... kamen hier an und haben mir mein Wochenende (das zum Glück ja noch mehr als 12 Stunden dauert) verschönert. Denn im Moment geht alles etwas langsamer hier. Wir kuscheln uns ein und ziehen uns zurück. Das sonnige Wetter wurde von Dauergrau abgelöst. Nur noch eine Woche, dann wird der Mann wieder auf der anderen Seite des Atlantiks sein. Puh, wenn das endlich vorbei ist. Deshalb nehmen wir uns die Zeit für uns. Sagen Verabredungen ab. Sitzen mit Tee auf dem Kanapee und träumen ein bisschen von der Zukunft. Von der nahen Zukunft mit Frühling, mehr Sonne, mehr Zeit für uns und ohne Fernbeziehung. Von der ferneren Zukunft, in der es ein Häuschen mit Garten geben soll. Mehr Selbstversorgung usw. Da kamen die Grünen Grüße (von Mama) gerade recht: Grünzeug für den Küchen-Fensterbank-Anbau und grüne Lektüre und Inspiration für die eigenen Quadratmeter Grünfläche. Grüße von einem lieben Menschen und Träume mit einem lieben Menschen - meine Sonntagsfreude.
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Frau Kreativberg. Auf der neuen Liste gibt es noch mehr Sonntagsfreuden.
Sonntag, 27. Januar 2013
Mittwoch, 23. Januar 2013
Licht im Dunkeln - die zunehmende Kraft der Sonne
Ach, nun merkt man es wirklich: Die Bahn der Sonne wird länger und höher und an den sehr kalten (-13°C tagsüber) klaren Tagen merkt man, wie sie immer stärker scheint. Eine echte Wohltat!
Man glaubt gar nicht, wie gut das tut, wenn man das Haus mit dem Sonnenaufgang verlassen und mit dem Sonnenuntergang wieder nach Hause kommen kann. Jetzt, wo sie mir wieder ins Gesicht scheint, merke ich erst, wie sehr ich die Sonne mit ihrem Licht während der letzten zwei Monate vermisst habe. In ein paar Tagen werden wir wieder 7 Stunden und 30 Minuten Sonnenlicht haben (sofern sie dann scheinen mag). Hurra!
Und das war sogar einen Zeitungsartikel heute wert...
Man glaubt gar nicht, wie gut das tut, wenn man das Haus mit dem Sonnenaufgang verlassen und mit dem Sonnenuntergang wieder nach Hause kommen kann. Jetzt, wo sie mir wieder ins Gesicht scheint, merke ich erst, wie sehr ich die Sonne mit ihrem Licht während der letzten zwei Monate vermisst habe. In ein paar Tagen werden wir wieder 7 Stunden und 30 Minuten Sonnenlicht haben (sofern sie dann scheinen mag). Hurra!
Und das war sogar einen Zeitungsartikel heute wert...
| Helleren Zeit entgegen [DN, 23.01.2013] |
Dienstag, 22. Januar 2013
TisdagsTutorial: Glücksohrringe (Inspiration)
Wie es der Titel schon ankündigt, handelt es sich bei heutigen TisdagsTutorial mehr um eine Bilderserie, die Euch inspirieren kann und soll, aber ich habe nicht die Zeit (und die Muße fehlt leider auch), eine Schritt-für-Schritt-Erklärung zu schreiben. Ich denke aber, dass man auf den Fotos das wichtigste erkennen kann. Ich habe bis auf den Stiel (der wurde nassgefilzt) alles trocken mit der Nadel gefilzt und dann den Pilz noch einmal um den Draht für die Ohrringe gefilzt (auch mit der Nadel), so dass alles hält. Ein Geschenk für Prüfungsschreiber, Das-Neue-Jahr-Begrüßer und alle, die einfach ein bisschen Glück brauchen. :)
Montag, 21. Januar 2013
Wandertagebuch: Es geht wieder weiter...
... auf dem Weg, der als Ziel die schwedische Lehrerzulassung hat. Heute begann hier das Frühlingssemester, auch wenn das Wetter alles andere vermuten lässt.
Wir sind nun nur noch zu viert aus der Gruppe der ausländischen Lehrer und studieren nun zusammen mit 'normalen' schwedischen Lehramtsstudenten. Da kommt man sich inzwischen ganz schön alt vor, wenn man sich deren Jahrgänge anschaut... Heute war erstmal ein Info-Treffen mit sehr vielen Informationen und sehr vielen Fragen. Auf jeden Fall wird es intensiv mit drei bis vier Tagen mit Veranstaltungen an der Uni.
Einerseits bin ich über die Intensität sehr froh, denn man merkt, dass es vorwärts geht. Andererseits habe ich ein bisschenAngst Respekt vor dem Literaturkörper, durch den wir uns lesen müssen. Die Literatur besteht sowohl aus schwedischen und englischen Texten und da wird meine Zwei- bzw. Dreisprachigkeit voll gefordert. Meine Zeit in den USA wirkt sich nun hoffentlich positiv aus. Aber ein bisschen Babylon ist da manchmal schon in meinem Kopf... Ich werde mich einfach gut organisieren müssen und mich dann Stück für Stück durch den Bücherberg arbeiten. Es ist ja schließlich nicht mein erstes Studium ;)
Nun bin ich einfach gespannt, auf das, was da kommt und ich freue mich, dass ich wieder auf dem Weg unterwegs bin, der mich näher an mein oben genanntes Ziel bringen wird. Morgen beginnt der 1. Teilkurs für dieses Semester (in Schweden sind die Kurse blockweise gestaltet während man ja an den deutschen Unis das Meiste parallel studiert), nämlich Religionswissenschaften und Ethik für den Unterricht in der Mittelstufe der Grundschule.
Vermutlich wird es hier nun auch etwas ruhiger, weil ich eben erst meinen neuen Semesteralltag finden muss. Aber ich halte Euch auf dem Laufenden, wie mein Weg bzgl. der Weiterbildung weiter geht!
Wir sind nun nur noch zu viert aus der Gruppe der ausländischen Lehrer und studieren nun zusammen mit 'normalen' schwedischen Lehramtsstudenten. Da kommt man sich inzwischen ganz schön alt vor, wenn man sich deren Jahrgänge anschaut... Heute war erstmal ein Info-Treffen mit sehr vielen Informationen und sehr vielen Fragen. Auf jeden Fall wird es intensiv mit drei bis vier Tagen mit Veranstaltungen an der Uni.
Einerseits bin ich über die Intensität sehr froh, denn man merkt, dass es vorwärts geht. Andererseits habe ich ein bisschen
| Tulpen zum Frühlingssemester-Anfang |
Vermutlich wird es hier nun auch etwas ruhiger, weil ich eben erst meinen neuen Semesteralltag finden muss. Aber ich halte Euch auf dem Laufenden, wie mein Weg bzgl. der Weiterbildung weiter geht!
Sonntag, 20. Januar 2013
Sonntagsfreude: Zwei Bretter und Schnee
Wie ich es ja schon angekündigt habe, stand dieses Wochenende ganz im Zeichen von zwei Brettern, tollem Schnee und Sonnenschein. Wir sind jeden Tag mehrere Kilometer gelaufen und nun fühle ich mich angenehm erschöpft und bereit für die neue Woche, die wieder mehr sitzende Aktivitäten verlangen wird (der zweite Teil der Weiterbildung beginnt)... Heute haben wir zudem das Langlaufen mit einem Besuch bei lieben Freunden verbunden und noch gemütlich zusammen zu Abend gegessen. Und auch eine richtige Sonntagsfreude - zufällig auf den x Kilometern Loipe trafen wir meine Schwägerin mit allen Kindern - entweder schon selber auf Skiern oder in der Kraxe. Das war wirklich nett!
Gestern war es allerdings fast zu kalt, denn wir hatten tagsüber einen (neuen) Kälterekord von -16°C und da hat die Kälte ganz schön im Gesicht gezwickt. Aber wenn man sich bewegt, geht das schon und die Luft war so klar und so frisch. Und es gab eine fantastische blaue Stunde, wirklich eine Stunde lang bis 16:20 Uhr...
Ich wünsche Euch eine guten Start in die neue Woche!
Gestern war es allerdings fast zu kalt, denn wir hatten tagsüber einen (neuen) Kälterekord von -16°C und da hat die Kälte ganz schön im Gesicht gezwickt. Aber wenn man sich bewegt, geht das schon und die Luft war so klar und so frisch. Und es gab eine fantastische blaue Stunde, wirklich eine Stunde lang bis 16:20 Uhr...
Ich wünsche Euch eine guten Start in die neue Woche!
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Frau Kreativberg. Auf der neuen Liste gibt es noch mehr Sonntagsfreuden.
Freitag, 18. Januar 2013
Die schwedische Hausfrau...
... bügelt keine Hemden, sondern Ski! :)
Bin dann mal weg, aber zur Sonntagsfreude (vermutlich was mit Ski und Schnee...) bin ich zurück hier. Habt ein schönes Wochenende!
Bin dann mal weg, aber zur Sonntagsfreude (vermutlich was mit Ski und Schnee...) bin ich zurück hier. Habt ein schönes Wochenende!
Donnerstag, 17. Januar 2013
Landskapsrätt: Halstrad Norrbottens Sik med Löjromsås
Ich freue mich, das Landschaftsgericht Nr. 3 aus dem hohen Norden zu präsentieren:
Dabei war es gar nicht so einfach die sehr regionalen Zutaten, typisch für die Norrbotten-Region, zu bekommen. Als Fisch wird für das Gericht 'sik' vorgeschlagen, eine Art Lachsfisch. Als Alternative bekam ich Fjällröding, eine Art Saibling, ebenfalls lachsfischartig, und das war preislich günstiger und geschmacklich sehr, sehr überzeugend.
Eine zweite Zutat, die nicht leicht zu bekommen war, war für die Soße bestimmt. Aus einer Untergattung/verwandten Art (??? - ich bin auch keine Expertin und das Wörterbuch ist hier am Ende...) des 'sik-Fisches, der/dem siklöja (dt. Maräne), wird nämlich der besondere Löjrom (rom = Fischrogen) gewonnen, der auch 'das Gold des Bottenwiek' genannt wird. Über diese einmalige Löjrom-Produktion gibt es hier eine englische Seite, wo man mehr Informationen über die besondere Zutat und das dazugehörige Handwerk bekommen kann.
Dort, wo die schwedischen Wildwasser im Norden in die nördliche Ostsee münden (auf dem Landschaftswappen symbolisch abgebildet),
dort, wo der Löjrom gewonnen wird,
dort, wo der nördlichste Ikea der Welt beheimatet ist,
dort - das ist die Landschaft Norrbotten.
Dabei war es gar nicht so einfach die sehr regionalen Zutaten, typisch für die Norrbotten-Region, zu bekommen. Als Fisch wird für das Gericht 'sik' vorgeschlagen, eine Art Lachsfisch. Als Alternative bekam ich Fjällröding, eine Art Saibling, ebenfalls lachsfischartig, und das war preislich günstiger und geschmacklich sehr, sehr überzeugend.
Eine zweite Zutat, die nicht leicht zu bekommen war, war für die Soße bestimmt. Aus einer Untergattung/verwandten Art (??? - ich bin auch keine Expertin und das Wörterbuch ist hier am Ende...) des 'sik-Fisches, der/dem siklöja (dt. Maräne), wird nämlich der besondere Löjrom (rom = Fischrogen) gewonnen, der auch 'das Gold des Bottenwiek' genannt wird. Über diese einmalige Löjrom-Produktion gibt es hier eine englische Seite, wo man mehr Informationen über die besondere Zutat und das dazugehörige Handwerk bekommen kann.
Dort, wo die schwedischen Wildwasser im Norden in die nördliche Ostsee münden (auf dem Landschaftswappen symbolisch abgebildet),
dort, wo der Löjrom gewonnen wird,
dort, wo der nördlichste Ikea der Welt beheimatet ist,
dort - das ist die Landschaft Norrbotten.
Die Fakten
Landschaft: Norrbotten
Größe: 22 671 km²
Einwohner (2009): 193 374
Höchster Punkt: 594 m über NN (Vitberget)
Größte Stadt: Luleå
Landschaftstier: Unglückshäher (Perisoreus infaustus)
Landschaftsblume: Allackerbeere (Rubus arcticus), andere Namen: Schwedische Ackerbeere, Arktische Brombeere/Arktische Himbeere (kommt nur nördlich von 60° Nord vor)
Landschaftgericht: Pitepalt
Das Essen bestand also aus gebratenem Fisch (fjällröding), Pflücksalat und junge Mangoldblätter mit einem Zitronensaft- und rote Zwiebel - Dressing, im Ofen gebackene Kartoffeln (mandelpotatis, ähnlich der Sorte Bamberger Hörnchen), und eine Soße aus Creme fraiche mit Löjrom. Dazu gab es Bier, passenderweise Norrlands Guld.
Das Fazit: Es war extrem lecker, das bester Landschaftsgericht bisher. Es war leicht, nicht mästig. Ein ausgeglichener Geschmack und die erlesen Zutaten kamen gut zur Geltung. Ich werde das sicher noch öfter machen, v.a. wenn ich Gäste habe, die gerne 'typisch schwedisch' essen möchten. Allerdings - und das ist das Minus hinter der Note 1 - würde ich dann den Löjrom durch einen 'normalen', günstigeren Kaviar ersetzen, denn ein Zutatenpreis von etwa 10 Euro pro Person hat es schon in sich und das kann und will man sich nicht zu oft leisten. Aber die Kartoffeln haben definitiv überzeugt und sind ihren Kilopreis wert, ebenso der Fisch. Also rundum gelungen :)
P.s.: Ich möchte noch anmerken, dass es mir immer viel Spaß macht, für euch - und für mich - die Hintergrundinfos zu den Landschaften, Gerichten und Zutaten zu recherchieren.
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