Dienstag, 20. September 2016

Herbstsuppe der Woche: Gelbe Rüben-Suppe mit Kokos

 
Nachdem uns letzte Woche noch einmal eine richtige Spätsommerblase mit Temperaturen jenseits von 24 Grad beglückt hat, wird es nun doch zunehmend herbstlich, vor allem morgens und abends ist es schon recht kühl und die kürzeren Tage merkt man deutlich.
Das Rezept dieser Woche stammt aus dem Kochbuch der Saltå Kvarn, die ich im Mai 2014 besuchte und hier darüber berichtet habe. Es ist ein relativ einfaches Rezept, das aber die 'normale' Gelbe Rüben-Suppe pfiffig aufwertet. Man braucht: ca. ein Pfund Gelbe Rüben, 3-4 rote Zwiebeln, 4 Knoblauchzehen, ein Stück Ingwer, Kreuzkümmel, Kurkuma, Cayenne-Pfeffer oder Chili sowie Kokosmilch und geröstete Kokosraspeln.
Das Gemüse schälen, schneiden und zusammen mit Kreuzkümmel und Chili in (Sesam-)Öl scharf anbraten. Nach einigen Minuten das Kurkuma (ca 1 TL) dazugeben und mit Kokosmilch (800 ml) sowie Wasser bei Bedarf angießen. Die Suppe köcheln lassen, bis die Karotten weich sind. Pürieren und mit den Kokosraspeln servieren.
Wenn Kinder mitessen sollte man, meiner Meinung nach, die Chili/den Cayenne-Pfeffer ganz weglassen und auch den Ingwer auf ein kleines Stück reduzieren, damit es nicht zu scharf wird. Für mich war es persönlich an der Grenze, ich werde nächstes Mal nur auf die natürliche Schärfe des Ingwers setzten - und ein nächstes Mal gibt es bestimmt! Guten Appetit!

Montag, 19. September 2016

Gestrickt: Trillian

Der Haussegen hing schief, ein Kriseninterventionsteam musste ins Wohnzimmer kommen und beinahe hätte das abendliche Fotografieren (die Lichtverhältnisse!!!) des endlich fertigen Juni-Strickstücks noch die Sonntagsstimmung vollständig kippen lassen...
... aber jetzt ist es fertig: Das Trillian-Tuch von Martina Behm, gestrickt aus Sockenwolle, gefärbt von der zauberhaften Rita. Wie ihr am Miniknäuel oben seht, sind noch genau 2 g übrig, alles andere wurde verstrickt. Was mich zum Schluss hin so verzweifeln ließ, war, dass man eine ungerade Zahl brauchte, um die Abschlusskante zu stricken. Man zähle mal ca. 150 Maschen, ohne sich wieder und immer wieder zu verzählen...
Ansonsten war das Muster wirklich toll und einfach, richtig für unterwegs - und das Tuch ist diesen Sommer wahrlich mehr als einmal durch Europa gereist. Ich habe es heute beim Unkraut jäten schon Probe getragen, denn der Herbstwind ließ mich am Nacken empfindlich frösteln. Schön ist es, ein tolles Tragegefühl und ein bisschen extra wärmt auch die Bloggerfreundschaft mit Rita. Jetzt muss ich mir endlich mal ein Überraschungspäckchen für die Liebe einfallen lassen ;-)
 

Sonntag, 18. September 2016

Sonntagsfreude 16/2016: Wohnen wo andere Urlaub machen

Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine 
Sonntagsfreude sind :)
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Maria, die bei Rita weitergeführt wird

Viel zu oft bewegen wir uns zwischen unseren Alltagspunkten Arbeit - Zuhause - Lebensmittelgeschäft, ohne den richtigen Zeitpunkt zu finden, um mal auszubrechen. Die Liste mit Ausflugszielen in unserer neuen Heimat ist inzwischen schon richtig lange und doch schieben wir es immer auf, andere Sachen sind gerade wichtiger, oder wir glauben, dass sie wichtiger wären.
Gestern Nachmittag aber, dem letzten warmen Spätsommertag des Jahres packten wir ein einfaches Picknick, ließen die Alltagspflichten Alltagspflichten sein und fuhren in den nahegelegenen Westküsten-Schärengarten zum Sonnenuntergang.
Meine Sonntagsfreude: Dass es uns gelungen ist, eine Alltagspause zu gestalten und dabei die neue Heimat zu erkunden. Zudem wurde mir wieder bewusst, dass ich da wohnen darf, wo andere Urlaub machen - und das ist kein schlechter Trost bei Heimweh nach der alten Heimat!

Samstag, 17. September 2016

Samstags im Garten im September

Dieser Beitrag wird quasi live gebloggt, denn im Moment dauert es noch bis fast viertel nach 10 bis die Sonne auf unser Grundstück scheint und den morgendlichen Tau abtrocknet. Bis dahin kann man im Garten nicht so viel sinnvolles ausrichten.
Seht ihr die Sonne hinterm Waldrand?
Also habe ich mir die Kamera geschnappt und bin nach dem Frühstück eine Runde gegangen, um den Zustand für euch und für mich zu dokumentieren, eine Arbeitsliste für den heutigen Tag zu erstellen und mir schon ein paar Anmerkungen für nächstes Jahr zu machen.
Von oben schaut es nicht so schlecht aus, allerdings notiere ich, dass die Wimpelketten die letzten Stürme nicht so gut überstanden haben. Das will ich heute ausbessern, bevor die Rehe kapieren, dass man jetzt problemlos hineinhüpfen kann.
Schlechter schaut es aus der Bodenperspektive aus: Alles ist überwachsen, die Kapuzinerkresse mit Läusen übersät. Aber schauen wir einfach nach dem, was bleiben kann und gut ist :-)
Späte Bohnen
Salat habe ich auch in den rostigen Schubkarren gesetzt, inspiriert von Gesa. Gibt es eigentlich alte Häuser zu kaufen, bei denen keine rostigen Schubkarren im Kaufpreis inbegriffen sind?! ;-) Ich finde es jedenfalls toll und habe auch schon eine Idee für nächstes Jahr, was im Schubkarren wachsen blühen soll...
Heute muss ich mich definitiv um die Ernte der Paprika und den Abbau des "Häuschens" kümmern. Das Vlies hängt schon in Fetzen und die meisten Pflanzen haben ihre beste Zeit hinter sich gebracht. Die letzten dürfen auf der Terasse abreifen.
An einer Stelle habe ich schon damit begonnen und ich will wirklich noch mehr Steinplatten auslegen, die auch schon auf dem Grundstück waren, als wir das Haus gekauft haben.
Und meine besonderen Freuden:
Die Brombeeren scheinen doch angewachsen zu sein, die zitronengelben Cosmeen, die Lampionblumen und die süüüßen Septembererdbeeren, von denen ich noch jeden zweiten Tag eine Hand voll ernten kann.
Und während ich hier tippe und die letzten Bilder hochlade, kommt nun tatsächlich die Sonne hinter den Bäumen hervor, blendet mich am Schreibtisch und ruft: "Komm raus, du Stubenhockerin, heute ist viel im Garten zu tun!"
Also zeige ich euch noch schnell meine Samentüten, denn nächstes Jahr will ich umbedingt mehr Blumen im Garten, bevor ich in die Gummistiefel schlüpfe und mit meinem Gartentag beginne. Habt einen feinen Samstag!

Gehäkelt: Sonnenblumen

Für eine Familienfeier, ein runder Geburtstag mitten im August, war das Thema Sonnenblumen ausgesucht worden. Wir wollten, dass sich die gelbe Sonnenrose, wie sie auf schwedisch heißt, wie ein roter gelber Faden durch die Feierlichkeit zieht. Die Einladungen zierte ein Sonnenblumenbild, meine Schwägerin machte wunderschöne Sonnenblumengestecke für die Tische. Was wir allerdings nicht berücksichtigt hatten, war die Tatsache, dass Sonnenblumen im Moment out sind. Konnte man sich vor ein paar Jahren kaum vor Sonnenblumen auf Servietten, Streuteilen usw. retten, fanden wir diesen Sommer gar nichts. Da war guter Rat teuer. Meine Schwester, die sich schon von Berufs wegen um die Torten und das Buffet am Abend kümmerte, kaufte einfarbige gelbe Servietten, die mit den Blumen auf weißen BettTischtüchern hervorragend harmonierten - und überließ es mir, eine kreative Lösung für die Tischkarten zu finden.
Nach vielem Hin und Her musste ich einsehen, dass die einzige Möglichkeit war, alles gänzlich selber zu  machen. Ich kaufte Baumwollgarn (keine Wolle!!!) und begann zu häkeln. Gelb und Braun schienen aber auch nicht die Farben des Sommers in Schweden zu sein, denn ich wurde nur bei relativ kräftigem Garn fündig und musste so mein eigenes Muster improvisieren.
Ich arbeitete in Serie und häkelte zuerst das Innere: In eine Schlinge, die ich dann zusammenzog, häkelte ich sechs feste Maschen, in der zweiten Runde in jede feste Masche jeweils 2 feste Maschen: 12 Maschen
In jede der 12 festen Maschen häkelte ich ein Blütenblatt bestehen aus 2 Luftmaschen, 1 Stäbchen, 2 Luftmaschen, 1 feste Masche. Am längsten dauerte tatsächlich das Vernähen der Fäden, die ich nicht einhäkeln konnte.
Abschließend klebte ich die Sonnenblumen mit der Klebepistole auf Wäscheklammern, auf die ich die Namen mit Holzfarbe malte. Damit hatten wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Tischkarte und Namensschild, was ja bei einer größeren Feier durchaus nützlich sein kann.
Und es war ein sehr schönes Fest!
Da ich die Sonnenblumen schon im August gehäkelt habe, ist das natürlich kein Beitrag zum Handarbeitsbingo.

Mittwoch, 14. September 2016

Inspiration zum HerbstHandarbeitsbingo (2)

Heute habe ich mal geschaut, was ich im Internet so an kostenlosen Anleitungen finde. Vielleicht ist die eine oder andere Idee was für euch? Ich will auf jeden Fall diese Blätter als Tassen-/Glasuntersetzer häkeln - zu gerne nehme ich mir doch Tee oder Schokolade mit ins Wohnzimmer, wo der schöne Holztisch vor unschönen Rändern geschützt sein will. Die Eicheln habe ich vor fünf Jahren in den USA gestrickt, dort gab es riiiesige Eichelkäppchen. Leider sind sie irgendwie beim Umzug verschwunden. Mal schauen, ob ich nicht neue mache, obwohl es hier mit den Eichelkäppchen schwierig werden könnte. Nadelkissen kann man ja nie genug haben, vielleicht in herbstlichen Braun- und Orangetönen? Und mit Zwiebelschalen wollte ich schon immer mal färben! Hach, so viele Möglichkeiten - und nur so wenig Zeit ;-)


Dienstag, 13. September 2016

Herbstsuppe der Woche: Maroni-Suppe

Es geht wieder los! Nachdem sich morgens nun schon immer zäh der Nebel vom Meer her über Göteborg legt, der Wind die ersten gelben Birkenblätter durch die Luft wirbelt und ich im Haus immer eine Tasse Tee von einem Zimmer ins nächste mitnehme, ... wird es höchste Zeit die Herbstsuppenzeit zu eröffnen!
Aus dem Kochbuch "Vollwert vom Feinsten", das mir meine Schwester geschenkt hat, habe ich die Premieren-Suppe ausgesucht: Maroni-Suppe mit Äpfeln und Nuss-Majoran-Streuseln. Man braucht eigentlich zwei Scharlotten eine Zwiebel, Sellerie, eine dünne Stange Lauch und 500g frische Maroni, die man einschneidet und im Backofen röstet. Hat man von der letzten Weihnachtssaison noch vorgekochte im Küchenschrank, ist es durchaus legitim, diese nun kurz vor der nächsten Weihnachtssaison zu verwerten ;-)
Zwiebel, Sellerie und Lauch in Öl anbraten, die Maroni dazu und mit etwas Weißwein angießen und reduzieren lassen. Anschließend mit Gemüsebrühe aufgießen und ca. 15 Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit ein bis zwei Äpfel in dünne Spalten schneiden und in Butter weich dünsten. In eine Schüssel geben und zur Seite stellen.
Pekannüsse hacken und mit Majoran (frisch oder getrocknet) in der Apfelpfanne auch mit etwas Butter rösten. Ebenfalls zur Seite stellen. Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken und pürieren, außerdem einen guten Schuß Rahm zugeben und evtl. etwas Wasser, falls die Suppe zu dick ist.
Mit den Apfelscheiben und Nuss-Majoran-Streuseln anrichten und genießen. Eine echte Feinschmeckersuppe, zu der wir uns ein kleines Glas Weißwein gönnten. Eine gelungene Premiere!