Am Ende der Woche freue ich mich nun, dass ich Zeit finde, ein paar Dinge abzuschließen und doch Weihnachten in mir einen Platz bereiten zu können.
Gestern habe ich 36 Winterkinder-Muffins mit in die Schule genommen. Wir hatten das Lied von Rolf Zuckowski mit Gesten erarbeitet und die schwedischen Erstklässler waren voll bei der Sache. Für Hausmeister und das Sekretariat gab es Pepperkaks-Biscotti. Auch die Weihnachtspost habe ich auf den Weg gebracht und die Tannenzweige verlieren die ersten Nadeln. Gestern erblühten die ersten Schlehen an den Barbara-Zweigen und sie sind noch voller weißer Knospen. Wenn das kein gutes Zeichen für 2014 ist!
Leider fahren wir schon morgen Nachmittag an die norwegische Grenze zu den Schwiegereltern. So sehr ich mich darauf freue aus der Stadt rauszukommen, so sehr wünsche ich mir - gerade für die Weihnachtstage - etwas eigenes: Einen eigenen Christbaum, die Krippe bewusst erst am 24. fertig aufstellen, mich an der Blüte der Barbara-Zweige erfreuen, unseren eigenen Traditionsmix behutsam aufbauen.
Hier liegen noch ein paar Näharbeiten, aber inzwischen gestehe ich mir auch zu, dass ich evtl. Gutscheine verschenke. Das U-Bahn-Strickprojekt will vollendet werden und dann wartet schon das Packen und die Wohnung vorzubereiten.
Und ich werde heute viel Tee trinken, denn ich spüre da so ein Kratzen in Hals und Brust, das auf mehr hindeuten könnte. Wie sagt mein Papa immer?! "Die guten Lehrer werden in den Ferien krank!"
Ich wünsche Euch einen guten Wochenausklang!
Freitag, 20. Dezember 2013
Dienstag, 17. Dezember 2013
Dienstagsgedanken (und eine Gewinnerin!)
Hier sitze ich nun auf dem Kanapee und bin meinem Mann unendlich dankbar, dass er gerade die Einkaufstour übernommen hat, so dass ich nach zwei Großkampftagen an insgesamt fünf Schulen ein bisschen ausschnaufen kann. Unsere Tage sind so dunkel und kurz, dass sogar die schwedischen Kollegen jammern - und auch ich kämpfe mit dem dunkelgrauen Wetter während der knapp sechs Tageslichtstunden. Meine Nächte sind kurz und ich rechne die Tage bis zu den Weihnachtsferien herunter.
Auch sonst ist die Stimmung hier ein bisschen komisch, fast schon ein bisschen unweihnachtlich. Kennt ihr die Geschichte von Tormod Haugen "Der umgefallene Weihnachtsbaum" aus diesem Buch? Kinder spielen am Lucia-Tag auf der Kreuzung und dabei fällt der der große, schöne Weihnachtsbaum um. Ab diesem Tag geht alles schief: Ein Dauerregen setzt ein, die Mutter verbrennt die Plätzchen, die Weihnachtsdekoration im Geschäft fällt runter, Krippenfiguren verschwinden und die Kinder versuchen 'Buße zu tun', u.a. durch das Singen aller Weihnachtslieder im Dauerregen im Wald. Weihnachten scheint für dieses Jahr verloren... Schließlich endet die Geschichte zwar doch noch gut, aber nachdenklich.
Bei mir ist nicht der Weihnachtsbaum umgefallen, dafür brannte am Sonntag in der deutschen Kirche der Adventskranz ab. Ich wollte tatsächlich eigentlich diesen schönen Adventskranz als Sonntagsfreude zeigen, aber nach dem zweiten oder dritten Lied entzündete eine Kerze den trockenen Kranz. Der erschrockene Kirchendiener griff gleich beherzt zum Feuerlöscher, aber der Kranz war hinüber und durch seine Löschaktion wurden einige Wandbemalungen und Vergoldungen in der Kirche aus dem 17. Jahrhundert in Mitleidenschaft gezogen, was wiederum neue Aufregung nach sich zog. Der Gottesdienst wurde zwar weiter gefeiert, aber für mich war igendwas ein bisschen kaputt gegangen. (Mein Mann fand es allerdings spannend, dass in den langweiligen Gottesdiensten auch mal etwas Action stattfand).
Am Nachmittag erreichte uns die schockierende Nachricht, dass eine friedliche Manifestation gegen Rechts durch eine Gruppe rechtsradikaler gewaltbereiter Aktivisten brutal niedergeschlagen wurde, die Polizei war schlecht vorbereitet. Es waren einfach normale engagierte Mitbürger, u.a. auch Familien mit Kindern, die an der Manifestation teilnahmen. Die Zunahme der rechtsextremen Gewalt in Schweden ist wirklich erschreckend und ich will demnächst einmal mehr darüber schreiben.
So sind also meine Gedanken in alle möglichen Richtungen unterwegs, nur nicht so ganz Richtung Weihnachten. Gestern Abend habe ich mich dann aus meinem Pflichtgefühl heraus total übermüdet noch an die Weihnachtspost gesetzt mit dem Ergebnis, dass ich einige Kuvert nochmal öffnen werde, weil ich bei manchen die Grußformel und die Unterschrift vergessen habe und stattdessen die halbfertigen Briefe zugeklebt habe.
Glücklicherweise dreht sich aber zumindest im Unterricht so manches immer wieder um Weihnachten und gestern habe ich mit 3 Schülergruppen schon Abschied für dieses Halbjahr gefeiert. Eine schöne Überraschung waren kleine-große Aufmerksamkeiten von zwei Familien. Ein schönes Blumengesteck und Schokolade. In Schweden sind übrigens Hyazinthen typische Weihnachtsblumen. Es tat so gut, diese Anerkennung, dieses Dankeschön. Leider steht alles immer noch ziemlich unordentlich rum, aber ich raffe mich gleich auf um zu kochen (Käsespätzle für die Seele, Karin!) und in der Wohnung klar Schiff zu machen. Morgen muss ich auch nicht selber unterrichten, sondern "nur" als Zweite-Pädagogin (das ist auch eine schwed. Berufsbezeichnung) im Klassenzimmer bereit sein. Außerdem wird es als Schulmittagessen morgen einen Jul-Lunch geben. Es wird wohl auch in diesem Jahr Weihnachten werden...
Ich habe auch noch schnell eine Verlosung durchgeführt und - Trommelwirbel - das Teesäckchen macht sich auf den Weg zu Stefanie von Mehr Sonntag. Liebe Stefanie, ich freue mich, dass ich dir eine Freude machen darf! Teile mir doch bitte schnellst möglichst per Mail deine Adresse mit, damit sich das Päckchen auf den Weg machen kann.
Auch sonst ist die Stimmung hier ein bisschen komisch, fast schon ein bisschen unweihnachtlich. Kennt ihr die Geschichte von Tormod Haugen "Der umgefallene Weihnachtsbaum" aus diesem Buch? Kinder spielen am Lucia-Tag auf der Kreuzung und dabei fällt der der große, schöne Weihnachtsbaum um. Ab diesem Tag geht alles schief: Ein Dauerregen setzt ein, die Mutter verbrennt die Plätzchen, die Weihnachtsdekoration im Geschäft fällt runter, Krippenfiguren verschwinden und die Kinder versuchen 'Buße zu tun', u.a. durch das Singen aller Weihnachtslieder im Dauerregen im Wald. Weihnachten scheint für dieses Jahr verloren... Schließlich endet die Geschichte zwar doch noch gut, aber nachdenklich.
Bei mir ist nicht der Weihnachtsbaum umgefallen, dafür brannte am Sonntag in der deutschen Kirche der Adventskranz ab. Ich wollte tatsächlich eigentlich diesen schönen Adventskranz als Sonntagsfreude zeigen, aber nach dem zweiten oder dritten Lied entzündete eine Kerze den trockenen Kranz. Der erschrockene Kirchendiener griff gleich beherzt zum Feuerlöscher, aber der Kranz war hinüber und durch seine Löschaktion wurden einige Wandbemalungen und Vergoldungen in der Kirche aus dem 17. Jahrhundert in Mitleidenschaft gezogen, was wiederum neue Aufregung nach sich zog. Der Gottesdienst wurde zwar weiter gefeiert, aber für mich war igendwas ein bisschen kaputt gegangen. (Mein Mann fand es allerdings spannend, dass in den langweiligen Gottesdiensten auch mal etwas Action stattfand).
Am Nachmittag erreichte uns die schockierende Nachricht, dass eine friedliche Manifestation gegen Rechts durch eine Gruppe rechtsradikaler gewaltbereiter Aktivisten brutal niedergeschlagen wurde, die Polizei war schlecht vorbereitet. Es waren einfach normale engagierte Mitbürger, u.a. auch Familien mit Kindern, die an der Manifestation teilnahmen. Die Zunahme der rechtsextremen Gewalt in Schweden ist wirklich erschreckend und ich will demnächst einmal mehr darüber schreiben.
So sind also meine Gedanken in alle möglichen Richtungen unterwegs, nur nicht so ganz Richtung Weihnachten. Gestern Abend habe ich mich dann aus meinem Pflichtgefühl heraus total übermüdet noch an die Weihnachtspost gesetzt mit dem Ergebnis, dass ich einige Kuvert nochmal öffnen werde, weil ich bei manchen die Grußformel und die Unterschrift vergessen habe und stattdessen die halbfertigen Briefe zugeklebt habe.
Glücklicherweise dreht sich aber zumindest im Unterricht so manches immer wieder um Weihnachten und gestern habe ich mit 3 Schülergruppen schon Abschied für dieses Halbjahr gefeiert. Eine schöne Überraschung waren kleine-große Aufmerksamkeiten von zwei Familien. Ein schönes Blumengesteck und Schokolade. In Schweden sind übrigens Hyazinthen typische Weihnachtsblumen. Es tat so gut, diese Anerkennung, dieses Dankeschön. Leider steht alles immer noch ziemlich unordentlich rum, aber ich raffe mich gleich auf um zu kochen (Käsespätzle für die Seele, Karin!) und in der Wohnung klar Schiff zu machen. Morgen muss ich auch nicht selber unterrichten, sondern "nur" als Zweite-Pädagogin (das ist auch eine schwed. Berufsbezeichnung) im Klassenzimmer bereit sein. Außerdem wird es als Schulmittagessen morgen einen Jul-Lunch geben. Es wird wohl auch in diesem Jahr Weihnachten werden...
Ich habe auch noch schnell eine Verlosung durchgeführt und - Trommelwirbel - das Teesäckchen macht sich auf den Weg zu Stefanie von Mehr Sonntag. Liebe Stefanie, ich freue mich, dass ich dir eine Freude machen darf! Teile mir doch bitte schnellst möglichst per Mail deine Adresse mit, damit sich das Päckchen auf den Weg machen kann.
Samstag, 14. Dezember 2013
Geschenke (und eine Verlosung!)
Obwohl der dunkelgraue Himmel über Stockholm heute sogar ein paar einzelne Flocken herabgeschickt hat, dauert es mit der Adventsstimmung in mir immer noch ein bisschen. So richtig ruhig und hell will es in mir noch nicht werden, zu sehr sind wir an allen Fronten eingespannt. Und wenn wir glauben, es tut sich ein kleines Zeitfenster auf, dann kommen neue unvorhergesehene Ereignisse, die uns zurückwerfen - zeitlich, organisatorisch, finanziell, emotional... Dieses Jahr 2013, irgendwie bin ich froh, wenn ich es bald abschließen kann.
Weihnachtskarten und Weihnachtsgeschenke waren dafür bis jetzt ein eher belastendes Thema für mich. Und wenn man die Messlatte die Jahre zuvor recht hoch gelegt hat, ist es natürlich schwierig, sie nach unten zu versetzen. Oder vielleicht sollte ich es so sagen: Ich wollte die 'Messlatte' so hoch haben, es war mir eine Freude, möglichst vielen eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Aber es geht dieses Jahr einfach nicht anders: Wir lassen die Karten mit Grüßen bedrucken, statt persönlichen Zeilen werden wir einen Jahresbrief beilegen (wobei ich das bis jetzt immer doof bzw. unpersönlich fand). Und ich finde das immer noch die bessere Lösung, als dass ich mich gar nicht melde bzw. eine SMS oder e-mail schicke...
Und ebenso ist es mit den Weihnachtsgeschenken. In meiner Familie werden wir 'Kinder' zusammen die Eltern beschenken und ich gebe das gerne an meine Schwester ab. Unter den Geschwistern, auch in der Familie meines Mannes, gibt es dieses Jahr keine Geschenke. Ebenso bin ich dieses Jahr rigoros mit meinen Freundinnen. Ich weiß, dass manche sich schon die Mühe gemacht haben, ein Päckchen nach Schweden auf den Weg zu bringen, die eine oder andere vielleicht sogar mit etwas Selbstgemachtem. Von mir werden sie dieses Jahr eine gekaufte Kleinigkeit bekommen, die vielleicht erst zwischen den Jahren ankommt.
Und wie ich in Gedanken so vieles von meiner Liste streiche oder abändere, kann ich nicht nur leichter atmen, sondern es öffnet sich mir ein neuer Blickwinkel: Worum es an Weihnachten wirklich geht...
Es gibt in diesem Jahr selbst gemachte Geschenke für Menschen, die so ein selbstgemachtes Geschenk besonders 'brauchen' oder besonders 'verdient' haben. Beispielsweise die kinderlose Tante meines Mannes, die ganz allein an der Westküste lebt, sie wird in Kürze ein Geschenk erhalten. Oder die Kinder meiner Schwägerin, sie bekommen die Kulturbeutel, als eine Aufmerksamkeit, eine Geste für die ganze Familie, ein Dankeschön für ihre Unterstützung in unseren eher schwierigen Stunden.
Alles dauert länger als gedacht, aber nun habe ich alles zugeschnitten. Hier liegt nun ein Stapel mit Zuschnitten und wartet darauf, vernäht zu werden. In diesem Stapel befand sich auch ein Stück blauer Baumwollstoff, eine Borte und ein gehäkelter Schneestern. Daraus ist dieser Beutel entstanden.
Ein Geschenk, das mir auch ein besonderes Anliegen war. Nämlich ein Geschenk für eine Blogleserin. So viele haben mir in den letzten Monaten, ja das ganze Jahr über, liebe, aufmunternde, tröstende Worte geschickt oder mir einfach positives Feedback zu meinen HandArbeiten gegeben. Dafür bin ich so dankbar! Leider kann ich nicht jede einzeln bedenken, was mich ein bisschen traurig macht. Aber so ist es eben. Bei einer möchte ich mich symbolisch bedanken und deshalb werde ich den Beutel mit Inhalt verlosen.
In seinem Inneren befinden sich drei Bio-Tees in Zellulose-Verpackung einer schwedischen Teefirma. Um an der Verlosung teilzunehmen solltet ihr bis Sonntag Mitternacht hier einen Kommentar hinterlassen. Am Montag oder am Dienstag werde ich dann die Gewinnerin auslosen und hoffentlich kommt der Beutel noch vor Weihnachten auf dem Kontinent an.
Weihnachtskarten und Weihnachtsgeschenke waren dafür bis jetzt ein eher belastendes Thema für mich. Und wenn man die Messlatte die Jahre zuvor recht hoch gelegt hat, ist es natürlich schwierig, sie nach unten zu versetzen. Oder vielleicht sollte ich es so sagen: Ich wollte die 'Messlatte' so hoch haben, es war mir eine Freude, möglichst vielen eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Aber es geht dieses Jahr einfach nicht anders: Wir lassen die Karten mit Grüßen bedrucken, statt persönlichen Zeilen werden wir einen Jahresbrief beilegen (wobei ich das bis jetzt immer doof bzw. unpersönlich fand). Und ich finde das immer noch die bessere Lösung, als dass ich mich gar nicht melde bzw. eine SMS oder e-mail schicke...
Und ebenso ist es mit den Weihnachtsgeschenken. In meiner Familie werden wir 'Kinder' zusammen die Eltern beschenken und ich gebe das gerne an meine Schwester ab. Unter den Geschwistern, auch in der Familie meines Mannes, gibt es dieses Jahr keine Geschenke. Ebenso bin ich dieses Jahr rigoros mit meinen Freundinnen. Ich weiß, dass manche sich schon die Mühe gemacht haben, ein Päckchen nach Schweden auf den Weg zu bringen, die eine oder andere vielleicht sogar mit etwas Selbstgemachtem. Von mir werden sie dieses Jahr eine gekaufte Kleinigkeit bekommen, die vielleicht erst zwischen den Jahren ankommt.
Und wie ich in Gedanken so vieles von meiner Liste streiche oder abändere, kann ich nicht nur leichter atmen, sondern es öffnet sich mir ein neuer Blickwinkel: Worum es an Weihnachten wirklich geht...
Es gibt in diesem Jahr selbst gemachte Geschenke für Menschen, die so ein selbstgemachtes Geschenk besonders 'brauchen' oder besonders 'verdient' haben. Beispielsweise die kinderlose Tante meines Mannes, die ganz allein an der Westküste lebt, sie wird in Kürze ein Geschenk erhalten. Oder die Kinder meiner Schwägerin, sie bekommen die Kulturbeutel, als eine Aufmerksamkeit, eine Geste für die ganze Familie, ein Dankeschön für ihre Unterstützung in unseren eher schwierigen Stunden.
Alles dauert länger als gedacht, aber nun habe ich alles zugeschnitten. Hier liegt nun ein Stapel mit Zuschnitten und wartet darauf, vernäht zu werden. In diesem Stapel befand sich auch ein Stück blauer Baumwollstoff, eine Borte und ein gehäkelter Schneestern. Daraus ist dieser Beutel entstanden.
Ein Geschenk, das mir auch ein besonderes Anliegen war. Nämlich ein Geschenk für eine Blogleserin. So viele haben mir in den letzten Monaten, ja das ganze Jahr über, liebe, aufmunternde, tröstende Worte geschickt oder mir einfach positives Feedback zu meinen HandArbeiten gegeben. Dafür bin ich so dankbar! Leider kann ich nicht jede einzeln bedenken, was mich ein bisschen traurig macht. Aber so ist es eben. Bei einer möchte ich mich symbolisch bedanken und deshalb werde ich den Beutel mit Inhalt verlosen.
In seinem Inneren befinden sich drei Bio-Tees in Zellulose-Verpackung einer schwedischen Teefirma. Um an der Verlosung teilzunehmen solltet ihr bis Sonntag Mitternacht hier einen Kommentar hinterlassen. Am Montag oder am Dienstag werde ich dann die Gewinnerin auslosen und hoffentlich kommt der Beutel noch vor Weihnachten auf dem Kontinent an.
Freitag, 13. Dezember 2013
Gebacken: Schwedischer Apfelbiskuit
Aus meinem Lieblings-Vollwertkochbuch kommt dieses Rezept:
Der Kuchen schmeckt sehr lecker nach Honig, aber das ist auch der Grund, warum ich bezweifle, dass es ein original schwedisches Rezept ist: Im Zuckerschock-Land müsste das Rezept mindestens 300 g Zucker enthalten ;)
Aber uns schmeckt es und es geht schnell :)
Nun fahren wir gleich nach Uppsala, wo wir wie schon letztes Jahr den Geburtstag meiner Schwägerin feiern, die am Lucia-Tag geboren ist. Was sie dieses Jahr von mir bekommt, zeige ich Euch demnächst.
- 4 Eier
- 150 g Honig
- 120 g Butter
- 125 ml Milch
- 300 g Weizenvollkornmehl
- 3 TL (Weinstein-)Backpulver
- 6 mittelgroße Äpfel
- 1 TL Zimt
- 50 g Mandeln (Walnüsse)
Der Kuchen schmeckt sehr lecker nach Honig, aber das ist auch der Grund, warum ich bezweifle, dass es ein original schwedisches Rezept ist: Im Zuckerschock-Land müsste das Rezept mindestens 300 g Zucker enthalten ;)
Aber uns schmeckt es und es geht schnell :)
Nun fahren wir gleich nach Uppsala, wo wir wie schon letztes Jahr den Geburtstag meiner Schwägerin feiern, die am Lucia-Tag geboren ist. Was sie dieses Jahr von mir bekommt, zeige ich Euch demnächst.
Mittwoch, 11. Dezember 2013
Dienstag, 10. Dezember 2013
Julbord am Nobeltag
Ich habe das Gefühl, dass ich schon lange nichts mehr über meinen schwedischen Alltag geschrieben habe, deshalb heute eine kurze Berichterstattung - auch wenn heute durchaus kein normaler Tag in Schweden war :)
Heute war in Stockholm der Nobeltag und die Feierlichkeiten im Rathaus sind immer noch in vollem Gange. Unser Tag fing hingegen wenig nobel an, um 7 Uhr kamen wie angekündigt die Handwerker um neue Kabel zu verlegen. Dann radelte ich in die Uni, wo ich eine inspirierende Vorlesung zum Thema Les- und Schreibentwicklung hatte, mich aber durchaus etwas an der schwedischen Kuschelpädagogik störte (aber das wäre - zusammen mit dem PISA-Ergebnis - mal einen eigenen Eintrag wert).
Nach der Uni ging es heute nicht weiter in die Schule, sondern direkt zu einem Restaurant, wo alle Sprachlehrer heute ihr Julbord hatten, also ihren Weihnachtstisch (wörtlich übersetzt). Das entspricht so in etwa den deutschen betrieblichen Weihnachtsfeiern, wobei die ja eher abends sind. Wir waren zum Mittagessen eingeladen und serviert wurden schon die traditionellen Weihnachtsgerichte: viel Hering, verschiedene Weihnachtswurst und süßes Brot. Etwa 300 Sprachlehrer aus über 50 Nationen standen brav in der Schlange zum Buffet an um sich ihr Essen zu holen. Ich finde dieses Konzept etwas ungewohnt, denn bei uns gibt es das Weihnachtsessen halt nur an Weihnachten, aber naja. Auch den Gedanken, dass bei dieser Veranstaltung - außer dem Servicepersonal - keine Schweden anwesend waren, aber schwedisches Weihnachtsessen verspeist wurde, fand ich interessant ;)
Auf dem Heimweg vom Mittagessen war es schon dunkel und die Straße, die ich nehmen wollte, war abgesperrt. Da fiel mir wieder ein, dass heute ja auch Nobeltag ist. Glücklicherweise durfte ich mit dem Fahrrad passieren und konnte so direkt am Konzerthaus vorbeifahren, als gerade die Ehrengäste ankamen. Auch wenn man als 'Normalbürger' weniger davon berührt wird, spürt man die besondere Stimmung in der Stadt, von der ich auch letztes Jahr schon berichtet habe. Ich konnte es nicht bleiben lassen, auch dort noch ein paar Fotos vom festlich beleuchteten Konzerthaus zu machen.
Zu Hause wartete eine wenig noble Putz- und Aufräumaktion um die 'Bauarbeiten' wieder abzuschließen. Jetzt am Abend habe ich auch noch die Benotungsaktion abschließen können und nach einem Großkampftag morgen habe ich dann hoffentlich wieder mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Nicht, dass ihr meint, ich mag meinen Beruf nicht - ich liebe das Lehrersein, aber manchmal ist es ein bisschen viel. Mein Mann meinte neulich schon: Ist Lehrersein jetzt dein Lebensstil?!
Ein bisschen so ist es wohl, es ist eindeutig auch ein bisschen Berufung und v.a. Leidenschaft, aber im Moment ist es so viel, dass ich wirklich das Gefühl habe, dass mein Privatleben ein bisschen zu kurz kommt. Allerdings will ich auch hier mich in Gelassenheit versuchen - meine Lieben freuen sich sicher auch über 'Neujahrsgeschenke' ;)
So, das war jetzt so ein bisschen schwedischer Einwandereralltag, der sich wohl nicht so viel von dem Alltag der Ureinwohner unterscheidet, wenn die sich nicht mit der Sprache und so leichter täten... Es gäbe auch noch (neue) nervige Einzelheiten zu meiner Weiterbildung und anderen Dingen, aber die sind so unweihnachtlich, die lasse ich außen vor. Ab jetzt dann nur noch Vorweihnachtliches ;)
Heute war in Stockholm der Nobeltag und die Feierlichkeiten im Rathaus sind immer noch in vollem Gange. Unser Tag fing hingegen wenig nobel an, um 7 Uhr kamen wie angekündigt die Handwerker um neue Kabel zu verlegen. Dann radelte ich in die Uni, wo ich eine inspirierende Vorlesung zum Thema Les- und Schreibentwicklung hatte, mich aber durchaus etwas an der schwedischen Kuschelpädagogik störte (aber das wäre - zusammen mit dem PISA-Ergebnis - mal einen eigenen Eintrag wert).
Nach der Uni ging es heute nicht weiter in die Schule, sondern direkt zu einem Restaurant, wo alle Sprachlehrer heute ihr Julbord hatten, also ihren Weihnachtstisch (wörtlich übersetzt). Das entspricht so in etwa den deutschen betrieblichen Weihnachtsfeiern, wobei die ja eher abends sind. Wir waren zum Mittagessen eingeladen und serviert wurden schon die traditionellen Weihnachtsgerichte: viel Hering, verschiedene Weihnachtswurst und süßes Brot. Etwa 300 Sprachlehrer aus über 50 Nationen standen brav in der Schlange zum Buffet an um sich ihr Essen zu holen. Ich finde dieses Konzept etwas ungewohnt, denn bei uns gibt es das Weihnachtsessen halt nur an Weihnachten, aber naja. Auch den Gedanken, dass bei dieser Veranstaltung - außer dem Servicepersonal - keine Schweden anwesend waren, aber schwedisches Weihnachtsessen verspeist wurde, fand ich interessant ;)
Auf dem Heimweg vom Mittagessen war es schon dunkel und die Straße, die ich nehmen wollte, war abgesperrt. Da fiel mir wieder ein, dass heute ja auch Nobeltag ist. Glücklicherweise durfte ich mit dem Fahrrad passieren und konnte so direkt am Konzerthaus vorbeifahren, als gerade die Ehrengäste ankamen. Auch wenn man als 'Normalbürger' weniger davon berührt wird, spürt man die besondere Stimmung in der Stadt, von der ich auch letztes Jahr schon berichtet habe. Ich konnte es nicht bleiben lassen, auch dort noch ein paar Fotos vom festlich beleuchteten Konzerthaus zu machen.
Zu Hause wartete eine wenig noble Putz- und Aufräumaktion um die 'Bauarbeiten' wieder abzuschließen. Jetzt am Abend habe ich auch noch die Benotungsaktion abschließen können und nach einem Großkampftag morgen habe ich dann hoffentlich wieder mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Nicht, dass ihr meint, ich mag meinen Beruf nicht - ich liebe das Lehrersein, aber manchmal ist es ein bisschen viel. Mein Mann meinte neulich schon: Ist Lehrersein jetzt dein Lebensstil?!
Ein bisschen so ist es wohl, es ist eindeutig auch ein bisschen Berufung und v.a. Leidenschaft, aber im Moment ist es so viel, dass ich wirklich das Gefühl habe, dass mein Privatleben ein bisschen zu kurz kommt. Allerdings will ich auch hier mich in Gelassenheit versuchen - meine Lieben freuen sich sicher auch über 'Neujahrsgeschenke' ;)
So, das war jetzt so ein bisschen schwedischer Einwandereralltag, der sich wohl nicht so viel von dem Alltag der Ureinwohner unterscheidet, wenn die sich nicht mit der Sprache und so leichter täten... Es gäbe auch noch (neue) nervige Einzelheiten zu meiner Weiterbildung und anderen Dingen, aber die sind so unweihnachtlich, die lasse ich außen vor. Ab jetzt dann nur noch Vorweihnachtliches ;)
Montag, 9. Dezember 2013
Das Kripperl: Esel
Ich habe meine Prioritäten etwas geändert... Beruflich kann ich ja nicht viel ändern, aber zu Hause halte ich mich erfolgreich von der Küche und allem, was mit Hausarbeit zu tun hat, fern. Zum Glück habe ich einen emanzipierten Mann ;)
Nach der Maria wollte ich nicht gleich die nächste Figur anfangen, sondern habe mich zunächst an ein Tier gemacht: den Esel. Zwar entfielen hier fiselige Näharbeiten, aber es hat einiges an Geduld gebraucht, bis der fertige Esel schließlich vor mir stand. Das Drahtgestell wollte schon zunächst nicht so stehen wie gedacht und auch die Beine habe ich x-mal gewickelt, bis sie stabil, aber schlank genug, waren. Mit dem Haarkamm habe ich Wollfasern für die Mähne zusammengestellt. Alle Wolllagen wurden mit der Filznadel trocken angefilzt und nur so viel wie nötig, so dass es hält.
Nach der Maria wollte ich nicht gleich die nächste Figur anfangen, sondern habe mich zunächst an ein Tier gemacht: den Esel. Zwar entfielen hier fiselige Näharbeiten, aber es hat einiges an Geduld gebraucht, bis der fertige Esel schließlich vor mir stand. Das Drahtgestell wollte schon zunächst nicht so stehen wie gedacht und auch die Beine habe ich x-mal gewickelt, bis sie stabil, aber schlank genug, waren. Mit dem Haarkamm habe ich Wollfasern für die Mähne zusammengestellt. Alle Wolllagen wurden mit der Filznadel trocken angefilzt und nur so viel wie nötig, so dass es hält.
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