestens drei Jahren... Seufz!
Mai: Wolle, gekauft auf Öland 2014, für eine Jacke. Nachdem ich bis jetzt mit fast allen Strickjacken für mich unzufrieden bin, will ich mal die Methode versuchen, von oben nach unten zu stricken. (Schwedische Anleitung)
Juni: Wunderschöne Sockenwolle, mit Liebe handgefärbt von einer besonderen Internet-Freundin ;-) Viel zu Schade für Socken, es soll ein Halstuch für mich werden.
Juli: Auch eine Altlast: Ein angefangener Pulli für mich, seit 2012 auf den Nadeln. Ich überlege ihn aufzutrennen und wenn die Maijacke gut wird, ihn auch von oben nach unten zu stricken.
August: Von mir selbst gefärbte Wolle. Ich habe sie 2013 in Bayern mit Birkenblättern gefärbt. Im Finkhof-Katalog gibt es eine Anleitung für ein Sternenmuster. Eine Stola oder eine kleine Decke für die Couch?!
September: Mein letzter Wollkauf für 2015 - ein Knäuel Zauberball. Mir schwebt ein Tuch für mich vor, vielleicht nach einer Anleitung von Martina Behm?!
Oktober: Dieses Projekt ist schon richtig, richtig alt - ich strickte daran im Herbst 2011 in den USA. Puh! Dieses Jahr müssen diese Handschuhe (für meine Mama gedacht) fertig werden!!!
November: Auch ich brauche dringend mehr selbstgestrickte Handschuhe! Diese Wolle war für ein Paar Mumin-Handschuhe gedacht, mal schauen ob es dabei bleibt. Aber Handschuhe werden es.
Dezember: Ich habe den Monat bewusst noch offen gelassen. Es ist noch so lange hin und wer weiß, was bis dahin ansteht: Nochmal Handschuhe oder eine Mütze für den Mann? Ein Weihnachtsgeschenk?
Außerdem habe ich zwei Joker, falls ich zu schnell fertig werde oder nicht weiter komme: Eine schnelle Mütze für den Mann und ein paar Socken für die Lieblingsnichte. Sie hat sich die Wolle selber ausgesucht (unten links).
Alles ausgelegt sieht das so aus:
Jedes Projekt ist mit Anleitung und/oder Notizen in einen Stoffbeutel gewandert. Die Projekte März bis Dezember kommen in den Schrank, Januar und Februar sowie die Joker befinden sich im Strickkorb, der mit mir durchs Haus wandert. Ich bin schon sehr gespannt, wie es klappen wird!
Für 2017 habe ich auch schon eine Idee: Jeden Monat ein Projekt aus einem meiner Strickbücher und Hefte...

Freitag, 8. Januar 2016

Diese kalten Tage

Als wir nach Hause kamen, empfanden wir die Kühle im Haus zunächst nicht als extrem, immerhin war es eisig kalt draußen. Nach nur 5 Minuten wurde uns aber klar: Wir waren in letzter Sekunde heimgekommen! Die Pelletsheizung war (mal wieder) ausgefallen und im Haus hatte es nur noch 3,5°C. Mein Mann widmete sich der Heizung, ich machte Feuer im Kamin und stellte überall Kerzen auf. In der Küche erreichten wir gegen Mitternacht 14 Grad und so schlugen wir unser Nachtlager dort auf. Inzwischen können wir darüber lachen, aber die letzten beiden Tage waren nicht so komisch. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fiel das Außenthermometer auf minus 14 Grad und wir hatten das Gefühl, dass das Haus nie mehr warm wird. Nun ist die Außentemperatur auf einstellige Minusgrade gestiegen und das Haus ist wieder gemütlich und angenehm.
Der Härtetest kam heute - lässt es sich im Allrum aushalten, wo ich meinen Nähtisch habe? Immerhin ist der Raum wie eine große Diele im Obergeschoss. So entschied ich mich für ein kleines Projekt, das so gut zu diesen kalten Tagen passt.
Ein altes Unterhemd für unten drunter...
... farbenfroher Jersey von Lillestoff für obendrüber ...
... und fertig ist die Wärmflaschenhülle. Genäht während der blauen Stunde und die kalten Finger wurden an der warmen Teetasse wieder aufgewärmt :)
Wärmflaschen scheinen in Schweden sehr selten zu sein, diese blaue bekam ich in der Apotheke - und sie ist made in germany ;-)

Mittwoch, 6. Januar 2016

Yarn Along 1/2016: Mittens and a marrying

For the first time I join Ginny's Yarn Along today. I read about the yarn along at Naturmama Caro's blog, she is joining every now and then, and I like the combination of both reading and knitting - it seems to fit me and my interests very well. I am not sure yet wether I'll join weekly or every second week - we will see. However, I am really looking forward the Yarn Along during 2016.

Knitting: I am knitting mittens for my husband. I began in late 2014 an unravelled them several times. Now it seems that I have found the perfect form and size and hopefully the second mitten will be finished soon. Currently we have -12°C (10°F)  and an additional pair of mittens would just be perfect.
I am knittning with a yarn from the Swedish island Öland, parts of the pattern I found in a book about mittens from the Swedish island of Gotland.

Reading: "The Marrying of Chani Kaufman" written by Eva Harris; I am reading the german translation. I got the book at Christmas and as my university class about childrens literature ends soon I am looking forward to read more adult literature again. So far I've read the first pages and I am looking forward to read more soon.

Zum ersten Mal nehme ich heute an Ginnys Yarn Along - Strickkränzchen teil. Ich bin über Naturmama Caros Blog darüber gestolpert, auch sie nimmt immer wieder daran teil und ich finde die Kombination aus Lesen und Stricken so spannend und für mich passend und stimmig. Ob es wöchentlich oder alle vierzehn Tage für mich passt, wird sich zeigen. Ich freue mich jedenfalls auf diese Reihe.

Stricken: Handschuhe für den Mann, die ich schon Ende 2014 begonnen habe und immer wieder aufgetrennt habe. Nun scheine ich die perfekte Form gefunden zu haben und will nun bald auch den zweiten fertig bekommen. Bei -12°C könnten sie gut gebraucht werden.
Die Wolle kommt von der Insel Öland, Teile des Musters habe ich einem Buch über Handschuhmuster auf Gotland entnommen.

Lesen: "Die Hochzeit der Chani Kaufman" von Eve Harris. Ich habe das Buch zu Weihnachten bekommen und nachdem mein Uni-Kurs mit Kinder- und Jugendliteratur nun dem Ende zugeht, freue ich mich auf Erwachsenenliteratur. Ich bin auf den ersten Seiten und es spricht mich bis jetzt sehr an.


Sonntag, 3. Januar 2016

Sonntagsfreude 1/2016: Das Pfefferkuchenhaus

Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine 
Sonntagsfreude sind :)
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Maria, die bei Rita weitergeführt wird


Zuerst war es nur eine verrückte Idee, die dann immer konkreter wurde. Der Einkauf der Zutaten. Und schließlich am vierten Adventswochenende begannen wir... und es dauerte fast zwei Tage bis es fertig war: Unser Häuschen im Maßstab 1:33.
Und heute, zwei Wochen später, werden wir das Häuschen mit der Großfamilie aufessen. Auch eine Sonntagsfreude :-)

Die Schablonen habe ich übrigens aufgehoben. Mein Mann hat die Maße vom Bauplan abgenommen und alles exakt berechnet. Jetzt können wir jedes Weihnachten unser Häuschen backen. Mein Mann hat schon große Pläne, wie wir auch das Hanggrundstück und das halbe Kellergeschoss mit einbacken können...

Es war jedenfalls eine große Sonntagsfreude, da am 4. Advent, mit dem Mann Hand in Hand zu werkeln, der gute Duft, gemeinsame Lösungen zu finden und das Häuschen wieder besser kennen zu lernen.

Habt einen schönen ersten Sonntag im neuen Jahr!

Samstag, 2. Januar 2016

Diese dunklen Tage

Wie sehr habe ich diesen Dezember mit der Dunkelheit in mir, aber auch mit der Dunkelheit um mich herum gekämpft. Vielleicht hat mich erstmals eine echte skandinavische Winterdepression erwischt, vielleicht zu einem Zeitpunkt, an dem mir das Dunkle dunkler erschien als in anderen Jahren. In Göteborg legte sich das Dauergrau wie eine muffige, alte, schwere Decke um mich und Tageslicht erschien mir unvorstellbar weit entfernt. Ich fühlte mich wie von Nebelwatte eingepackt, alles um mich war gedämpft, meine Gefühle, meine Empfindungen und auch meine Antennen für andere waren gestört.
Im Moment ist es immer noch sehr dunkel, in Göteborg geht die Sonne theoretisch erst um 8:55 auf. Nun sind wir bei den Schwiegereltern, noch weiter nördlich, in den Wäldern. Noch immer komme ich morgens kaum aus dem Bett. Aber ich mache einfach Winterschlaf und schlafe so viel, wie mein Körper will.
Manchmal gehe ich hinaus und stapfe durch den knirschenden Schnee, während der Eiswind mich durchpustet. Und der eisige Wind pustet den Nebel weg, der Schnee erhellt die Dunkelheit und ich kann mich selbst wieder sehen.
Ich nehme mir Zeit zum Lesen und Stricken. Ich nehme mir Zeit zum Nichtstun. Ich nehme mir Zeit um Vorhaben gedanklich durchzuspielen. Pläne für das Haus. Pläne für den Garten (viel zu viele...)! Pläne für mehr Lebensqualität und eine bewusste Freizeitgestaltung. Pläne für den Blog.
Was das Häuschen betrifft, so wird das wichtigste sein, die geplante Sickerung zu graben, so dass der Keller trockenen Fußes durch die nächste Herbst-/Wintersturmsaison kommt. Vielleicht noch ein, zwei Zimmer renovieren, aber auf jeden Fall schöne Vorhänge für das Wohnzimmer nähen!
Für den Garten habe ich viele Pläne, bin aber planlos. Wo soll ich nur anfangen?! Es soll ein pflegeleichtes Provisorium sein, in den Ecken, die von den Sickerungsarbeiten nicht betroffen sein werden. Gleichzeitig habe ich so lange auf einen eigenen Garten gewartet, dass ich alles zugleich möchte. Habt ihr Tipps und Ideen?
2016 möchte ich mehr stricken. Meinem Gefühl nach habe ich letztes Jahr zu wenig gestrickt. Ich habe eine Idee entwickelt, ein bisschen inspiriert von Rita hier, aber ich möchte zwölf Projekte aus meinem Wollvorrat verwirklichen. Außerdem möchte damit mindestens zweimal im Monat bei Ginnys Yarn Along mitmachen, von dem ich mir mehrere positive Effekte erhoffe: Zweisprachig zu schreiben, Antrieb zum Stricken und wieder mehr Geschriebenes auf dem Blog, auch über Gelesenes.
Jetzt lasse ich mich vom Schneesturm und der Dunkelheit wieder umfangen, ich werde den PC ausschalten, mich in die Küche an den Ofen setzen, den Gesprächen der Schwiegerfamilie lauschen und stricken oder lesen. Und morgen finde ich hoffentlich den Antrieb und die Energie, bei den Sonntagsfreuden mitzumachen, denn ich hätte schon was Schönes zu zeigen ;-)
Ich wünsche Euch ein gesegnetes Jahr 2016 und freue mich, wenn ihr mich weiterhin hier begleiten mögt.
Barbara