Donnerstag, 7. Dezember 2017

Besonderes Mehl

Mein Mann kommt ja aus dem Värmland, jener waldreichen Region an der Grenze zu Norwegen, die auch die Heimat von Selma Lagerlöf war. Damals wie heute zieht die Region rund um Arvika vor allem Künstler an und auch der Großvater meines Mannes kam damals deswegen dorthin.
Der Kerzenständer, der sog. Taserudsstake, ist ein echtes värmländisches Original, das noch heute in und um Arvika hergestellt wird. Eine andere värmländische Besonderheit ist das Skrädmjöl, das in der Mühle Stöpafors kvarn gemahlen wird. Das Besondere an diesem Hafermehl ist die Tatsache, dass der Hafer zuerst geröstet wird, bevor er vermahlen wird.
Das skrädmjöl duftet ganz herrlich nach geröstetem Hafer und unterscheidet sich auch in der Farbe deutlich vom Weizenmehl.
Neulich habe ich diese leckeren Kekse gebacken und ich möchte hier das Rezept mit euch teilen:
  • 2 dl Skrädmjöl/Hafermehl
  • 1 1/2 dl Weizenmehl
  • 1 dl Zucker
  • 125 g Butter
  • einige Löffel Marmelade, z.B. Preiselbeer oder Johannisbeere
Aus Mehl, Zucker und Butter einen Mürbteig herstellen und zu Rollen geformt im Kühlschrank eine halbe Stunde ruhen lassen.
Vom Teig Scheiben abschneiden, eine Vertiefung eindrücken und mit einem Klecks Marmelade füllen.
Im vorgeheizten Ofen bei 200°C etwa eine Viertel Stunde backen. In einer Blechdose aufbewahren.

Montag, 4. Dezember 2017

Licht im Dunkeln: Sofiero

Vor ein paar Wochen haben wir das Schlösschen Sofiero (sprich: Sofi-e-ruh, also Sofienruhe) bei Helsingborg besucht. Der Schlosspark war mit verschiedenen Lichtinstallationen ausgeleuchtet und es war ganz zauberhaft, dort herum zu spazieren. Allerdings war es auch recht speziell, einen Ort im Dunkeln zu besuchen, den man noch nie bei Tageslicht gesehen hat. Aber das werden wir nachholen, denn die kleine Schlossgärtnerei muss ich unbedingt mal wieder besuchen...

Samstag, 2. Dezember 2017

Die Gewinnerinnen sind...

Herzlichen Glückwunsch! Bitte kontaktiert mich per mail (siehe Kontakt) und schreibt mir Eure Adressen, dann machen sich die Preise bald auf dem Weg zu Euch.

Bedanken möchte ich mich bei allen, die mitgemacht haben, für die netten Kommentare und Rückmeldungen. Und ja, es gibt wohl auch ein HerbstHandarbeitsbingo 2018 :-)

Mittwoch, 29. November 2017

Bingobeiträge per Email



Vorab erstmal viiielen herzlichen Dank für Eure netten Kommentare zum Handarbeitsbingo! Das hat mir ehrlich gesagt sehr gut getan.

Per E-mail haben mich zwei Beiträge erreicht, die ich Euch heute zeigen möchte, bevor alle Lose in den Topf hüpfen und die Gewinnerinnen gezogen werden.

Mareike hat mir geschrieben und jedes Projekt ganz liebevoll und detailiert beschrieben. Besonders beeindruckt hat mich, dass erst seit ein paar Monaten eine Nähmaschine hat und doch schon so viel damit geschaffen hat. Zu dem originellen Tiger hat sie geschrieben:


"Ein Tigerfell für liebe Freunde, die zusammen ihren "90. Geburtstag" feierten. Das Tigerfell musste her, denn die Referenz zu "Dinner for One oder der 90. Geburtstag" konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen. Wir haben ihn aus einem Frottee-Bettlaken ausgeschnitten, ich habe ihn rundherum gesäumt und die Ohren genäht, die mit Pfeifenreiniger stabilisert sind. Meine Freundin hat die Streifen auf das Fell aufgemalt; der Kopf ist aus halben Styroporkugeln gebastelt. Eigentlich wollten wir den Kopf aus einem mit Papier beklebten Luftballon machen, aber der ist nicht schnell genug getrocknet und leider verschimmelt. Ich finde, mit Plan B sieht es auch super aus. Die Augen und die Idee, den Umschlag mit unserem Geschenk in den Mund zu tun, kam von den Kindern meiner Freundin. Sie haben kräftig mitgeholfen. Mein Mann hat uns alle mit Tee und Schokolade versorgt und kam dann auf die Idee, dass wir die Schnurrbarthaare noch aus den kleinen Drahtstreifen basteln können, mit denen man sonst Frischhaltetüten verschließt. Echte Teamarbeit." Andere Bekannte haben den Butler beigesteuert, der über den Tiger stolpern kann. Ist das nicht originell?! :-)

Desweiteren entstanden schicke Damenbekleidung, ein Yogakissen, Topflappen und sogar T-Shirts für den Mann! Ich finde ja sowieso, dass Männer mehr benäht werden sollen!  Außerdem enstand noch ein sehr toller Türstopper (gehäkelt) und geflickt wurde auch noch.

Zuletzt wurde noch ein besticktes Lesezeichen begonnen und damit hat Mareike sich 3 Lose erarbeitet, die nun in den Lostopf wandern.




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Von Beate aus Österreich kam dieses schöne Sammelfoto, das jeden Novemberblues vertreibt.




Dazu schreibt sie selbst:

"Ein Gruppenbild meiner Werke:
mit anderen gemeinsam kreativ sein - das Mädchen mit dem Leiterwagen wurde gemeinsam mit 2 weiteren Figuren in einem Bibelfigurenkurst genäht
ich habe am Martinstag gehandarbeitet
und ich habe dabei heiße Schokolade getrunken (Trinkschokolade im Leiterwagen)
ein UFO beenden - der Engel (der Engel stammt schon aus dem letzten Bibelfigurenkurs und wurde heuer mit einem neuen Seidenkleid! ausgestattet und fertig gestellt)
etwas für die Wohnung handarbeiten und
ein großes Projekt in Angriff nehmen – der bunte Stoff (ich habe 7 m Stoff zu 3 Vorhängen als Raumteiler verarbeitet)
etwas reparieren oder flicken – nun hat die Tasche des Mantels kein Loch mehr und die Strumpfhose ist auch wieder fit.
etwas für einen lieben Menschen machen,
Reste verarbeiten,
Zopfmuster stricken - die bunte Weste im Hintergrund (die Weste entstand aus Resten – jede Farbe ein anderes Muster, meine Tochter wartet schon darauf und als Erinnerung an das Handarbeitsbingo habe ich die Knopfleiste mit Zopfmuster gestrickt)"



Und mit diesen schönen Dingen hat sich Beate ein Los erarbeitet!

So, und nun liegen hier nun 73 (!!!) Lose von 25 Teilnehmerinnen und warten auf die Ziehung durch den Unbestechlichen (meinen Mann), da ich eigentlich so gerne jede von Euch belohnen würde. Man darf gespannt sein und ich werde das Ergebnis bald bekanntgeben!

Samstag, 25. November 2017

Handarbeitsbingo - Finalwochenende!

Ich muss gestehen, die letzten Wochen hat mich das Handarbeitsbingo sehr gestresst. Fast täglich bin ich am PC vorbei gegangen und hatte ein schlechtes Gewissen. Ein schlechtes Gewissen Euch gegenüber, die mit Begeisterung, Leidenschaft und viel Kreativität mitgemacht haben. In den kommenden Wochen werde ich in mich gehen müssen und überlegen, wie es hier weitergehen soll.

Aber jetzt ist das Finalwochenende und zumindest die Preise sind fertig:
Der 3. Preis ist ein Postkartenset mit 3 Motiven, die ich selbst fotografiert und drucken lassen habe.
Der 2. Preis ist ebenfalls ein Postkartenset und dazu noch eine Tafel Bio-Schokolade.
Der große, blaue Hauptgewinn besteht aus einer Tafel Bio-Schokolade, einem Samentütchen, einem Knäuel Sockenwolle (die Original-Banderolle befindet sich unter dem schönen Papier) sowie einem Projekttäschchen, das ich selbst genäht habe.
Bis morgen Abend habt ihr nun Zeit mir Eure Beiträge zukommen zu lassen.

Möglichkeit A (ohne Blogg): Eine Email mit Fotos (bitte unbedingt verkleinern) schicken und die
                                                Anzahl der Lose in den Text schreiben. Bitte bis spätestens 20 Uhr!

Möglichkeit B (mit Blogg):  Bis Mitternacht morgen abend...
                                              1. Einen Kommentar unter diesem Eintrag hinterlassen.
                                              2. Der Kommentar sollte Folgendes enthalten:
                                                     - einen Link zu eurem Abschlussbeitrag
                                                     - die Anzahl der Lose, die ihr erarbeitet habt (Bingoreihen)

Anfang nächster Woche werde ich die Beiträge, die per mail eingegangen sind, zeigen und alle Lose zusammenstellen. Ende nächster Woche gebe ich die Gewinnerinnen bekannt und spätestens am Barbara-Tag werden sich die Gewinne auf den Weg zu Euch machen.







Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und viel Freude bei unserer Zusammenschau! 
 

Samstag, 4. November 2017

Weihnachtswichtelwerkstatt (1)

Mein Patenkind in Desden soll dieses Jahr von mir eine Babypuppe bekommen. Babys im Bekanntenkreis, der Wunsch nach einem Geschwisterchen und auch das richtige Alter für Rollenspiele aller Art haben dazu beigetragen, dass der Wunsch an den Tomte mit seinen Wichteln in Schweden gerichtet wurde.
Tja, nun ist das mit dem Tomte und den Wichteln am Polarkreis auch nicht mehr so wie früher und die Patin muss selbst mit anpacken. Nach langem Hin und Her habe ich mich für eine Kunststoffbabypuppe entschieden, die auch so manches Bad (mein Patenkind liebt baden 😉) und eincremen usw. mitmacht.
Als dann die Puppe ankam, hatte ich ein gutes Gefühl, dass ich mich vom Puppentyp, Gesicht und Ausführung her richtig entschieden hatte. Aber das Zubehör!!! In der Puppenverpackung war eine kleine Ausstattung dabei, die man an Rosa und Glitzer kaum überbieten konnte. Nun finde ich aber, dass mein Patenkind selbst entscheiden können soll, ob das Baby ein Junge oder ein Mädchen sein soll und egal wie und ob eine Entscheidung getroffen wird, soll die Garderobe kindgerecht, nachhaltig und neutral sein.
Nun habe ich also die Herbstferien genutzt, um die Weihnachtswichtelwerkstatt zu eröffnen. Mit einigen Folgen Strickpodcast (Fruity Knitting 💚) zur Unterhaltung im stillen Haus habe ich ein Windelset genäht. In Deutschland habe ich mir das Büchlein "Puppenkleidung nähen aus Jersey" bestellt und ich bin mehr als begeistert. Ich werde einmal das Büchlein durchnähen und dann hat das Baby eine gute Grundausstattung.
Das Beste aber ist: Ich kann eine Unmenge an Stoffresten verwenden, die ich bis jetzt immer aufgehoben habe, da sie zu klein für anderes waren. Und eine Menge Klettverschluss wird gebraucht. Perfekt für ein Kreuzchen beim Handarbeitsbingo.
Uups, hier ist schon ein kleines Malheur passiert 😅
Überhaupt habe ich das Gefühl, dass dieses Jahr das Jahr der Puppenkleidung ist. Mein anderes Patenkind in der Schweiz bekam schon letztes Weihnachten eine Puppe von mir (die Mama hätte ihr mit knapp 3 Jahren schon eine Barbie gekauft - hu...) und dazu eine Sommergarderobe, die ich demnächst hier noch nachträglich zeigen werde. Aber auch da wäre eine kleine Winterergänzung von Nöten.
Ich werde heute Abend auf jeden Fall mal Grütze rausstellen, vielleicht kommen ja dann doch ein paar Wichtel vorbei und helfen mir 😉

Freitag, 3. November 2017

Schwedischer Schokoladenkuchen

Der kladdkaka in Schweden ist berühmt und berüchtigt. Nichts für Leute mit Diätvorhaben oder Zuckerphobie. Am Besten wird er noch lauwarm gegessen, mit Sahne oder Vanilleeis und mit einem weichen Kern.
Das Ganze ist mir dann doch zu mächtig und so habe ich nach alternativen Rezepten gesucht. Mit Orangenschale im Teig dann doch etwas frischer, den Zucker reduzieren und mit leckeren Nüssen als Deko, befand ich dieses Rezept hier für sehr gut und teile es gerne mit Euch (Achtung! Es ist immer noch recht gehaltvoll, aber leider auch sehr gut!):
200 g Butter schmelzen und darin 200 g Vollmilchschokolade zergehen lassen.
In einer anderen Schüssel 100 g Zucker mit 3 Eiern verschlagen und nach und nach die Schokobutter unterrühren.
Schließlich die Schale von 2 Bio-Orangen sowie 150 g Mehl zugeben. Im Originalrezept nicht vorgesehen, gebe ich doch immer einen halben TL Backpulver zu, damit der Kuchen nicht ganz so klebrig ("kladdig") und zusammengesunken wird.
In einer gut gefetteten bzw. mit Backpapier ausgekleideten Form ca. 20 Minuten bei 200°C im Ofen backen.
Mit etwas Schokolade (im Original doch noch mal 150 g, hier von mir nur 25 g!) und Pekannüssen verzieren. Schmeckt sehr gut zu etwas "Bitterem" wie starkem Kaffee oder starkem schwarzen Tee.