Sonntag, 4. Dezember 2016

Sonntagsfreude 20/2016: Endlich fertig!

Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine 
Sonntagsfreude sind :)
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Maria, die bei Rita weitergeführt wird

Fünf Jahre hat es gedauert - vom ersten Entwurf und dem ersten, rechten Handschuh bis zum zweiten, dem linken Handschuh.
Ich bin sehr froh und erleichtert, dass ich mich doch noch zu einem zweiten Handschuh aufraffen konnte. Allerdings muss jetzt meine Mama, für die ich diese Handschuhe gedacht habe, entscheiden, ob sie sie tragen kann und will. In den letzten fünf Jahren hat sich meine Fertigkeit mit zwei Farben zu stricken doch weiter entwickelt und so ist das Strickbild sehr ungleich und auch die Festigkeit ist recht unterschiedlich.
Das Muster ist mein eigener Entwurf und ich mag ihn immer noch gerne. Hat jemand Lust, dieses unfertige Muster Probe zu stricken, so dass es vielleicht bei Ravelry veröffentlicht werden kann? Gute Kenntnisse im zweifarbigen Stricken sowie Mut zur schonungslosen, konstruktiven Kritik wären toll. Meldet euch gerne per Mail!
Für mich ist jedenfalls die Fertigstellung eine echte Sonntagsfreude: Ein Projekt über Jahre nicht aus den Augen verlieren, die eigene Entwicklung der Fähigkeiten beobachten können und jemand anderem ein paar warme Hände bescheren.

Freitag, 2. Dezember 2016

Schwedisches Wintergebäck (2): Butterkaka mit Safran

Butterkaka ist ein skandinavisches Hefegebäck, bei dem süße Schnecken mit Butter und Marzipan gefüllt, aneinander gesetzt und als ein ganzer Kuchen gebacken werden. Hier kommt eine winterliche Variante mit Safran:
Aus
  • 25 g Hefe
  • 75 g Butter
  • 250 ml Milch
  • 75 g Zucker
  • 0,5 g Safran
  • einer Prise Salz und
  • 450 g Mehl
einen Hefeteig herstellen und gehen lassen.

125 g Marzipanrohmasse reiben und mit ca. 15 g geschmolzener Butter verrühren.

Den Hefeteig zu einem Rechteck ausrollen und mit der Marzipanbuttermasse bestreichen. Aufrollen und in ca. 3 cm dicke Schnecken schneiden, die man in eine gefettete und gemehlte Form stellt.
Den Ofen auf 200°C vorheizen, den Kuchen nochmal gehen lassen.
Man kann den Kuchen mit einem Ei bestreichen und/oder nach dem Backen mit dünnem Zuckerguss.
25 Minuten backen.

Ein schönes zweites Adventswochenende wünsche ich Euch!

Mittwoch, 30. November 2016

Yarn Along 11/2016: One stitch at a time


Knitting: Sockor "Kanelbulle" by Tant Ulltuss
Reading: Leben ist kurz by Jostein Gaarder

Ich habe zum Wochenende hin mit neuen Medikamenten begonnen, deren Nebenwirkungen mich ziemlich aus dem Konzept gebracht haben. Trotzdem kämpfe ich mich durch, denn ganz pragmatisch muss man vielleicht manchmal einsehen, dass es an der Zeit ist, doch auf die Schulmedizin zurück zu greifen. Heute ist der erste Tag, an dem ich einen leichten Aufwärtstrend bemerke. Ich fühle mich wieder in der Lage ein paar Maschen zu stricken und ein paar Seiten zu lesen. 

Freitag, 25. November 2016

Schwedisches Wintergebäck (1): Safranschnitten

Es ist Freitag vorm ersten Advent. Der milde, stürmische Wind von der Nordsee her hat den Winterzauber schon wieder verschwinden lassen und auch so stellt sich das Adventsgefühl noch nicht richtig ein. Und doch werden wir morgen Abend einen Adventskranz binden, (die Zweige sind dieses Jahr schon eingetroffen, nicht so wie letztes Jahr...) zumindest die Küche putzen und aufräumen und einen Leuchtstern aufhängen, der dann abends Licht ins Dunkel bringen wird.
Vielleicht liegt es daran, dass ich immer noch nicht ganz gesund bin und die Genesungsphase länger dauern wird als sonst. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Wohnzimmer, der Flur, das Treppenhaus, das Gartenzimmer (oder auch Salon genannt ;-) ) und der obere Flur voll mit Tapeten, Tapeziertisch, Leitern, Türen, Beschlägen, Balken zum Treppengerüst bauen usw. sind. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir einen Zeitplan in den Kopf gesetzt habe, der nicht realistisch ist, nicht unter den jetzigen Umständen.

Ich atme tief durch und nehme mein Lieblingswinterbackbuch aus dem Regal und blättere darin. Ein einfaches Rezept, für das ich alles zu Hause habe und das ich auch mit begrenzten Kräften schaffe: Safranschnitten. Kurze Zeit später zieht schon der Duft nach Safrangebäck durchs Haus und der Mann staunt nicht schlecht, dass ich zum 3-Uhr-Kaffee (eine schwedische Seniorentradition...) gedeckt habe. Während die Schnitten magisch schnell verschwinden, merke ich, dass sich meine Gedankengänge ändern: Der Advent ist erst der Anfang, der Weg hin zu Weihnachten. Eine Zeit des Vorbereitens. Der Höhepunkt soll das Weihnachtsfest sein und nicht schon der Advent selbst. Ich bemühe mich um Gelassenheit und versuche meine Ansprüche und Ziele zu ändern.
Es ist gut genug, wenn wir bis Weihnachten mit dem Treppenhaus fertig werden. Es ist gut genug, wenn ich nach und nach die Zimmer putze und dekoriere. Es ist auch gut genug, wenn ich einfaches Gebäck backe und mir auch Gedanken über die Adventszeit als Fastenzeit mache. Es ist gut so wie es ist.
Rezept für ca 30-40 Safranschnitten:

1/2 Gramm Safran mit 1 EL Zucker und 1 EL Milch oder Sahne gut verrühren/auflösen.

60 g Zucker und 100 g Butter gut verrühren.

180 g Mehl und die Safranmilch unterkneten. Den Teil kühl ein paar Stunden ruhen lassen.

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen.

Den Teig zu zwei dickeren Rollen in der Länge des Bleches (ca 30-35 cm) formen und plattdrücken. In der Mitte mit einem Kochlöffelstiel oder Essstäbchen eine Vertiefung gut eindrücken.

10-12 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Ca. 100 g Schokolade (im Original ist Zartbitter vorgeschlagen, ich hatte noch Milchschokoladenreste) im Wasserbad schmelzen und in die Vertiefung gießen. Etwas festwerden lassen. Die platten Rollen dann in Schnitten schneiden, ca. 1,5 cm breit.

Die Schnitten lassen sich in einer Blechdose gut ein paar Wochen aufheben.

Ich wünsche Euch ein schönes erstes Adventswochenende!

Donnerstag, 24. November 2016

Väterchen Frost

... war hier und hat über Nacht alles mit Kristallzuckerzaubersternenglitzerstaub bestäubt!

Mittwoch, 23. November 2016

Die Gewinnerin ist...

Als ich mir über die Bingo-Prämie anfing Gedanken zu machen, kam ich zufällig bei LoopLondon vorbei, die fantastische Projektbeutel anbieten. Dieses Häuschen ging mir nicht mehr aus dem Kopf - aber es müsste natürlich rot sein... Also habe ich angefangen, aus Radiergummis entsprechende Stempel zu schnitzen und selbst mein rotes Häuschen im Winterwald zu drucken.
Herausgekommen ist ein Projektbeutel, den man mit einer Kordel zusammenziehen und zubinden kann.
Und gefüllt ist der Beutel auch schon: Mit winterblauer Islandwolle, passenden Rundnadeln, einem Notizheft für wilde Ideen ;-), meinem Bio-Lieblingsschwarztee mit Brombeeren und Sanddorn (!), etwas Schoki und Safran für adventliches Backen im Schwedenstil (mehr Rezepte kommen bald...).
Eigentlich hätte ich gerne einer jeden von Euch so einen Beutel geschickt, aber die Portokosten und anderes erlauben nur eine Gewinnerin. Viele Lose sind in den Lostopf gewandert, dabei kamen 13 Lose allein von drei Personen!
Und - tatatataaaaa -







der Projektbeutel geht an KERSTIN! Herzlichen Glückwunsch!
Ich musste aber einfach noch zwei Trostpreise stiften: Je ein Postkartenset mit meinen Fotos von 60°Nord und ein bisschen Tee. Die gehen an Wane und Elke!
Liebe Kerstin, liebe Wane, liebe Elke! Bitte schreibt mir ganz bald eure Postadressen per email (nicht in den Kommentaren!), so dass ich euch die Preise zuschicken kann.

Und als kleiner Trost und weil von so vielen gewünscht kommt hier eine Vorlage für ein Winterhandarbeitsbingo :-)
Ich werde aber keine große Aktion daraus machen, dafür fehlt mir einfach die Zeit. Ich lasse es als offenes, gemeinsames Werkeln bis zum 2. Februar laufen und dann werde ich zu einer Zusammenschau einladen.

Ich danke Euch allen fürs Mitmachen, für diese tolle Gemeinschaftserfahrung im www, die Inspiration und eure netten Kommentare. Schön wars :-)

Dienstag, 22. November 2016

Nachlese 2: Himmeli

Beim HerbstHandarbeitsbingo gab es zwei Felder für die ich Großes vorhatte: Einen Quilt nähen, ein Täschchen mit der Sashiko-Technik besticken, eine Jacke ganz rund stricken und dann aufschneiden und anderes...
"Eine neue Technik ausprobieren" und "Ungewöhnliches Material verwenden" setzte so wilde Gedanken in Gang, dass ich verblüfft war, als ich mich eines Tages Anfang November am Küchentisch wiederfand, einfach nur mit einem Buch, frisch übersetzt aus dem Finnischen, und Kunststofftrinkhalmen...
Himmeli nennt man die filigranen Gebilde in Finnland, oro (Unruhe) in Schweden, da sie sich in der aufsteigenden Luft immer etwas bewegen. So manche Skansenbesucherin hat sie vielleicht schon mal gesehen. Ursprünglich aus Roggenhalmen gemacht, mit Fäden nach einem bestimmten Schema zusammengehalten, werden die komplexesten geometrischen Skulpturen geschaffen, die auch eine gewisse Schutz- und Segenssymbolik haben.
Langes Roggenstroh ist heutzutage Mangelware und nur über Umwege und Fachversand zu erhalten und ich wollte es "einfach" nur mal ausprobieren. Bis jetzt sind ein Stern und drei der Platonschen Körper entstanden und alle werde ich mit in die Schule nehmen, zum Geometrie-Unterricht. Da Kunststofftrinkhalme auch nicht so teuer sind, habe ich überlegt, mit den Kindern einfache Oktaeder aus Glitzerstrohhalmen zu basteln, die wir auf dem Weihnachtsmarkt als Christbaumschmuck verkaufen könnten.
Ich bin jedenfalls völlig begeistert und auch infiziert: Die geometrischen Strukturen (das schlägt das Mathelehrerinnenherz höher!), die Einfachheit und auch die Ruhe, die vom Schaffensprozess sowie vom sich sanft bewegenden Himmeli ausgeht. Ich habe noch große Pläne für die Vorweihnachtszeit, ich habe mir Naturmaterial (aber immer noch kein Roggenstroh) beschafft und so manche liebe Menschen werden dieses Jahr himmelilisch beschenkt werden.