Dieser März ist kein leichter Monat. Viele Jahre Kinderwunsch sind inzwischen ins Land gegangen und haben ihre Spuren hinterlassen. Die Zeit heilt viele Wunden, aber nicht alle. An manchen Tagen fühle ich mich unschlagbar, könnte Bäume ausreissen, Berge versetzen. An anderen Tagen liege ich auf dem Sofa, beobachte die Vögel ohne sie wirklich zu beobachten. Manchmal schlafe ich kaum vier Stunden, andere Nächte schlafe ich neun Stunden am Stück. Bisweilen stricke ich 20 Runden am Tag, bisweilen rühre ich das Strickzeug drei Tage nicht an. Auf und ab. Auf und an. Ebbe und Flut.
An manchen Tagen scheint die Sonne und lässt uns den Frühling erahnen, kurz darauf schickt uns Väterchen Frost noch einmal einen Schneetag. Manchmal könnte man es schon ein Weilchen auf der Terasse im Windschatten aushalten, manchmal reißt einem der Wind fast die Mütze vom Kopf. Von Zeit zu Zeit weiß ich unendlich viel, was ich am Blog schreiben könnte und möchte, dann wieder fehlen mir die Worte.
Es geht mir nicht immer gut, seelisch und körperlich. Aber ich habe es gut, sehr gut sogar. Ich wohne in einem Haus, das mein Zuhause geworden ist. Ich freue mich über mein Gärtchen, das ich dieses Jahr erweitern werde. Ich genieße die Stunden mit dem Mann im Freien und folge mit den Augen den Singschwänen, die dieses Jahr schon zwei Tage früher als letztes Jahr hier vorbeiziehen. Ich habe gutes Essen und eine erfüllende Arbeit.
Es geht mir nicht immer gut, aber ich habe es gut.


Liebe Barbara,
AntwortenLöschendu hast es gut, du hast liebe Freundinnen, die ganz fest an dich denken - auch wenn sie soooo weit weg wohnen! ;-)
Allerliebste Grüße, Karin
Liebe Barbara,
AntwortenLöschenich drück Dich ganz fest! Den Text hast Du sehr schön geschrieben! Du hast das Talent, Gefühle und Stimmungen sehr gut in Worte zu fassen!
Liebe Grüße,
Gesa
Genau so, wie das Leben ist... Vieles davon kenne ich auch, und besonders auch, dass eben nicht immer alles gleich ist, dass es Hochs und Tiefs gibt. Fühl Dich gedrückt unbekanntermassen - zum Trost und zum mitfreuen. Liebe Grüsse, Miuh
AntwortenLöschenLiebe Barbara, ich habe schon die ganze Zeit an dich gedacht und eigentlich habe ich gewußt, daß es dir nicht gut geht. Laß` dich ganz festdrücken von mir und deiner ganzen Fangemeinde. Es ist ja schon gut, wenn du drüber schreiben bzw. auch reden kannst. Du bist ja so eine einfühlsame Erzählerin, dass du vielleicht auch Essays mit Lebensgeschichten schreiben könntest. Ich wünsche dir alles Gute und schließe mit einem irischen Segenswunsch: Wo immer das Glück sich aufhält, hoffe, ebenfalls dort zu sein. Wo immer jemand freundlich lächelt, hoffe, dass sein Lächeln dir gilt. Wo immer die Sonne aus den Wolken hervorbricht, hoffe, dass sie besonders für dich scheint. Damit jeder Tag deines Lebens so hell wie nur möglich sei.
AntwortenLöschenHerzliche Grüße
Wane
Liebe Barbara, mit deinen Worten gibst du mir Kraft und Trost in meiner eigenen Krise. Danke dafür, dass du es mir bewusst gemacht hast. Es geht mir nicht gut, aber ich habe es gut.
AntwortenLöschenIch verstehe dich sehr gut,bei mir geht es auch auf und ab und im Moment mehr ab wie auf .Du hast Recht es geht mir gut.Sei ganz liebevoll umarmt und schicke dir viele positiven Gedanken.Liebe Grüße Elke
AntwortenLöschenDanke für diese Sicht der Dinge.
AntwortenLöschenAlles Gute, Slo
Liebe Barbara,
AntwortenLöschenjetzt habe ich tagelang überlegt ob ich hier so ganz öffentlich etwas dazu schreiben soll.
Wie Dir und manch anderer Leserin hier geht es auch mir im Moment nicht gut, seelisch zumindest. Denn eigentlich habe auch ich es gut, wenn ich meine Sicht auf die Dinge verändere:Ich bin gesund, kann mir meinen Tag frei einteilen, mein Kind geht gerne zur Schule (2. Klasse) und ist Klassenbeste, MUSS nicht Berufstätig sein, habe ein eigenes Auto und so manches mehr. Von März an bis in den Spätherbst hinein platzt so manche Wunde oder auch mehrere wieder auf.Es betrifft meinen Mann, der so oft so verletzende Fehler begangen hat, über das ich einfach nicht hinweg komme und die in diesen Monaten passiert sind. Ich könnte mich von ihm trennen und dann?
Meine Tochter bekommt von alldem nichts mit, wie ich auch von ihrer Lehrerin weiß. Darüber bin ich sehr froh!
Danke für diesen Beitrag, liebe Barbara.
Liebe Barbara,
AntwortenLöschenseit ich das erste mal hier auf Deinem Blog gelesen habe, gehst Du mir nicht mehr aus dem Kopf! Du bist eine sooooo liebe einfühlsame Frau und was gäbe ich darum Dir mit einem Rat zu helfen...Alleine ich weiß mir keinen wirklich hilfreichen Rat...
Aber aus Deiner Erkenntnis: "Nicht immer geht es mir gut, aber ich habe es gut." darf auch ich wieder etwas lernen, oder besser, ich werde wieder richtiger denken! Denn dieser Satz trifft gerade im Moment sooo sehr zu und manchmal ergebe ich mich dann einem gewissen Selbstmitleid, statt zu sehen, wie gut es mir trotz aller Unbill doch geht!!! Danke für´s
"Kopfzurechtsetzen"!
Und jetzt fühle Du Dich ganz herzlich von mir gedrückt!
Alles Liebe
Heidi
Hej barbara,
AntwortenLöschenbin durch Zufall über deinen blog gestolpert :0) was soll man sagen? Krisen sind dazu da um sie zu meistern :0) jeder hat ja irgendwie sein Päckchen zu tragen... da kann man schlecht gute Ratschläge geben, man hat das problem selbst ja nicht. Trotzdem hoffe ich, das du irgendwie deinen weg findest. wir waren die letzten drei jahre im sommer in schweden, die schönste zeit überhaupt :0) ich liebe das land und meine arbeitskollegin ist auch schwedin... wir sind selbst in Dänemark gelandet, plattes Land und Meer eben :0) schön, bei Dir zu lesen, ich werd mich mal ein wenig umschauen... wie sagte doch peter pan: denk glückliche Gedanken! ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)
Mit einem wachen Blick gehst du durch deinen Tag und dafür bewundere ich dich immer wieder. Schön, dass du so gute Worte findest - ich hoffe, ich kann mich daran erinnern, wenn ich sie selbst mal wieder brauche und nicht die richtigen finde ....
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