Nicht nur im Moment, aber jetzt ganz besonders, werden mir meine Tage immer zu kurz. Das ist eigentlich nur logisch, denn ich hatte noch nie einen so großen Haushalt, einen so großen Garten, der immer "größer" wird, eine 4. Klasse ist auch Neuland und viele andere Dinge. Auch komme ich abends immer später zur Ruhe, denn die hellen Frühlingsabende laden ein, noch aktiv zu sein.
So entstanden in letzter Zeit kleine Kreuzsticharbeiten, die ich für besondere Post verwendet habe. Im Gegensatz zu meinen Strickprojekten und Nähvorhaben geht mir das leicht von der Hand, es ist leicht ein paar Stiche zu machen und den Stofffleck dann wieder weg zu legen.
Vier kleine Motive sind so entstanden. Ich habe sie dann gebügelt, mit geradem Fadenlauf zugeschnitten und ausgefranst.
Zwei Geburtstagsgrüße und zwei Frühlingsgrüße sind so entstanden. Ich hätte auch große Lust, mehr solcher Karten vorzubereiten und immer parat zu haben. Mal sehen, wann ich wieder Zeitfensterchen dafür finde.
Samstag, 1. April 2017
Mittwoch, 22. März 2017
Yarn Along 5/2017
Ginny hat heute bekannt gegeben, dass sie sich vom Yarn Along verabschiedet. Nach sechs/sieben Jahren ist das wohl auch so, dass sich ein Format mal erschöpft oder sich das eigene Leben verändert. Ich kam leider auch nie so recht in Gang mit dem Yarn Along, fand keinen Rhytmus, keine Regelmäßigkeit. Das finde/fand ich eigentlich ein bisschen schade, denn sowohl das Stricken als auch das Lesen sind zwei Sachen, die mir sehr am Herzen liegen. Nun werde ich ein bisschen überlegen, ob ich das Format so weiterführe, unregelmäßig, nur für mich, oder ob ich euch anderweitig über Bücher und Bestrickendes auf dem Laufenden halte.
Stricken: Eine Puppenjacke
Lesen: Ostende von Volker Weidermann
Stricken: Eine Puppenjacke
Lesen: Ostende von Volker Weidermann
Die Feministen-Handschuhe sind fast fertig! Hurra! Ich werde sie euch bald zeigen können. Nur noch vernähen und ins Entspannungsbad... Jetzt stricke ich an einem Jäckchen für die Puppe, die ich meiner Nichte zu Weihnachten geschenkt habe. Die Arme friert im immer noch winterlichen Graubünden, nur weil die Patentante der Puppenmutti nicht in die Gänge kommt.
Ein Taschenbuch, das ich mehrmals angefangen habe, aber jetzt endlich fertig lesen will, ist auch die perfekte, handliche Lektüre für die Straßenbahnfahrten.
Dienstag, 21. März 2017
Wenn die Wellen mal höher sind...
Vielen herzlichen Dank für Eure netten, persönligen Kommentare zu meinem letzten Eintrag hier! Es haben mich auch ganz bewegende E-mails erreicht und ich habe mich über jedes Wort gefreut. Und es hat mich berührt, dass meine Worte auch viele andere bewegt haben.
Längst hätte ich auch schon wieder Lust zum Bloggen gehabt, aber dann kamen andere Projekte dazwischen. Normalerweise zeige ich hier nicht so viel von meinem Alltag als Lehrerin, aber in letzter Zeit war echt viel los, was positiv war und ist - und darüber möchte ich berichten:
Ich habe an einem Sonntag ca. 10 kg Knetmasse "gekocht" (nach einem Rezept von der Seite der Zeitschrift Brigitte) und mit in die Schule geschleppt. Dann haben wir daraus die Welt der Wikinger gebastelt. Und da die Erde damals noch flach war, ging das sehr gut auf einem Pappteller. Seht ihr die Esche Yggdrasil im Zentrum?
Zudem waren wir im Museum in der Wikingerausstellung und auch das ging ohne Probleme und fast reibungslos. Das sind die hellen Momente im Leben einer HSU-Lehrerin mit Inklusionsschülern :-)
Ja, und das war unsere hässliche Frontwand im Klassenzimmer. Auf dem Foto nicht so sichtbar, aber zahlreiche Schülergenerationen hatten da schon ihre Spuren hinterlassen.
Ein Eimer "Meeresbrise", zwei engagierte Eltern, ein Sportlehrer, eine Praktikantin und ich haben nun das Klassenzimmer aufgehübscht.
Mit der neuen Wand kommen so frischer Wind, frische Energie und Inspiration ins Klassenzimmer und ich bilde mir ein, dass das Blau auch etwas beruhigend wirkt ;-)
Ich versuche mir die schönen Ergebnisse der letzten intensiven Wochen vor Augen zu halten, wenn es mal wieder anstrengend ist, wenn ich mal wieder mit dem Jugendamt zu tun habe, mit sehr empörten Eltern oder - so wie jetzt - wenn alles zusammen kommt und ich mir auch noch einen Nerv eingeklemmt habe...
Wenn die Wellen mal höher sind, dann denke ich an das ruhige, tiefe Wasser darunter, hole tief Luft, visualisiere die "Meeresbrise"-blaue Klassenzimmerwand ... und denke, dass ich den besten und wichtigsten Job der Welt habe :-)
Längst hätte ich auch schon wieder Lust zum Bloggen gehabt, aber dann kamen andere Projekte dazwischen. Normalerweise zeige ich hier nicht so viel von meinem Alltag als Lehrerin, aber in letzter Zeit war echt viel los, was positiv war und ist - und darüber möchte ich berichten:
Ich habe an einem Sonntag ca. 10 kg Knetmasse "gekocht" (nach einem Rezept von der Seite der Zeitschrift Brigitte) und mit in die Schule geschleppt. Dann haben wir daraus die Welt der Wikinger gebastelt. Und da die Erde damals noch flach war, ging das sehr gut auf einem Pappteller. Seht ihr die Esche Yggdrasil im Zentrum?
Zudem waren wir im Museum in der Wikingerausstellung und auch das ging ohne Probleme und fast reibungslos. Das sind die hellen Momente im Leben einer HSU-Lehrerin mit Inklusionsschülern :-)
Ja, und das war unsere hässliche Frontwand im Klassenzimmer. Auf dem Foto nicht so sichtbar, aber zahlreiche Schülergenerationen hatten da schon ihre Spuren hinterlassen.
Ein Eimer "Meeresbrise", zwei engagierte Eltern, ein Sportlehrer, eine Praktikantin und ich haben nun das Klassenzimmer aufgehübscht.
Mit der neuen Wand kommen so frischer Wind, frische Energie und Inspiration ins Klassenzimmer und ich bilde mir ein, dass das Blau auch etwas beruhigend wirkt ;-)
Ich versuche mir die schönen Ergebnisse der letzten intensiven Wochen vor Augen zu halten, wenn es mal wieder anstrengend ist, wenn ich mal wieder mit dem Jugendamt zu tun habe, mit sehr empörten Eltern oder - so wie jetzt - wenn alles zusammen kommt und ich mir auch noch einen Nerv eingeklemmt habe...
Wenn die Wellen mal höher sind, dann denke ich an das ruhige, tiefe Wasser darunter, hole tief Luft, visualisiere die "Meeresbrise"-blaue Klassenzimmerwand ... und denke, dass ich den besten und wichtigsten Job der Welt habe :-)
Montag, 13. März 2017
Nicht immer geht es mir gut, aber ich habe es gut
Dieser März ist kein leichter Monat. Viele Jahre Kinderwunsch sind inzwischen ins Land gegangen und haben ihre Spuren hinterlassen. Die Zeit heilt viele Wunden, aber nicht alle. An manchen Tagen fühle ich mich unschlagbar, könnte Bäume ausreissen, Berge versetzen. An anderen Tagen liege ich auf dem Sofa, beobachte die Vögel ohne sie wirklich zu beobachten. Manchmal schlafe ich kaum vier Stunden, andere Nächte schlafe ich neun Stunden am Stück. Bisweilen stricke ich 20 Runden am Tag, bisweilen rühre ich das Strickzeug drei Tage nicht an. Auf und ab. Auf und an. Ebbe und Flut.
An manchen Tagen scheint die Sonne und lässt uns den Frühling erahnen, kurz darauf schickt uns Väterchen Frost noch einmal einen Schneetag. Manchmal könnte man es schon ein Weilchen auf der Terasse im Windschatten aushalten, manchmal reißt einem der Wind fast die Mütze vom Kopf. Von Zeit zu Zeit weiß ich unendlich viel, was ich am Blog schreiben könnte und möchte, dann wieder fehlen mir die Worte.
Es geht mir nicht immer gut, seelisch und körperlich. Aber ich habe es gut, sehr gut sogar. Ich wohne in einem Haus, das mein Zuhause geworden ist. Ich freue mich über mein Gärtchen, das ich dieses Jahr erweitern werde. Ich genieße die Stunden mit dem Mann im Freien und folge mit den Augen den Singschwänen, die dieses Jahr schon zwei Tage früher als letztes Jahr hier vorbeiziehen. Ich habe gutes Essen und eine erfüllende Arbeit.
Es geht mir nicht immer gut, aber ich habe es gut.
An manchen Tagen scheint die Sonne und lässt uns den Frühling erahnen, kurz darauf schickt uns Väterchen Frost noch einmal einen Schneetag. Manchmal könnte man es schon ein Weilchen auf der Terasse im Windschatten aushalten, manchmal reißt einem der Wind fast die Mütze vom Kopf. Von Zeit zu Zeit weiß ich unendlich viel, was ich am Blog schreiben könnte und möchte, dann wieder fehlen mir die Worte.
Es geht mir nicht immer gut, seelisch und körperlich. Aber ich habe es gut, sehr gut sogar. Ich wohne in einem Haus, das mein Zuhause geworden ist. Ich freue mich über mein Gärtchen, das ich dieses Jahr erweitern werde. Ich genieße die Stunden mit dem Mann im Freien und folge mit den Augen den Singschwänen, die dieses Jahr schon zwei Tage früher als letztes Jahr hier vorbeiziehen. Ich habe gutes Essen und eine erfüllende Arbeit.
Es geht mir nicht immer gut, aber ich habe es gut.
Freitag, 3. März 2017
Apfelliebe: Apfelcouscous
Während der Fastenzeit ist unser immer noch großer Vorrat an Äpfeln ein wahrer Segen. Mehlspeisen mit Äpfeln im Überfluss... Sonntags soll man allerdings das Fasten brechen, denn es ist der Tag des Herrn (auf meinen Leitfaden zum Fasten habe ich schon mal hier hingewiesen) und dazu gehört auch ein festliches Essen. Fleisch muss nicht sein, kann aber und ich habe dieses leckere Gericht letzten Sonntag gekocht, also noch vor dem Beginn der Fastenzeit. Ein echtes Sonntagsessen!
Der Apfelcouscous ist hier die raffinierte Beilage: Couscous für 4 Personen nach Packungsanweisung mit Brühe garen. In eine Schüssel geben. Zwei säuerliche Äpfel hacken und dazu geben.
Mit Rosmarin, Salz, Pfeffer und ausreichend Olivenöl anmachen.
Dazu gab es bei uns einen Rindfleisch-Eintopf mit Pilzen, Bohnen und Wurzelgemüse sowie einen Klecks Sauerrahm. Die Rezeptidee kam aus dem zweiten Kochbuch der Saltå Kvarn.
Der Vollständigkeithalber will ich hier noch die Gelegenheit nutzen und die Beiträge zum Fastenessen von 2015 verlinken: Fastenessen 1, Fastenessen 2 und Fastenessen 3.
Der Apfelcouscous ist hier die raffinierte Beilage: Couscous für 4 Personen nach Packungsanweisung mit Brühe garen. In eine Schüssel geben. Zwei säuerliche Äpfel hacken und dazu geben.
Mit Rosmarin, Salz, Pfeffer und ausreichend Olivenöl anmachen.
Dazu gab es bei uns einen Rindfleisch-Eintopf mit Pilzen, Bohnen und Wurzelgemüse sowie einen Klecks Sauerrahm. Die Rezeptidee kam aus dem zweiten Kochbuch der Saltå Kvarn.
Der Vollständigkeithalber will ich hier noch die Gelegenheit nutzen und die Beiträge zum Fastenessen von 2015 verlinken: Fastenessen 1, Fastenessen 2 und Fastenessen 3.
Donnerstag, 2. März 2017
Frühlingsfrische Vitamine (5): Knackig frisch
Schon seit ein paar Jahren habe ich Kochbücher von Luise und David, einem dänisch-schwedischen Paar, das in Stockholm lebt und unter dem Label Green Kitchen Stories vegetarische Rezepte mit der Welt teilt, ihre Homepage findet man hier und hier Instagram. Die Bücher gibt es übrigens auch auf Deutsch (Die grüne Küche).
Ich habe mich für einen einfachen, schnellen und frischen Salat entschieden, für den man im wesentlichen nur zwei Zutaten braucht: frischen (Bio-)Brokkoli und einen Granatapfel. Die rote Zwiebel habe ich weggelassen.
Den Brokkoli in mundgerechte Stücke zerteilen und zusammen mit den Granatapfelkernen in eine Schüssel geben.
Rosinen und trocken angeröstete Sonnenblumenkerne darüber streuen, etwas salzen und pfeffern und Joghurt drüber geben. Man könnte auch Majonäse nehmen, schlägt das Buch vor ;-) Ich habe stattdessen noch einen Schuss Olivenöl hinzugefügt.
Ein weiterer Tipp aus dem Buch: Den Salat mit den Händen durchmischen, damit sich das Dressing auch gut verteilt, was bei dem etwas "sperrigen" Salat nicht ganz einfach ist.
Lasst es euch schmecken ;-)
Ich habe mich für einen einfachen, schnellen und frischen Salat entschieden, für den man im wesentlichen nur zwei Zutaten braucht: frischen (Bio-)Brokkoli und einen Granatapfel. Die rote Zwiebel habe ich weggelassen.
Den Brokkoli in mundgerechte Stücke zerteilen und zusammen mit den Granatapfelkernen in eine Schüssel geben.
Rosinen und trocken angeröstete Sonnenblumenkerne darüber streuen, etwas salzen und pfeffern und Joghurt drüber geben. Man könnte auch Majonäse nehmen, schlägt das Buch vor ;-) Ich habe stattdessen noch einen Schuss Olivenöl hinzugefügt.
Ein weiterer Tipp aus dem Buch: Den Salat mit den Händen durchmischen, damit sich das Dressing auch gut verteilt, was bei dem etwas "sperrigen" Salat nicht ganz einfach ist.
Lasst es euch schmecken ;-)
Mittwoch, 1. März 2017
Yarn Along 4/2017
Today's Yarn Along coincides with the Ash Wednesday. This Lent, I plan to finally finish some projects, both knittning and reading. I guess it will be hard sometimes but at the end it will be a relieve to have accomplished this task. So today, I show you the projects in my Lent project basket:
Knitting: clockwise from the upper left
- Gudrun mittens for my sister in law (second attempt)
- a sweater for my niece's doll, using yarn from the Gudrun mittens first attempt
- the Kanelbulle socks
- the Siri cardigan which has to be unraveled a bit, the armholes are just too narrow
- the Leaf by leaf shawl - only 20 more rows to go
Reading:
I have chosen 4 books I know that I started reading a while ago and never finished.
Joining Ginny for another inspiring Yarn Along
Der heutige Yarn Along fällt mit dem Aschermittwoch zusammen. Mein Fastenvorhaben für dieses Jahr steht unter dem Motto "Sich durchbeissen"... Wie ich am Montag schon angedeutet habe, lief das letzte halbe Jahr nicht ganz so rund, ich habe schwierige Phasen durchgemacht, in denen ich nachsichtig mit mir sein musste. Jetzt nerven mich aber die unzähligen Projektbeutel, alles Angefangene, Unfertige. Ich will den Faden aufnehmen, wo ich ihn fallen gelassen habe, wieder weiter machen. Stricken. Masche für Masche, im Rhytmus des Herzschlags, wie die Wellen, die hier an die Kaimauern schwappen, immer wieder, immer weiter, durchhalten. Und dann hoffentlich die Erleichterung spüren, wenn etwas fertig, abgeschlossen ist. Vielleicht auch mit dieser Fastenzeit eine schwierigere Lebensphase abschließen.
Ob es mir gelingt, weiß ich nicht, aber ich kann es ja mal versuchen. Mich durchbeissen. Und doch achtsam und nachsichtig sein.
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