Sonntag, 11. August 2013
Samstag, 10. August 2013
Sommer-Rückblick Teil 6: Gestrickt - Ärmel für die Gute-Laune-Jacke
Dank Wärmerekord war meine Lust zu Stricken nicht gerade groß und vorwurfsvoll schaute mich der Strickbeutel an, wenn ich ihn, egal ob in Bayern oder in Schweden aus dem Koffer holte. Aber an einem der letzten Abende bei meinen Eltern, kam endlich das erlösende Gewitter mit Abkühlung und Regen. Und die schwedischen Frauen spielten im Halbfinale gegen die deutschen bei der Fußball-EM. Die Männer (!) saßen also vorm Fernseher und ich zog mich in mein Mädchenzimmer zurück, während der Regen aufs Dach klopfte.
Und plötzlich - endlich! - hüpfte auch der zweite Ärmel von der Nadel. Ich vernähte alle Fäden und gönnte ihnen sogleich ein Entspannungsbad. Was für eine Erleichterung auch, die Ärmel auf den Platten aufstecken zu können und nicht auf Handtücher auf Fleckerlteppichen...
Am nächsten Tag nähte ich die noch etwas feuchten Ärmel zusammen und ließ sie in der Sonne trocknen.
Bei 35°C suchte ich mir ein Schattenplätzchen. Die Enten meiner Eltern leisteten mir Gesellschaft und Stich für Stich fügten sich die Ärmel in die Jacke ein.
Noch ist die Jacke viel zu warm, Tragefotos folgen später...
Und plötzlich - endlich! - hüpfte auch der zweite Ärmel von der Nadel. Ich vernähte alle Fäden und gönnte ihnen sogleich ein Entspannungsbad. Was für eine Erleichterung auch, die Ärmel auf den Platten aufstecken zu können und nicht auf Handtücher auf Fleckerlteppichen...
Am nächsten Tag nähte ich die noch etwas feuchten Ärmel zusammen und ließ sie in der Sonne trocknen.
Bei 35°C suchte ich mir ein Schattenplätzchen. Die Enten meiner Eltern leisteten mir Gesellschaft und Stich für Stich fügten sich die Ärmel in die Jacke ein.
Noch ist die Jacke viel zu warm, Tragefotos folgen später...
Freitag, 9. August 2013
In der Küche: Linsen, Linsen, Linsen
Neben der Körner-Küche habe ich eine weitere Bereicherung für meine Küche entdeckt: Linsen. Zuerst haben sie gar exotisch angemutet (wie auch hier in meinem Salat so verarbeitet: mit Ananas, Tomaten und Frühlingszwiebeln = ein schnellen Sommersalat, dazu Maischips), inzwischen habe ich herausgefunden, dass Linsen durchaus ein regionales Produkt sein können. Im Herbst will ich versuchen, noch mehr Linsen auf den Speisezettel zu setzen. Und ich würde gerne alle Linsenrezepte in einem Heft sammeln.
Donnerstag, 8. August 2013
Sommer-Rückblick Teil 5: Gewandert - durch Wälder
Für mich ist es wunderschön, endlich aus der Stadt herauszukommen und auch das flache Land hinter mir zu lassen. Aufgewachsen in einer Mittelgebirgsregion, ist es für mich unheimlich beengend, wenn ich nirgends einen Aus- oder Überblick entdecken kann.
Doch im Urlaub war es möglich. Herauskommen aus der ungeliebten Großstadt, Hinaufkommen auf Hügel und Rücken. Wandern durch einen Zauberwald.
Und mit jedem Schritt im Zauberwald bekommen auch die Gedanken eine neue Richtung. Oder der Kopf wird frei und man denkt eine Zeit lang gar nichts. Und plötzlich findet sich Platz im Kopf für ganz neue Gedanken und Ideen: "Dass ich nicht früher schon so gedacht habe!"
Und plötzlich steht man oben und schaut hinunter. Alles 'da unten' ist klein und unwichtig geworden. Aufatmen. Ausatmen. Das Gefühl einatmen und festhalten wollen. Und gestärkt hinabsteigen. Perspektiven und Ideen für lange Durststrecken auf der Ebene mitnehmen.
Doch im Urlaub war es möglich. Herauskommen aus der ungeliebten Großstadt, Hinaufkommen auf Hügel und Rücken. Wandern durch einen Zauberwald.
Und mit jedem Schritt im Zauberwald bekommen auch die Gedanken eine neue Richtung. Oder der Kopf wird frei und man denkt eine Zeit lang gar nichts. Und plötzlich findet sich Platz im Kopf für ganz neue Gedanken und Ideen: "Dass ich nicht früher schon so gedacht habe!"
Und plötzlich steht man oben und schaut hinunter. Alles 'da unten' ist klein und unwichtig geworden. Aufatmen. Ausatmen. Das Gefühl einatmen und festhalten wollen. Und gestärkt hinabsteigen. Perspektiven und Ideen für lange Durststrecken auf der Ebene mitnehmen.
Mittwoch, 7. August 2013
Geliebte Aprikosen
Im Garten meiner Eltern stand ein Aprikosenbaum, den mein Vater zufälliger Weise an dem Tag, an dem ich abends geboren werden sollte, gepflanzt hat. Damit war er so etwas wie mein Baum geworden. Nach 25 Jahren war der Baum aber erschöpft und für einen Spalierbaum hatte er ohnehin ein recht ordentliches Alter erreicht und vor allem ordentlichen Ertrag geliefert.
Nun steht dort seit ein paar Jahren ein neuer Baum, der nun schon recht schöne Früchte trägt. Leider konnte ich die Ernte nicht mehr abwarten. Aber ich weiß, dass meine Mama die Früchte für mich einweckt. Das wird dann einen Sonnen-Aprikosen-Kuchenbelag für schwedische Herbst- und Winter-Sonntage ergeben.
Ein paar Aprikosen-"Souvenirs" sind aber schon hier in Stockholm.
Ein paar reife Früchte zum 'einfach so essen'. Aber ich spare sie immer noch auf, für besondere Augenblicke, wenn das Heimweh zu stark wird (nach der Rückkehr ist es immer am schlimmsten...).
Außerdem goldgelbe Aprikosenmarmelade. In meiner Familie eine Lieblingsmarmelade, nicht nur aufs Brot, sondern auch eine, die die Weihnachtsleckerl und die Oster-Sachertorte besonders gut werden lässt.
Und schließlich Aprikosenholzknöpfe. Mein Papa hat sie selber aus einem Ast des alten Aprikosenbaums gesägt, die Löcher gebohrt und geölt.
Jetzt liegen sie hier auf meinen Schreibtisch. Manchmal nehme ich sie in die Hand und überlege, an welche zukünftige Strickjacke sie wohl passen werden. Aber auch wenn die Marmelade und die Früchte aufgegessen sein werden, so erinnern sie mich an den Aprikosenbaum, an die Aprikosen - ein Geschmack von Heimat. Geliebte Aprikosen.
Nun steht dort seit ein paar Jahren ein neuer Baum, der nun schon recht schöne Früchte trägt. Leider konnte ich die Ernte nicht mehr abwarten. Aber ich weiß, dass meine Mama die Früchte für mich einweckt. Das wird dann einen Sonnen-Aprikosen-Kuchenbelag für schwedische Herbst- und Winter-Sonntage ergeben.
Ein paar Aprikosen-"Souvenirs" sind aber schon hier in Stockholm.
Ein paar reife Früchte zum 'einfach so essen'. Aber ich spare sie immer noch auf, für besondere Augenblicke, wenn das Heimweh zu stark wird (nach der Rückkehr ist es immer am schlimmsten...).
Außerdem goldgelbe Aprikosenmarmelade. In meiner Familie eine Lieblingsmarmelade, nicht nur aufs Brot, sondern auch eine, die die Weihnachtsleckerl und die Oster-Sachertorte besonders gut werden lässt.
Und schließlich Aprikosenholzknöpfe. Mein Papa hat sie selber aus einem Ast des alten Aprikosenbaums gesägt, die Löcher gebohrt und geölt.
Jetzt liegen sie hier auf meinen Schreibtisch. Manchmal nehme ich sie in die Hand und überlege, an welche zukünftige Strickjacke sie wohl passen werden. Aber auch wenn die Marmelade und die Früchte aufgegessen sein werden, so erinnern sie mich an den Aprikosenbaum, an die Aprikosen - ein Geschmack von Heimat. Geliebte Aprikosen.
Dienstag, 6. August 2013
Montag, 5. August 2013
Im Blaubeerwald
Auch hier merkt man die große Trockenheit, unter der im Moment die ganze südliche Hälfte Schwedens leidet. An den Sträuchern - wenn noch nicht abgefallen - nur noch zusammengezogene, schrumpelige Heidelbeeren...
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