Dienstag, 20. Februar 2018

Symester: Eine Puppe geht auf Reisen

Ich habe die Faschingsferien genutzt (der Mann arbeitete, ich war angeschlagen) um die Puppe für mein Patenkind immerhin zum 4. Geburtstag reisefertig zu machen. Ich brachte es nicht über mich, die Puppe nur mit Windeln loszuschicken und so gab es auf Weihnachten etwas anderes. Glücklicherweise wusste sie auch nichts von der Puppe ;-)
Nun habe ich ein Symester eingelegt und die Puppe ist endlich gut ausgestattet per Post unterwegs...
Die Windeln kennt ihr schon, eine extra Unterhose (eine Unterwäsche trägt das Baby natürlich), zwei Paar Socken und Lätzchen.
Kleider-Basics, für jeden Tag... aber natürlich auch ein Kleidchen für festliche Anlässe. Die Strumpfhose habe ich aus einer alten von mir genäht.
Für die noch andauernde Kälte mussten ein Overall, Stiefelchen, Handschuhe und Mütze her.
Wenn es wärmer wird, reicht wohl die Zwergenjacke mit passendem Zubehör für Spaziergänge im Freien.
Handtuch, Nachthemd und Schlafsack braucht das Baby auch.
Schließlich hatte noch eine Tragehilfe Platz im Paket und ich hoffe, dass alles heil und pünktlich ankommt. Mit im Paket: Ein Gutschein für ein paar sommerliche Kleidungsstücke...

Montag, 19. Februar 2018

Die letzten Wochen...

... hat der Februar-Blues voll zugeschlagen: Erkältungen, Krisen, und der Wunsch, sich einfach nur einzuigeln und mit niemandem sprechen zu müssen. Naja, nicht ganz so die ganze Zeit, aber mit Auf und Abs mehr oder weniger so.
Gebacken: Nur einen Kuchen und semlor zum Ende des Faschings hin. Wir konnten gut weiterhin von den Brotvorräten leben und jetzt hat mein Mann schon zum zweiten Mal ein gutes Körnerbrot gebacken. Wird aber Zeit, dass ich mich wieder aufraffe!
Gelesen: Eine ganze Menge... Seit September bin ich bei einem deutschen Lesezirkel (Frauenrunde) und wir treffen uns alle 6 Wochen um ein Buch zu besprechen. Im Februar war Jenny Erpenbeck dran, für das Apriltreffen werden wir Tyll von Daniel Kehlmann lesen.
Quasi privat habe ich mit der Geschichte der Bienen begonnen. Es liest sich gut, aber es fällt mir schwer, dran zu bleiben (innere Unruhe).
Gestrickt: Ein paar Kleinigkeiten und ich habe eine Gartenmütze für mich begonnen. Ich stricke nach dem Muster Neepheid von Kate Davies, aber nicht als Baskenmütze, sondern als normale, damit ich sie eventuell auch gut unterm Fahrradhelm tragen kann.
Gefreut habe ich mich über liebe Post aus der Heimat, u.a. mit Garteninspiration und -zubehör zum Kursstart.
Die Klangschale kam nicht per Post, aber sie harmonierte so schön mit der Postkarte und dem Teppich...
Gestartet: Der Gartenkurs hat begonnen und ich habe meine erste Aufgabe in Angriff genommen: 2 DinA4-Seiten über mich als Gärtnerin schreiben. Gar nicht so leicht. Alle anderen Garten-/Anzuchtvorhaben liegen brach, ich kann mich nicht aufraffen und der nasse Schnee, der inzwischen schon wieder 10 cm hoch ist - und kein Ende in Sicht - tut sein übriges.

Und das wars auch schon, mehr Erwähnenswertes ist die letzten Wochen nicht passiert. Aber nächste Woche beginnt ja schon der März und dann ist der Februar-Blues hoffentlich passé.

Dienstag, 13. Februar 2018

Stricklust - Strickfrust

Heute ist mein zweiter Ferientag und endlich komme ich dazu, den geplanten Eintrag über meine Strickfrustration zu schreiben.
Das ist die Quelle allen Übels: Ein Norwegerpullover für meinen langen, mageren Mann (es liegt nicht an meiner Kochkunst...). Seit 2012 (!) habe ich die Wolle schon, Finkhof Merino dick.
Als Muster war ursprünglich das linke vorgesehen, vom norwegischen Strickriesen D*rops, aber wie so oft stimmt hier das Muster nicht ganz bzw. ist nicht logisch und undurchdacht. Zumindest in Schweden hat das Unternehmen sich letztens auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Nicht nur ein Schal, der einem von Martina Behm extrem ähnlich war, sondern auch wollene Unterhosen von Maja Karlsson wurden kopiert. Kommentare oder Anfragen an das Unternehmen wurden ignoriert bzw. gelöscht. Große Strickbloggs wie Kammebornia haben Aufrufe gestartet und zumindest ein gewisses Bewusstsein in der (schwedischen) Strickcommunity geschaffen.
Plan B war nun ein anderes Muster. Ich habe mich für diesen Herrenpullover entschieden. Das Muster ist gut verständlich und logisch, aber meine Maschenprobe stimmte nicht. Jetzt wurde der Pulli zu eng. Beim ersten Versuch wurde der Körper unten zu breit, um die Brust rum zu eng, die Armlöcher zu kurz.
Versuch 2: Die Maschenprobe für die Größe XS stimmte, ich habe für die Länge 4 Musterwiederholungen zugegeben, aber jetzt ist eben alles zu eng.
Habt ihr einen Tipp zur Maschenprobe? Macht ihr Maschenproben? Das ist für mich ein ständiger Grund zur Frustration, denn es stimmt nie mit dem Strickstück überein. Entweder wird es dann zu locker oder zu fest.
Ich werde jedenfalls beide auftrennen und irgendwann wieder neu starten. Aber nicht jetzt gleich.


Ein bisschen Stricklust gab es hier allerdings auch, denn der Pippi-Pullover für mein Patenkind ist endlich fertig. Fast hätte der Pulli so lange gedauert, dass er nicht mehr gepasst hätte (deshalb auch noch mit D*rops-Muster), aber plötzlich wurde der 2. Ärmel doch noch fertig. Die Wolle ist von Onion, ein Gemisch aus Nesselfaser und Bio-Wolle mit sehr schöner Haptik, kratzt auch nicht.
Ich habe improvisiert und mehr Maschen unter den Armen für die Ärmel angeschlagen, so dass das Kind sich auch bewegen kann.
Der Pulli ist inzwischen in Dresden angekommen (falls ihr Dresden-BewohnerInnen ein kleines freches Mädchen mit dem Pulli seht, das ist mein Patenkind...) und hat schon für viel Freude gesorgt.

Montag, 29. Januar 2018

Meine Kalenderwochen 3 und 4

Die Zeit vergeht immer viel zu schnell... So kommen hier die letzten beiden Wochen zusammengefasst:
Gehandarbeitet: Strickfrust statt Stricklust. Ich werde mal wieder aufribbeln und dazu einen eigenen, therapeutischen Blogeintrag schreiben.
Gelesen: "Bella Germania" von Daniel Speck. Ein berührender Familienroman, der sich zwischen Mailand und München (Monaco di Bavaria, der nördlichsten Stadt Italiens...) abspielt. Über 600 Seiten, aber sehr gut und unterhaltsam zu lesen. Bin in bei der Mitte angekommen.
Geträumt: Vom Frühling und vom Sommer. Samen bestellt, Saatgut erhalten, kleine Körner der Hoffnung mit lieben Menschen geteilt. 


Gewesen: Auf der Festung von Varberg, wo ich mir eine Moorleiche aus dem 14. Jahrhundert, Grönlandwalknochen und Kunst von Nils Kreuger angeschaut habe. 
Gesehen: Schneeflocken und Regentropfen. Und jede Menge grauen Himmel. Hellgrau. Mittelgrau. Dunkelgrau.
Gebacken: Walnussbrot mit Kastanienmehl. Schmeckt sehr gut, ist aber auch recht kräftig. Dank meiner guten Vorratshaltung kam ich ohne weiteres Brotbacken durch diese intensiven Wochen. Außerdem habe ich Haferkekse und Dinkelpizza für fünf sehr hungrige Personen gebacken.




Geerntet: Erbsengrünlinge, die wir zum Salat und als Topping auf der Tomatensuppe gegessen haben.
Gemalt: Ein paar einfache Grußkarten, die hoffentlich ein bisschen Frühlingsvorfreude überbringen.
Gestaltet: Einen Minidschungel auf dem Küchenfensterbrett. Grün für die Seele und die gute Laune.

Ich wünsche Euch von Herzen eine gute 5. Woche des Jahres!



Sonntag, 14. Januar 2018

Meine Kalenderwoche 2



Gehandarbeitet: Ein paar Reihen am Pulli gestrickt und sechs Kugeln für einen Untersetzer gehäkelt.
Gelesen: "Bühlerhöhe" von Brigitte Glaser. Zu spannend zum Aufhören, man möchte schnellstens bis zur letzten Seite lesen!


Geerntet: Topinambur, die ich in ein Gröstl mit anderem Wurzelgemüse schneiden werde.
Gesät: Parika, Chili, Knollensellerie und Lauch
Gebacken: Dinkel-Hamburgerbrötchen, zu denen wir leckere Burger aus schwarzen Bohnen gegessen haben. Den Rest der Woche haben wir mit Brotvorräten bestritten.
Geschleckt: Schokopudding, den es mit Birnen drin als Nachspeise gab.
Gesehen: Jetzt blühen die Felsenbirnen, die ich als Barbarazweige ins Haus geholt habe. Ich habe dieses Mal drei Sorten Zweige geschnitten und nur die Felsenbirne kam jetzt zur Blüte...
Außerdem spitzen die ersten Krokusse im Garten hervor und es gibt noch einiges an Wintersalaten zu ernten.
Gehört: Instrumentalmusik von Kathi Stimmer-Salzeder, während ich die Samenbestellung(en) für diese Saison gemacht habe.
Gemalt: Ein Rotkehlchen, das täglich unser Vogelhäuschen besucht.


Ich wünsche Euch von Herzen einen schönen Sonntag und einen guten Start in die 3. Woche des Jahres!

Freitag, 12. Januar 2018

Unser tägliches Brot - eine Frage der Organisation

Unser tägliches Brot ist nicht nur tägliche Nahrung, es ist auch Heimat und Wohlbefinden. Es ist ja kein Geheimnis, dass die Skandinavier nicht gerade die Bäckermeister schlechthin sind. Im Gegenteil: Wer schon mal im Urlaub vier Wochen lang labbriges, süßliches Brot essen musste, sehnt die erste Bäckerei hinter der dänischen Grenze herbei. Inzwischen gibt es zwar (wieder) kleinere Handwerksbäckereien, die sich aber viel an der französischen Backkunst orientieren, d.h. viel helles Weizensauerteigbrot. Auch "deutsche" Bäckereien gibt es, die kräftiger gewürztes Brot anbieten, aber doch nicht das gleiche wie ein "Würzlaiberl" vom Bäcker in Niederbayern.
An guter Literatur ist hier inzwischen einiges zusammengekommen und ich könnte zudem noch etliche Kochbücher aufführen, die auch Brotrezepte enthalten z.B. die von Saltå Kvarn. Das englische Vollkornbackbuch habe ich mir in einer Museumsmühle in Minneapolis gekauft, die drei schwedischen in der oberen Reihe habe ich alle geschenkt bekommen. Wirklich viele tolle Rezepte sind im Buch Drunter&Drüber, das Brot für Genießer enthält vor allem viele pfiffige Ideen. Das Buch Gutes Brot von Roswitha Huber ist ja inzwischen ein Standardwerk und bei mir schon gut durchgeblättert, manche Rezepte kann ich schon auswendig. Die beiden Bücher von Lutz Geissler habe ich zu Weihnachten bekommen und ich bin in der Erprobungsphase. Mit dem Heft Brot backen hat mich heute eine liebe Freudin überrascht: So passend und was für ein schöner Wochenendstart mit lieber Post 😊. Brot&Brötchen habe ich auch schon lange, aber es ist nicht so viel in Gebrauch. Die Lust auf Genuss zum Thema Brot backen hat mir meine Mama im Herbst mitgebracht.
Im Wohnzimmer steht meine Mehltruhe. Das Zirbenholz hat mir mein Bruder, der in Davos wohnt, geschenkt und mein Papa hat die Truhe gebaut. 💛 Es ist nicht einfach ganzes Getreide in guter (!) Qualität zu bekommen. Oft nehmen wir im Sommer einige Kilo aus Bayern mit, im Moment decke ich meinen umfangreichen Bedarf mit 700g-Packungen, ebenfalls von Saltå Kvarn, was aber wirklich nicht günstig ist. Zudem gibt es im Moment keinen ganzen Roggen (laut Firmen-Homepage auch hier ein Qualitätsproblem...), so dass ich Roggenschrot gekauft habe, den ich weiter vermahle. In Schweden gibt es auch keine Mehltypen und an Vollkornmehl gibt es einzig Grahamsmehl. Andere komische Mehlsorten sind z.B. Rågsikt (im Bild oben rechts). Da steht zwar Roggen drauf, das Roggenmehl ist aber mit bis zu 60% Weizenmehl vermischt.
Eine Kuriosität in der Mehltruhe ist das Kastanienmehl, das ich demnächst ausprobieren werde.
Vollkornmehl ist für uns das A und O. Seit zwei, ja bald drei Jahren habe ich die Mühle nun und an den Werten, die meinen Mann aufgrund einer chronischer Krankheit* regelmäßig testen lassen muss, können wir die Verbesserung schwarz auf weiß ablesen. Dass ich gutes Brot selber backe, tut uns also gut, seelisch und auch körperlich.
Die Mühle habe ich auf einem Geschirrtuch stehen, was es mir möglich macht, die schwere Mühle auf der Arbeitsfläche leicht nach hinten und vorne zu bewegen. Unter meiner Steinarbeitsplatte ist noch ein Holzbrett zum Ausziehen. Perfekt für die Rührschüssel darunter. 😊
Auf der einen Arbeitsfläche in der Küche stehen nicht immer nur das Mehlsieb und die Mühle bereit, sondern auch der Brotkasten, in dem ich unser Brot problemlos aufbewahre. Im Vordergrund seht ihr noch den Backstein, den ich viel benutze, auch für Pizza u.ä. Und er hat gar nichts gekostet, weil er beschädigt war (die Delle an der Vorderkante)... Ein breiter Pinsel zum Mehl ab-/wegkehren, ein Kruskavel für Knäckebrot sowie zwei Gärkörbchen machen meine Ausrüstung komplett. Achja, die "Schaufel" für die Teiglinge hat mir auch mein Papa gemacht, so dass sich die Laibe leichter auf den Backstein überführen lassen. Ansonsten benutze/zweckentfremde ich andere Gegenstände in der Küche wie Kastenformen oder einen gusseisernen Topf.

Ich bin zuversichtlich, dass das mit der Brotselbstversorgung gut klappt, zudem ich auch immer Überschuss einfrieren kann. Freude bereitet es mir auf jeden Fall!
Die Brotgewürze bekommen natürlich ein eigenes Beet im erweiterten Garten!

*Die überhaupt nichts mit unserer Kinderlosigkeit zu tun hat.

Sonntag, 7. Januar 2018

Meine Kalenderwoche 1

Ein neues Jahr - ein neuer Versuch 
Eure lieben Kommentare waren sehr deutlich: Es wird gewünscht, dass es hier am Blog weitergeht. Ich habe die Tage zwischen den Jahren genutzt und überlegt, was möglich, realistisch und gut für mich sein könnte. Mir macht ja das Schreiben und Fotografieren nach wie vor sehr viel Spass, nur stelle ich mir manchmal mit meinen hohen Ansprüchen selbst ein Bein und das Ergebnis ist gar kein Eintrag anstelle von ein paar kürzeren und anspruchsloseren...
Nun glaube ich eine Lösung gefunden zu haben. Mein Plan ist, euch jeden Sonntag einen Einblick in meine kreative Woche zu geben, mit Bildern und kurzen (!) Notizen. Außerdem habe ich vor, einmal pro Monat einen Thema-Beitrag zu beispielseweise Brot, Garten, Handarbeit oder Schweden zu schreiben. Wir werden sehen...

Woche 1
Gehandarbeitet: Ein neuer Versuch, einen Pullover für meinen Mann zu stricken. Immer noch Finkhofwolle, Merino dick.
Gelesen: "Unterleuten" von Juli Zeh. Ich habe den Roman verschlungen, sehr empfehlenswert!
Geerntet: Den letzten Grünkohl. Mein Mann hat Grünkohlpfannenkuchen gemacht, die sehr lecker waren.
Gesät: Ruccola, Kresse, gelbe Erbsen für Erbsengrünlinge in den Salat, Sprossen angesetzt.
Gebacken: 2018 wollen wir kein Brot kaufen, aber es gibt einen Joker pro Monat. Seit wir zurück im Häuschen sind habe ich Sonnenblumensemmeln und ein Körnerbrot im Topf nach Lutz Geissler gebacken. Außerdem werden heute noch zwei Sauerteig-Roggenbrote in den Ofen wandern.
Gesehen: Die Zaubernuss, die ich letztes Jahr gesetzt habe, blüht schon! 💛
Gemalt: Eine Christrose, die ich aus meiner Haustürenbepflanzung gepflückt habe.

Ich wünsche Euch von Herzen einen schönen Sonntag und einen guten Start in die 2. Woche des Jahres!